Matthäus I.                                     Herzog von Ober-Lothringen (1139-1176)
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um 1110-13.5.1176

Begraben: Clairlieu (dep. Meurthe-et-Moselle)
 

Ältester Sohn des Herzogs Simon I. von Ober-Lothringen und der Adelheid von Löwen, Tochter von Graf Heinrich III.

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 396
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Matthäus (Mathieu) I., Herzog von Lothringen 1139-1176
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     + 13. Mai 1176

Begraben: Clairlieu (dep. Meurthe-et-Moselle)

Sohn Herzog Simons I. und der Adelheid von Löwen

  oo Bertha von Schwaben (STAUFERIN, kurz nach 1139)

Er förderte eine Reihe von Klostergründungen (u.a. in der Nähe von Nancy; Johanniterkomturei Laxou, ca. 1140; Zisterzienserabtei Clairlieu, 1159; bei Neufchateau [dep. Vosges]: Zisterzierinnenkloster L'Etanche, ca. 1148). Seine Eroberung der ehemaligen königlichen Pfalz Gondreville an der Mosel zum Schaden der Kirche von Toul führte 1153 zu seiner Exkommunikation durch Papst Eugen III. Dank der Unterstützung seines Schwagers FRIEDRICH I. BARBAROSSA gelang es ihm, sich in Gondreville zu halten, wo er eine Burg errichten ließ und die Würde eines Grafen von Toul per judicium erwerben konnte. Während seiner Regierungszeit wird erstmals von der herzoglichen Münzprägung in Nancy und von der Befestigung der Stadt berichtet.



Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 352
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"Die Zeit der Staufer"

VIII. GENERATION

45 (35) BERTHA
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" um 1123/25, + 4.4. nach 1179 (oder 18.10.1194/25.3.1195)

Begraben: Kloster Clairelieu, reiches Grabmal noch 1775 erhalten

gründete mit ihrem Gatten 1151/59 das Zisterzienser-Kloster Clairelieu im Bistum Toul

  oo  kurz vor 25.3.1139
       MATTHÄUS I. HERZOG VON LOTHRINGEN
       * um 1120, + 13.5.1176

Sohn des Herzogs Simon I. von Lothringen (1076 -1138) und der Adela/Adelheid, wahrscheinlich Tochter des Grafen Heinrich III. von Löwen; sie war zuletzt Nonne in Tart bei Dijon.
Seine Schwester Agathe war die Schwiegermutter BARBAROSSAS. Herzog Matthäus von Lothringen war der Vollbruder der Agathe von Lothringen, verehelichten Burgund, der Mutter der Kaiserin Beatrix. BARBAROSSA heiratete also mit Beatrix die Nichte seines Schwagers. Vermutlich hatten Bertha und Matthäus bei BARBAROSSAS neuen Eheplänen ab 1154/55 die Hand im Spiel.
Matthäus wurde in seiner Stiftung Clairelieu begraben.



Schwennicke Detlev: Tafel 14
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

BERTHA/JUDITH
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    + 18. X 1194/25. III 1195

Begraben: Clairlieu

  oo vor 25. III 1139
       MATTHÄUS I. 1139 Herzog von Lothringen (MATFRIDE)
                 + 13. V 1176

Begraben: Clairlieu



Thiele, Andreas: Tafel 55
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

MATTHÄUS I.
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* um 1110, + 11176

Sohn des Herzogs Simon I. von Lothringen-Nancy

Matthäus I. folgte 1138 als Herzog von Ober-Lothringen und mußte sich wie der Vater vom Landadel nachbestätigen lassen, ein in Reichslehen eigentlich unerhörter Vorgang. Er wurde wegen seiner Nähe zum Kaiserhaus treuer STAUFER-Anhänger, machte 1147-1149 den 2. Kreuzzug König KONRADS III. mit, wählte den Seeweg über Portugal, wo er half Lissabon von den Mauren zu befreien. Er setzte die typischen Auseinandersetzungen seiner Familie mit weltlichen Großen, Bischöfen, Vasallen und Nachbarn fort und erlitt weitere Machteinbußen. Er nahm an etlichen Reichstagen und Italienfeldzügen Kaiser FRIEDRICHS I. teil und stritt traditionell besonders mit den Grafen von Bar.

  oo 1138
       BERTHA VON SCHWABEN
       * um 1123, + um 1194

Tochter des Herzogs Friedrich II., Schwester BARBAROSSAS



Opll Ferdinand: Seite 54, 238
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"Friedrich Barbarossa"

Wohl um die Jahreswende 1155/56, sicher nach dem Tod Graf Wilhelms von Macon am 20./24. September 1155, begann BARBAROSSA um die Nichte dieses Grafen, Beatrix, die Erbin der Grafschaft Burgund als Braut zu werben [28 Assmann, Barbarossas Kinder, 461f. macht wahrscheinlich, daß sich an der Brautwerbung wohl vor allem Markgraf Wilhelm von Montferrat, der durch seine babenbergische Gemahlin Judith mit dem STAUFER und über seinen Großvater, Wilhelm I. von Burgund, mit Beatrix verwandt war, Herzog Matthäus von Lothringen, der Schwager BARBAROSSAS, dessen Schwester Agathe die Mutter Beatrix' war, und Erzbischof Humbert von Besancon beteiligten.].
Durch seine leibliche Schwester Bertha, die Herzog Matthäus von Ober-Lothringen heiratete, bestanden enge Kontakte zum äußersten Westen des Reiches.
 
 
 
 

 1139
  oo Bertha von Schwaben, Tochter des Herzogs Friedrich II.
       um 1123-4.4. um 1194
 
 
 
 

Kinder:

  Simon II.
  um 1140-14.1.1207

  Judith
        -

  oo Stefan III. Graf von Burgund-Macon
             -   1173

  Adelheid
  1165- um 1200

 1183
  oo Hugo III. Herzog von Burgund
       um 1148-25.8.1192

  Friedrich I. Herr zu Bietsch
  vor 1152- um 1205

  Matthäus Graf von Toul
         - um 1207

  Dietrich Bischof von Metz (1173-1179)
        -   1181
 
 
 
 

Literatur:
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Bernhardi, Wilhelm: Jahrbücher der Deutschen Geschichte Konrad III., Verlag von Duncker & Humbolt Leipzig 1883 Seite 83,206,210,273,446,543,692,765,920,936 - Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band III Seite 352 - Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik Paul List Verlag KG München 1977 Seite 66,197 - Hlawitschka Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9., 10. und 11. Jahrhundert. Kommissionsverlag: Minerva-Verlag Thinnes  Nolte OHG Saarbrücken 1969 Seite 86 -
Hlawitschka Eduard: Studien zur Äbtissinnenreihe von Remiremont. Buchdruckerei und Verlag Karl Funk, Saarbrücken 1963 Seite 73,88-90,100,102,115,145,148,150,159 - Mohr Walter: Geschichte des Herzogtums Lothringen. Geschichte des Herzogtums Groß-Lothringen (900-1048) Verlag "Die Mitte" Saarbrücken 1974 Band III Seite 22-32 - Opll Ferdinand: Friedrich Barbarossa. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1998 Seite 54 A.,81 A., 238 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 14 - Simonsfeld, Henry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Friedrich I., 1. Band 1152-1158, Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1908 Seite 3,28,32,48,49 n.119,127,128,136 n 424,143,146,147,182 n. 116,212,415,417 n. 8,436,444 n. 109,446 n.111,466,506,566,578,579 n. 210,583 n. 217,584 n. 220, 585 n. 224 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 55 -