Kunigunde von Thüringen              Gräfin in Sachsen
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um 1090-   1118
 

Tochter des Grafen Ludwig II. der Springer in Thüringen aus dem Hause der LUDOWINGER und der Adelheid von Stade, Tochter von Graf Lothar Udo II.
 

Brandenburg Erich: Tafel 13 Seite 26
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

?XII.107 b. KUNIGUNDE
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* ..., + 1118

Gemahl:
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GRAF WICHMANN
       +



Schwennicke Detlev: Tafel 145
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

KUNIGUNDE
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    + 1118

  oo WICHMANN, Graf
                +

1109 cognatus von Bischof Heinrich von Halberstadt, 1116-1119 Canoniker von St. Johannes zu Halberstadt



Fenske Lutz: Seite 180
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen"

Zu den Verwandten Reinhards von Halberstadt zählte auch ein Repräsentant des thüringisch-ostsächsischen Adels, der wegen seines allem Anschein nach umfangreichen Besitzes als hochgestellte Persönlichkeit gelten muß, aber in den erzählenden Quellen, mit Ausnahme einer kurzen genealogischen Notiz in der Historiographie des Klosters Reinhardsbrunn, keine Erwähnung findet. Bei ihm handelt es sich um einen Grafen Wichmann, der im 2. Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts dem weltlichen Leben entsagte und in den geistlichen Stand eintrat. Beurkundungen, die alle mit seiner Conversio in Verbindung stehen - er vermachte den größten Teil seines Besitzes verschiedenen kirchlichen Institutionen - ermöglichen einen Einblick in seine Besitzstellung, die von beträchtlichem Ausmaß war. Die Besitzveräußerungen des Grafen und sein Wunsch, ins Kloster zu gehen, waren durch das Fehlen direkter Nachkommen veranlaßt. Durch seine verschiedenen Stiftungen trat Wichmann in engere Beziehungen zu Erzbischof Adalbert von Mainz und Bischof Reinhard von Halberstadt. Letzteren stand er persönlich nahe, denn Reinhard war nicht nur mit ihm verwandt, wie er in zwei Urkunden hervorhebt, sondern der Graf hatte ihn auch beauftragt, aus Teilen seines Eigengutes in Kaltenborn ein Chorherrenstift zu gründen. Jedoch lassen sich der Gestalt des Grafen Wichmann keine individuelleren Züge abgewinnen, weil entsprechende Quellenzeugnisse, die seine politische Stellung veranschaulichen könnten, nicht vorhanden sind. Er war mit den LUDOWINGERN, dem Geschlecht der späteren thüringischen Landgrafen, verwandt, da er Kunigunde, eine Tochter Graf Ludwigs, geheiratet hatte. Als Eltern Wichmanns sind ein Graf Berno und dessen Gattin Adelheid überliefert. Allerdings wird auch durch die Kenntnis beider Elternteile das Problem der Herkunft Wichmanns nicht gelöst und schon gar nicht die Verwandtschaftsverbindung zu Bischof Reinhard aufgehellt.
 
 
 
 

  oo Wichmann Graf in Sachsen
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Sohn des Grafen Berno und der Adelheid
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 13 Seite 26 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977 Seite 180 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 145 -