Elisabeth von Mähren                    Markgräfin von Meißen
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1355-20.11.1400
 

Begraben: Meißen
 

Jüngere Tochter des Markgrafen Johann Heinrich von Mähren aus dem Hause LUXEMBURG aus seiner 2. Ehe mit der Margarete von Troppau-Jägerndorf, Tochter von Herzog Nikolaus II.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 82
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

ELISABETH
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* 1355, + 20.XI.1400

Begraben: Meissen Dom

  oo 1366
           WILHELM I. DER EINÄUGIGE, 1379 Markgraf von Meissen
                    + 10.II.1407 Grimma
 

Begraben: Meissen Dom



Thiele Andreas: Tafel 70
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

ELISABETH
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    + 1400

 1366
  oo Wilhelm I. Markgraf von Meißen
               + 1407



Posse, Otto: Seite 61
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"Die Wettiner. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

Tafel 5
11. WILHELM I.
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Vermählt:
mit 1. Elisabeth, Tochter Johann Heinrichs von Böhmen, Markgrafen von Mähren.
Der Geburtstag Elisabeths läßt sich nicht feststellen. Sie muß bedeutend jünger als Wilhelm gewesen sein, da sie Johanns zweiter Ehe mit Margarete von Troppau entstammte, die erst 1350 geschlossen wurde, und Elisabeth nicht das älteste der fünf Kinder Margaretens war.
Vgl. Lippert in Mittheil. Des Ver. Für Gesch. der Deutschen in Böhmen 30,95. Eheabredung 1358 März 1. (Or. S. Ernest. Ges. Archiv Weimar, Urkunde Johanns von Mähren und Kaiser Carls IV., gedruckt bei Lippert a. O. 115 f.), danach soll das Beilager inwendig 8 Jahren (das heißt 1366) stattfinden. Urkunde Johanns: globen ... daz wir demselben hern Wilhelm unserm liben sun und eydem Elsbeten unser liben tochter zu einer elichen wirtinne und zu rechter konschaft geben wollen und sullen indwenig acht jaren, di man von sant Jorgentag, der nechst kunftig ist, czeln sol. Und wann die egenannten acht jar ende nehmen und es czu sulchen schulden kumt, daz wir ym die egenanten unser tochter geben sullen. ... - Dass das Beilager im Frühjahr 1366 stattfand, dafür sprechen Urkunden, die im März des nächsten Jahres ausgestellt sind. Vgl. Lippert a. O. 99. Ann. Veterocell. (Beilage VII): 1401. Domina Elisabeth marchionissa obiit. - Das Epitaph - Elisabeth ist in Meißen beigesetzt - hat folgende Inschrift: ANNO DNI. MCCCC IN CRASTINO ELYZABET PRINCEPS DAN ELYZABETA MARCHIONISSA MORAVIE CONTHORALIS ILLVSTRIS WILHELMI MARCHIONIS MISNENSIS. ORATE PRO EIVS ANIMA (Ebert, Der Dom zu Meissen Seite 83).



Veltrup Dieter: Seite 360-363
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„Zwischen Eherecht und Familienpolitik“

Das dritte Kind aus Johanns Ehe mit Margaretha von Troppau war höchstwahrscheinlich Elisabeth, die wohl im Jahre 1355 geboren wurde. Auch für sie plante KARL in der Zeit, in der er söhnelos war, eine eheliche Beziehung, und zwar mit einem jungen Markgrafen von Meißen. Die Vertragspartner wurden durch ein Eheversprechen bestärkt, das Elisabeth von Mähren mit dem jüngsten der drei Brüder, Markgraf Wilhelm verband. Die Ehe der beiden sollte bis zum 23. April 1366 vollzogen sein; Johann wollte seiner Tochter eine Heimsteuer von 6.000 Mark zukommen lassen, und KARL versprach, für die Einhaltung der durch seinen Bruder eingegangenen Verpflichtungen Sorge zu tragen. Die Ehe wurde offenbar tatsächlich im Jahre 1366 vollzogen. Am 23. März fand die Regelung der ehegüterrechtlichen Fragen statt; da man 1358 vereinbart hatte, man wolle sie ein Jahr nach der Vollziehung vornehmen, könnte das eine Bestätigung von Lipperts Vermutung sein. Zwar ist es auffällig, dass Elisabeth bei der Vollziehung erst elf Jahre alt war; aber da sich auch noch in anderen Fällen feststellen läßt, dass fürstliche Damen in diesem Alter die Ehe vollzogen, kann man davon ausgehen, dass Elisabeth als drittes Kind Johanns im Jahre 1355 geboren worden ist. Übrigens verpflichtete sich in Abänderung der ursprünglichen Regelungen jetzt ihr Oheim, nicht ihr Vater, zur Zahlung der Heimsteuersumme. Es stimmt also, wenn Hecht schreibt, Johann habe die Sorge für die Heiraten seiner Kinder KARL überlassen - dafür hatte der Kaiser allerdings auch mit der Bereitstellung der Heimsteuersummen die finanziellen Lasten zu tragen. Wilhelm verpfändete seiner Frau als Sicherstellung ihrer zentralen Gabe Einkünfte aus den Städten und Festungen Voitsberg, Moldorf, Widirsperg (wohl Wiedersbach in Mittelfranken), Oelsnitz, Adorf und Döbeln. Auch ihre Ehe blieb kinderlos; Elisabeth starb am 20. November 1400 und wurde in Meißen beigesetzt.
 
 
 
 

 1366
  oo 1. Wilhelm I. Markgraf von Meißen
  x       19.12.1343-10.2.1407
 
 
 

Literatur:
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Posse, Otto: Die Wettiner. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 5 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 82 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 70 - Veldtrup, Dieter: Zwischen Eherecht und Familienpolitik. Studien zu den dynastischen Heiratsprojekten Karls IV., Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit Verlag Fahlbusch/Hölscher/Rieger Warendorf 1988 Seite 360-363 -