Heinrich Raspe III.                      Graf von Gudensberg
-----------------------
um 1155-18.7.1180
 

Jüngerer Sohn des Landgrafen Ludwig II. der Eiserne von Thüringen aus dem Hause der LUDOWINGERund der Judith von Schwaben, Tochter von Herzog Friedrich II.
 

Brandenburg Erich: Tafel 13 Seite 27
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen."

XIV. 264. HEINRICH RASPE
----------------------------------------
* ..., + 1180 wohl 18.VII.



Schwennicke Detlev: Tafel 145
*****************
"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

HEINRICH RASPE III.
--------------------------------
    + 18.VII.1180

Graf in HESSEN
Vogt von Hersfeld



Thiele, Andreas: Tafel 178
**************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

HEINRICH RASPE III.
-------------------------------
    + 1180

Graf zu Gudensberg
Heinrich Raspe III. half dem kaiserlichen Onkel.



Patze Hans: Seite 238
**********
"Die Entstehung der Landesherrschaft in Thüringen"

Überraschenderweise benutzte Heinrich Raspe III. die gisonischen Allode an Sieg und Rhein zur Anknüpfung von Beziehungen nach Köln hin. Er hatte vor 1174 in der Grundherrschaft Rosbach an der Sieg die Burg Windeck neu erbaut und gab sie in diesem Jahr dem Grafen Engelbert von Berg unter der Bedingung zu Lehen, dass er ihm damit gegen jedermann außer den Kaiser und den Erzbischof von Köln diene. Unter den Männern, die sich auf seiten Heinrich Raspes für diese von Kaiser FRIEDRICH beurkundeten Abmachungen verbürgten, verdienen Beachtung Graf Werner von Wittgenstein und Ludwig von Hohenfels.
BARBAROSSA hatte den Übergang der Creuzburg aus fuldaischem in landgräflichen Besitz (1170) gebilligt und damit die Verbindung mit Hessen gefördert, gleichzeitig auch die Stellung der Landgrafen gegen Heinrich den Löwen gefestigt. Melsungen an der Straße von Gudensberg nach Thüringen war vermutlich hersfeldisches Lehen und wurde der Abtei wohl durch Heinrich Raspe III. entfremdet. Die Erbauung von Burg und Stadt an diesem wichtigen Fuldaübergang bedeutete einen Einbruch in den sich hier erstreckenden Hersfelder Besitzkomplex.
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 13 Seite 27 - Chronik von St. Peter zu Erfurt - DEUTSCHE FÜRSTEN DES MITTELALTERS. Fünfundzwanzig Lebensbilder. Edition Leipzig 1995 Seite 278,287 - Patze, Hans: Die Entstehung der Landesherrschaft Thüringen, Böhlau Verlag Köln/Graz 1962 Seite 238 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 145 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 178 -