Beatrix von Luxemburg                  Königin von Ungarn
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1305-11.11.1319
 

Begraben: Waradin Kathedrale
 

Jüngere Tochter des Kaisers HEINRICH VII. VON LUXEMBURG und der Margarete von Brabant, Tochter von Herzog Johann I.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 82
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

BEATRIX
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* 1305, + 11.XI. 1319

Begraben: Waradin Kathedrale

  oo (Kontrakt 24.VI. 1318)
       KARL II. ROBERT VON ANJOU, 1301 König von Ungarn
                 + 16.VII.1342 Visegrad

Begraben: Stuhlweissenburg



Thiele Andreas: Tafel 69
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

BEATRIX
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* 1305, + 1319

 1318
  oo Karl II. König von Ungarn
             + 1342



Veltrup Dieter: Seite 486
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„Zwischen Eherecht und Familienpolitik“

Karl Robert war nämlich in zweiter Ehe mit Johanns jüngerer Schwester Beatrix verheiratet gewesen. 1318 hatte er dem Böhmen-König eine Familienverbindung vorgeschlagen, auf die Johann bereitwillig eingegangen war, bot ihre Realisierung doch die Möglichkeit, die neue Dynastie der LUXEMBURGER mit einem der wichtigsten östlichen Nachbarn Böhmens zu verbinden. Aber die junge Königin war bereits nach einem Jahr bei der Geburt ihres ersten Kindes gestorben.

Hoensch, Jörg K.: Seite 45,47,62
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"Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437."

Obgleich verlässliche Nachrichten über die gegen ihn gerichteten diplomatischen Aktivitäten des Königs von Neapel und die von heftigen Kämpfen mit der von der Familie COLONNA angeführten kaisertreuen Partei begleitete Besetzung Roms durch neapolitanische Truppen unter dem Herzog Johann von Gravina vorlagen, hegte HEINRICH VII. immer noch die Hoffnung, die auf Empfehlung des Papstes bereits in Deutschland aufgenommenen Verhandlungen mit Robert von Anjou über die Herstellung einer dynastischen Verbindung zwischen den beiden Familien – eine seiner Töchter, wohl die 1305 geborene Beatrix, war als Gemahlin Karls von Calabrien im Gespräch, der danach zum König des Arelats erhoben werden sollte – als Voraussetzung und Absicherung eines politischen Einvernehmens zu einem raschen Abschluß führen zu können.
Um die Ausgangsbasis für eine Abrechnung mit König Robert von Neapel zu verbessern, hatte er unter Missachtung der massiven päpstlichen Warnungen inzwischen am 4. Juli 1312 einen Freundschafts- und Bündnisvertrag mit Friedrich III. von Sizilien geschlossen; zudem wurde eine Ehe zwischen Friedrichs Sohn Peter von Aragon und der Kaiser-Tochter Beatrix vereinbart.
Die ersten von Johann getroffenen Absprachen dürften nicht ganz seine Erwartungen erfüllt haben. Die im November 1318 geschlossene Ehe seiner jüngeren Schwester Beatrix mit dem ungarischen König Karl II. Robert von Anjou dauerte nur ein Jahr, weil die junge Frau im Kindbett starb.

Kiesewetter, Andreas: Seite 74
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts."

Die dramatische Zuspitzung der Ereignisse in S-Italien Ende März 1282 und der Abfall der Insel Sizilien von der angiovinischen Herrschaft ließen die Hoffnungen auf ein angiovinisches Königreich Arelat dann endgültig zur Chimäre werden [1 1310 wurde der Arelatplan durch Papst Clemens V. in seinem Bestreben, einen Ausgleich zwischen HEINRICH VII. und Robert von Anjou zu vermitteln, unter ähnlichen Voraussetzungen noch einmal aufgegriffen. Beatrix von Luxemburg sollte Roberts Sohn Karl von Kalabrien ehelichen und das Arelat als Mitgift in die Ehe einbringen. Doch auch diesmal war der päpstlichen Initiative kein Erfolg beschieden.].

Gregorovius Ferdinand: Band II Seite 602,610
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"Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter."

HEINRICH entließ deshalb Stefan Colonna nach Rom und schickte Gesandte an Robert, die Vermählung seiner Tochter Beatrix mit dem Sohne dieses Königs abzuschließen.
Bereits zu der Zeit, als HEINRICH aufrichtig und Robert heuchlerisch wegen einer Familienverbindung unterhandelten, hatte Friedrich durch Galvano Lancia bei HEINRICH um die Hand der Prinzessin Beatrix für seinen Sohn Peter, doch vergebens, geworben. Jetzt wurde des Kaisers Tochter den Sohne Friedrichs durch Vollmacht in Rom verlobt, und diese Verschwägerung verkündete den Krieg der alten Bundesgenossen, des Kaisers, Siziliens und Pisa, wider Robert und auch wider den Papst.
 
 
 
 

24.6.1318
   oo 2. Karl Robert König von Ungarn
           1288-16.7.1342
 
 
 
 

Literatur:
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Gregorovius Ferdinand: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter. dtv-Bibliothek 1978 Band II Seite 602,610 - Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 26,45,47,62 - Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 74 - Palacky Franz: Geschichte von Böhmen 1842 Band III Seite 140 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 82 - Sütterlin, Klaus: König Johann. Ritter auf dem Schauplatz Europa. Verlag Markus Knecht 2003 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 69 - Veldtrup, Dieter: Zwischen Eherecht und Familienpolitik. Studien zu den dynastischen Heiratsprojekten Karls IV., Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit Verlag Fahlbusch/Hölscher/ Rieger Warendorf 1988 Seite 486 -