Mohr Walther: Band III Seite 76-127
************
Geschichte des Herzogtums Lothringen"

Für Herzog Matthaeus hatte in seiner späten Lebenszeit die Reichspolitik sehr stark im Vordergrund gestanden. Er hatte zwar keine hervorragende Rolle dabei gespielt, doch zeigt seine Anhängerschaft an Kaiser FRIEDRICH II. genügend kräftige Konturen, um ihn deutlich als Persönlichkeit innerhalb des historischen Geschehens erscheinen zu lassen. Allerdings läßt sich über tiefere Beweggründe und eigentliche Zielsetzung dieser Politik keine nähere Erkenntnis gewinnen. Das änderte sich unter seinem Nachfolger, seinem Sohn Friedrich III. Jetzt tritt eine starke politische Persönlichkeit mit einem ziemlich deutlich erkennbaren Programm vor uns. Die von Matthaeus eingeschlagene Linie wird dabei im allgemeinen fortgesetzt, doch ist das Verhalten des neuen Herzogs nicht eigentlich mit dem Begriff Reichspolitik zu charakterisieren. Wohl erstrebt er ein Hineinwachsen seines lothringischen Gebietes in das Reichsgebiet an, er hat darum den langwierigen Streit um die Blieskasteler Erbfrage geführt. Wohl hat er auch immer wieder in einem systematischen Sinne eine Stütze am deutschen Königtum gesucht, man kann jedoch kaum sagen, er sei in die Reichspolitik hineingewachsen. Es geht ihm in erster Linie um die Ausbreitung seines Herzogtums, um die Abgrenzung gegenüber den benachbarten Fürsten, lediglich zu diesem Zwecke sucht er seine Stellung als Fürst des Reichs zu stärken. Indes ist gerade in diesem letzten Punkt keine Nachhaltigkeit zu erkennen. Somit war seine Politik rein territorial ausgerichtet.
Sie hat auch noch nicht zur vollen Ausbildung eines Territorialstaates geführt. Gegen Ende seiner Regierungszeit geriet Herzog Friedrich sehr stark unter den Druck der anwachsenden Macht des französischen Königtums. Das führte zu einem gewissen Rückschlag, der entsprechend auch unter seinem Nachfolger Theobald II. sich zeigt. Dieser hat demgegenüber sichtlich eine stärkere Annäherung an das deutsche Königshaus gesucht, doch war seine Regierungszeit zu kurz, um eine deutlichere Profilierung erkennen zu lassen. Gleichzeitig kündigt sich damit auch das künftige Schicksal des Herzogtums Ober-Lothringen an. Es hat sich zwar im 14. Jahrhundert weiter zu einem Territorialstaat entwickelt, doch drückte in steigendem Maße auf seine Stellung die Lage zwischen Frankreich und Deutschland, die schließlich bestimmend für sein Los geworden ist.
Nach dem Tode Herzog Matthaeus II. lag die Führung der Regierungsgeschäfte zunächst bei seiner Gemahlin Katharina als Vormund ihres Sohnes. Die politische Lage war damals von besonderer Art. Es gab zunächst einmal Probleme zwischen Bar, Luxemburg und der Champagne, die ihren Ausgangspunkt im Besitzwechsel der Herrschaft Ligny besaßen. Ligny hatte ursprünglich zur Champagne gehört, war dann im Jahre 1155 durch Heirat an die Grafschaft Bar gekommen. Als im Sommer 1231 Margaretha, die Tochter des Grafen Heinrich II. von Bar, Heinrich von Luxemburg, dem ältesten Sohn der Gräfin Ermesinde aus ihrer Ehe mit Walram von Limburg, der zu ihrem Nachfolger in der Grafschaft Luxemburg bestimmt war, verlobt wurde, wurde ihr Ligny als Heiratsgut gegeben unter der Bedingung, dass das Gebiet an niemand als Lehen aufgetragen würde, außer an Mitglieder des Hauses BAR. Heinrich selbst sollte es als Allodium besitzen. Die Hochzeit fand dann im Juni 1241 statt.
Indessen hat zu dieser Zeit auch Graf Theobald IV. von der Champagne seinen Einfluß verstärkt. Zu Ende des Jahres 1242 wurde der Graf von Luxemburg sein Vasall. Daraufhin zog Graf Theobald von Bar seine Bindungen mit dem Grafen von Luxemburg enger an, er schloß im Jahre 1248 einen Bündnisvertrag mit ihm. Der Anlaß war wohl auch dadurch gegeben, dass Spannungen zwischen dem Grafen von Luxemburg einerseits und dem Bischof von Verdun und dessen Stadt andererseits bestanden. Der Graf von Bar machte hier seinen Einfluß in dem Sinne geltend, dass der LUXEMBURGER sich in diesen Streitigkeiten seinem Schiedsgericht unterstellte und im Falle der Ablehnung dieses Gerichtes durch die Gegenseite seine Hilfe erhalten sollte. Gestützt auf diese Einigung mit Luxemburg, konnte der Graf von Bar sich einem Problem zuwenden, von dem eine ernstliche Beeinflussung der Beziehungen zwischen Bar, Luxemburg und Ober-Lothringen drohte: die Haltung der Städte Metz und Toul.
Der Bischof von Toul war noch immer in Streit mit seiner Stadt, die ihrerseits Hilfe von der Stadt Metz erhielt. Zu seiner Unterstützung bildete sich im Jahre 1251 ein Bündnis zwischen der Herzogin Katharina von Ober-Lothringen und den Grafen von Bar und Luxemburg. Der Graf von Bar unterwarf darauf am 3. Juli 1251 die Stadt Toul. Die Bürgerschaft verzichtete auf ihr Bündnis mit Metz und fügte sich wieder der Herrschaft ihres Bischofs. Die Lage blieb indes gerade wegen der Städte Toul und Metz für alle Beteiligten voller Spannungen. Hier bot sich nun die Macht des Grafen von der Champagne zum Ausgleich und zur Vermittlung an. In seiner Gegenwart schlossen die Herzogin Katharina und die Grafen von Bar und Luxemburg im April 1252 einen Friedenspakt. Sie verpflichteten sich, keinen Krieg mehr gegeneinander zu beginnen, sondern sich für alle ihre Streitfragen dem Schiedsspruch des Grafen Theobald IV. von der Champagne zu unterstellen. Das heikle Problem von Metz und Toul wurde so gelöst, dass die Beteiligten sich verpflichteten, die beiden Städte nicht in ihren Schutz zu nehmen und auch nicht in Kriegshandlungen einzubeziehen. Bezüglich Toul gingen gleichzeitig die Herzogin und der Graf von Bar die Verpflichtung ein, dass auch ihre Vasallen nicht in die dortigen Auseinandersetzungen eingreifen würden. Die Herzogin hat allerdings den Bischof von Toul weiterhin gegen seine Stadt unterstützt. Auch der Graf von Bar ging im Oktober 1252 entsprechende Verpflichtungen ein. Indes hat auf die Dauer Katharina sich nicht an die Abmachungen vom April 1252 gehalten. Am 22. September 1253 nahmen sie und ihr Sohn Friedrich nämlich die Stadt Toul in ihren Schutz, wofür die Bürgerschaft ihnen Unterstützung versprach.
Auch in den Streitigkeiten, in denen sich die Regentin mit der Stadt Neufchateau befand, trat der Graf von der Champagne als Vermittler auf. Katharina versprach, die Privilegien zu achten, die ihr Gemahl ehedem der Stadt verliehen hatte, die ja ein Lehen der Champagne an das Herzogtum Ober-Lothringen war. Diese Abmachungen sollten bis zu dem Zeitpunkt gelten, da Herzog Friedrich seine Volljährigkeit erreichen werde. Die Stellung des Grafen von der Champagne war damit so mächtig geworden, dass ihm im Jahre 1252 Graf Heinrich VI. von Luxemburg trotz der entgegenstehenden Bestimmungen von dessen Ehevertrag für Ligny den Vasalleneid leistete. Hinzu kommt noch, dass die seit 1249 vereinbarte Heirat zwischen Herzog Friedrich von Ober-Lothringen und Margarethe von der Champagne im Jahre 1255 vollzogen wurde.
Eine Urkunde vom 18. Januar 1255 stellt wohl die letzte Handlung der Herzogin-Witwe Katharina als Regentin dar. Am 10. Juli 1255 ratifizierte Herzog Friedrich seinen Ehevertrag mit Margarethe, und am 22. des gleichen Monats endete er durch einen eigenen Akt die Vormundschaft seiner Mutter, indem er sich zum neuen Vormund deren Bruder, den Grafen Heinrich von Luxemburg, bis zum nächsten Remigiustag am 1. Oktober und von da an auf weitere zwei Jahre wählte. Da er diese Erklärung nach seinen eigenen Worten vor seinem Rat abgab, handelte es sich hier wohl um einen eigenen Staatsakt, für den sich der Herzog zuvor die Zustimmung des Hofes verschafft hatte. Über die Vorgeschichte dieser Entscheidung können wir nichts sagen. Die Urkunde vom 21. März 1255, in der eingangs gesagt wird, Friedrich sei aus der Vormundschaft der Mutter entlassen worden und habe die freie Verwaltung des Landes übernommen, darf wohl kaum zur Erklärung herangezogen werden. Sie stellt die Regelung einer finanziellen Frage mit dem Stift St. Die dar, die durch Katharina und ihren Sohn gemeinsam vollzogen wird. Es bestand also gar kein Anlaß zur Aufnahme einer solchen Erklärung über die Volljährigkeit in die Präambel. Außerdem ist die Formulierung et generalem ac liberam rerum mearum administrationem adeptus auf Friedrich zu beziehen, der damit erklärt, er habe die allgemeine und freie Verwaltung seiner Angelegenheiten aufgenommen, wodurch der Stil dieses Satzes ziemlich klar einer gemeinsamen urkundlichen Ausfertigung durch Mutter und Sohn widerspricht. Der Nachsatz, Friedrich habe das tun können, weil es dem Gewohnheitsrecht des Landes entspräche, macht die Angelegenheit noch verdächtiger, denn das weist darauf, dass die gesamten Formulierungen aus einem Schriftstück stammen, in dem man sich über die Rechtfertigung des Schrittes Friedrichs auseinandersetzte, was nicht zu dieser Urkunde für das Stift St. Die gehören konnte. Nun besitzen wir zwei Originalurkunden aus dem Jahre 1255, in denen der Herzog allein und unter dem Titel Herzog von Lothringen und Markgraf aufgeführt ist, wobei seiner Mutter in keiner Weise Erwähnung geschieht. Eine dieser Urkunden wird von des Herzogs Oheim, dem Grafen Rainald von Blieskastel, bestätigt, wobei sich eine selbständige Regierung Friedrichs erkennen läßt, indem Rainald von den Räten des Herzogs spricht, die bei dem Zustandekommen der Urkunde vermittelt hätten. Ebenso findet sich im April 1255 die Bestätigung einer Urkunde für das Kloster Remiremont allein durch Friedrich mit dem gleichen Titel. Angesichts dessen wird eine Urkunde vom 1. April 1255, die im Namen von Katharina und Friedrich gemeinsam ausgestellt ist, jedoch nur in Abschrift vorliegt, einigermaßen verdächtig. Man wird aus dem gesamten Dokumentenbefund schließen müssen, dass seit Beginn des Jahres 1255 eine Entfremdung zwischen Mutter und Sohn eingetreten ist, unter die Herzog Friedrich im Juli 1255 gewissermaßen einen Schlußstrich gesetzt hat.
In den Urkunden, die er danach ausstellte, spricht er unverblümt über die Ungerechtigkeiten, außergesetzlichen Forderungen, Überforderungen und Ähnlichem, die seine Mutter begangen habe. Man kann hier offenkundig die Entfremdung feststellen, zumal er seine Mutter in der Urkunde, mit der er den Grafen von Luxemburg zum Vormund erwählte, mit keinem Wort erwähnt. Dieser Umstand erscheint wichtig wegen der Frage, ob er sich vielleicht damals seinen Oheim zum Vormund genommen habe, weil in dieser Zeit seine Mutter gestorben sei. In der Tat ist uns der Text einer Urkunde Erzbischof Arnolds von Trier vom Juni 1255 überliefert, in dem es heißt, der Herzog habe vor dem Erzbischof Buße geleistet für das Unrecht, das er und seine Mutter seligen Angedenkens dem Kloster Chamouzey zugefügt hätten. Die Urkunde ist uns allerdings nur in einer Abschrift aus dem Jahre 1431 überliefert. Der Ausdruck für Katharina: bonae memorie quondain Lotharingie ducissam ist also nicht für das Original gesichert und kann möglicherweise dadurch bedingt sein, dass der Copist sich erinnerte, die Herzogin sei in diesen Jahren gestorben, falls die Formulierung sich nicht lediglich darauf bezieht, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Herzogin war.
Hierzu sind dann noch weitere Faktoren zu beachten. So wäre zum Beispiel wie bereits gesagt, zu erwarten, dass Friedrich in der Urkunde über die Neuregelung seiner Vormundschaft den Tod seiner Mutter erwähnt hätte, während er im Gegenteil von ihr darin gar nicht spricht. Auch die schon erwähnten Dokumente aus dem Juni und Juli 1255, in denen er Unrecht seiner Mutter wiedergutmacht, sprechen keineswegs von ihr als von einer Verstorbenen. Demgemäß muß man doch wohl davon ausgehen, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch lebte. Im übrigen hat die neu eingerichtete Vormundschaft des LUXEMBURGERS nur bis Ende September 1255 gedauert. Da Herzog Friedrich in einer Urkunde vom 28. September 1255 ihm für die nächsten sechs Jahre einen Anteil an der Salinenproduktion gewährt, um seine Schulden zu tilgen, ist darin vielleicht ein Entgelt im Zusammenhang mit der Beendigung der Vormundschaft zu sehen. In dieser Zwischenzeit vom Juli bis Oktober 1255 ist offensichtlich die Herzogin-Mutter gestorben, weil jetzt gleichzeitig auch Regelungen über ihren Nachlaß getroffen wurden.
Dieses Jahr 1255 brachte auch eine neue Entwicklung in den Spannungen zwischen Bar und Ober-Lothringen über die Städte Metz und Toul. Sie waren ja wieder aufgelebt, als die Herzogin-Mutter Katharina im Jahre 1253 Toul erneut in ihren Schutz genommen hatte. Nun verbündete sich am 23. Mai 1255 der Graf von Bar mit dem Bischof von Toul, ein Vorgehen, das sich offensichtlich gegen Ober-Lothringen richtete. Die Lage wurde dadurch für Herzog Friedrich unangenehm, denn es bestanden noch ungelöste Streitfragen zwischen ihm und seinem Oheim, Bischof Jakob von Metz, über das Erbe Herzog Matthaeus II. Vor allem war es der ehedem zwischen diesem und dem Bischof abgeschlossene Vertrag über die Salinen in Rosieres, der den Widerspruch Herzog Friedrichs hervorrief. Er begann in dieser Hinsicht entsprechende Vorsorgen zu treffen. Am 21. Juli 1255 nahm er den Grafen Heinrich II. von Salm für Mörchingen zum Vasall an. Die Abmachung behält allerdings ausdrücklich die Rechte des Metzer Bischofs gegenüber Salm vor, aber der Graf befand sich damals mit ihm in beträchtlichen Spannungen, und so konnten die Annäherung an den Herzog und die Übertragung von Mörchingen sich nur gegen ihn richten. In der gleichen politischen Linie lag wohl auch eine im August 1255 mit dem Grafen von Zweibrücken getroffene Abmachung, wonach dessen Sohn für Mörsberg ligischer Vasall Friedrichs wurde. In diese Verhältnisse spielte nun aber ein Problem herein, das den Grafen von Luxemburg veranlaßte, sich aktiv um das Zustandekommen eines friedlichen Zustandes in seiner Nachbarschaft zu bemühen.
Graf Heinrich VI. war durch seine Mutter der Enkel jenes Grafen Heinrich des Blinden von Namur, in dessen Regierungszeit das harte Ringen um die Erbschaft in Namur eingesetzt hatte. Für diese Grafschaft gab es nur eine Erbin, Ermesinde, die in erster Ehe mit Graf Theobald von Bar, in zweiter Ehe mit Herzog Walram von Limburg verheiratet war. Sie selbst hatte von ihrem Vater nur das persönliche Eigentum erben können, die Grafschaft Namur war an die Grafen vom Hennegau gefallen. Wir können hier das Schicksal des Landes im einzelnen nicht verfolgen. Es kam im Gefolge der Ereignisse an das Haus COURTENAY und spielte eine gewisse Rolle in den Nachfolgestreitigkeiten in Flandern. Inzwischen hatte Ermesinde in zweiter Ehe geheiratet, wodurch Limburg in die Auseinandersetzungen um Namur einbezogen wurde. Ermesindes Sohn Heinrich, Graf von Luxemburg, konnte in den Verwicklungen den Erfolg buchen, dass ihm im Februar 1254 Namur zugesprochen wurde.
Damit hatte er jedoch sein Ziel nicht unbestritten erreicht. Er erhielt zwar im Juli 1255 vom deutschen König WILHELM eine Bestätigung der Ubertragung der Grafschaft, damit war ihr Besitz ihm jedoch noch nicht gesichert und nach dessen Tode am 28. Januar 1256 wurde alles wiederum in Frage gestellt. Wegen der Unsicherheit der Verhältnisse hatte er sich darum bemüht, in seiner Nachbarschaft einen Zustand zu begründen, in dem er für die Aufrechterhaltung seiner eigenen Ziele eine Stütze finden konnte. Demzufolge ließ er sich eine Vermittlung in den Spannungen zwischen Bar, Ober-Lothringen und dem Bischof von Metz angelegen sein. Bei Bar zeigte sich eine günstige Gelegenheit. Graf Theobald II. stand im Gegensatz zum Bischof von Metz, der hinwiederum mit der Opposition seines Neffen, Herzog Friedrichs, wie schon gesagt, zu schaffen hatte. Hier offensichtlich setzte der LUXEMBURGER mit einer Vermittlungsaktion ein. So kam es im Oktober 1255 zu einem Bündnisvertrag zwischen Bar und Ober-Lothringen. Das Bündnis galt gegen jedermann außer gegen den Kaiser, den Erzbischof von Reims und die Bischöfe von Metz und Verdun, wofür der Graf von Luxemburg als Garant zeichnete. Zu diesem Zeitpunkt war offensichtlich der Bischof von Metz noch nicht für eine Beilegung der Spannungen gewonnen, denn die in der Urkunde genannte Ausnahme sollte für ihn nur gelten, wenn er sich in Meinungsverschiedenheiten mit seinem Neffen an den Schiedsspruch der Grafen von Luxemburg und Bar halten würde. In der Frage von Toul einigte man sich in dem Dokument dahin, dass der Schutz über die Stadt auf Ober-Lothringen und Bar aufgeteilt wurde.
Nun war durch den Tod des deutschen Königs im Januar 1256, wie gesagt, die Zielsetzung des Grafen von Luxemburg in der Namurschen Frage wieder sehr ins Ungewisse gerückt worden. Auf der andern Seite scheint die Regelung um die Stadt Toul keine echte Verständigung zwischen Bar und Ober-Lothringen zustande gebracht zu haben. Ob nun der LUXEMBURGER sich hier weiterhin um Vermittlung bemüht hat, ist nicht ersichtlich, jedenfalls wurde im Januar 1256 eine neue Vereinbarung geschlossen, wonach Herzog Friedrich die Stadt Toul für die Dauer seiner eigenen Regierung dem Schutz des Grafen von Bar unterstellte. In der Folge kam auch eine Regelung zwischen ihm und seinem Oheim, dem Bischof von Metz, durch die Vermittlung des Grafen von Mömpelgard und des Herrn von Montfaucon zustande. Ihr Schiedsspruch Ende Mai 1256 beließ dem Herzog die Ausbeutung der Salinen von Rosieres, jedoch in festgelegten engen Begrenzungen. Darauf entschloß sich der Bischof, seine Rechte an seinen Neffen abzutreten im Austausch von dessen Rechten in Moyenvic. Friedrich nahm abschließend Rosieres als Lehen des Bistums Metz.
Für den Grafen von Luxemburg verschlechterten sich indes seine Aussichten weiterhin, denn König Ludwig IX. von Frankreich griff jetzt ein und hat durch seinen Schiedsspruch von Peronne am 24. September 1256 die Zuteilung von Namur an den Grafen von Luxemburg wieder rückgängig gemacht. Die erneute Herrschaft des Hauses COURTENAY in Namur hat sich indes rasch verbraucht, die Unzufriedenheit im Lande konnte Graf Heinrich noch zu Ende des Jahres 1256 nutzen und aufs neue die Grafschaft übernehmen. Nur die Stadt Namur hielt sich noch bis zum 22. Januar 1259 gegen ihn. Schon 1257 wurde er im Besitz Namurs durch den einen der deutschen Könige, RICHARD VON CORNWALL, bestätigt. Die Namursche Frage wird indes auch weiterhin am Rande der Geschichte des Herzogtums Lothringen erscheinen.
Herzog Friedrich hat sich in dieser Zeit bemüht, über seine Beziehungen zu Bar hinaus seine Verbindungen nach auswärts noch zu sichern. Dem Grafen Theobald von der Champagne gab er im Januar 1256 entsprechende Zusicherungen bezüglich der Stadt Neufchateau, nämlich er werde die mit ihr getroffenen Abmachungen einhalten, wofür hinwiederum der Graf den Bürgern der Stadt entsprechende Garantien gab. Auch später noch, als mit dem Grafen Streitigkeiten über die Burg La Mothe entstanden, gelang es, diese zu Beginn des Jahres 1262 durch Schiedsgericht beizulegen und dadurch die Übereinstimmung zwischen Herzog und Graf zu wahren. Indes scheint mit Bar noch immer kein zufriedenstellender Zustand bezüglich der Stadt Toul erreicht gewesen zu sein. Herzog Friedrich dürfte es gewesen sein, der mit den letzten Abmachungen nicht einverstanden war, denn im Oktober 1258 griff man auf die Regelung des Jahres 1255 zurück und teilte den Schutz der Stadt wieder gleichmäßig auf Bar und Ober-Lothringen auf.
Schließlich hat Friedrich im Jahre 1261 noch sein Verhältnis zum Bischof von Toul geregelt. Die Zahlungen der Stadt Toul für den herzoglichen Schutz, über die Friedrich im Sommer 1260 mit der Stadt verhandelt hatte, wurden näher präzisiert und vom Bischof anerkannt, während der Herzog seinerseits versicherte, ihm kämen dadurch keine Souveränitätsrechte oder solche der Gerichtsbarkeit über die Stadt zu. Der Bischof hatte inzwischen die Grafschaft Toul von ihm erworben und verpflichtete sich, sie nicht mehr zu verkaufen oder an einen andern zu verpfänden. Ein Gegensatz zum Grafen von Bar läßt sich in dieser Zeit nicht erkennen. Wohl ist es möglich, dass diese im November 1261 erreichte Einigung zwischen Herzog und Bischof durch den Umstand bedingt war, dass der Graf von Bar in diesen Jahren durch Erwerb von Ländereien seine Stellung um Toul und Metz erweitert und gefestigt hatte.
Eine weitere Frage von besonderer Bedeutung war für den Herzog auch der Vogesenübergang bei St. Die. Hier hatte er sich Ulrich von Rappoltstein genähert. Beide beschlossen im Januar 1256, neben der Burg Belfroi eine neue Stadt zu errichten, die dazu bestimmt sein sollte, Angriffe aus dem Elsaß auf den Herzog oder aus dem westlichen Vogesengebiet gegen Rappoltstein abzuwehren. Hierzu war anscheinend auch ein unmittelbarer Anlaß gegeben. Seit einigen Jahren hatten die HABSBURGER durch die Heirat des Grafen Rudolf von Habsburg mit Gertrud von Hohenberg die Herrschaft über den Zugang von Schlettstadt zum Vogesenpaß, der nach St. Did führte, gewonnen. Gertrud hatte dieses Gebiet als Heiratsgut erhalten. Es ist denn auch bald nach dem Zusammenschluß des oberlothringischen Herzogs mit Ulrich von Rappoltstein zu Auseinandersetzungen mit Rudolf von Habsburg gekommen, über die wir indes keine Einzelheiten kennen, lediglich ist überliefert, sie seien im Mai 1257 beigelegt worden.
Für die Sicherung der Stellung Friedrichs im östlichen Teil seines Herzogtums war es dann wichtig, dass er im August 1261 vom Grafen Heinrich von Zweibrücken durch Kauf die Burg Schwarzenberg bei Wadem erwerben konnte. Dadurch gewann er einen entsprechenden Stützpunkt in den kommenden Auseinandersetzungen um die Burg Schaumberg und die Grafschaft Blieskastel. Eine solche Entwicklung stand bereits zu erwarten, da die Ehe von des Herzogs Oheim Rainald mit Elisabeth, der Erbin von Blieskastel, ohne Nachkommenschaft geblieben war. Einen weiteren Ausbau seiner Stellung konnteFriedrich verbuchen, als im Januar 1263 Johann von Warsberg unter Zustimmung seines Lehensherrn, des Grafen von Zweibrücken, die Burg Warsberg an ihn zu Lehen auftrug. Diese Entwicklung gehört, wie wir noch sehen werden, zu einer Gegensatzbildung zum Erzbischof von Trier.
In der deutschen Reichspolitik hat sich Herzog Friedrich auf die Seite König ALFONS VON KASTILIEN geschlagen. Ob er das von Anfang an getan hat, bzw. ob er bereits bei der Wahl ALFONS am 1. April 1257 zugegen gewesen ist, läßt sich nicht sagen. Als sicher ist nur zu ersehen, dass er zu Beginn des Jahres 1259 persönlich Beziehungen zum König aufgenommen hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ihn Graf Theobald von der Champagne dazu aufgemuntert hat, denn im Januar 1259 traf er den Grafen in Trier, als dieser gerade von seiner eigenen Krönung zum König von Navarra zurückkehrte. Jedenfalls begab sich Friedrich in dieser Zeit nach Toledo. Dass er den Schritt völlig aus eigener Initiative heraus getan hat, wird eigens in der Urkunde ALFONS vom 14. März 1259 bestätigt, die uns die Vorgänge am kastilianischen Hofe schildert.
Der Herzog hat dabei ganz bestimmte Ziele verfolgt, die sich wohl unschwer erraten lassen. Bisher nämlich hatten die oberlothringischen Herzöge bei den deutschen Königswahlen nur eine geringfügige Rolle gespielt. Durch ihre Verwandtschaft mit den STAUFERN hatten sie sich eine etwas gewichtigere Position erwerben können. Diese Errungenschaft war durch das lange Festhalten Herzog Matthaeus II. an Kaiser FRIEDRICH II. gefährdet worden, und man darf vielleicht vermuten, dass nur Bischof Jakob von Metz, des Herzogs Bruder, ihn letzten Endes gerettet hatte. Nun war nach dem Verschwinden der STAUFER und nach dem Tode des Gegen-Königs WILHELM VON HOLLAND ein Zustand eingetreten, in dem einzelne Fürsten wie Fürstengruppen das bestmöglichste für sich herauszuschlagen suchten. Es gab nominell zwei Könige in Deutschland, RICHARD VON CORNWALL und ALFONS VON KASTILIEN, die natürlich dringend Anhänger benötigten, und die in dieser Hinsicht sicherlich zu lockenden Zugeständnissen bereit waren.
Wenn sich also nun Herzog Friedrich nach Spanien aufmachte, um dort persönliche Verbindung zum König aufzunehmen, ging es ihm offensichtlich darum, seine Stellung im Reichsverband zu verbessern und zu festigen. Auf welche Weise dies geschehen könnte, darüber hat man sich sicherlich zuvor an seinem Hofe ausgiebig Gedanken gemacht. Man hat in unserer Zeit damit spekuliert, in des Herzogs Umgebung sei Widukinds von Korvey Chronik mit ihrem Bericht über die Rolle Herzog Giselberts von Lothringen bei der Krönung OTTOS I. gelesen worden, bei der Giselbert die Funktionen eines Erzamtes ausgeübt hätte. Aber so wird man die damaligen Verhältnisse wohl kaum deuten können, denn seine Stellung ist mehr durch den Hinweis Widukinds charakterisiert, dass Aachen im Machtbereich des Herzogs lag, es ging dabei doch wohl offensichtlich um die Pflicht des Unterhaltes des Hofes beim Aufenthalt in dem betreffenden Gebiet. Allerdings ähnelt das dem Standpunkt Herzog Friedrichs, der jetzt erklärte, er sei als Herzog von Lothringen höchster Seneschall am königlichen Hofe, sobald dieser sich diesseits des Rheins aufhielte. Die Formulierung scheint auf einer realistischen Kalkulation des Erreichbaren zu beruhen, denn Friedrich will nicht Seneschall des Reichs sein, sondern nur Seneschall des Hofhaltes, wenn dieser sich westlich des Rheins, also in Lothringen, aufhält, was wiederum mit der Unterhaltspflicht für diesen Hofhalt begründet werden konnte. Er suchte sich also hier eine bevorrechtete Stellung als Herzog von Ober-Lothringen zu sichern, doch wohl um seiner gesamten Stellung eine entsprechende Geltung zu verschaffen.
Des weiteren erstrebte er eine Stärkung seines Ansehens in betont politischen Angelegenheiten westlich des Rheins. Wenn der König sich zu einer Unterredung mit dem französischen König begeben wolle, oder wenn er einen Krieg westlich des Rheins führen würde, dann sollte dem Herzog die Führung der Vorhut beim Vorrücken in westlicher Richtung und der Nachhut beim Rückmarsch in östlicher Richtung zufallen. Es wird sich hier wohl kaum um eine durchaus neue Forderung gehandelt haben, vielmehr wird es um eine Art Gewohnheitsrecht gehen, das dem Herzog von Lothringen in seinem Gebiet zustand, die Formulierung ist vielleicht aus einer Konkurrenz gegenüber den Herzögen von Nieder-Lothringen zu verstehen. Jedenfalls wird das Ganze in seiner Bedeutung wohl dadurch festgelegt, dass dem Herzog gleichzeitig für solches Erscheinen des Königs westlich des Rheins auferlegt wird, einen Aufschlagplatz für Lebensmittel und sonstigen Lebensbedarf einzurichten. Das alles steht in Verbindung mit der allgemeinen Unterhaltspflicht für den Hof, für die wir hier einmal eine deutliche Formulierung besitzen.
Die größere Zielsetzung des Herzogs dürfte aus den Formulierungen um das Herzogtum zu erschließen sein. Es wurde in unserer Zeit behauptet, das Herzogtum Ober-Lothringen sei kein Lehen des Deutschen Reiches gewesen, was sich speziell an den Vorgängen des Jahres 1259 erweise. In der Tat wird in der Urkunde bei der Übergabe der fünf Fahnen, die das Zeichen für die Reichslehen des Herzogs darstellen, niemals das Wort Lothringen, sondern nur die Bezeichnung Herzogtum gebraucht. Daraus wurde geschlossen, es handle sich bei der Formulierung ducatus um die herzogliche Gewalt, worunter die Domäne des Herzogs zu verstehen sei, der Dukat im Sinne der Amtsgewalt sei keineswegs identisch mit dem vom Herzog von Lothringen beherrschten Territorium. Da aber demgegenüber die Domäne des Herzogs doch auch unter die herzogliche Amtsgewalt fiel, gehörte also auch sie zum ducatus und damit zum Reichslehen. Man darf indes anscheinend zwischen der Amtsgewalt des Herzogs an sich und dem ihm zugewiesenen Herzogtum unterscheiden in dem Sinne, dass wohl auch ein Herzog ohne Herzogtum denkbar war. So ähnlich dürfte auch die Lage im Jahre 1259 gewesen sein. Ganz klar ist dabei die Ausdrucksweise bei der ersten und der vierten Fahne, sie werden für den Dukat verliehen, also für das Herzogtum, auf die Amtsgewalt läßt sich eine solche Ausdrucksweise wohl kaum deuten. Eine Trennung von der Amtsgewalt an sich und dem Herzogtum ist daran zu erkennen, dass es in der Urkunde heißt, der Herzog sei vor dem König niedergekniet und dieser habe besagten Herzog mit den fünf Fahnen investiert, die das Zeichen für die Ämter darstellten, die er vom Reich zu Lehen halten sollte. Friedrichs Eigenschaft als Herzog steht hier nicht in Frage, sie ist durch den Thronwechsel in Deutschland nicht unterbrochen, er wird lediglich vom neuen König wieder in sein Lehen eingewiesen.
Von dem Seneschall-Amt und dem Vorkampfrecht, die unter der ersten Fahne gehen, ist schon gesprochen worden, die dritte Fahne, die das Lehen der Grafschaft Remiremont darstellt, und die fünften mit den Regalien der Metzer Klöster St. Peter und St. Martin besitzen in diesem Zusammenhang keine Bedeutung. Lediglich ist bei der fünften Fahne bemerkenswert, dass dem Herzog damit auch der Schutz der Kirchen in seinem Herzogtum übertragen wird. Diese Schutzgewalt wird also für den Dukat, das heißt doch wohl für ein Territorium verliehen. Wichtig für das Herzogsrecht sind dann die zweite und die vierte Fahne, die dem Herzog die Aufsicht über die Zweikämpfe und den Schutz über die öffentlichen Verkehrswege, also das Geleitrecht, übertragen. Ein besonderes Interesse verdient dabei die zweite Fahne mit dem Aufsichtsrecht über die Zweikämpfe im Raum zwischen Rhein und Maas. Sie wird übertragen, damit hierfür die Grenzen genau unterschieden werden, wie es im Text heißt. Hier wird indirekt zugestanden, dass es sich um ein Gebiet handelt, das nicht mehr mit dem Herzogtum identisch ist. Gleichzeitig weist diese Formulierung aber doch darauf, dass im übrigen Text der Ausdruck Dukat mit dem wirklichen Herzogtum gleich zu setzen ist.
Die Formulierung zwischen Rhein und Maas dürfte dagegen aus alten Rechten der Herzöge von Lothringen, in diesem Falle zu verstehen als Groß-Lothringen, stammen. Vielleicht strebte Herzog Friedrich danach, die ursprünglichen Rechte wiederherzustellen, nachdem sein Vater Matthaeus, wie wir gesehen haben, gegenüber den Ansprüchen lothringischer Großen, besonders der Grafen von Bar, Chiny und Vaudemont und des Bischofs von Verdun etwas zurückweichen mußte. Allerdings läßt die Verfügung in der Urkunde ALFONS mit ihrer reichlich vagen Bestimmung über die Zweikämpfe der zwischen Rhein und Maas wohnenden Großen manche Fragen offen, denn auch die Herzöge von Nieder-Lothringen bzw. Brabant beanspruchten für dieses umrissene Gebiet das gleiche Recht. Diese unbestimmte Ausdrucksweise erweckt fast den Eindruck, als habe man hier nicht an die Realitäten rühren wollen, dass nämlich in Wirklichkeit zwei lothringische Herzogtümer bestanden, von denen jedem das Aufsichtsrecht über die Zweikämpfe zwischen Rhein und Maas zustand. Immerhin hatte ja zwei Jahre zuvor der Herzog von Brabant von dem gleichen ALFONS die Schutzherrschaft über das gesamte Gebiet von Brabant bis zum Rhein und von den Grenzen des Bistums Trier bis zum Meer erhalten. Dass bei der Formulierung bei Herzog Friedrich trotzdem ganz allgemein vom Gebiet zwischen Rhein und Maas gesprochen wird, unterstreicht hier wohl ein altes lothringisches Recht, das Friedrich auf Grund seiner Eigenschaft als Herzog von Lothringen beanspruchte.
Die politische Bedeutung und Zielsetzung des Vorgehens des Herzogs ist dann klar zu ersehen aus dem Punkt der Urkunde, der bestimmt, die Huldigung sollte ungültig werden, wenn König ALFONS nicht binnen zwei Jahren die Kaiserkrone erwerben würde. Friedrich sah seinen Anschluß an ALFONS lediglich als eine Gelegenheit, in dem Kampf zwischen zwei gewählten Kandidaten auf den deutschen Thron den Rückstand der oberlothringischen Herzöge gegenüber den übrigen Reichsfürsten wieder aufzuholen. Dabei wollte er sich alle Wege offen halten und seine eigene Sache nicht auf Gedeih und Verderb mit der des Kastiliers verbinden. Das ist auch aus einer weiteren Urkunde ersichtlich, durch die er vom König persönlich eine Rente auf die Stadt Burgos angewiesen erhielt und sich seinerseits verpflichtete, ihm militärische Hilfe zu leisten. Eine besondere Bestimmung weist dabei auf die Lage des Herzogs in seinem eigenen Lande. Die Huldigung an den König verpflichtete nämlich Friedrich nicht zum Dienst gegen den König von Navarra, das heißt gegen seinen Nachbarn, den Grafen von der Champagne. Das stellt eine bemerkenswerte Amtsunterscheidung in den Personen dar. Der Vertrag war ausschließlich auf kastilische Verhältnisse abgestimmt, und deshalb wollte sich der Herzog in ihm nicht gegen den Grafen von der Champagne verpflichten, der eben als König von Navarra auch in die spanischen Verhältnisse verwickelt war. Die Vertragsurkunde ist deshalb auch ausdrücklich auf ALFONS als König von Kastilien ausgefertigt unter Weglassung des deutschen Königstitels. Die Verpflichtungen Herzog Friedrichs gegenüber dem gleichen ALFONS als deutschem König wurden davon nicht berührt.
Die Beziehungen zwischen dem Herzog und seinem Oheim, dem Bischof Jakob von Metz, blieben in diesen Jahren weiterhin gut. Im November 1259 einigten sie sich noch über letzte Ansprüche, die der Bischof auf das Erbe des verstorbenen Herzog Matthaeus erhob. Der Bischof ist kurz darauf im Oktober 1260 gestorben. Herzog Friedrich gelang es, das Metzer Kapitel dahingehend zu beeinflussen, dass es seinen Vetter, Philipp von Flörchingen, im Dezember 1260 zum neuen Bischof wählte. Einige Stimmen waren auf den Kantor Theobald von Port-Sailly, den Angehörigen eines Metzer Patriziergeschlechtes, gefallen. Dessen Partei erhielt sofort aktive Unterstützung durch die Herren von Lichtenberg, die gegen Philipp und seine Anhänger vorgingen. Diese appellierten demgegenüber an den päpstlichen Stuhl. Papst Alexander IV. übertrug die Untersuchung der Angelegenheit an einen Kardinal. Nachdem das Verfahren eröffnet worden war, griff jedoch Erzbischof Heinrich von Trier ein  und entschied zugunsten der Wahl Philipps. Bei diesem Verfahren in Trier verzichtete Theobald auf seine Rechte.
Inzwischen war im Auftrage der Wähler Theobalds der Metzer Kanoniker Herbert in Rom erschienen, um Theobalds Sache im Prozeß vor dem Papst zu vertreten. Als er von dem Vorgehen des Trierer Erzbischofs und dem Verzicht Theobalds hörte, führte er im eigenen Namen die Angelegenheit gegen Philipp vor dem vom Papst bestimmten Kardinal weiter. Auf der andern Seite war der Graf von Bar zur Anerkennung der Entscheidung des Trierer Erzbischofs gewonnen worden. Im August 1261 schloß er einen diesbezüglichen Vertrag mit dem neuen Metzer Bischof. Dieser verpflichtete sich, nichts gegen den Grafen zu unternehmen und auch den Herzog von Ober-Lothringen und den Grafen von Luxemburg nicht zu einer Gegnerschaft zu bewegen, sondern sich gegebenenfalls einem Schiedsgericht zu stellen. Philipp konnte auch die Lichtenberger zum Einstellen ihrer Feindseligkeiten bringen.
Im Juli 1262 schloß der Graf von Bar mit einigen Metzer Familien ein Bündnis, das sich ausdrücklich nicht gegen den Bischof von Metz richtete. Man darf vielleicht hierin schon den Beginn neuer Gruppierungen sehen, in denen der Graf von Bar als Gegenspieler gegen den Herzog von Ober-Lothringen auftrat. Jetzt aber kamen Unstimmigkeiten des Bischofs mit diesem auf, der die Erstattung seiner durch den Schutz des Bischofs entstandenen Unkosten verlangte. So näherte sich schließlich der Bischof weiter dem Grafen von Bar, mit dem er sich am 18. Juni 1263 verbündete, wobei sich auch die Stadt Metz anschloß. Demgegenüber hatte sich der Herzog von Ober-Lothringen bereits im November 1262 mit dem Grafen von Luxemburg geeinigt, allerdings unter Ausnahme einer Unterstützung gegen den Bischof von Metz und den Grafen von Bar. In Luxemburg war man nämlich in dieser Zeit bemüht, zu einem Ausgleich mit Bar zu kommen, wobei auf die alte Frage der Herrschaft Ligny zurückgegriffen wurde. Im Dezember 1262 wurde deren nicht von der Champagne lehensabhängiger Teil an Walram, den zweiten Sohn des Grafen von Luxemburg, gegeben und zwar so, dass er das Gebiet vom Grafen von Bar zu Lehen hielt, während dieser von Walrams Vater, dem Grafen von Luxemburg, für das gleiche Gebiet lehensabhängig war. Somit konnte sich Luxemburg in diesem Augenblick nicht auf der Seite Ober-Lothringens gegen Bar binden. Herzog Friedrich hat in dieser Zeit aber noch außerdem sein Verhältnis zur Champagne gefestigten. Gegen Bischof Philipp von Metz faßte er nach dessen Vertrag mit dem Grafen von Bar ein ausgesprochenes Mißtrauen, er besetzte jetzt zwei von dessen Burgen. Das war offensichtlich ein Anstoß zu neuen Gruppierungen. Es kam anscheinend auch zu Feindseligkeiten, in die sich außerdem noch der Graf von Vaudemont mischte.
Hinzu entstand eine Entfremdung zwischen Herzog Friedrich und dem Erzbischof von Trier. Es war in Trier zu Auseinandersetzungen zwischen dem erwählten Bischof Heinrich und den Äbten Dietrich von St. Matthias und Robert von St. Marien gekommen. Der Abt von St. Matthias sah sich schließlich genötigt, seine Abtei zu verlassen. Er wandte sich nach Ober-Lothringen in der Überlegung, Herzog Friedrich werde ihm bei seinem Mißtrauen gegenüber dem Metzer Bischof, der seinerseits auf die Hilfe des Trierer Erzbischofs bauen konnte, entsprechende Unterstützung gewähren. Er täuschte sich darin nicht, Friedrich verschaffte ihm eine Zuflucht, indem er ihm die Burg Sierck an der Mosel zum Aufenthalt anwies. In diesen Zusammenhang gehört es wahrscheinlich, dass Graf Heinrich von Zweibrücken, wie bereits gesagt, seine Zustimmung dazu gab, dass Johann von Warsberg in das Vasallenverhältnis zum oberlothringischen Herzog eintrat. Die Burg Warsberg konnte diesem nämlich einen entsprechenden Rückhalt verschaffen, falls es zu militärischen Auseinandersetzungen mit Trier kommen würde. Aktiv hat der Herzog allerdings nicht in den Streit des Elekten mit den Abten eingegriffen, obwohl der Papst ihn dazu aufforderte. Jedoch haben ihn diese Fragen noch in anderen Punkten berührt. So trat er zusammen mit Graf Heinrich von Luxemburg als Garant des Vergleichs auf, der zwischen dem Elekten und Guyot von Montclair geschlossen wurde.
Nun kam in Rom das Verfahren gegen Philipp von Flörchingen im September 1263 zum Abschluß. Papst Urban IV. erklärte seine Wahl für ungültig. Die Verwaltung des Bistums Metz übertrug er an den Dekan und den Kantor des Metzer Kapitels und teilte diese Entscheidung den Vasallen und Ministerialen des Bistums, den Behörden der Stadt Metz und dem Grafen von Bar mit. Dieser wurde dabei aufgefordert, dem Dekan und dem Kantor mit Rat und Tat beizustehen. Philipps ehemaliger Gegner Theobald war inzwischen gestorben. Zum neuen Bischof wurde in Rom Wilhelm Trainel vorgesehen, der ein Vetter des Grafen von Bar war. Vielleicht dachte man über diesen den oberlothringischen Herzog für den neuen Kandidaten gewinnen zu können. Diese Hoffnung hat wohl nicht getäuscht, denn offensichtlich durch Vermittlung des Grafen wurde zwischen Herzog Friedrich und Wilhelm Trainel am 4. Januar 1264 ein Vertrag in Aussicht genommen. Indessen war seine Sache dadurch noch keineswegs gesichert.
Hier spielte nun die Entwicklung um die Grafschaft Namur hinein. Das Haus COURTENAY, das den byzantinischen Kaiserthron besetzt hatte, wurde im Jahre 1261 aus Konstantinopel vertrieben. Kaiser Balduin II. kam als verarmter Mann nach dem Westen und suchte sich durch Veräußerung seiner dortigen Ansprüche Geld zu verschaffen. Die Rechte, die er auf die Grafschaft Namur zu besitzen glaubte, verkaufte er an den Grafen Guy von Flandern. Namur war aber nun im Besitz des Grafen Heinrich von Luxemburg, der sich energisch gegen diese Transaktion wehrte. Obwohl er keinerlei Unterstützung erhielt, konnte er sich gegen den flämischen Angriff behaupten, worauf ihm schließlich im Juli 1263 ein Waffenstillstand zugestanden wurde. Die Spannungen blieben indes bestehen, in sie wurde auch Bar auf der Seite Flanderns einbezogen, vielleicht weil das Mißtrauen des Grafen von Bar gegenüber Ober-Lothringen, das hinwiederum mit Luxemburg verbunden war, auf natürliche Weise zu dieser Gruppierung führte. So verbanden sich im Februar 1264 Graf Theobald von Bar und Graf Guy von Flandern, wobei sich ihr Bündnis gegen den Herzog von Ober-Lothringen, den Grafen von Luxemburg und den Bischof von Metz, wer es auch sein möge, richtete.
Bei dieser Entwicklung der Angelegenheiten hat Philipp von Flörchingen seine Sache aufgegeben. Er begab sich nach Rom und verzichtete vor dem Papst auf alle seine Ansprüche, worauf dieser im Februar 1264 Wilhelm Trainel als Bischof von Metz bestätigte. Urban regelte dann noch die Ausstattung Philipps mit einigen Gütern, beließ ihm den Titel Bischof und ernannte ihn zu seinem Kaplan. Auch alle Regierungshandlungen des Zurückgetretenen wurden dabei bestätigt. Auf das politische Verhältnis im lothringischen Raum hat das keinen besonderen Einfluß gehabt, die Spannungen zwischen dem Grafen von Bar und Herzog Friedrich hielten weiter an. Es scheint damals zur Belagerung der Burg Priny durch den Grafen gekommen zu sein, während der Herzog das Gebiet von Bar verwüstete. Dabei hat der Graf von Luxemburg dem Herzog aktive Unterstützung geleistet. Schließlich scheint der Graf von Bar eingelenkt zu haben, und im Juli 1264 erfolgte in Metz eine allgemeine Regelung der noch ausstehenden Angelegenheiten, wobei das Bistum Metz in der Hauptsache alle restlichen Kosten zahlte. Am stärksten gefestigt ging aus dem ganzen Geschehen der Graf von Bar hervor, während der Herzog von Ober-Lothringen dabei verloren hatte.
In der Zeit des Bischofswechsels in Metz hatten die Herren Ludwig und Heinrich von Lichtenberg versucht, das Gebiet des Klosters Neuweiler in ihre Gewalt zu bringen. Sie hatten das Kloster besetzt und in der Nähe eine Burg zu errichten begonnen, die dazu bestimmt war, die zum Schutz der Mönche bestehende Burg Herrenstein, die dem Bistum Metz gehörte, auszuschalten. Ihr Vorhaben hatten sie jedoch nicht sofort vollenden können, und so hatte gegen sie der neue Bischof Philipp von Flörchingen Verbündete gesammelt. Er erhielt Unterstützung von Herzog Friedrich, vom Grafen von Bar und vom Grafen der Champagne. Schon bald war ein starkes Heer gegen die Lichtenberger aufgerückt. Diese hatten Bischof Walther von Straßburg um Hilfe gebeten. Dessen Streitkräfte hatten nicht ausgereicht, und so hatte er sich an die Stadt Straßburg um Zuzug gewandt. Hier gab man ihm indes eine Absage. Er bat darauf den Erzbischof von Trier um Hilfe. Der Trierer erachtete jedoch seine eigenen Streitkräfte für eine Auseinandersetzung mit denen des Bischofs von Metz zu schwach und begann mit ihm zu verhandeln. Infolgedessen war es nicht zu militärischen Aktionen, sondern zu allgemeinen Friedensverhandlungen gekommen. Die Lichtenberger mußten dabei nachgeben, auf ihre Befestigungen auf Metzer Bistumsgebiet bei Neuweiler verzichten und Schadenersatz leisten. Die feindliche Haltung der Stadt Straßburg hatte anschließend zu einer Fehde zwischen ihr und ihrem Bischof geführt, in der dieser Unterstützung von den Lichtenbergern und vom Erzbischof von Trier erhalten hatte, während den Straßburgern von lothringischer Seite nicht geholfen wurde. Trotzdem hatte sich die Stadt gegenüber dem Bischof und seinen Verbündeten behaupten können.
In der Lichtenberger Fehde hatte der Graf von Luxemburg den Herzog von Ober-Lothringen unterstützt, ohne jedoch den Frieden mit Bar zu brechen. Damals war es ja sogar zu einem näheren Verständnis zwischen beiden gekommen. Allerdings tauchte dann, wie wir sahen, im Gefolge des Metzer Bistumsstreites wieder ein Gegensatz auf. Dadurch war man in Luxemburg veranlaßt, im Streit um Namur mit Flandern etwas nachzugeben. Es kam schließlich zu einer Annäherung, verschiedene Eheabsprachen zwischen beiden Häusern sollten die Grundlage für einen Frieden abgeben, in dem der Graf von Luxemburg zugunsten seiner Tochter Isabella, die den Grafen von Flandern heiraten sollte, auf Namur verzichtete. Der Graf von Flandern übernahm es darauf, einen Frieden zwischen den Häusern LUXEMBURG und COURTENAY zu vermitteln. Durch das Luxemburger Nachgeben gegenüber Flandern war dann erreicht, dass im Metzer Bistumsstreit Bar keine flämische Hilfe erhielt.
In den Spannungen zwischen Bar und Luxemburg formierten sich jetzt die Gruppen. Graf Heinrich von Grandpre übertrug alte Ansprüche seiner Familie auf Luxemburg auf Graf Theobald von Bar. Weiterhin wurde diesem Unterstützung von Graf Ludwig von Loon und Chiny versprochen. Zu diesem Kreis gehörte auch Graf Wilhelm von Jülich, und ebenso war bereits Bischof Wilhelm von Metz gewonnen worden. Schließlich gelang am 9. Juli 1264 eine Verständigung mit dem Herzog von Ober-Lothringen. Indes war dabei dessen Haltung noch nicht endgültig entschieden. Vielmehr gelang es der Luxemburger Seite, im August 1264 ein eigenes Zusammengehen mit Ober-Lothringen zu verstärken durch die Rückgabe von Burg und Burgherrschaft Amance als Lehen an Herzog Friedrich. In der Folge lassen sich denn auch von seiner Seite Bemühungen gegen Bar feststellen. Er gewann am 3. Oktober 1264 den Grafen Emicho von Leiningen zum Lehensmann, wobei allerdings von dessen Verpflichtungen die Bischöfe von Metz und Straßburg und die Gräfin Loretta von Saarbrücken ausgenommen wurden Der Bischof von Metz jedoch als Parteigänger Bars wurde auf einer andern Seite getroffen, denn Graf Rainald von Blieskastel nahm die Herrschaft Püttlingen, die als Lehen von Metz beansprucht wurde, am 4. August 1264 von seinem Neffen, Herzog Friedrich, zu Lehen. Man muß diese Transaktion als gegen den Bischof gerichtet betrachten. Der Vorgang besaß auch gleichzeitig noch eine größere Bedeutung, denn es wurde dabei bestimmt, nach einem kinderlosen Tode Rainalds und seiner Gemahlin Elisabeth sollten die älteste Schwester Elisabeths und in der Reihenfolge des Alters gegebenenfalls auch die andern Schwestern Blieskastel erhalten. Das weist doch darauf, dass ein leidlicher Zustand des Zusammenlebens unter den Blieskasteler Erben erreicht worden war. Für den Bischof von Metz ergaben sich also im Augenblick in der Blieskasteler Frage keine Anknüpfungspunkte mehr für das Führen einer gegen Ober-Lothringen gerichteten Politik.
In dieser ganzen Entwicklung unternahm der Graf von Luxemburg dann noch einen entscheidenden Schritt, er sicherte sich die Unterstützung des Grafen Theobald von der Champagne, indem er im April 1265 die Herrschaft Ligny unter Mißachtung der Bindungen an Bar von ihm zu Lehen nahm. Eine besondere Stütze für ihn war es, dass auf diesem Wege auch Rainald von Bar, der Bruder des Grafen von Bar, auf die luxemburgische Seite gebunden werden konnte. Rainald hielt sich durch seinen Bruder benachteiligt und rechnete auf die Hilfe des Grafen von der Champagne. Im Jahre 1260 bereits war er dessen Vasall geworden und verpflichtete sich jetzt im April 1265, mit seinem Bruder kein Abkommen einzugehen ohne die vorherige Zustimmung seines Lehensherrn. Die Bindung zwischen Ober-Lothringen und Luxemburg war nun sehr eng geworden, Herzog Friedrich trat bezüglich Geldschulden des Grafen von Luxemburg an den Grafen von der Champagne als Garant auf, ein Verhältnis, das auf Gegenseitigkeit beruhte, denn auch der LUXEMBURGER garantierte für Schulden des Lothringers. Indessen hat gerade in dieser Zeit im Mai 1265 der Bischof von Toul die Seite des Herzogs von Ober-Lothringen verlassen, er übertrug Stadt und Bistum Toul dem ausschließlichen Schutz des Grafen von Bar.
Vorübergehend war dann allerdings das Einvernehmen zwischen Luxemburg und Ober-Lothringen wieder gestört, und zwar über die Burg Montclair. Der Herzog wollte von Isabella von Montclair die Hälfte der Burg und der Burgherrschaft erwerben, wogegen offensichtlich Graf Heinrich von Luxemburg Beschwerde einlegte. Am 25. Juli 1265 einigte man sich indes dahin, dass bei einem eventuellen Erwerb der Hälfte der Burg durch den Herzog die andere Hälfte an Luxemburg gehen sollte. Sollte die Transaktion nicht durchgeführt werden, dann käme die Burg in den Besitz Gerhards von Durbuy, des Bruders des LUXEMBURGERS, und Walrams von Jülich, des Vetters des Lothringers. Jedenfalls sollte Monteiair in einem eventuellen Kriege zwischen Ober-Lothringen und Luxemburg neutral bleiben.
Durch Bereinigung dieser Frage war dann gleichzeitig der Abschluß eines Bündnisses zwischen Ober-Lothringen und Luxemburg gegen den Grafen von Bar möglich, das im Hinblick auf die drohende Auseinandersetzung um Ligny zustande kam. Herzog Friedrich suchte dann noch den Grafen Heinrich von Vaudemont von der Seite von Bar abzuziehen. Heinrich war im Mai 1265 der Expedition Karls von Anjou nach Neapel gefolgt, kehrte jedoch im November wieder zurück. Es gelang jetzt Friedrich, ihn zum Lehensmann zu gewinnen, wobei erklärt wurde, Vaudemont werde von sich aus keinen Krieg gegen das Herzogtum beginnen. Die Lehensverpflichtungen gegenüber Bar wurden indes nicht aufgegeben. Es gelang dann dem Grafen von Bar im Mai 1266, mit Unterstützung des Grafen von Salm den Grafen von Vaudemont  wieder fest auf seine Seite zu binden.
Feindseligkeiten waren schon im Jahre 1264 durch Rainald von Bar und Johann von Choiseul begonnen worden. Aber erst zu einem Zeitpunkt, da der Graf von der Champagne in dem ihm gehörenden Königreich Navarra abwesend war, setzte der Graf Rainald von Bar am 5. Juli 1266 mit dem Hauptangriff ein und eroberte im ersten Anlauf die Herrschaft Ligny. Die Folge davon war der Abschluß eines noch engeren Bündnisses zwischen Herzog Friedrich und dem Grafen Heinrich von Luxemburg. Dieser neue Vertrag gab vor allem dem Herzog Sicherheit bezüglich der Haltung Luxemburgs gegenüber Bar. Der LUXEMBURGER verpflichtete sich auf Lebenszeit, niemals Bar irgendwelche Unterstützung gegen Ober-Lothringen zu gewähren. Das Versprechen wurde noch auf den Fall ausgedehnt, dass der Graf von Bar Herzog Friedrich angreifen könnte, während dieser sich im Kriege mit Luxemburg befinde. Für diesen Fall versprach Graf Heinrich, mit Friedrich sofort Waffenstillstand zu schließen und ihm gegen Bar zu helfen. Allerdings wurden beiderseits noch Ausnahmen zugestanden für des Grafen von Luxemburgs Sohn Walram und des Herzogs Sohn Matthaeus, die für ihre nicht von ihren Vätern gehenden Lehen dem Grafen von Bar helfen durften.
Gleichzeitig mit dem Vorgehen von Bar erfolgte ein Angriff Ludwigs von Loon auf luxemburgisches Gebiet, und wahrscheinlich ebenfalls zu diesem Zeitpunkt erschien Bischof Wilhelm von Metz vor der lothringischen Burg Priny und begann deren Belagerung. Der Graf von Luxemburg eilte darauf den Lothringern zur Hilfe, vor allem wollte er den Bischof angreifen, ehe dieser seine Vereinigung mit den Streitkräften von Bar vollziehen konnte. Indessen kam ihm der Graf von Bar zuvor, so dass sich der LUXEMBURGER vor Preny dem vereinigten Heere seiner Gegner gegenüber sah, während der oberlothringische Herzog noch nicht herangekommen war. In dem anschließenden Gefecht am 14. September 1266 fiel der LUXEMBURGER in die Gefangenschaft des Grafen von Bar. Der Krieg ging indessen noch weiter, von luxemburgischer Seite führten ihn die Söhne des Grafen, außerdem griff auch zu Beginn des Jahres 1267 Graf Theobald von der Champagne nach seiner Rückkehr aus Navarra ein .
Inzwischen hatte sich Papst Clemens IV., dem an der Organisation eines Kreuzzuges gelegen war, im November 1266 an den französischen König Ludwig IX. gewandt und ihn um Vermittlung eines Friedens zwischen Bar und Luxemburg ersucht. Die Aufgabe war für den König nicht so einfach, weil die Feindseligkeiten zwischen den Grafen von Bar und Champagne eine verbissene Entwicklung nahmen. Der Graf von der Champagne schlug ein Ersuchen des von Bar um Vermittlung durch den französischen König oder den Bischof von Auxerre und den Herzog von Burgund aus. Im März 1267 erfahren wir dann von ernstlichen Bemühungen von luxemburgischer Seite um die Freilassung des Grafen Heinrich. Zu diesem Zeitpunkt scheinen die Verhandlungen darüber schon weitgehend gediehen gewesen zu sein, denn der Graf von der Champagne lieh damals eine größere Geldsumme für die Freilassung des LUXEMBURGERS an dessen Gemahlin, wobei der Herzog von Ober-Lothringen Bürgschaft für die Rückzahlung leistete. Der Herzog hat auf luxemburgische Bitten hin auch mit dem französischen König über die ganze Angelegenheit verhandelt. Nicht lange danach erhielt Graf Heinrich seine Freiheit. Er hat am 2. Mai 1267 sein Bündnis mit dem oberlothringischen Herzog erneuert. Die allgemeinen Spannungen scheinen damals noch stark gewesen zu sein, denn der Graf von Bar verpflichtete sich Ludwig, den Sohn des Grafen von Chiny und Loon, in dieser Zeit zur Hilfeleistung im Krieg gegen Luxemburg und Ober-Lothringen. Doch dürften sich die offenen Feindseligkeiten mit Bar nicht erneuert haben, da eine andere Entwicklung einsetzte.
Gleichzeitig läßt sich nämlich eine Verschiebung der politischen Fronten erkennen. Nach Freilassung des Grafen von Luxemburg waren der Bischof von Metz und der Graf von Bar in Streit geraten. Es ging dabei um die Verteilung des Lösegeldes, das der LUXEMBURGER gezahlt hatte, wovon Bischof Wilhelm die Hälfte verlangte. Als der Graf das verweigerte, schritt der Bischof zu Verwüstungen auf dem Gebiet von Bar. Angesichts dessen näherte sich der Graf dem Herzog von Ober-Lothringen und schloß mit ihm im Juli 1267 ein Bündnis gegen den Bischof, wobei die Stadt Metz von den Feindseligkeiten ausgenommen sein sollte. Allerdings wurden alle anderen Bündnisverpflichtungen der Vertragspartner davon nicht berührt. Im August 1267 hat der Graf von Bar die Absprachen noch eigens auf alle kirchlichen Einrichtungen erweitert, die sich unter dem Schutz des Herzogs befanden. Dieser dachte damals aber noch an eine Vermittlung des Streites, wofür von ihm und dem Metzer Bischof der Graf von der Champagne angenommen wurde. Der Friede kam am 1. Februar 1268 zustande, die näheren Bestimmungen sollten noch durch eine Übereinkunft ausgearbeitet werden, die jedoch beim Tode des Metzer Bischofs im Jahre 1269 noch nicht in Kraft war.
Indessen kam der französische König in seiner Vermittlung zwischen Bar und Luxemburg nur langsam voran. Die Hauptverhandlungen wurden im Oktober 1267 in Reims geführt. Dort verbürgte sich Graf Theobald von der Champagne dafür, dass der Graf von Luxemburg den Spruch des Königs anerkennen werde. Eine ähnliche Bürgschaft leistete auch der Graf von Flandern. Ebenso erklärte der Herzog von Ober-Lothringen auf Bitten des Grafen von Luxemburg selbst, er werde diesen nicht mehr unterstützen, wenn er den Schiedsspruch König Ludwigs nicht annehmen werde. Die weiteren Verhandlungen gestalteten sich sehr umständlich, wie aus den uns erhaltenen Eingaben der Beteiligten an den französischen König zu ersehen ist.
Ludwig IX. fällte im September 1268 seinen Schiedsspruch, bei dem der Graf von Luxemburg recht gut abschnitt. Alle Lehensregelungen, die um die Herrschaft Ligny mit dem Grafen von der Champagne getroffen worden waren, wurden aufgehoben. Der Zustand wurde auf den Heiratsvertrag des Grafen Heinrich aus dem Jahre 1231 zurückgeführt, als seine Gemahlin Margarethe, die Tochter des Grafen Heinrich von Bar, Ligny als Heiratsgut erhalten hatte unter der Bedingung, dass das Gebiet an niemand, außer an Mitglieder des Hauses BAR aufgetragen werden dürfe. Insofern hatte im Schiedsspruch Ludwigs IX. der Standpunkt des Grafen von Bar gesiegt. Dagegen wurde die weitere Regelung, die im Jahre 1262 zwischen Luxemburg und Bar getroffen worden war, in Frage gestellt. Damals war der Graf von Bar für Ligny der Lehensmann des LUXEMBURGERS geworden und hatte das Gebiet dann als Afterlehen an Walram, den zweiten Sohn des LUXEMBURGERS, übertragen. Der Weiterbestand dieser Regelung wurde im Schiedsspruch des französischen Königs von der Entscheidung Walrams selbst für oder gegen eine Lehensabhängigkeit von Bar abhängig gemacht.
Hier lag ein entscheidender Punkt für den ganzen Schiedsspruch, ein Punkt, um den es anscheinend verschiedene Deutungen gegeben hat. Deshalb hat König Ludwig in einer eigenen Erklärung vom November 1268 nochmals klargestellt, die Lehensabhängigkeit Walrams hänge allein von dessen Willensäußerung ab, und der Graf von Bar sei gehalten, ihn gegebenenfalls aus dem Lehensverhältnis zu lösen. Diese Lösung hat der Graf sofort vollzogen. Die Bestimmung richtete sich im Grunde genommen gegen ihn. Es ist nicht ausgeschlossen, dass schon zum Zeitpunkt des Schiedsspruchs bekannt war, Walram neige auf die Seite des Grafen von der Champagne, dessen Lehensmann er im Januar 1271 geworden ist, so dass doch im Schiedsspruch Ludwigs IX. eine Begünstigung des Grafen von der Champagne liegen könnte. Sehr wahrscheinlich war die zweite Erklärung des französischen Königs durch Widerstand des Grafen von Bar bedingt, denn im gleichen Monat November 1270, in dem sie erlassen wurde, gab der Graf bekannt, alle Abmachungen bezüglich Lignys seien nichtig und Walram sei nicht mehr sein Lehensmann. Im Jahre 1270 hat auch Graf Heinrich von Luxemburg engere Lehensbande zur Champagne geschlossen. Gegenüber dem Grafen von Bar wurde der LUXEMBURGER im Schiedsspruch des französischen Königs lediglich zu einer finanziellen Entschädigung verpflichtet. Im September 1274 hat sich Walram übrigens für Ligny wieder für eine Lehensabhängigkeit von Bar entschieden. Der Inhalt der von ihm darüber ausgestellten Urkunde läßt eine Wiederherstellung des alten Zustandes von 1262 erkennen, so dass der Graf von Bar seinerseits für Ligny jetzt wieder von Luxemburg lehensabhängig war.
Das Mißtrauen zwischen den Grafen von Luxemburg und von Bar hielt indessen an. Graf Heinrich hatte sich bereits im Jahre 1266 zum Kreuzzug verpflichtet und befürchtete nun wohl für die Zeit seiner Abwesenheit irgendwelche Aktionen von seiten des Grafen von Bar. Offensichtlich hielt er den Schutz, den die Kirche den Kreuzfahrern gewährte, nicht für ausreichend, um die Sicherheit seiner zurückbleibenden Söhne Heinrich und Walram zu gewährleisten. Ein neuerliches Zusammengehen mit dem Herzog von Ober-Lothringen schien deshalb wünschenswert. Diesem wurde eine Schadloshaltung für die Verluste während des letzten Krieges zugesichert, während er seinerseits zusagte, die in seinem Besitz befindlichen Bürgschaftsbriefe zurückzugeben. Gleichzeitig schloß der Herzog mit den beiden Söhnen des Grafen einen Bündnisvertrag gegen den Grafen Theobald von Bar, in dem er versprach, Luxemburg zu helfen, wenn es die Not erfordere. Beide Seiten verpflichteten sich außerdem, sich nicht mit der Stadt Metz oder dem Bischof von Metz gegeneinander zu verbünden. Jedoch besorgte sich Graf Heinrich noch eine besondere Sicherheit, um durch dieses Bündnis seiner Söhne nicht Gefahr zu laufen, eventuell den Schutz der Kirche zu verlieren, der ihm als Kreuzfahrer zustand. Der Herzog versicherte nämlich in einer eigenen Urkunde, Heinrichs Söhne seien erst nach der Rückkehr des Vaters vom Kreuzzuge zur Bündnishilfe an Ober-Lothringen verpflichtet.
Die Zusage zur Bündnishilfe galt also zunächst nur einseitig für den Herzog, falls Luxemburg von Bar angegriffen werden sollte. Graf Heinrich hat sich dann noch verbunden, die Absprachen für den Fall des Todes Herzog Friedrichs auch auf dessen Sohn und Nachfolger Theobald auszudehnen. Auf der andern Seite erhielt jetzt Friedrich die Verfügung über die Burg Montclair. Außerdem wurde ihm Sicherheit gegeben, das für ihn wichtige Diedenhofen werde nur mit seiner und seiner Nachkommen Einverständnis von Luxemburg verkauft werden, eine Verpflichtung, die dann Friedrich seinerseits für Longwy einging. Im gleichen Jahr 1269 konnte dann der Herzog seine Stellung im Osten seines Gebietes weiter ausbauen. Der ehedem im Jahre 1261 vom Grafen von Zweibrücken getätigte Kauf der Schwarzenburg wurde erweitert, es kamen noch Lockweiler und die Hälfte der Burg Liebenberg bei St. Wendel hinzu, und schließlich gaben die Zweibrücker auch die Burg Mörsberg im Raum von Chateau-Salins an den Herzog.
Noch ehe Graf Heinrich von Luxemburg vom Kreuzzug zurückgekehrt war, hatte sich die Politik seiner Söhne geändert. Die Gründe hierfür sind nicht zu erkennen, man kann lediglich Vermutungen aus einigen Tatsachen erschließen. In dieser Zeit haben nämlich die LUXEMBURGER ihre Herrschaft kräftig ausgedehnt, indem sie die Lehensabhängigkeit des Hauses VIANDEN von ihnen entsprechend nutzten. In der Eifel traf das im Raum von Dollendorf und Blankenheim auf oberlothringische Interessen, es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Herzog Friedrich überhaupt die Lehensabhängigkeit Viandens von Luxemburg nicht genehm war. Das klingt an in einer Urkunde Heinrichs von Schönecken und Friedrichs von Neuerburg von Ende 1270 mit Versprechungen an die Gräfin von Luxemburg und deren Söhne, in der die beiden Aussteller in ziemlich energischen Worten die LUXEMBURGER zur Hilfe gegen den Herzog auffordern. Dieser besaß in den Auseinandersetzungen als Verbündeten Gerlach von Dollendorf, der mit der gleichnamigen Tochter der Blieskasteler Adelheid aus deren Ehe mit Gottfried von Arnsberg verheiratet war und demgemäß sein Vetter und ein Neffe von Graf Rainald von Blieskastel war. Gerlach konnte so auch künftig in der Blieskasteler Frage eine Rolle spielen.
Inzwischen hatten sich seit Frühjahr 1270 die Beziehungen Luxemburgs zu Bar zu normalisieren begonnen. Die luxemburgischen Schulden aus dem letzten Kriege waren weitgehend abgetragen, und man hatte weitere Fragen über die gegenseitigem Rechte geregelt. So kam es zu Beginn des Jahres 1271 zu einem Bündnis der LUXEMBURGER Brüder mit Graf Theobald von Bar gegen Herzog Friedrich, wobei der jüngere Heinrich versprach, auch seinen Vater nach dessen Rückkehr vom Kreuzzuge für dieses Bündnis zu gewinnen. Von Bedeutung ist dabei, dass die LUXEMBURGER und der Graf von Bar sich verpflichteten, kein Bündnis mit dem erwählten Bischof Lorenz von Metz einzugehen, denn hier spielt eine Angelegenheit hinein, die bald neue politische Gruppierungen verursachen sollte. Gleichzeitig kamen der Bischof von Metz und Herzog Friedrich zur Regelung der zwischen ihnen schwebenden Streitfragen. Auf der andern Seite festigte sich jetzt der luxemburgische Einfluß auf Vianden, denn der dortige Graf Philipp erklärte sich am 17. Februar 1271 zum luxemburgischen Lehensmann. Auch am Rhein, an der Mosel und in der Eifel erweiterte sich die luxemburgische Stellung.
Graf Heinrich von Luxemburg hat sich bei seiner Rückkehr vom Kreuzzuge der Politik seiner Söhne angeschlossen und einen entsprechenden Vertrag mit dem Grafen von Bar geschlossen. Anscheinend ist es dann zu Kämpfen gekommen, denn am 24. Juni 1271 gewährten Herzog Friedrich und sein Verbündeter Gerlach von Dollendorf den Verbündeten von Luxemburg-Vianden einen Waffenstillstand. Es setzten anschließend offensichtlich eifrige Verhandlungen ein. Nachdem nämlich der erste Waffenstillstand, der am 8. September 1271 ablaufen sollte, am 4. September bis Allerheiligen verlängert worden war, wurde er bereits am 7. September nochmals auf  2. Februar des folgenden Jahres ausgedehnt und am 31. Dezember 1271 bereits wieder bis zur Osteroktav.
Es ist möglich, dass diese ständigen Verlängerungen bedingt waren durch Gegensätze, die seit dem Jahre 1269 bei der Bischofswahl für Toul zwischen Ober-Lothringen und Bar auftraten, und durch einen andern politischen Faktor, der sich hier und da bereits andeutend geltend gemacht hatte, jetzt aber stärker in den Vordergrund trat. das Verhalten des Bischofs von Metz. Ehedem hatte Bischof Wilhelm von Metz im Jahre 1267 bei der Regelung seines Streites mit dem Grafen von Bar bedeutende finanzielle Verpflichtungen gegenüber diesem und Herzog Friedrich eingehen müssen. Diese Verpflichtungen hatte er nicht einhalten können. Sein Nachfolger Lorenz hatte zunächst versprochen, die Schulden auszugleichen. Der Graf von Bar und Herzog Friedrich hatten sich inzwischen bereits der dem Bistum gehörenden Burg Conde-sur-Moselle als Pfand bemächtigt, die sich nachweislich seit dem Jahre 1266 in ihrem Besitz befand. Durch einen Vertrag vom 27. Januar 1271 wurde dann bestimmt, dass Bischof Lorenz an Herzog Friedrich innerhalb der nächsten drei Jahre die Summe von 8.000 Pfund zu zahlen habe, wogegen nach Erhalt des Geldes dieser das von ihm besetzte Bistumsgebiet räumen sollte. Vermutlich ist eine ähnliche Regelung auch mit dem Grafen von Bar erfolgt.
Indessen war es Bischof Lorenz nicht möglich, all diese Zusagen zu erfüllen. So kam es schon sehr bald zu neuen Feindseligkeiten, wobei der Bischof zunächst im Jahre 1271 einige Erfolge verbuchen konnte, indem er Conde und Conflans eroberte. Für diese Auseinandersetzungen suchte er sich auch Bundesgenossen zu sichern und wandte sich an die Lichtenberger, die ihm Hilfe zusagten. Sie besaßen nämlich ein Interesse daran, die Macht des Herzogs von Ober-Lothringen nicht allzu groß werden zu lassen. Im Jahre 1272 fanden sich Konrad von Lichtenberg, Kantor in Straßburg, und sein Bruder Friedrich, Kanonikus in Metz, beim Heere des Bischofs in Marsal ein. Kurz darauf konnte Herzog Friedrich einen Vorstoß unternehmen und wahrscheinlich bei Hattigny am 25. September 1272 den Metzer Bischof und die Lichtenberger gefangen nehmen. Die Gefangenen dieses Gefechtes wurden unter Herzog Friedrich und Graf Theobald aufgeteilt, der Bischof von Metz wurde dem Grafen zugesprochen, die Lichtenberger Brüder und ihre Gefolgsleute dem Herzog. Die Lichtenberger fanden jetzt Hilfe beim Grafen Heinrich von Zweibrücken, der sich für sie verbürgte und ihnen im Januar 1273 eine vorläufige Freilassung besorgte. Konrad von Lichtenberg scheint schon bald darauf seine endgültige Freilassung erhalten zu haben, mußte dazu aber am 16. Februar 1273 ein bedeutsames politisches Zugeständnis machen. Da er Aussicht besaß, in Straßburg zum Bischof erhoben zu werden, gab er das Versprechen ab, in diesem Falle sich jederzeit mit dem Herzog gegen jedermann zu verbinden. Eine ganze Reihe von Herren aus dem lothringischen Raum traten als Garanten dieses Versprechens auf, darunter Erzbischof Heinrich von Trier und die Grafen von Leiningen, Zweibrücken und Lützelstein. Vermutlich nach der Einigung mit den Lichtenbergern war Herzog Friedrich zum allgemeinen Frieden geneigt, wobei er nicht mehr auf die Belange des Grafen von Bar achtete. Er nahm deshalb Verbindung mit dem Bischof von Metz auf, der aus der Gefangenschaft hatte entkommen können. Durch ihn wurde er am 24. Februar 1273 von dem gegenüber dem Grafen von Bar geleisteten Eide gelöst.
Zur endgültigen Regelung der Angelegenheiten wurde noch Papst Gregor X. bemüht, als er im April 1274 das Konzil in Lyon eröffnete. Hier erschienen der inzwischen zum Bischof von Straßburg gewählte Konrad von Lichtenberg und sein früherer Verbündeter, Bischof Lorenz von Metz. Auch der Graf von Bar war anwesend. Der Papst hatte sich schon einige Zeit zuvor an König RUDOLF gewandt und ihn gemahnt, die Kirche von Metz zu schützen. Der König dürfte auch entsprechende Mahnungen an deren Feinde gerichtet haben. Durch Vermittlung des Papstes kam am 7. Juni 1274 ein Abkommen zwischen Bischof Konrad von Straßburg und Herzog Friedrich zustande. Der Herzog war offensichtlich zu einem gewissen Nachgeben bereit, weil er inzwischen zum Grafen von Bar in Gegensatz geraten war. So wurden die ursprünglich vom Bischof eingegangenen Verpflichtungen etwas gemildert, er war nur noch strikte gehalten, dem Bischof von Metz, mit dem noch kein Friede bestand, keine Hilfe gegen den Herzog zu leisten. Seine Lichtenberger Verwandten durfte er bei eventuellen Streitigkeiten gegen den Herzog unterstützen, solange sie sich an den Rechtsweg hielten, beim Trierer Erzbischof ist ihm das für eigentlich Trierer Angelegenheiten ohne Einschränkung gestattet. Wichtiger war es wohl im Augenblick für den Herzog, dass der Bischof ihm Hilfe gegen den Grafen von Bar versprechen mußte. Wenig später am 27. Juni 1274 hat König RUDOLF in Hagenau die zwischen beiden geschlossenen Abmachungen bestätigt und auch die in Gefangenschaft geratenen Straßburger Bürger darin einbezogen. Mit dem Bischof von Metz schloß der Herzog am 20. Juni 1274 Frieden, wobei keine besonderen Veränderungen eingetreten sind. Wegen der Gefangenschaft des Bischofs war der Herzog exkommuniziert worden. Er wurde auch wahrscheinlich im Juni 1274 aus dieser Exkommunikation gelöst gegen das Gelöbnis, nicht gegen diejenigen vorzugehen, die dem Bischof ehedem zur Flucht verholfen hatten. Mit der Überwachung über die Zusagen des Herzogs wurden der Abt von St. Mihiel und der Offizial des Bistums Verdun beauftragt. Der endgültige Vertrag zwischen Bischof und Herzog wurde in Lyon am 7. Dezember 1274 abgeschlossen. Den Frieden zwischen dem Grafen von Bar und dem Bischof hat der Papst am 8. August 1274 zustande gebracht.
Wie schon angedeutet, hatten sich inzwischen die Fronten wiederum geändert, Ober-Lothringen war erneut zum Gegner von Bar geworden. Im April 1274 hatte Herzog Friedrich mit Erzbischof Heinrich von Trier ein Bündnis gegen den Grafen Theobald von Bar geschlossen. Beide Vertragsschließende einigten sich dabei über die Burg Montelair, die endgültig als Trierisches Lehen an den Herzog kommen sollte, sobald er die Rechte erworben haben würde, die die Frau von Montclair bzw. deren Erben noch an der Burg besaßen. Diese Rechte wurden ihm am 8. Oktober 1277 vom Grafen von Luxemburg übertragen, die von Trier waren ihm schon beim Vertragsschluß im August gewährt worden. Indes war es mit Bar nicht zu einem Kriege gekommen, vielmehr wurde am 8. Juli 1274 in Lyon auch zwischen Herzog Friedrich und Graf Theobald Friede geschlossen. Beide unterwarfen sich dem Schiedsspruch der Herren von Salins und Montfaucon.
Für Ober-Lothringen war somit im Sommer 1274 ein Friedenszustand eingetreten. Auch mit der deutschen Reichsgewalt befanden sich die Verhältnisse in einem durchaus guten Zustand. Mit dem seit dem Jahre 1273 in Deutschland erhobenen König RUDOLF VON HABSBURG war Herzog Friedrich verwandt. Bei der Zusammenkunft des Königs mit dem Papst in Lausanne im Oktober des Jahres 1275 war der Herzog zugegen und hat sich zum Kreuzzug verpflichtet. Indes ist dieser allgemeine Friedenszustand doch nicht von allzulanger Dauer gewesen. Neue Verwicklungen entstanden für das Herzogtum Ober-Lothringen mit dem Bistum Metz, sie standen in Verbindung mit dem Erbe der Grafschaft Blieskastel. Dort starb im Jahre 1273 die Gräfin Elisabeth und etwa ein Jahr später auch ihr Gemahl Rainald. Aus ihrer Ehe waren keine Nachkommen vorhanden.
Der Graf von Salm als Gemahl von Elisabeths jüngerer Schwester Loretta, erhob anscheinend Anspruch auf das Gesamterbe. Es gelang ihm offensichtlich auch, sich der Schaumburg zu bemächtigen, denn im April 1275 belehnte er Tilman und Nikolaus von Hagen mit zwei Dörfern, wofür diese sich zur Burgwache auf dem Schaumberg verpflichteten. Ob er auch Blieskastel in seine Gewalt gebracht hat, läßt sich nicht ersehen, dürfte aber wahrscheinlich sein. Dadurch kam Uneinigkeit unter die gesamten Erbberechtigten. Zu ihnen gehörten noch die mit Gerlach von Limburg verheiratete Imagina, Mathilde mit Friedrich von Blankenheim, Gottfried von Arnsberg als Gemahl der bereits verstorbenen Adelheid, und Kunigunde mit dem Grafen Engelbert von der Mark. Da Engelbert schon bald darauf in diesem Zusammenhang nicht mehr genannt wird, scheint er mit seinen Ansprüchen ausgeschieden zu sein. Das Erbe der jüngsten Schwester, der Gemahlin Egenolfs von Urslingen, war nach ihrem Tode durch ihren Sohn, Ulrich von Rappoltstein, am 12. September 1274 an den Grafen Rainald verkauft worden, es wurde demnach von Herzog Friedrich beansprucht, der auf die Nachlassenschaft seines verstorbenen Oheims Anspruch erhob. Die Rechte der Gräfin Adelheid von Arnsberg wurden jetzt von ihrem Sohn Ludwig vertreten, der sich auf die Seite Herzog Friedrichs stellte. Das geschah im April 1275, als er in Gegenwart König RUDOLFS unter dessen Bestätigung den Herzog zu seinem Stellvertreter ernannte. Auch Ludwigs Schwester Adelheid, die mit Gerlach von Dollendorf verheiratet war, hatte bereits am 13. Mai 1274, noch zu Lebzeiten des Grafen Rainald, mit ihrem Gemahl auf alle Ansprüche, die ihnen in Püttlingen zufallen könnten, zugunsten Herzog Friedrichs verzichtet.
Dieser hat bezüglich seines weiteren Vorgehens in der Blieskasteler Erbfrage am 4. April 1275 mit dem Grafen Heinrich von Zweibrücken, der sich der ganzen Sache annahm, eine Vereinbarung getroffen. Danach trat der Herzog für eine Aufteilung des Erbes zu gleichen Teilen unter die fünf verbliebenen Berechtigten ein. Der Text läßt erkennen, dass der Graf von Salm damit nicht einverstanden war, aus einer Erklärung vom Oktober 1275 geht zudem hervor, dass er dem Herzog ein Fünftel des Erbes nicht zubilligen wollte. Der Graf von Zweibrücken wollte nun einen Tag bestimmen, auf dem über die Teilung verfügt werden sollte. Sollte der Graf von Salm seine Zustimmung dazu nicht geben, dann wollte der Graf von Zweibrücken Herzog Friedrich aktiv unterstützen. Garanten dieser Abmachungen wurden die Grafen Heinrich von Luxemburg und Friedrich von Leiningen, die bei Nichterfüllung der Zusagen des Zweibrückers den Herzog gegen diesen unterstützen wollten.
Eine eigentliche Vermittlung im Erbstreit konnte indes der Graf von Zweibrücken nicht erreichen. Er brachte aber am 29. Mai 1275 mit Unterstützung der Grafen Heinrich und Johann von Spanheim und des Wildgrafen Emicho eine Versammlung der Erben zustande, in der sich die Grafen von Salm und Arnsberg und die Herren von Limburg und Blankenheim gegenseitig verpflichteten, ihren Anteil gegebenenfalls nur an Miterben zu verkaufen. Indessen fühlte sich der Graf von Zweibrücken jetzt offensichtlich unsicher. Er suchte eine Stütze am Bischof von Metz zu finden und erklärte sich am 6. Juli 1275 in sehr verbindlichen Formen zu dessen ligischem Vasallen vor allen andern, den Kaiser ausgenommen. Da die Urkunde auch das Siegel des Grafen von Salm trägt, war zu diesem Zeitpunkt der Übergang des Grafen von Zweibrücken zu dessen Partei vollzogen. Der Bischof von Metz seinerseits verstärkte jetzt seine Stellung gegenüber Herzog Friedrich, vor allem regelte er Meinungsverschiedenheiten mit Jakob von Warsberg und band ihn fester an das Bistum, weil er im Kampf gegen den Herzog eine beachtliche Stütze darstellen konnte. Herzog Friedrich hatte dagegen im Juli 1275 den Grafen Simon IV. von Saarbrücken zum Verbündeten gewonnen.
Der Graf von Saarbrücken war an sich ein Vasall des Bischofs von Metz, in diesem Vasallenverhältnis bestanden jedoch seit dem Jahre 1271 einige Schwierigkeiten. Ehedem war im Jahre 1234 mit Graf Simon III. die männliche Linie in Saarbrücken ausgestorben. Der Graf war zuvor im Jahre 1227 mit Bischof Johann von Metz einen Vertrag eingegangen, wonach die Grafschaft als Metzer Lehen an seine älteste Tochter Loretta und nach ihrem eventuellen Tode an die zweite Tochter Mathilde übergehen sollte. Im Jahre 1271 war dann tatsächlich die Grafschaft an Mathilde gefallen. Aber der jetzige Bischof Lorenz von Metz erhob Einspruch dagegen, indem er behauptete, für die Metzer Lehen gelte die weibliche Erbfolge nicht, die Grafschaft Saarbrücken sei also durch das Fehlen eines männlichen Erben an das Bistum Metz zurückgefallen. Die Gräfin Mathilde wollte er offensichtlich nicht zur Huldigung zulassen. Auf Aufforderung des Bischofs hin verhängte darauf zu Ende des Jahres 1271 der Dekan von St. Arnuat über die Gräfin die Exkommunikation und über die Grafschaft das Interdikt. Mathilde stand damals bereits in guten Beziehungen zu Herzog Friedrich, von dem sie einige Lehen hielt, und von dem sie Unterstützung erwarten konnte, da er sich ja mit dem Metzer Bischof in Streit befand. Die Auseinandersetzung um die Saarbrücker Erbfolge zog sich indessen hin und war auch bei Mathildes Tode noch nicht geregelt. Ihr Sohn Simon IV. war dadurch zu seinem Bündnis mit Herzog Friedrich veranlaßt, durch das er sich wohl eine Anerkennung seiner Erbrechte auf Saarbrücken erhoffte.
In der Blieskasteler Erbfrage ging der Bischof von Metz jetzt von der ehedem im Jahre 1226 getroffenen Regelung ab, er erklärte im Oktober 1275, die Grafschaft Blieskastel sei mangels eines männlichen Erben an das Bistum heimgefallen. Auf dieser Grundlage verhandelte er mit dem Grafen von Salm, der sich zunächst grundsätzlich verpflichtete, keinerlei Ansprüche des Herzogs von Ober-Lothringen auf das Erbe anzuerkennen. Er wiederum war der Meinung, der Bischof solle Blieskastel entweder als Lehen an die Erben der fünf Schwestern geben, von denen eine seine Gemahlin sei, oder allein an die Erben der letzteren. Eine volle Entscheidung traf der Bischof jetzt noch nicht. Er nahm wohl den ältesten Sohn des Grafen als ligischen Vasallen an und erkannte ihm ein Fünftel des Blieskasteler Lehens zu, die andern vier Fünftel behielt er zunächst für sich. Sollte aber zu Recht erwiesen werden, dass die Grafschaft heimgefallen sei, dann sollte der Sohn des Grafen die Hälfte erhalten, über die andere Hälfte wären noch Regelungen mit den übrigen Erben anzustreben. Der Graf von Salm sollte außerdem versuchen, Mörchingen aus der Lehensabhängigkeit des Herzogs von Ober-Lothringen zu lösen und es wieder von Metz zu Lehen nehmen. Auch hier zeigen sich also die Spannungen zwischen dem Bischof und Herzog Friedrich, wobei der Bischof wiederum die Unterstützung Bischof Konrads von Straßburg erhielt. Diesem ging es dabei um den Besitz von Reichshofen im Elsaß, das seit dem Jahre 1232 von Herzog Matthaeus II. von Ober-Lothringen dem Straßburger Bischof als Lehen aufgetragen worden war, wobei die Burg in seinem Besitz geblieben war. Es lag in der Zielsetzung Bischof Konrads, Reichshofen aus dem oberlothringischen Lehensverband zu lösen.
Über Kriegshandlungen wird uns aus dem Jahre 1276 von einer Niederlage Herzog Friedrichs gegenüber dem Grafen von Zweibrücken auf der Wattweiler Höhe berichtet. Es ist also auffallend, dass die ersten Gefechte mit dem Grafen von Zweibrücken stattfanden, der an sich mit der Erbfrage in Blieskastel nichts zu tun hatte. Darin kommt wohl zum Ausdruck, dass die gesamte Frage sich jetzt zu einem Gegensatz entwickelt hatte zwischen Herzog Friedrich und Bischof Lorenz von Metz, als dessen ligischer Vasall der Graf von Zweibrücken eingreifen mußte. Möglicherweise hängt es mit dieser Niederlage Friedrichszusammen, dass er wieder Anschluß an König RUDOLF suchte. Im Mai 1276 weilte er beim Grafen von Pfirt, wo auch der König anwesend war, und Ende Juni finden wir ihn wiederum in Hagenau am Hofe.
Auch nach anderer Seite hin hielt Friedrich nach Verbündeten Ausschau. Im August 1276 regelte er seine Verhältnisse zum Hause VAUDEMONT, und im Januar 1277 versprach der dortige Graf Heinrich mit seinen drei Söhnen, dem Herzog gegen Metz zu helfen. Der Stadt Longwy gewährte er im November 1276 einen Freiheitsbrief gegen entsprechende militärische Hilfsverpflichtungen. Im Januar 1277 erklärte er, sich in dem Streit mit Metz dem Urteil des Grafen von Luxemburg unterwerfen zu wollen. Gleichzeitig gewann er den LUXEMBURGER stärker für sich indem er auf alle Ansprüche auf die Grafschaft Vianden verzichtete. Anscheinend jedoch machte der Bischof zu der Vermittlung des Grafen von Luxemburg Schwierigkeiten, denn der Herzog gestand ihm zu, in der Streitsache das Urteil Heinrichs von Blankenberg anzurufen. Sollte er das nicht tun, dann sollte auch die Aktion des Grafen von Luxemburg erloschen sein. Einen Erfolg hatte das Ganze nicht. Im Mai 1277 fand ein Gefecht bei Mörsberg statt, bei dem dieses Mal der Metzer und der Straßburger Bischof zusammenwirkten. Das Treffen verlief zu Ungunsten Herzog Friedrichs. Vielleicht hat als Folge davon der Graf von Saarbrücken sich am 2. Juli 1277 mit dem Bischof von Metz geeinigt, dem er die Huldigung für seine Grafschaft leisten konnte.
Indessen hat sich Graf Heinrich von Luxemburg beim Grafen Theobald von Bar für Herzog Friedrichverwandt und von ihm das Versprechen erhalten, dem Bischof von Metz in dessen Krieg gegen Ober-Lothringen nicht über dasjenige hinaus zu helfen, wozu er als Metzer Lehensmann verpflichtet war. Zur gleichen Zeit begann sich die Situation zu ändern. An die Einigung vom 29. Mai 1275, wonach die Erben ihre Rechte an Blieskastel nur unter sich veräußern sollten, hatte sich Gerhard von Blankenheim nicht gehalten. Er verkaufte unter Zustimmung seines Lehensherrn, des Grafen von Luxemburg, seine Ansprüche auf Blieskastel, darunter Püttlingen und die Schaumburg an Herzog Friedrich. Dieser hatte zuvor bereits im Mai 1277 die Ansprüche Gerlachs von Dollendorf auf Püttlingen aufgekauft. Soviel ersichtlich ist, besetzte er sofort die Schaumburg. Der Kaufakt wurde nicht allgemein anerkannt, weil die Lehensherrlichkeit des Grafen von Luxemburg über die verkauften Gebiete bestritten war. Der Vorgang wurde auch offensichtlich sofort von der Gegenseite angefochten, denn der Herzog erklärte am 8. Juni 1277, er werde sich bezüglich der Schaumburg dem Schiedsspruch der Herren von Warsberg und Sterpenich fügen, oder dem des Herrn von Durbuy, falls die beiden sich nicht einigen könnten.
Offensichtlich suchte man nun die gesamte Streitsache auf eine schiedsrichterliche Basis zu bringen. Am 13. Juli 1277 übertrugen der Bischof von Metz und Heinrich von Blankenberg ihre Differenzen einem Schiedsgericht. Am 16. Juli kam man überein, Gobert von Apremont und dem Bischof von Langres einen Spruch über den Streit zwischen dem Bischof und Herzog Friedrich zu übertragen, wobei von seiten des letzteren Graf Heinrich von Luxemburg und sein gleichnamiger Sohn als Garanten auftraten, indem sie dem Bischof erklärten, sie würden den Herzog nicht mehr unterstützen, wenn er sich nicht an den zu erwartenden Schiedsspruch halten werde. Allerdings traf dieser auch anders geartete Vorbereitungen. Er gewann sich den Grafen von Bar zum Verbündeten gegen den Bischof von Metz, dem Grafen von Luxemburg gegenüber versprach er, ihm für die Schaumburg ein gleichwertiges Lehen zu überlassen und erklärte außerdem, er würde sich gegenüber den Ansprüchen des Grafen von Salm auf die Schaumburg dem Urteil des Grafen von Luxemburg unterwerfen. Demgegenüber suchte die Gegenpartei im August 1277 die Schaumburg zurückzugewinnen, es waren dabei hauptsächlich der Bischof von Straßburg und der Trierer Erzbischof beteiligt.
Der Versuch scheiterte aber offensichtlich. Darauf bekundeten die beiden Bischöfe, in ihrer Gegenwart sei von einer Reihe von Zeugen, darunter auch Burgmannen von Schaumberg, erklärt worden, die Burg sei ein Lehen des Bistums Verdun. Auch der Abt von Tholey, der offensichtlich für seine eigene Stellung besorgt war, bezeugte, seine Abtei gehöre zu Verdun. Dadurch sollte wohl der vom Grafen von Luxemburg gebilligte Kaufvertrag des Herrn von Blankenheim ungültig gemacht werden.
Man beschritt nun aber doch den Weg zu Verhandlungen. Zu Deneuvre kam es zu einer uns nicht näher bekannten vorläufigen Abmachung zwischen Herzog Friedrich einerseits und Erzbischof Heinrich von Trier und den Bischöfen von Metz und Straßburg, sowie den Grafen von Zweibrücken und Salm andererseits, wobei unter Stellungnahme König RUDOLFS der Mainzer Propst Friedrich von Leiningen und Rainald von Hanau zu Vermittlern bestellt wurden. Kurz darauf wurde zwischen Herzog Friedrich und dem Erzbischof ein fester Friede geschlossen. In der 2. Hälfte des August 1277 erschienen dann die Bevollmächtigten König RUDOLFS im Lager vor der Schaumburg und verkündeten ihren Schiedsspruch. Eine Entscheidung über die Burg selbst wurde indes noch nicht gefällt. Sie sollte von Herzog Friedrich den Grafen Friedrich von Leiningen und Heinrich von Zweibrücken übergeben werden, bis die Streitigkeiten zwischen ihm und dem Grafen von Saim wegen der Burg geregelt sein würden, wofür ein Termin im September in Aussicht genommen wurde. Auch die Streitigkeiten zwischen dem Herzog und dem Grafen von Zweibrücken wurden noch nicht geordnet, sondern einem eigenen Schiedsgericht übertragen. Das Ganze sollte bis zum 11. November 1277 abgeschlossen sein.
Die Einigung ist allerdings gescheitert, Herzog Friedrich lieferte die Schaumburg nicht aus. Er begann vielmehr mit neuen Zurüstungen. Im Oktober 1277 ist ein engeres Zusammengehen mit dem Hause LUXEMBURG festzustellen. Neben der schon erwähnten Übergabe des Lehens der Burg Montclair durch den Grafen von Luxemburg trat Herzog Friedrich seinerseits dem Grafen die Lehensherrlichkeit über Buzy ab, und eine Reihe von finanziellen Fragen wurde geregelt. Im Januar 1278 schloß Friedrich mit Heinrich von Bar, dem älteren Sohn des dortigen Grafen Theobald, ein Bündnis wiederum gegen die Bischöfe von Metz und Straßburg und den Grafen von Zweibrücken. Gleichzeitig verpflichtete sich des Herzogs Sohn Theobald, dem Grafen von Bar gegen den Bischof von Metz und die Grafen von Chiny und Vaudemont zu helfen. Der Graf von Bar seinerseits gab das Versprechen ab, sich nicht mit den Bischöfen von Metz und Straßburg und dem Grafen Heinrich von Zweibrücken gegen den Herzog zu verbünden. Sollte er jedoch wegen seines Lehensverhältnisses zum Bistum Metz dem Bischof Hilfe leisten müssen, dann werde er auch dem Herzog wegen seiner lothringischen Lehen helfen. Dieser seinerseits gab dem Grafen Theobald die Zusicherung, gegen ihn kein Bündnis mit dem Bischof von Metz, bzw. den Grafen von Chiny und Vaudemonat, einzugehen. Die Abmachungen zeigen, dass sich der Graf von Vaudemont von der Seite von Bar abgewandt hatte, was vermutlich auf Veranlassung des Metzer Bischofs geschehen war. Dieser verstärkte auch im Oktober 1277 seine Verbindung zu den Grafen von Zweibrücken und Leiningen.
Die Zusammenarbeit zwischen Ober-Lothringen, Bar und Luxemburg wurde jetzt sehr eng, die Tochter des Grafen Theobald heiratete Herzog Friedrichs Sohn Matthaeus, und die LUXEMBURGER zeichneten als Bürgen für die Heiratsabmachungen. Schließlich hat Friedrich seine Besitzungen in der Herrschaft Longwy als freies Allod an Heinrich von Bar, den ältesten Sohn des Grafen Theobald gegeben, der sie dann als Lehen an Friedrichs Sohn Matthaeus übertrug. Diese Maßnahme stimmte streng genommen mit den Verpflichtungen des Herzogs gegenüber Luxemburg nicht überein, wonach er seine Besitzungen im Gebiet von Longwy nicht veräußern durfte, und es scheint dadurch auch zu einigen Mißhelligkeiten gekommen zu sein.
Die Feindseligkeiten gegen Metz zogen sich dann sehr in die Länge, obwohl schon am 19. April 1278 Gobert von Apremont als Schiedsrichter auftrat. Im Februar 1279 verpflichtete sich auch Graf Heinrich von Luxemburg zu einer effektiven Hilfe an Bar gegen den Metzer Bischof. Die Kämpfe waren weiter gegangen, obwohl Gobert von Apremont seinen Schiedsspruch zwischen Herzog Friedrich und dem Bischof von Metz im August 1278 erlassen hatte, wodurch keine wesentlichen Änderungen verfügt worden waren. Es kam dann im Sommer 1279 zu einem für den Herzog verlustreichen Gefecht bei Mörsberg gegen die bischöflichen und städtischen Streitkräfte von Metz, die auch vom Grafen von Zweibrücken unterstützt wurden. Allerdings schien sich gleichzeitig eine Änderung anzukündigen. Bischof Lorenz von Metz hatte sich nämlich nach Rom begeben, wo er im Herbst 1279 starb. Zu seinem Nachfolger wurde Anfang Oktober 1279 Johann von Flandern designiert, der an sich ein Verwandter des Grafen von Bar war. Die Verhältnisse scheinen sich zunächst auch friedlich angelassen zu haben. Im Frühjahr 1281 ergaben sich dann aber neue Spannungen, diesmal zur Stadt Metz, ohne dass die Ursachen dafür festzustellen sind.
Ende Mai 1281 schloß Herzog Friedrich mit dem Grafen Theobald von Bar einen neuen Vertrag gegen die Stadt. Gleichzeitig versprachen sich beide auch gegenseitige Hilfe gegen den Metzer Bischof, falls dieser zum Angriff schreiten würde, doch gestanden sich beide zu, wegen ihrer Lehensverpflichtungen dem Bischof je 20 Mann stellen zu dürfen. Die Urkunde zeigt, dass der Bischof nicht unmittelbar von der Streitsache betroffen war, dass aber beide Vertragschließende mit der Möglichkeit seines Eingreifens rechneten. Die Grundlagen für die Entwicklung bildeten anscheinend Feindseligkeiten, die zwischen dem oberlothringischen Herzog und der Stadt Metz ausgebrochen waren. Der Bischof hat jedoch nicht eingegriffen, er hat vielmehr in dem Streit vermittelt. Er bot sich zum Garanten für die Lösesumme der in Gefangenschaft geratenen Metzer an, während die eigentliche Friedensvermittlung Guido von Dampierre übertragen wurde. Am 27. Juli 1281 wurde dann der Friede zwischen dem Herzog und der Stadt Metz geschlossen, wobei keine Veränderungen eintraten.
Herzog Friedrich hielt es jetzt zunächst für angebracht, sich stärker um die Gunst des deutschen Königs zu bemühen. So weilte er im Februar 1282 in dessen Umgebung in Weissenburg. Bei dieser Gelegenheit versprach er, keinen Krieg gegen ihn zu führen. Diese Verpflichtung hängt wohl damit zusammen, dass die drei rheinischen Erzbischöfe seit Frühjahr 1281 eine dem König unfreundliche Haltung eingenommen hatten. Zu Beginn des Jahres 1282 hatte dieser zwar den Erzbischof von Mainz wieder für sich gewonnen, doch war noch mit der Feindschaft des Kölners zu rechnen, und beim Trierer wurde erst im März 1282 eine Gesinnungsänderung bewirkt. Für König RUDOLF lag also im Augenblick viel daran, dass seine Feinde im Westen des Reichs keinen Zuzug gewannen. Auf dieser Grundlage bestand für Herzog Friedrich wohl die Hoffnung, für seine eigenen Belange Unterstützung beim König zu finden. Und so sehen wir ihn auch im März 1282 am Hofe in Oppenheim. Ob er RUDOLF nach Mainz und wieder zurück nach Oppenheim und weiter nach Hagenau begleitet hat, läßt sich nicht erkennen, jedenfalls war er aber Mitte April in Hagenau wieder am Hofe. Auch Ende Juli ist er in Oppenheim nochmals in der Umgebung des Königs festzustellen. Hier bemühte sich RUDOLF angesichts der Limburger Erbschaftsfrage um die Wahrung des Landfriedens in dem von dieser Frage betroffenen Raum. In der Hauptsache ging es dabei um die Bestrebungen des Kölner Erzbischofs, den der König wieder auf seine Seite zurückführen wollte. Des weiteren wollte er die Zustimmung der deutschen Fürsten zur Übertragung der österreichischen Länder an seine Söhne gewinnen. In der Urkunde über die Kölner Regelung nennt er unter denjenigen, die seine Politik unterstützen, auch Herzog Friedrich.
Indes waren die Fragen um Blieskastel und die Spannungen zum Metzer Bischof und den Grafen von Zweibrücken und Salm noch nicht endgültig gelöst. Schon im Juni 1280 läßt sich ein Streben des Grafen von Salm erkennen, sich eine bessere Aktionsbasis zu schaffen. Er regelte im April alle mit dem Erzbischof von Trier schwelenden Angelegenheiten und überließ diesem seine Besitzungen in Bernkastel und Monzelfeld, die er bisher von Trier zu Lehen getragen hatte. Die Urkunde weist als Zeugen unter anderen den Bischof von Straßburg und den Grafen von Zweibrücken auf, was vermuten läßt, dass gleichzeitig weiter gesteckte Besprechungen stattfanden. Auf der andern Seite übertrug Ludwig von Arnsberg im April 1280 in Gegenwart König RUDOLFS in Kaiserslautern seine Besitzungen in Blieskastel auf Herzog Friedrich. Es läßt sich vielleicht daraus erschließen, dass der König dessen Ansprüchen günstig gegenüber stand. Friedrich festigte im März 1284 im Raum von Warsberg seine Stellung, was offensichtlich im Hinblick auf mögliche militärische Auseinandersetzungen mit dem Bischof von Metz geschah. Mit diesem, es war seit 1282 Bischof Burchard, konnte Friedrich zwar einige Fragen im Mai 1284 regeln, aber gleichzeitig schloß der Bischof mit dem Grafen von Salm eine Ubereinkunft bezüglich Blieskastels, die dem Grafen die Unterstützung des Bischofs für den Fall der Unnachgiebigkeit des Herzogs zusagte. Der Graf übergab Burchard Blieskastel, doch sollten Hunolstein, Püttlingen und Schaumberg für immer bei Salm verbleiben, und zwar Püttlingen als Metzer Lehen. Der Bischof hatte übrigens schon im Dezember 1283 einen Vertrag mit der Stadt Metz geschlossen, in dem sie sich gegenseitig Hilfeleistung gegen jedermann mit Ausnahme des Kaisers zusicherten.
Dagegen schied im Juli 1284 das Zweibrücker Grafenhaus aus dieser Konstellation gegen den Herzog aus. Graf Heinrich war inzwischen gegen Ende des Jahres 1282 gestorben. Jetzt regelte Herzog Friedrich das Lehensverhältnis zu seinen Nachfolgern Eberhard und Walram. Beide erhielten die alten oberlothringischen Lehen ihres Vaters zu gemeinsamem Besitz übertragen. Die Lehensverpflichtungen Walrams gingen dabei allen seinen anderweitigen Verpflichtungen voran, während die seines Bruders Eberhard gegenüber denen zum Metzer Bischof zurückstanden. Eine gewisse Neutralität haben die Zweibrücker dabei wahren können, denn sie wurden ausdrücklich von einer Hilfeleistung gegen die Bischöfe von Metz und Straßburg und den Erzbischof von Trier befreit. Der Text der Urkunde zeigt, dass das Hauptziel des Herzogs immer noch im Erwerb von Blieskastel lag. Das geht ganz deutlich aus einer gleichzeitigen Urkunde hervor, in der Friedrich ein Bündnis mit den Zweibrückern und mit Heinrich von Eberstein, dem Sohn des Grafen Simon von Eberstein, einging, in dem Regelungen ins Auge gefaßt werden für den Fall, dass Friedrich Blieskastel erhalten werde. Indes genügte der erreichte Abschluß ihm nicht, wahrscheinlich bei Überlegungen zu dem weiter andauernden Kriege, und so brachte er zwei Tage später die Zweibrücker zu einer Relativierung ihrer neutralen Haltung. Danach wurde prinzipiell nur Eberhard von einer Hilfeleistung gegen den Bischof von Metz befreit, für Walram sollte eine solche nur für den Fall eintreten, dass er und sein Bruder ihre bis jetzt gemeinsamen Besitzungen teilten. Ausgenommen blieb für beide auf jeden Fall eine Hilfeleistung gegen den Bischof von Straßburg, sie versprachen aber auch, diesen selbst nicht gegen den Herzog zu unterstützen. Ausdrücklich wird ihre vorherige Befreiung vom Kampf gegen den Erzbischof von Trier gestrichen.
Die Formulierungen zeigen, dass neben dem Streben nach Blieskastel für den Herzog auch sein Verhältnis zum Bischof von Straßburg wieder nach vorne rückte. Er hatte bis dahin seine Stellung im Elsaß nicht aus den Augen gelassen. Zunächst einmal ging es um Burg und Ort Reichshofen, die ursprünglich oberlothringischer Besitz gewesen waren. Wie wir schon sahen, hatte im Jahre 1232 Herzog Matthaeus II. den Ort dem Straßburger Bistum zu Lehen gegeben, die Burg hatte er behalten. In Straßburg war man jedoch darauf gestellt, auch die Burg zu besitzen. Sie war nun vom Straßburger Bischof bei seiner Hilfeleistung im Jahre 1276 an den Bischof von Metz erobert worden. Aber schon bald muß sie wieder in den Besitz Herzog Friedrichs gekommen sein, jedenfalls sehen wir, dass er im März 1280 die Burgwacht auf ein halbes Jahr an Friedrich von Windstein übertrug. Im Laufe der Jahre gelang es ihm dann, die Vögte von Wasselnheim, die bisher Lehensleute des Straßburger Bistums gewesen waren, für sich zu gewinnen. Diese Herren von Wasselnheim bemächtigten sich im Jahre 1284 der Burg Ochsenstein und setzten sich damit in Gegensatz zum Bischof von Straßburg. Otto von Ochsenstein, der Stadthalter König RUDOLFS für das Elsaß und den Breisgau war, fand Hilfe beim Bischof und bei der Stadt Straßburg. Sie eroberten im November 1284 die Burg zurück. Auch gingen sie gegen die Burg Eckerich im Lebertal vor, die ein Lehen des oberlothringischen Herzogs war. Als Anlaß diente ihnen anscheinend der Umstand, dass der Besitzer der Burg, Johann Eckerich, von seinen Verwandten ermordet worden war. Auch Ulrich von Rappoltstein scheint damals für Herzog Friedrich unzuverlässig gewesen zu sein, denn dieser entzog ihm Vogteirechte über die Besitzungen des Klosters Moyenmoutier.
Die Feindseligkeiten im Elsaß zogen sich längere Zeit hin. Im Mai 1285 kam es schließlich zur Aussöhnung zwischen der Stadt Straßburg und Herzog Friedrich wegen der Burg Ochsenstein, wobei der Herzog als Lehensherr auf alle Schadensersatzansprüche wegen der Zerstörung verzichtete. Mit Bischof Konrad von Straßburg und dem Landvogt Otto von Ochsenstein gingen die Feindseligkeiten noch weiter. Inzwischen war jedoch eine bedeutsam Wendung für Ober-Lothringen an seinen Westgrenzen eingetreten. Auf den französischen Thron gelangte Philipp IV., der zur Gemahlin Johanna, die einzige Erbin der Grafschaft Champagne, hatte. Wohl unter dem Eindruck dieser drohenden Gefahr bemühte sich Herzog Friedrich, im Elsaß zu einem Frieden zu gelangen. Am 31. Januar 1287 schloß er mit dem Bischof von Straßburg und Otto von Ochsenstein einen Vergleich. Er machte dabei nicht unbedeutende Zugeständnisse. Die bei diesen Kämpfen in der Hauptsache umstrittene Burg Reichshofen gab er auf. Außerdem gestattete er dem Bischof von Straßburg, den Erzbischof von Trier und die Grafen von Luxemburg und Salm unter Umständen auch gegen ihn selbst zu unterstützen unter der Voraussetzung, dass diese dem Bischof von Metz nicht gegen ihn Hilfe leisten würden. Die Verträge des Bischofs mit den Grafen von Luxemburg und Salm sollten nach ihrem Ablauf jedoch nicht mehr erneuert werden. Bischof Konrad versprach noch eigens, dem Bischof von Metz keinen Beistand gegen den Herzog zu leisten. Seit diesem Vertrag haben die Spannungen zwischen Ober-Lothringen und Straßburg tatsächlich nachgelassen.
Anschließend wirkten der Bischof von Straßburg und Otto von Ochsenstein zusammen mit an der Regelung für die Burg Eckerich. Der Herzog stimmte zu, dass der Bischof bis zum Pfingstfeste die Burg in Gewahrsam nehme. In dieser Zeit sollte versucht werden, unter den Erben des ermordeten Johann von Eckerich eine Übereinkunft zu stiften. In diesem Falle sollte die Burg den Erben ausgeliefert werden. Käme eine solche Abmachung nicht zustande, dann wäre sie entweder dem am Morde nicht schuldigen Teil der Erben oder Herzog Friedrichzu übergeben. Auf jeden Fall sollten die Rechte des Herzogs an der Burg gewahrt werden, auch wird der Bischof den Erben keine Unterstützung mehr gegen ihn gewähren. Im Elsaß erhielt der Herzog jetzt die Unterstützung Ottos von Ochsenstein, was umso bedeutsamer war, als diesem die Burg Reichshofen als Straßburger Lehen übertragen wurde.
Die Bedrohung von Frankreich her wird den Herzog auch veranlaßt haben, sich um eine Regelung des immer noch bestehenden Streites um Blieskastel zu bemühen. Zum Bischof von Metz scheint seit jenen Abmachungen im Mai 1284 ein leidliches Verhältnis weiter bestanden zu haben. So gelang es dem Herzog im September 1286, mit ihm zu einer neuen Übereinkunft zu gelangen. Friedrich überließ ihm Blieskastel mit Ausnahme der Rechte, die er gegenüber dem Grafen von Salm erheben konnte. Der Bischof seinerseits versprach, die Lehensabhängigkeit von Mörchingen, das der Graf von Salm vom Herzog zu Lehen hielt, zu achten. Bezüglich Püttlingens wurde anerkannt, es sei noch zu entscheiden, ob es ein Metzer oder ein lothringisches Lehen sei, und nach dieser Entscheidung habe sich das weitere Verhältnis zu richten. Diese Lösung leitete sich wohl aus dem Verhalten des Grafen Rainald von Blieskastel her, der ja im August 1264 Püttlingen dem Herzog zu Lehen aufgetragen hatte, ein Akt, der rechtlich umstritten sein konnte. Der Herzog versicherte außerdem ausdrücklich, er werde sich nicht mit dem Grafen von Salm zu Ungunsten des Bischofs verständigen. Auch wurden einige Schuldenprobleme aus früheren Zeiten geregelt. Der Bischof nahm darauf Blieskastel in seine direkte Verwaltung. Für den Rest des Jahres 1286 läßt sich feststellen, dass des Herzogs Beziehungen zu ihm sich in normalem Rahmen entwickelten. Aber im Mai 1273 bestand wieder ein feindseliger Zustand, wobei Friedrich die Unterstützung des Grafen Theobald von Bar erhielt. Das anscheinend hatte den Erfolg, dass der Bischof im Juni 1287 die Rückgabe der Schaumburg innerhalb eines Jahres versprach
Die Unstimmigkeiten, die zwischen Ober-Lothringen und Luxemburg bestanden, suchte der Herzog ebenfalls zu regeln. In einer Urkunde vom 24. September 1287 erklärte Graf Heinrich VI. von Luxemburg, alle Schadensersatzanspräche wegen Longwy seien hiermit erledigt. Indes blieb der Zustand mit Metz noch immer labil. An sich hatte sich zwar das Verhältnis wiederum ganz gut gestaltet was aus einigen Urkunden vom Ende des Jahres 1287 hervorgeht. Dem Bischof half der Herzog noch im Juli 1288 in einer Notlage mit einer Geldsumme aus. Aber auf der andern Seite hatte sich der Metzer mit dem Grafen von Salm über alle zwischen ihnen anstehenden Fragen geeinigt. Am 4. August 1288 wurde diese Einigung noch enger gefaßt, denn der Graf unterwarf sich bezüglich der Angelegenheiten von Schaumberg und Mörchingen ganz der Leitung des Bischofs. Darauf zeichneten sich in den folgenden Monaten gewisse Gruppierungen ab. Herzog Friedrich gab der Gräfin Beatrix von Luxemburg Vollmachten zur Vermittlung von Stillhalteabkommen. Kurz zuvor hatte er den Grafen von Jülich zur Beistandsleistung aufgerufen unter Androhung des Verlustes seiner von Ober-Lothringen abhängigen Lehen. Auf der andern Seite fanden bereits zu Beginn Oktober 1288 Verhandlungen zwischen den Bischöfen von Metz und Straßburg statt. Der Straßburger war damals nach Marsal gekommen. Von den Besprechungen ist uns allerdings nur eine finanzielle Regelung bekannt geworden.
Zu Beginn des Jahres 1289 verstärkte sich dann die Aktivität der Metzer Politik. Der Bischof ging in seinem Einverständnis mit dem Grafen von Salm noch weiter. Am 6. Februar schloß er mit ihm einen Vertrag, demzufolge die Schaumburg wieder an den Grafen zurückfallen sollte. Außerdem verpflichtete er sich, ohne diesen keinen Frieden mit Herzog Friedrich zu schließen. Es fanden dabei sicherlich noch weitergehende Absprachen statt, denn die betreffende Urkunde weist auch das Siegel Bischof Konrads von Straßburg auf. Herzog Friedrich suchte demgegenüber seine Stellung auszubauen. Im Februar 1289 nahm er Peter von der Brücke aus der einflußreichen Trierer Familie zum Lehensmann an, sowie Gottfried von Esch für dessen Besitzungen in Felsberg und Wallerfangen, und im Mai folgte Gerhard Boucq für seine Besitzungen in Tailioncourt. Gegenüber seinen Gegnern im Elsaß verband er sich mit dem Grafen Theobald von Pfirt, der sich am 24. Mai 1289 zu einer Hilfe gegen den Bischof von Metz und dessen Verbündete östlich der Vogesen verpflichtete. Ebenso hatte der Herzog schon im März Heinrich von Blankenberg an sich gezogen, indem er ihm die Burg Eschweg und das Lebertal zu Lehen übertrug. Diese Lehen besaßen eine besondere Bedeutung für die Verbindung zum Elsaß, aber auch für die Auseinandersetzungen mit dem Bischof von Metz. Ende Mai wurde dann Heinrich von Blankenberg eigens zur Unterstützung gegen den Bischof von Metz verpflichtet.
Inwieweit es jetzt zu Feindseligkeiten gekommen ist, ist nicht zu sagen. Jedenfalls bemühten sich einige lothringische Herren um eine Vermittlung und brachten am 19. Juni 1289 einen Waffenstillstand bis zum 8. September zustande. Die Zwischenzeit benutzte der Herzog, um seine Stellung zu verstärken. So sicherte er sich die Unterstützung des Herrn von Montfaucon und der Grafen von Virneburg, die alle seine Vasallen wurden. Wie sich die Ereignisse nach dem Ablauf des Waffenstillstandes gestalteten, ist im einzelnen nicht überliefert. Lediglich wird vermeldet, der Herzog habe bei einer militärischen Aktion am 1. Oktober 1289 im Raum von St. Avold, näher bezeichnet nach Berweiler unterhalb von Berus, eine Niederlage erlitten. Bischof Konrad von Straßburg dürfte diesmal dem Metzer Bischof nicht geholfen haben, vielmehr scheint seine Familie, die Lichtenberger, eine vermittelnde Tätigkeit aufgenommen zu haben.
Das Gefecht bei Berweiler ist nicht entscheidend gewesen. Herzog Friedrich verstärkte damals noch seine Anstrengungen, um seine Stellung zu verbessern. So brachte er den Grafen Eberhard von Zweibrücken zu einer Hilfszusage. Da Eberhard sich auch im Besitz der Burg Mörsberg befand, war dieser Vertrag ein wichtiger Punkt für den Herzog, da die Burg im Kampf gegen den Metzer Bischof eine große Rolle spielen konnte. Auch Graf Friedrich von Leiningen hat dem Herzog militärische Hilfe geleistet. Weiter kamen hinzu Vauthier von Montfaucon, Johann von Maonville, Anselm von Rappoltstein. Außerdem wurde die Stellung Heinrichs von Blankenberg verstärkt. Auf der andern Seite überließ der Graf von Salm die Herrschaft Schaumberg dem Bischof von Metz, wobei ihm allerdings ein Rückkaufsrecht eingeräumt wurde.
In der allgemeinen Situation machten sich jetzt aber in bestimmtem Maße der wachsende politische Druck Frankreichs und die daraus entstehenden Gegenmaßnahmen geltend. Im Jahre 1286 war es bereits zu einigen Unstimmigkeiten zwischen Herzog Friedrich und Frankreich gekommen. Möglicherweise lagen sie darin begründet, dass Bischof Konrad von Toul sich und sein Bistum für drei Jahre dem Schutz des Herzogs unterstellt hatte. Auch das Kapitel von St. Gangolph in Toul hat seine Güter im November 1286 dem oberlothringischen Schutz unterstellt. Immerhin besaß man am französischen Hofe besondere Absichten auf Toul. Allerdings haben beide Seiten offensichtlich noch Zurückhaltung geübt. Der französische König ging sogar im September 1287 dazu über, das Geldlehen, das der Herzog von der französischen Krone besaß, in seinem Betrag zu erhöhen.
Wohl veranlaßt durch die Bedrohungen von seiten Frankreichs, hatte Herzog Friedrich schon im November 1287 eine ernstliche Annäherung an den deutschen Hof eingeschlagen. Er hatte seine Tochter Elisabeth mit dem Sohne des Herzogs Ludwig von Bayern verheiratet, wobei der Bischof von Worms als Garant des Ehevertrages aufgetreten war. Die Gemahlin des Bayern-Herzogs war eine Tochter König RUDOLFS, so dass über sie eine Verbindung zu diesem möglich wurde. Begünstigt wurde das dadurch, dass auch RUDOLF in seiner Politik gegenüber Frankreich geneigt war, den oberlothringischen Herzog zu stützen. Es ist nun nicht ausgeschlossen, dass er den Bischof von Straßburg in seine politischen Pläne einschaltete, der sowieso mit der Vermittlung der Streitigkeiten zwischen dem Metzer Bischof und dem oberlothringischen Herzog beschäftigt war. Für den Straßburger lag ein unmittelbarer Anlaß zur Aufnahme von Verhandlungen mit dem Herzog in dem Umstand, dass etwa in den Tagen, da das Gefecht bei Berweiler stattfand, Graf Egino von Freiburg, der zum Metzer Bischof hielt, in lothringische Gefangenschaft geraten war. Diese Verhandlungen wurden im März 1290 in Moyenmoutier geführt. Der Friede zwischen Friedrich und dem Grafen sollte durch die Heirat von dessen Sohn Konrad mit der Tochter Katharina des Herzogs begründet werden.
Das Ergebnis der Verhandlungen von Moyenmoutier, das in Form einer protokollarischen Urkunde vorliegt, geht indes noch weiter. Bischof Konrad von Straßburg übernahm es, das gesamte politische Bild im Vogesenraum zu verändern. Er verpflichtete sich, Herzog Friedrich gegen jeden im Raum diesseits der Vogesen zu helfen, außer gegen den Bischof von Metz, die Grafen von Salm, Leiningen und Zweibrücken und die Herren von Finstingen, Blankenberg und Kirkel. Für den Streit zwischen dem Herzog und dem Grafen von Salm wird der Bischof als Schiedsrichter fungieren. Sollte der Graf dieses Schiedsgericht nicht annehmen, dann erhält der Herzog gegen ihn die Hilfe des Bischofs, die dieser auch gegen den Metzer Bischof gewähren wird, sobald sein mit diesem bestehender Vertrag abgelaufen sein wird. Auch der Herzog wird den Straßburger Bischof im Elsaß gegen jedermann unterstützen, außer gegen den Herzog von Bayern, den Grafen von Leiningen und die Herren von Rappoltstein und Hattstadt. Des weiteren wird der Bischof einige Herren aus dem elsässischen und südbadischen Raum zur Hilfeleistung an den Herzog in dessen Auseinandersetzungen mit dem Bischof von Metz bringen. Hierzu soll auch der Graf von Freiburg verpflichtet werden, der außerdem seine Ansprüche gegenüber dem Herzog aufzugeben hat.
Anfang April wurden dann in einer Zusammenkunft mit Herzog Friedrich in St. Die entsprechende Abkommen getroffen. Dort war auch Graf Egino von Freiburg erschienen. Das Bündnis zwischen dem Herzog und dem Bischof von Straßburg wurde dahin erweitert, dass dieser auch westlich der Vogesen dem Herzog auf dessen Kosten gegen jedermann helfen werde, ausgenommen wurden der Bischof von Metz, die Grafen von Leiningen und Zweibrücken, die Herren von Finstingen und Kirkel und Johann von Saarwerden. Außerdem wurden die Bestimmungen für den Grafen von Salm verschärft. Der Bischof wollte ihn auffordern, sich seinem Schiedsgericht zu unterwerfen, im Weigerungsfalle werde er den Herzog militärisch gegen den Grafen unterstützen. Der Graf von Freiburg verzichtete gegenüber dem Herzog auf alle Schadenersatzansprüche und schloß mit ihm ein militärisches Bündnis. Eine Reihe von oberrheinischen Herren verpflichtete sich gleichzeitig zur Unterstützung Friedrichs gegen den Metzer Bischof. Alle nötigen Vorbereitungen zur lothringisch-freiburgischen Heirat wurden jetzt getroffen. Der Bischof von Straßburg versprach außerdem, die entsprechende Bestätigung für die Übertragung des Heiratsgutes vom deutschen König zu besorgen und darauf hinzuarbeiten, dass von dieser Seite keine Maßnahme wegen der Gefangennahme des Grafen Egino erfolgen würde. Die vereinbarte Hochzeit hat dann Anfang Juli 1290 in Straßburg stattgefunden. Gleichzeitig mit den Abmachungen im April wurden auch Regelungen zwischen dem Herzog und dem Herrn von Rappoltstein getroffen, wobei Heinrich von Blankenberg und Heinrich von Andlau als Vermittler auftraten. Die Feindseligkeiten zwischen dem Herzog und den Rappoltstienern wurden dadurch endgültig beigelegt.
Im Laufe des August 1290 verstärkten sich dann die Anstrengungen, durch ein Schiedsgericht zur Beilegung des ganzen Streites zu gelangen. Am 1. September verpflichteten sich der Graf von Saarbrücken und Gottfried von Aspremont als Garanten, der Bischof von Metz werde bis zum 6. September die in seiner Gewalt befindlichen, namentlich genannten lothringischen Gefangenen freigeben. Der Bischof von Straßburg ging noch weiter, er verband sich in einer Art ultimativer Form, dem Herzog gegen den Metzer Bischof und dessen Stadt militärische Hilfe zu leisten, falls der Bischof die lothringischen Gefangenen nicht bis zum 6. September 1290 freigelassen habe. Außerdem wollte er auf Heinrich von Blankenberg, der seinerseits mit dem Metzer Bischof in Streit stand, einwirken, dass dieser den Herzog so lange unterstütze, bis ein Friedensschluß oder der zu erwartende Schiedsspruch zustande gekommen seien. Allerdings bemühte sich der Straßburger Bischof in dieser Zeit darum, diesen Streit zwischen Blankenberg und Metz beizulegen. Er hatte damit schon einen Monat später einen vorläufigen Erfolg. Die Streitenden stimmten zu, alle Fragen dem Schiedsgericht Johanns von Marsal und des Lütticher Kanonikers Anselm von Parroy, oder, falls diese sich nicht einigen könnten, dem Spruch des Straßburger Bischofs zu unterbreiten.
Die Vermittlungsarbeit, die Johann von Dampierre zwischen dem Herzog und dem Metzer Bischof aufgenommen hatte, kam anscheinend nicht recht voran. Am 6. Dezember 1290 einigten sich Herzog und Bischof, dem Vermittler weitere drei Wochen zuzugestehen und demgemäß wurde ein Waffenstillstand bis zu Weihnachten abgeschlossen. Gleichzeitig verständigte sich die Stadt Metz mit dem Herzog über die von diesem gefangen gehaltenen Metzer Bürger. Auch sonst bemühte dieser sich eifrig, seine Stellung zu verstärken. In diese Zeit dürfte ein Bündnis mit Erzbischof Boemund von Trier fallen, das sich gegen die Schwarzenburg bei Wadern richtete. Die Schwarzenburg war im August 1269 vorn Lehensbesitz des Grafen von Zweibrücken in den des Herzogs von Ober-Lothringen übergegangen. Weshalb der Herzog jetzt gegen sie vorgehen mußte, läßt sich nicht ersehen. Vermutlich ist die Burg gleich nach Abschluß des Vertrages mit dem Erzbischof von Trier im August oder September 1290 erobert und zerstört worden. Weitere Bemühungen des Herzogs gingen dahin, einige derjenigen zufriedenzustellen, die in der Schlacht bei Berweiler geschädigt worden waren. Später kam es am 15. Januar 1291 zu einer Verlängerung des Waffenstillstandes mit dem Metzer Bischof bis zum 2. Februar. Wenige Tage nach diesem Termin, am 8. Februar, wurde durch Johann von Dampierre der Schiedsspruch verkündet, durch den im wesentlichen Blieskastel dem Metzer Bischof zugesprochen wurde, während die Frage der Schaumburg und Püttlingens noch offen blieb.
Ende April 1291 trat dann jedoch ein neuer Faktor auf. Es schlossen nämlich Erzbischof Boemund von Trier und Graf Theobald II. von Bar ein militärisches Bündnis gegen den Herzog von Ober-Lothringen und den Grafen Heinrich VII. von Luxemburg. Der Vertrag sollte allerdings erst am 24. Juni in Kraft treten und dann für drei Jahre gelten, doch wird dieses Zusammengehen schon gleich eine entsprechende Auswirkung gehabt haben. Herzog Friedrich geriet außerdem in Bedrängnis wegen der Abtei Remiremont. Schon im Februar 1283 hatte die päpstliche Kurie ihn zur Wiedergutmachung von Unrecht gegenüber der Abtei aufgefordert. Da er sich nicht an die gegen ihn deshalb ausgesprochene Exkommunikation störte, verschärften die in dieser Angelegenheit ernannten päpstlichen Bevollmächtigten die Strafmaßnahmen und verhängten am 30. April 1291 über das Herzogtum das Interdikt. Diese Entwicklung wird den Herzog doch wohl auch in seinem Streit mit dein Bischof von Metz zu einiger Nachgiebigkeit bewogen haben. Das zeigte sich, als auch König RUDOLF sich der Angelegenheit annahm. Als er in Hagenau weilte, erschienen im Juni 1291 vor ihm Herzog Friedrich mit Heinrich von Blankenberg und der Bischof von Metz mit dem Grafen von Salm. Bei den Verhandlungen gelangte man zur Aufstellung eines Schiedsgerichtes, das von lothringischer Seite durch Heinrich von Blankenberg und den Kanonikus Anselm von Patroy von der Lütticher Kirche und von Metzer Seite durch den Propst Friedrich von Straßburg und den Herrn von Kirkel beschickt wurde. Dieses Schiedsgericht sollte innerhalb von drei Wochen nach dem Johannistag seine Beratungen in Schlettstadt aufnehmen. Bei der Behandlung der Angelegenheiten Heinrichs von Blankenberg sollte im Gericht an dessen Stelle Johann von Burgund treten.
Zur Durchführung gebot der König beiden Parteien einen Waffenstillstand für die Dauer des Verfahrens. Dem Herzog von Ober-Lothringen wurde auferlegt, die Burg Blieskastel bis zum erfolgten Schiedsspruch dem Bischof von Straßburg, oder, bei dessen Weigerung, einer vom König zu bestimmenden Persönlichkeit zu überstellen. Sollte eine der Parteien diese vom König erlassenen Bestimmungen verletzen, dann sollte der Gegenpartei Blieskastel überstellt werden, und der Waffenstillstand sollte noch 14 Tage strikte eingehalten werden. Der König werde darauf der am Bruch der Abmachungen unschuldigen Partei Hilfe leisten. Der Straßburger Bischof hat dann Blieskastel tatsächlich übernommen. Der Metzer Bischof unternahm anscheinend eine ähnliche Geste, denn im August 1291 übergab er die Schaumburg dem Erzbischof von Trier. Allerdings bedeutete das wohl, dass die Burg dem Herzog sicher war, denn der Erzbischof erklärte, sie nach dem Schiedsspruch Johanns von Dampierre an ihn geben zu wollen. Der Erzbischof hatte sich nämlich am 25. April 1291 mit ihm über die Burg Montclair geeinigt, wobei Friedrich wieder in seine vollen Lehensrechte eingesetzt wurde, wie er sie zur Zeit Erzbischof Heinrichs besessen hatte. Bezüglich Blieskastels betonte der Herzog noch Mitte September 1291, es gehöre ihm. Später, im Oktober 1291, bahnte sich auch ein Schiedsgericht mit dem Grafen von Salm an. Als Schiedsrichter wurde Gottfried von Joinville bestimmt. Da der Metzer Bischof die Urkunde mitbesiegelte, wird er wohl einen entsprechenden Einfluß auf den Grafen ausgeübt haben.
Mit diesem kam zuerst ein Abschluß zustande, am 2. November 1291 verzichtete er auf seine Ansprüche. Bezüglich Mörchingens wollte er sich offensichtlich selbst nicht mehr verpflichten, so bat er für seinen Sohn Friedrich, diesem das Lehen zu übertragen, worin der Herzog einstimmte. Am 7. November folgte der Abschluß mit dem Bischof von Metz. Der Hauptpunkt war der Verzicht Friedrichs auf Blieskastel, während das ebenfalls umstrittene Forbach ihm als Lehen verblieb. Der Herzog bemühte sich dann auch noch um einen Ausgleich zwischen Heinrich von Blankenberg und dem Bischof, der am 24. Februar 1294 zustande kam. Er hat in dieser Zeit indes noch daran gearbeitet, seine Stellung gegenüber dem Bischof zu verstärken. Er konnte den Grafen Eberhard von Zweibrücken im November 1291 dazu bestimmen, ihm die Burg Mörsberg auf  zehn Jahre zu überlassen,  wodurch er die Verfügung über diesen wichtigen Stützpunkt gegen Metz erlangte. In die gleiche Linie dürfte es auch fallen, dass er Ende September 1292 die als Lehen von Bar gehaltene Herrschaft Ligny dem Grafen von Bar verkaufte.
In dieser Zeit trat auch der Streit wegen der Abtei Remiremont wieder in den Vordergrund. Von kirchlicher Seite suchte man im April 1292 durch Verschärfung der bereits getroffenen Maßnahmen ein Nachgeben des Herzogs zu erzwingen, eine Änderung trat indes nicht ein. Er sah sich auch vor allem deshalb nicht zum Nachgeben veranlaßt, weil der Bischof von Toul zu seiner Seite hielt. Dieser war dabei so weit gegangen, in seinem Bistum die Veröffentlichung der gegen den Herzog ausgesprochenen Exkommunikation zu verbieten. Infolgedessen ging man kirchlicherseits im August 1292 auch gegen ihn vor. Ebenfalls suchte man auf einzelne Gemeinden in entsprechendem Sinne einzuwirken. Noch im gleichen Monat August 1292, in dem die Maßnahmen verfügt wurden, läßt sich dann ein gewisses Nachgeben des Herzogs in seiner Kirchenpolitik feststellen. Er entschied sich nämlich zu Entschädigungen an die Propsteien Flavigny, St. Nicolas und Varangdvie und an die Abteien Moyenmoutier und St. Glossinde in Metz, die durch sein Verhalten Schaden gelitten hatten. Gegenüber Remiremont änderte sich jedoch nichts. Hier hat im März 1295 Papst Bonifaz VIII. erneut scharfe Anordnungen erlassen. Daraufhin endlich sah sich der Herzog veranlaßt, einzulenken und ein Abkommen mit der Abtei zu schließen.
Im Jahre 1293 stand er erneut in Kämpfen, über die wir kein genaues Bild gewinnen können. Es fällt dabei auf, dass er sich im April und Mai wieder um Regelung von immer noch ausstehenden Entschädigungen für Teilnehmer an der Schlacht bei Berweiler bemüht. Die Auseinandersetzungen dieses Jahres fanden zum einen Teil mit der Stadt statt, wobei es auch zu einem Gefecht in der Nähe der Stadt Anlaß dazu mochte auch in dem Umstand liegen, dass der Herzog sichtlich einem weiteren Vordringen des französischen Einflusses Bistum Toul entgegentreten wollte. So hatte er im Januar 1292 Schutzvertrag für die Güter des Kapitels von Toul östlich der erneuert. Auch der Bischof von Toul unterstellte zur damaligen einige seiner Besitzungen dem herzoglichen Schutz. Die Stadt Toul neigte zur französischen Seite. Friede mit Toul wurde erst im 1293 geschlossen. Zum andern Teil fanden gleichzeitig auch Auseinandersetzungen mit der Stadt Metz statt. Die Metzer erhielten dabei Unterstützung von ihrem Bischof Burchard und besaßen wahrscheinlich aber ihn auch Verbindung mit den Lichtenbergern.
Es fällt dabei auf, dass der Bischof sich im Juni 1293 Anselm von Rappoltstein zum ligischen Vasallen verpflichtete. Zwar wurde bei diesem Vertrage das Vasallenverhältnis Anselms zu Herzog Friedrich vorangestellt, doch gewann der Bischof damit eine nicht unbeachtliche Stütze im Elsaß. Er wurde zu seiner feindlichen Haltung gegenüber dem Herzog wohl dadurch bestimmt, dass dieser die über Blieskastel getroffenen Abmachungen noch nicht durchgeführt hatte. Inzwischen hatte der Herzog seine Verbindungen zum Erzbischof von Trier verstärkt. Er einigte sich am 1. August 1293 mit ihm, die Schwarzenburg gemeinsam wieder aufzubauen. Um diese Zeit muß es auch zu einem Gefecht zwischen Bitsch und Stürzelbronn gekommen sein. Vermutlich danach hat der Bischof von Metz am 11. August 1293 mit Herzog Friedrich Verbindung aufgenommen zum Abschluß eines Friedens. Wenige Tage später befreite er die von ihm beim Gefecht bei Stürzelbronn gemachten lothringischen Gefangenen. Der Erzbischof von Trier hat seine Streitkräfte mit denen des Herzogs jetzt vereinigt, und beide eroberten die verloren gegangene Schwarzenburg zurück. Der Erzbischof versprach auch noch weitere Hilfe, eventuell eine Verstärkung der Besatzung der Schaumburg. Auf der andern Seite hat sich der Metzer Bischof weiter um den Frieden bemüht und erreichte es im Oktober 1293, dass auch die Lichtenberger ihre bei Stürzelbronn gemachten Gefangenen herausgaben. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Herzog Friedrich an den Hof des deutschen Königs ADOLF nach Colmar begeben.
Anlaß für diese Reise war die Entwicklung im Elsaß, die den König gewissermaßen zu des Herzogs natürlichem Verbündeten machte. König ADOLF war dort gezwungen, gegen die Willkürherrschaft einer Partei in Colmar vorzugehen, die mit dem Bischof von Straßburg und damit mit den Lichtenbergern verbündet war. Der Ausgang im Elsaß besaß demnach auch seine Bedeutung für das Herzogtum Ober-Lothringen. Es ist allerdings nicht zu ersehen, ob Herzog Friedrich dem König Streitkräfte zur Unterstützung zugeführt hat. An der Belagerung Colmars wird er wohl in persönlichem Einsatz teilgenommen haben. Die Unterwerfung des Bischofs von Straßburg nach der Eroberung Colmars durch den König wird wohl auch für Friedrich günstige Auswirkungen gehabt haben, ohne dass uns das ausdrücklich überliefert ist. Diese Aktion hing auch damit zusammen, dass ADOLF VON NASSAU eine Politik gegen das bedrohliche Vordringen Frankreichs an den deutschen Westgrenzen einschlug. Im Augenblick ging es um die Sicherung der burgundischen Grenzen, wobei es dem König gelang, den Grafen Otto von der Freigrafschaft Burgund wieder fester ans Reich zu binden. Eine weitere Bedrohung von französischer Seite erfuhr der Graf von Bar. In Bar war Graf Theobald im Jahre 1291 gestorben. Sein Nachfolger Heinrich III. hatte im Mai 1294 die Schwester des englischen Königs Eduard I. geheiratet und war dadurch in die politische Gruppierung von England und Deutschland gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der politische Druck Frankreichs an der deutschen Grenze bedeutend verstärkt, so dass der Graf auch dem deutsch-englischen Bündnis beitrat, das im August 1294 geschlossen wurde.
Jetzt bemühte sich der deutsche König um Hilfeleistung an den Grafen. Er hatte ihn zuvor schon zu seinem Stellvertreter an den Grenzen Frankreichs und der Champagne ernannt, ein Schritt, dem zweifellos militärische Bedeutung zu Grunde lag als Einleitung von Gegenmaßnahmen gegen das Auftreten des Herrn von Chatilion-Crecy an der Grenze der Grafschaft Bar. Am 8. April 1295 fertigte er ein Schreiben an die Bischöfe von Verdun und Toul, Herzog Friedrich und die Grafen von Luxemburg und Saarbrücken aus. Dieses Schreiben muß wohl mehr im Sinne einer Manifestation verstanden werden, denn die Situation an den Westgrenzen des Reichs entsprach nicht dem, was man auf Grund des Schreibens vermuten könnte. Von den Angesprochenen stand nur die Stadt Verdun eindeutig auf der Seite des Grafen von Bar. Sie hatte sich im Mai 1294 ausdrücklich dessen Schutz unterstellt. Von den Bischöfen der drei lothringischen Bistümer war der von Metz seit Mai 1294 der Verbündete des Grafen von Bar, von dem von Toul läßt sich vermuten, dass er ein Gegner Frankreichs war, der von Verdun muß zur französischen Seite gerechnet werden. Der Graf von Luxemburg war im November 1294 enger an die französische Seite gebunden worden. Der oberlothringische Herzog war ein Gegner des Grafen von Bar. Er scheint in dieser Zeit wieder einige Vorbereitungen für den Fall einer Auseinandersetzung getroffen zu haben, denn er bemühte sich erneut um die Entschädigung der bei Berweiler Geschädigten. Auch auf den Grafen von Saarbrücken konnte der König wohl kaum hoffen, da er vorn oberlothringischen Herzog abhängig war.
Der König scheint näheres über die Absichten Herzog Friedrichs zur Unterstützung Frankreichs erfahren zu haben, denn er richtete noch einen eigenen Brief an ihn, in dem vom Grafen von Bar nicht mehr die Rede ist. ADOLF spricht vielmehr von seinem eigenen Bündnis mit England gegen Frankreich und weist Friedrich auf die Reichsinteressen hin, die ein Zusammengehen mit Frankreich untersagten. Er versprach ihm gleichzeitig, wenn er die französische Seite verlasse, werde er den Schutz des Reichs gegen alle diejenigen genießen, die ihn deshalb befeinden würden. Indes verhärteten sich die Fronten. Im März 1295 hatte der französische König nähere Verbindungen mit dem in Opposition gegen König ADOLF befindlichen Herzog Albrecht von Österreich aufgenommen und auch den Grafen Otto von der Freigrafschaft Burgund wieder auf seine Seite gezogen. Herzog Friedrich scheint sich persönlich etwas zurückgehalten zu haben, doch wurde von französischer Seite sein Sohn Theobald unter den Verbündeten aufgezählt. Auf der andern Seite gewann der Graf von Bar den Herrn von Blankenberg für sich und schloß am 26. Mai 1294 auch mit dem Bischof von Metz einen Vertrag. Herzog Friedrich hat sich wohl angesichts der drohenden Verwicklungen jetzt zum Zugeben gegenüber der Abtei Remiremont entschlossen und am 18. Juli 1295 einen entsprechenden Vertrag mit ihr geschlossen.
Zu einem militärischen Eingreifen König ADOLFS im Westen ist es allerdings nicht gekommen. Wie im übrigen die Feindseligkeiten begannen, läßt sich nicht einwandfrei erkennen. Wir besitzen einen Brief des englischen Königs an den deutschen, der am 1. Oktober 1295 in Canterbury geschrieben wurde, worin Beschwerden gegen den Grafen Heinrich VII. von Luxemburg vorgetragen werden, weil er einen für Bar bestimmten englischen Geldtransport auf luxemburgischem Boden abgefangen hatte. Auf der andern Seite wissen wir, dass Theobald, der Sohn Herzog Friedrichs, den Grafen von Bar angegriffen hatte zu einem Zeitpunkt, der auf Grund der urkundlichen Befunde vor dem 10. Oktober 1295 gelegen haben muß. Zu diesem Zeitpunkt wurde nämlich ein Vermittlungsverfahren in den Streitigkeiten zwischen den Grafen von Bar und Luxemburg eingeleitet, und der LUXEMBURGER verpflichtete sich, gegen einige von Bar eingeräumte Vorteile die Lothringer in ihrem Kriege gegen Bar nicht zu unterstützen.
Indessen setzten schon bald andere Bemühungen ein, die auf eine Beilegung des ganzen Konfliktes zielten. Wir können dabei ersehen, dass König ADOLF anscheinend hoffte, Herzog Friedrich für sich gewinnen zu können, denn zu Beginn des Jahres 1296 hat er ihm den Schutz über die Stadt Toul übertragen. Vor allem kam es zu Verhandlungen zwischen dem französischen und dem deutschen König. Im August 1296 gab der Bischof von Metz die Sache des Grafen von Bar auf und wechselte auf die französische Seite über. Damit wurde auch ein Weg zur Verständigung des Bischofs mit Herzog Friedrich frei, die im September abgeschlossen wurde, indem der Herzog dem Bischof jetzt Blieskastel übergab. Wenig später, am 29. November, ist Bischof Burchard gestorben. Herzog Friedrich suchte nun einen größeren Einfluß im Metzer Bistum zu erhalten. Er schlug zur Neuwahl seinen Sohn Friedrich vor, der bereits Bischof von Orleans war. Für diesen entschied sich jedoch nur ein Teil des Metzer Kapitels, der andere wählte Theobald von Bar, einen Sohn des verstorbenen Grafen Theobald II. von Bar. Beide wandten sich zur Entscheidung über ihre Wahl an den Papst. Während der Verhandlungen entschloß sich Theobald zum Verzicht auf seine Ansprüche, er wurde später zum Bischof von Lüttich erhoben. Für Friedrich hatte das indes keine günstigen Folgen, denn der Papst verwarf seine Wahl und ernannte von sich aus am 24. April 1297 Gerhard, Kanonikus von Cambrai und Archidiakon von Brabant, zum neuen Bischof.
Der Ausgang war wohl für Herzog Friedrich der Anlaß, seine Stellung gegenüber dem Metzer Bistum weiterhin zu festigen. Die Gelegenheit bot sich dadurch, dass nach dem Verlust von Blieskastel die Herrschaft Bitsch keinen besonderen Wert mehr für ihn besaß. Es kam dadurch der Gedanke auf, sie gegen das für ihn gegenüber Metz und auch wegen der Salzvorkommen wesentlich wichtigere Mörsberg zu tauschen, das zwar als Pfand sich im Besitz des Herzogs befand, sonst aber noch dem Grafen Eberhard von Zweibrücken gehörte. Dieser seinerseits hatte gerade mit seinem Bruder Walram eine neue Aufteilung ihres Besitzes vollzogen, durch die das Gebiet um Pirmasens ihm zufiel. Die Herrschaft Bitsch bedeutete demgemäß für ihn eine gute Abrundung, so dass er sich für den Tauschgedanken gewinnen ließ. Der entsprechende Vertrag wurde am 13. Mai 1297 abgeschlossen. Der Herzog erhielt speziell Mörsberg, Saargemünd und Linder bei Dieuze. Allerdings konnte der Graf von Zweibrücken im Tauschgebiet nicht über alles verfügen, weil Straßburger Lehensrechte hineinspielten. Sollte der Bischof von Straßburg dem Tausch seiner Lehen nach Bitsch nicht zustimmen, dann hatte der Herzog für die betreffenden Lehen die Oberherrlichkeit des Bischofs anzuerkennen. Diese letztere Regelung hat der Bischof angenommen, und Friedrich ist dafür am 1. Januar 1299 in seine Lehensabhängigkeit getreten. Das Gebiet von Bitsch seinerseits blieb ein Lehen des Herzogs. Einen besonderen Wert hatte bei dem Ganzen für diesen die Erwerbung von Saargemünd, weil durch die Stadt eine wichtige Handelsstraße von Flandern nach Italien lief, über die er jetzt die Kontrolle erhielt. Allerdings sind noch einige Fragen bei diesem Tausch offen geblieben. Eine weitere Verstärkung gegenüber Metz konnte Herzog Friedrich noch dadurch gewinnen, dass Johann, der Sohn des Grafen Simon IV. von Saarbrücken, durch ein Geldlehen sein Lehensmann wurde.
Zu Ende des Jahres 1296 waren indes neue Spannungen zwischen Frankreich und dem deutschen König aufgekommen. Ob allerdings dieser sich in der Situation erneut um Herzog Friedrich bemüht hat, bleibt ungewiß. Dann setzte im Juli 1297 der englisch-französische Konflikt ein durch das Vorgehen des französischen Königs gegen Lille. Dabei ist es jedoch sehr unwahrscheinlich, dass Herzog Friedrich an dieser Aktion auf französischer Seite teilgenommen hat. Nachdem Papst Bonifaz VIII. durch seine Legaten im Oktober 1297 einen Waffenstillstand zwischen Frankreich und England vermittelt hatte, dem sich auch der deutsche König anschloß, erstarkte die deutsche Opposition in einem Maße, dass sie im  Juni 1298 zur Absetzung ADOLFS schreiten konnte, der am 2. Juli in der  Schlacht bei Göllheim fiel, worauf Albrecht von Österreich als König anerkannt wurde. Parallel zu diesen Ereignissen ging ein Druck Frankreichs auf das Herzogtum Ober-Lothringen. Der französische König benutzte hierbei die Rechte der Grafschaft Champagne, die, jetzt an Frankreich gekommen war, zur Erweiterung und Stärkung der Ziele seiner Politik, denn die Herzöge von Ober-Lothringen waren seit dem Jahre 1220 Vasallen der Grafen von der Champagne für die wichtige Stadt Neufchateau. Im Januar 1297 erschien ein Dokument, durch das König Philipp IV. diese Rechte der Champagne neu aktivierte. Er betonte darin die Lehensabhängigkeit von Neufchateau, Frouard und Chätenois von Frankreich. Wie Herzog Friedrich auf diesen französischen Standpunkt reagiert hat, läßt sich nicht ersehen. Aus dem weiteren Gang der Ereignisse darf man schließen, dass er eine Lehenshuldigung für die drei Plätze nicht geleistet hat, doch wird wohl über diese Frage verhandelt worden sein.
Friedrich stand damals in guten Beziehungen zum deutschen König. Vielleicht erhoffte er sich jetzt von ihm eine Fürsprache in der ganzen Angelegenheit, da ja mit König ALBRECHT wieder eine Epoche des Zusammengehens mit Frankreich einzusetzen schien. Das Jahr 1299 endete jedoch mit einer offenkundig werdenden Schwäche der deutschen Politik gegenüber Frankreich. Im Sommer des Jahres hatten bereits deutsch-französische Besprechungen in Neufchateau gezeigt, dass in der Frage der problematisch gewordenen lothringischen Grenzen von seiten König ALBRECHTS keine nachhaltige feste Politik zu erwarten stand. Eine Schiedskommission sollte über die Grenzen entscheiden. Um dann einen festen Abschluß für das französisch-deutsche Verhältnis zu schaffen, fand im Dezember 1299 eine Zusammenkunft der beiden Könige zu Quatre-Vaux bei Toul statt. Noch ehe es dazu gekommen war, geriet ALBRECHT unter den politischen Druck deutscher Fürsten bezüglich der Grenzfragen, so dass er am 6. Dezember eine Bestätigung der urkundlichen Verfügungen seiner Vorgänger über den Verlauf der Grenzen in den Argonnen aussprach.
Herzog Friedrich ist bei diesen Verhandlungen zugegen gewesen. Er hatte dem König, der über Hagenau anreiste, das Geleit gegeben. Von eigentlichen Grenzabmachungen bei den Besprechungen in Quatre-Vaux ist uns nichts überliefert, lediglich zeitlich spätere Erhebungen lassen vermuten, dass diese Fragen berührt wurden, doch können wir bezüglich der lothringischen Grenzen kein deutliches Bild gewinnen). Für Herzog Friedrich ergab sich daraus wenig Hoffnung für seine eigene Lage. Der französische Druck auf die Grenzen des deutschen Reiches verstärkte sich jetzt in bedeutendem Maße. Das auffallendste Ereignis zeigte sich darin, dass der Graf von Bar sich diesem Druck beugen mußte und im Jahre 1301 im Vertrag von Brügge das Gebiet seiner Grafschaft auf dem westlichen Ufer der Maas an Frankreich abtrat und als französisches Lehen zurückerhielt. In dieser wenig ermutigenden Entwicklung hatte der Herzog sich noch von einer persönlich engeren Verpflichtung zum französischen König zu retten gesucht und hatte seine von Frankreich abhängigen Lehen Neufchateau, Chätenois, Montfort, Frouard und Grand auf seinen Sohn Theobald bei dessen Verheiratung in den 70-er Jahren übertragen, den er dann im Jahre 1300 die Lehenshuldigung an den französischen König leisten ließ, wodurch er eine eigene persönliche Verpflichtung vermied.
Offensichtlich suchte er jetzt auch in Übereinstimmung mit seinen Nachbarn zu leben, denn er griff die Differenzen auf, die seit dem Tauschvertrag um Bitsch vom Jahre 1297 noch mit den Grafen von Zweibrücken bestanden. Ein Vertrag vom 1. Juli 1302 regelte eine Reihe strittiger Fragen, vor allem über den Wertausgleich zwischen den Tauschgebieten. Aber gerade über diese Wertbestimmungen, die einem Schiedsgericht übertragen worden waren, ist man letzten Endes nicht zur Einigung gelangt, das Problem blieb weiter bestehen. Die Situation gegenüber Frankreich wird den Herzog veranlaßt haben, an der im April 1302 durch den französischen König berufenen Ständeversammlung teilzunehmen, die nach der Intention des Königs in seiner Auseinandersetzung mit dem Papst Stellung beziehen sollte. Friedrich hat das auf dieser Versammlung durch den Adel an die Kardinäle aufgesetzte Schreiben unterzeichnet. Vermutlich wollte er sich nicht in dieser Frage auch noch zusätzlichen französischen Bedrängungen aussetzen. Ein Bekenntnis zu einer Abhängigkeit von Frankreich war das jedoch nicht, vermutlich geschah der Schritt im Hinblick darauf, dass Oberlothringen Träger französischer Leben war. Der Herzog trat in der Folgezeit politisch weiter nicht mehr hervor, am 31. Dezember 1303 ist er gestorben.