Rene I. von Anjou                                König von Neapel (1435-1442)
------------------------                              Herzog von Lothringen und Bar, Anjou und Graf von Maine
10.1.1408-10.7.1480                            Graf von Provence
Angers    Aix
 

2. Sohn des Königs Ludwig II. von Anjou-Neapel und der Jolanthe von Aragon, Tochter von König Johann I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 727
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Rene, Herzog von Anjou und Graf von Maine, Herzog von Lothringen und Bar, Graf von Provence,
-------------------------------------------------------- König von Neapel, König von Jerusalem
* 26. Januar 1409, + 10. Juli 1480
Angers                   Aix-en-Provence

2. Sohn Ludwigs II. von Anjou und der Yolande von Aragon

1. oo 1420 Isabella von Lothringen

2. oo 1454 Jeanne de Laval

Rene von Anjou verlor mit neun Jahren den Vater (1417), wurde von seinem Großonkel, Kardinal Ludwig von Bar (+ 1430) adoptiert und fungierte als Erbe von Bar. Das Herzogtum Lothringen, das er durch Heirat mit Isabella, der Tochter Karls II. von Lothringen, gewann, wurde ihm von Antoine de Vaudemont, der sich als Neffe des Herzogs von Burgund auf die stärke burgundische Militärmacht stützen konnte, streitig genmacht. In der Schlacht von Bulgneville (1431) unterlegen, verbrachte Rene von Anjou fünf Jahre in burgundischer Gefangenschaft (1431-1436).
Die Ansprüche Renes von Anjou auf Neapel rückten der Realisierung näher, als Johanna II. kurz vor ihrem Tode Rene von Anjou (anstelle seines 1434 verstorbenen Bruders Ludwig III.) adoptierte und damit die Politik des übermächtigen Konkurrenten Alfons V. von Aragon eine zeitlang durchkreuzte. Renes Gemahlin Isabella rückte, gestützt auf das Bündnis mit dem Herzog von Mailand, Filippo Maria Visconti, mit einer kleinen Flotte gegen Alfons von Aragon vor, der am 5. August 1435 in der Seeschlacht von Ponza durch Kontingente Genuas besiegt wurde (Einzug Isabellas in Neapel, 18. Oktober 1435). Rene von Anjou, der sich nach dem Loskauf aus der Gefangenschaft nach Neapel begab (19. Mai 1438), geriet unter wachsenden militärischen und politischen Druck des erneut vordringenden Aragonesen (der den Visconti längst auf seine Seite gezogen hatte) und mußte sich Ende 1442 geschlagen in die Provence zurückziehen.
Am französischen Hof spielte Rene von Anjou während der Endphase des Hundertjährigen Krieges als bedeutender Ratgeber seines Schwagers Karls VII. eine gewichtige Rolle. Er war neben Karl I. von Maine [Einwurf: Renes Bruder] das Haupt der einflußreichen Hofpartei der 'ANGEVINEN'. Mit England schloß Rene von Anjou einen Waffenstillstand (1444), der durch die Vermählung seiner Tochter Margarete mit Heinrich VI. (1445) besiegelt wurde und dem Hause ANJOU die Rückgewinnung der Grafschaft Maine brachte. Trotz dieser Verbindung zum Hause LANCASTER beteiligte sich Rene von Anjou 1449 an der französischen Rückeroberung der Normandie.
Nach dem Tode Alfons' (1458) nahm Rene von Anjou erneut den Kampf um Neapel auf. Der Feldzug seines Sohnes Johann in Kalabrien scheiterte jedoch (Niederlage bei Troia/Apulien), 1462). Als die katalanischen Städte, die sich gegen König Johann II. von Aragon erhoben hatten, Rene von Anjou die Krone anboten, entsandte er 1466 Johann als künftigen König nach Barcelona, der aber 1470 verstarb, ohne seine Position konsolidiert zu haben. Rene von Anjou überlebte auch seinen zweiten Sohn Ludwig, sowie den Enkel und präsumptiven Thronerben Nikolaus, den Sohn von Johann. In seinen letzten Lebensjahren war Rene von Anjou in der Provence wachsenden Pressionen von seiten seines Neffen Ludwig XI. von Frankreich, der mit Zähigkeit die Annexion der angevinischen Länder betrieb, ausgesetzt.
Die von vielen politischen Mißerfolgen überschattete politische Tätigkeit Renes von Anjou stand im Zeichen der weitgespannten Erbansprüche und Ambitionen des Hauses ANJOU, die sich vor allem auf den Mittelmeerraum richteten (Neapel-Sizilien) und mit dem Titular-Königtum von Jerusalem noch einmal an den Kreuzzugsgedanken anknüpften. Rene von Anjou, der sich durch sein Erbe "am geographischen Schnittpunkt mehrerer Kulturen" (S. Lefevre, in: DLFMA²) befand, setzte durch sein glanzvolles, von engster persönlicher Beziehung zu Dichtung und Kunst geprägtes Mäzenatentum zum einen (in Anknüpfung an die reiche Stiftungstätigkeit des Vaters) die Traditionen des französischen Königshauses der VALOIS fort (geistliche Stiftungen, Memorialwesen) und betonte dabei stark den Charakter ritterlicher Adelskultur (Ritterorden, Turniere mit allegorischer Sinngebung), erschloß sich zum anderen der italiensichen Renaissance und förderte so die ideelle Legitimation und Propagierung des angevinischen Herrschaftsanspruchs.



Thiele, Andreas: Tafel 59
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

RENATUS I. "DER GUTE KÖNIG RENE" (auch "DER FROMME")
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* 1408, + 1480

Sohn des Titular-Königs von Neapel und Jerusalem Herzog Ludwig von Anjou

Rene I. wurde 1417 Graf von Guise und 1419 von seinem Großoheim, Herzog Heinrich von Bar (+ 1430) zu seinem Mitregenten und Erben eingesetzt und erhielt 1431 von seinem Schwiegervater Lothringen. Anton von Vaudemont, der Brudersohn Karls II., erhob Ansprüche auf Lothringen, bekriegte Rene und nahm ihn am 2.7.1431 bei Bulgneville gefangen. Beide Parteien unterwarfen sich dem Schiedsspruch Philipps von Burgund, der aber nur eine Vermählung Jolanthes, der Tochter Renes I. mit Friedrich, dem Sohne Antons, zu Stande brachte. Dann wurden die Streitenden 1434 vom Kaiser SIGISMUND vor das Baseler Schiedsgericht beschieden, wo Rene, der zeitweilig aus der Haft entlassen war, vom Kaiser mit Lothringen belehnt wurde. Anton von Vaudemont aber wandte sich von neuem an Philipp von Burgund, der Rene I. befehlen ließ, sich wieder in seinem Gewahrsam in Dijon zu stellen, was dieser 1435 tat. Zur selben Zeit war ihm durch den Tod Johannas II. (+ 2.2.1435) und seines Bruders Ludwigs III. Ableben (+ 15.11.1434) der Thron von Neapel nebst Anjou und Provence zugefallen. Als Philipp ihn nicht frei ließ, ernannte er seine Gemahlin Isabella zur Regentin, doch sah sie sich sofort von Alfons V. von Aragon, der ebenfalls Ansprüche auf das Erbe machte, angegriffen. Rene vermittelte in seiner milden Haft 1435 den Frieden von Arras zwischen dem königlichen Schwager Karl VII. von Frankreich und Philipp von Burgund. Inzwischen hatte Rene gegen ein Lösegeld 1437 die Freiheit erlangt und war am 9.5.1438 in Neapel gelandet. Allein mehr und mehr gewann Alfons V. das Übergewicht; 1442 mußte Rene ihm das Königreich überlassen und nach der Provence zurückkehren. Er stand als Herzog von Lothringen-Bar gegen die Bischöfe von Metz und Verdun und scheiterte zusammen mit Karl VII. vor Metz. Er war auch Titular-Graf von Barcelona und Fürst von Piemont. Er bewegte 1449 den Gegen-Papst Felix V. zum Rücktritt, womit das letzte Papstschisma endete. Er erwarb 1443/44 Commercy und zog sich nach dem Tode seiner ersten Frau ganz aus Lothringen zurück, das er seinem ältesten Sohn Johann übergab. Er geriet gegen seinen notorisch verschlagenen königlichen Neffen Ludwig XI., verlor 1475 Anjou an ihn, stand zu ihm während der burgundischen "Ligue du Bien public" und geriet damit gegen den Sohn. Er war 1467/70 Gegen-König von Aragon-Valencia und wurde von den rebellierenden Katalanen gekürt. Er näherte sich zeitweise Burgund, um den königlichen Neffen abzublocken, beließ aber letztlich sein Testament zu dessen Gunsten. Er stiftete 1448 zu Angers den Ritterorden des halben Mondes, zog sich mehr und mehr aus der Politik zurück, die ihm nie gelegen hatte, um seinen künstlerischen Neigungen nachgehen zu können. Er malte und belebte die alte provencalische Troubadour-Lyrik neu und war selbst in dieser Richtung tätig. In gewisser Weise hat er sich und seine Epoche, worin sich bedeutsamste Wandlungen vollzogen, überlebt. Er lebt bis heute in der Erinnerung des Volkes verklärt, wie kaum ein anderer KAPETINGER.

  1. oo 1420
           ISABELLA VON LOTHRINGEN
                    + 1453

Tochter und Erbin des Herzogs Karl I.
zeitweise Regentin in Lothringen und Neapel

  2. oo 1454
           JOHANNA VON MONTFORT
           * 1433 + 1498

Tochter des Grafen Guido XIV. von Laval und der Prinzessin Isabella von Bretagne



Ehlers Joachim: Seite 307,312,328,333,335,338
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"Geschichte Frankreichs im Mittelalter."

Aus dem Kreis der ANJOU bildete sich die erste equipe Karls, der 1415 auf einer Provence-Reise auch in Beziehung zu Rene von Anjou getreten ist, jenem politisch glücklosen "König Rene", der Karl doch nahezu für seine ganzes Leben verbunden blieb.
Herzog Karl war Bourguignon, hatte aber seine Erbtochter Isabella gleichwohl Rene von Anjou zur Frau gegeben, dem auch das Herzogtum Bar gehörte. Diesen Schwager Karls VII. bat Jeanne, er möge sie zum König bringen. Rene schlug ihr das zwar ab, aber der Empfang am lothringischen Hof hob ihr Ansehen.
Da sich Rene von Anjou noch in Gefangenschaft Philipps des Guten befand, mußte seine Familie ihre Position am Königshof schon deshalb stärken, um den Verhandlungen über die Freilassung Nachdruck zu verleihen.
Eben war das durch den Vertrag von Arras ausgeblieben, weil durch Amnestien keine Kriegsbeute mehr anfiel und der König mit seiner Personalpolitik zu verstehen gab, daß auch der Staat nicht als solcher betrachtet werden durfte. Auf diesem Boden der Unzufriedenheit und der nicht erfüllten Erwartungen bildete sich um die Herzöge von Bourbon und von Alencon eine Opposition, der bald selbst Rene von Anjou und der 1439 zum Grafen von Dunois erhobene Bastard von Orleans angehörten. Johann von Alencon hatte seinen in der Normandie gelegenen Besitz durch den Krieg eingebüßt und auch andere Güterverluste nach 1435 nicht ersetzt bekommen, der Herzog von Bourbon sah seine Verteidigung Karls VII. gegen Philipp den Guten nicht durch hinreichenen Einfluß im Conseil belohnt, Dunois warf dem König Untätigkeit im Falle des seit Azincourt in englischer Gefangenschaft festgehaltenen Herzogs von Orleans vor, und durch seine burgundische Gefangenschaft während der Jahre 1431-1437 hatte Rene von Anjou hohe Lösegeldverpflichtungen auf sich nehmen müssen, die ihm der König niemals erleichterte.
Am 28. Januar 1442 auf einer Versammlung in Nevers erhielt Karl von Orleans Beihilfen zu seinen Lösegeldzahlungen, wurden auch Dunois und Rene von Anjou abgefunden. Man einigte sich zunächst nur auf einen Waffenstillstand, zu dessen Sicherung der englische Hof die Verlobung Heinrichs VI. mit Margarethe von Anjou forderte, der Tochter Renes und Nichte Karls VII.
Heinrichs VI. persönliche Entscheidung, seinem Schwiegervater Rene von Anjou Maine auszuliefern, um dafür ein auf 20 Jahre angelegtes Bündnis mit ihm und Karl von Anjou zu erreichen, stieß in England auf lebhafte Kritik.

Kendall Paul Murray: Seite 68,372,424
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"Ludwig XI. König von Frankreich 1423-1483."

Turnieren, Tanzvergnügen, Banketten und Spaziergängen durch die Felder am sonnigen Morgen saß ein Mann mit rosigem Apfelgesicht vor, "der gute König Rene", das fünfunddreißig Jahre alte Oberhaupt des Hauses ANJOU, Bruder Karls, des Grafen von Maine, und Maries, der Königin von Frankreich. Fürst malerischer Mißgeschicke, nannte er sich selbst König von Neapel, hatte es aber kläglich versäumt, dem Titel auch Inhalt zu verleihen; und dem Herzog von Burgund schuldete er noch ein enormes Lösegeld aus der Tasche heraus, daß er vor fünfzehn Jahren von dem Herzog gefangengenommen worden war [Sein Großvater, Ludwig I., Herzog von Anjou und jüngerer Sohn des gefangenen Königs Johann, war von der Königin von Neapel an Kindesstatt angenommen worden als Erbe dieses Königreichs und der Grafschaft Provence (damals ein Lehen des Heiligen Römischen reiches Deutscher Nation). Die Adoption umfaßte gleicherweise den jetzt trägerlosen Titel eines Königs von Jerusalem und sogar einen Anspruch auf das Königreich Ungarn. Rene selbst war durch die Eheschließung mit Isabella, der Erbin Lothringens, in den Besitz der Herzogtümer Bar und Lothringen gelangt. Nachdem sein älterer Bruder Ludwig III. im Jahr 1434 in Italien gestorben war, konnte sich Rene nun König von Neapel (und Jerusalem), Graf der Provence und innerhalb Frankreichs Herzog von Anjou, Bar und Lothringen nennen.
Unglücklicherweise war er damals Gefangener des Herzogs von Burgund. Ritterlicher Prunkentfaltung ergeben, hatte er einen Kavallerieangriff gegen das mörderische Kanonen- und Bogenschützenfeuer in der Schlacht von Bulgneville 1434 geleitet und war dabei sofort in Gefangenschaft geraten. Er verbrachte seinen Gefangenenzeit mit stundenlanger Glasmalerei, Lektüre und Niederschrift von Gedichten, bis ihn der Herzog von Burgund 1437 gegen ein Lösegeld von 400.000 Goldkronen freiließ und ihm gestattete, in das Königreich Neapel zu segeln, das von König Alfons V., König von Aragonien, einem weiteren Prätendenten auf dieses Königreich, angegriffen wurde. Obwohl ihn der Papst, Florenz und Genua unterstützten, hatte Rene Mißhelligkeiten mit seinen italienischen Herren, behandelte potentielle Bundesgenossen schlecht und verstand seine Feldzüge nicht zu führen. Als wäre er ein Paladin des 13. Jahrhunderts, warf er Alfons von Aragonien den Fehdehandschuh vor die Füße und überließ ihm die Bestimmung von Zeit ud Ort der Schlacht, ihm, der zwar nur über halb soviel Hilfsquellen wie Rene verfügte, ihm aber als Soldat und Politiker um das Doppelte überlegen war. Im Jahre 1442 wurde Rene zurück nach Frankreich getrieben, völlig mittellos und immer noch mit Lösegeldschulden an den Herzog von Burgund belastet.]. Liebhaber glänzender Äußerlichkeiten des Lebens, war Rene Meister im Organisieren von Turnieren, Festlichkeiten und all jenen kuriosen Unterhaltungen, womit Feudalherren die Größe ihrer Stellung hervorzukehren pflegten. Sein Haushalt wies ein Truppe glänzend kostümierter Mohren und einen Zwerg, Triboulet, auf, dessen Kopf "nicht mehr als eine große Orange" maß. Rene legte Gärten an, bemalte Glas und verfaßte romantische Allegorien in Prosa und in Versen. Gönner und Künstler zugleich, unterstützte er eine ganze Reihe von Verseschmieden und Malern, Bildhauern und Musikanten; "er hatte in seinem Gefolge nur Leute, die sich vorzüglich auf Zeitvertreib verstanden".
Zur gleichen Zeit, im frühen April, kam auch der alte König Rene eilends und voller Furcht in Lyon angereist, um seinen Frieden zu machen. Ludwig hieß ihn freudig willkommen [Renes treuer neapolitanischer Anhänger Giovanni Cossa, Seneschall der Provinz, der über lange Erfahrungen im Umgang mit dem König von Frankreich verfügte, übernahm die geschickte Formulerung von Renes Entschuldigungen. "Sire", so erklärte er im Augenblick der Begrüßung, "wundern Sie sich nicht, daß mein Herr, der König, Ihr Onkel, geäußert hat, er wolle den Herzog von Burgund zu seinem Erben machen; es war ihm geraten worden, so zu handeln, vor allem von mir, nachdem ich gesehen habe, daß Sie, der Sohn seiner Schwester und daher sein Neffe, ihm so großes Unrecht zugefügt haben, indem Sie die Schlösser von Angers und Bar an sich gerissen und ihn auch in allen anderen Dingen so schlecht behandelt haben. Wir wollen das Geschäft mit dem Herzog von Burgund so gestalten, daß Sie auch davon erfahren hätten, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, uns unser Recht zuteil werden zu lassen und anzuerkennen, daß der König, mein Herr, Ihr Onkel ist; aber niemals hatten wir im Sinn, die Sache abschließend zu regeln". Als jemand, der weiß, was treue Diener sind, schätzte Ludwig Cossas unerschrockene Verteidigung seines Herrn gebührend ein und ließ die Erklärung "ohne weiteres und klugerweise" gelten.]. Innerhalb weniger Tage stimmte König Rene zu, die Provence seinem kinderlosen Neffen, dem Grafen von Maine, zu überlassen, und sie bei Maines Tod in den Herrschaftsbereich Frankreichs übergehen zu lassen. Rene verzichtete gleichermaßen auf alle Bindungen an den Herzog von Burgund. Als Gegenleistung setzte ihm der König von Frankreich eine betrrächtliche Pension in Höhe von 60.000 Francs jährlich aus.
Als der alte König Rene, jener bezaubernde Künstler aus verklungenen Zeiten auf dem Königthron, im Juli 1480 starb, fielen doe Herzogtümer von Anjou und Bar durch entsprechende Vereinabrungen an Ludwig XI.
 
 
 
 

 24.10.1420
  1. oo Isabella von Lothringen, Tochter des Herzogs Karls I.
          1410-28.2.1453

        Sie war zeitweise Regentin in Lothringen und Neapel.
 

 10.11.1454
  2. oo Johanna von Montfort, Tochter des Grafen Guido XIV. von Leval
          10.11.1433-   1498
 
 
 
 

10 Kinder:
1. Ehe

  Johann II. Herzog von Lothringen
  2.8.1425-13.12.1470

  Ludwig Markgraf von Pont-a-Mousson
  16.10.1427-   1444/45

  Nikolaus Titular-Herzog von Bar
  2.11.1428- um 1431

  Jolanthe Herzogin von Lothringen und Bar
  2.11.1428- nach 22.2.1483

  1444
  oo Friedrich VI. Herzog von Vaudemont
       1428-31.8.1470

  Margarete
  23.3.1429-25.8.1482

24.5.1445
  oo Heinrich VI. König von England
       6.12.1421-21.5.1471

  Karl Titular-Graf von Guise
  1431-   1432

  Isabella
       -

  Renatus
        -

  Luise
        -

  Anna
         -
Illegitim

  Johann Markgraf von Pont-a-Mousson
         -   1536

  Johanna Dame de Mirabeau
         -    1470

  Magdalena Gräfin von Montferrand
          - nach 1515
 
 
 
 

Literatur:
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Brambach Joachim: Die Borgia. Faszination einer Renaissance-Familie. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 41,73 - Calmette, Joseph: Die großen Herzöge von Burgund. Eugen Diederichs Verlag München 1996 Seite 177,179,228,287,331 - Cleugh James: Die Medici. Macht und Glanz einer europäischen Familie. Bechtermünz Verlag 1996 Seite 67,69,81,92,95,96,215 - Ebhardt Bodo: Der Wehrbau Europas im Mittelalter. Das Standardwerk der Burgenkunde Stürtz Verlag GmbH Würzburg 1998 Band I Seite 270,294,297, 302,308,309 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 307,312,328,333,335,338,340, 357,369 - Ehlers Joachim/ Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 332,341,347,357,359 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 407,409,413, 420,424,435,443,452,460 - Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 59,438 - Kendall Paul Murray: Ludwig XI. König von Frankreich 1423-1483 Verlag Callway München 1979 Seite 68,71,85,157,165,169,172,181,217,228,232,271,314,334,366,372,424,466,477,483,499,514,518 - Mohr Walter: Geschichte des Herzogtums Lothringen. Verlag "Die Mitte" Saarbrücken 1974 Teil IV Seite Seite 60,61,73-79,85-87 - Perez Joseph: Ferdinand und Isabella: Spaniens Katholische Könige. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 22 - Saller Martin: Königin Isabeau. Die Wittelsbacherin auf dem Lilienthron Nymphenburger Verlagshandlung GmbH, München 1979 Seite 263,323 - Schelle, Klaus: Karl der Kühne. Burgund zwischen Lilienbanner und Reichsadler. Magnus Verlag Essen Seite 37,50,77,112,120,128,137,140,178,196,214 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 59 - Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 198,200,219 -