Meyer von Knonau, Gerold: Band II Seite 35,497/III Seite 131,178,187,219,580,581/V Seite 151/
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V."

Auf Herzog Gerhard folgte jetzt der Sohn Theoderich [58 In der schon in Band I, Seite 563 in n. 26, erwähnten Urkunde Gerhards für Echternach von 1067, war des rogatus, dann der memoria ... uxoris meae Hadvidis filiique nostri Theoderici gedacht; bereits 1065 erscheint Theoderich neben dem Vater am Hofe (I. c., Seite 445.]
1075
Aus dem oberen Lothringen dagegen ist Herzog Theoderich mit seinem zum Reiterkampf geübten Volke erschienen.
1078
Ohne Zweifel meinte jetzt  HEINRICH IV. tatkräftig vorgehen zu sollen. Denn alsbald folgte er mit dem Herzog Theoderich von Ober-Lothringen und mit anderen angesammelten kriegerischen Scharen nach, und es gelang ihm, Metz unversehens mit List zu überrumpeln; Bischof Hermann aus der Stadt zu vertreiben und eine Besatzung in den wichtigen Platz zu legen.
1079
Und ebenso scheute er sich nicht, gegen einzelne Anhänger HEINRICHS IV. schon schärfer vorzugehen. Herzog Theoderich von Ober-Lothringen und Graf Folmar hatten an den Besitzungen der Kirche von Metz sich vergriffen und waren, wenigstens der erste, deswegen von Bischof Hermann exkommuniziert worden und Gregor VII. bestätigte jetzt dieseas Urteil.
Denn sonst würde Mathilde von Tuszien nicht, wie aus dem päpstlichen Schreiben hervorgeht, den Vorschlag nach Rom gemacht haben, den Herzog Theoderich von Ober-Lothringen mit dieser Sache zu beauftragen. Freilich trat nun Gregor VII. nicht ein. Wie er eine Mitteilung der Gräfin über eine von Theoderich beabsichtigte Eheschließung kühl von der Hand wies, so gab er auf diese andere Anfrage bloß eine kurze Antwort.
Von Baiern aus machte der König einen raschen Einfall nach Schwaben, und danach erschien er, um das Weihnachtsfest in Mainz zu feiern, neuerdings am Rheine. Mit dem Aufenthalkt wegen der kirchlichen Feier - neben der Teilnahme der Königin scheint auch die Anwesenehit des Bischofs Konrad von Utrecht und des Herzogs Theoderich bezeugt zu sein.
1084
Bischof Hermann von Verdun war im Stande gewesen, in der Zeit der Abwesenheit HEINRICHS IV., gegen Ende des Jahres 1082, nach seinem Bischofssitz zurückzukehren, und er vermochte sich gegen den Vertreter der königlichen Ansprüche im Lande, Herzog Theoderich von Ober-Lothringen, zu behaupten.
Der Bischof und die Bürger der Stadt unterwarfen sich HEINRICH IV. in einem Vertrage den Geboten des Kaisers, und dieser konnte in einem am 16. Oktober in Metz für die dortige St. Arnulfs-Abtei festgestellten Tausche von Gütern Erzbischof Sigewin und Hermann um sich vereinigen, ebenso wie Herzog Theoderich und Graf Konrad, Bruder des Gegen-Königs HERMANN, neben einander als Vögte in diesem Rechtsgeschäfte eintraten.
1102
Diese aus der geschenen Untersuchung hervorgehende Rechtsordnung bekräftigte nun der Kaiser am 11. des Monats in Speier und nannte neben vier Bischöfen, die schon in Mainz anwesend gewesen waren, noch als neu hinzugekommenen den Bischof Burchard von Basel und den Herzog Theoderich von Ober-Lothringen.
1111
Zumal aus den Namen der Fürsten, die für die Begünstigung der Stadt Speier ihren Rat und ihre Bitte eintreten ließen, erscheint, aus  wie zahlreichen Teilnehmern der Hofhaltung des Kaisers in diesen Tagen zusammengesetzt war; nicht wenige von ihnen hatten schon von Italien her ihn begleitet. Es waren die Erzbischöfe Friedrich von Köln und Bruno von Trier, die Bischöfe Bruno von Speier, Cuno von Straßburg, Udalrich von Konstanz, Otto von Bamberg, Burchard von Münster, Hermann von Augsburg, Erlung von Würzburg, Otbert von Lüttich, Burchard von Utrecht, Eberhard von Eichstätt, die Herzoge Friedrich von Schwaben und Theoderich von Ober-Lothringen, die Grafen Gottfried von Calw, Friedrich von Zollern, Hartmann von Dillingen, Berengar von Sulzbach, Gerhard von Geldern, Heinrich, Duodo, Stephan, Gerung, Walther.
1117
Dagegen hat Cuno auf dem Boden von Ober-Lothringen, wo seit dem am 23. Januar 1115 eingetretenen Tode des Herzogs Theoderich dessen Sohn Simon, ein Stiefbruder des Herzogs Lothar von Sachsen, gefolgt war [23 Vgl. Calmet, Histoire ecclesiastique et civile de Lorraine, I, 1122, daß 1115 des Todesjahr ist (mit Vermutungen über die Stätte des Begräbnisses), sowie Bernhardi, Lothar von Supplinburg, 813, daß Simon der Stiefbruder Lothars war, indem Hedwig, Lothars Mutter, als Witwe des Grafen Gerhard von Supplinburg, sich in zweiter Ehe mit Herzog Theoderich vermählte.], im Bistum Metz stark eingegriffen.