Liudolf                                         Herzog von Schwaben (950-954)
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930-6.9.957
Magdeburg Pombia

Begraben: St. Albans bei Mainz
 

Einziger Sohn des Kaisers OTTO I. DER GROSSE aus seiner 1. Ehe mit der Edgitha von England, Tochter von König Eduard
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 2039
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Liudolf, Herzog von Schwaben
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* ca. 930, + 6. September 957
Magdeburg   Pombia südlich Lago Maggiore

Begraben: St. Albans bei Mainz

Eltern:
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OTTO I. und Edgith

  oo 947 Ida, Tochter des Herzogs Hermann I. von Schwaben

Sohn:
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Otto (+ 982)

Liudolf wurde schon früh für hohe politische Aufgaben vorgesehen. Nach der Niederschlagung des Aufstands von 939 verlobte OTTO I. Liudolf mit Ita und gründete mit der liudolfingisch-konradinischen Allianz Liudolfs Anwartschaft auf die Nachfolge im schwäbischen Herzogtum, das dieser dann von 950 bis 954 bekleidete. Nach dem Tod Edgiths 946 bestimmte OTTO Liudolf zum Thronfolger. In der Folgezeit nahm Liudolf daher einen hohen Rang bei Hofe ein, und Ita fungierte offenbar als Königin. Als schwäbischer Herzog verwaltete Liudolf mehrere Grafschaften, ließ in Zürich, Breisach sowie in Esslingen Münzen schlagen und pflegte enge Beziehungen zu den Klöstern St. Gallen, Reichenau, Pfäfers und Einsiedeln. Zwistigkeiten zwischen OTTOS Bruder, Herzog Heinrich I. von Bayern, und Liudolf wegen italienischer Ansprüche spitzten sich 951 zu, als Heinrich dem seinem Vater vorauseilenden Liudolf militärische Erfolge vereitelte. Diese Kränkung und wohl auch Liudolfs Sorge, infolge der Heirat OTTOS mit Adelheid in seinem Thronfolgeanspruch gefährdet zu sein, bewogen Liudolf dazu, in Saalfeld 951 das Weihnachtsfest mit königlichem Pomp zu feiern und so seinen Anspruch auf die Krone zu bekräftigen. Zusammen mit seinem Schwager Herzog Konrad den Roten rebellierte Liudolf seit 953 gegen OTTO I.; auch Erzbischof Friedrich von Mainz und zahlreiche Adlige (Pfalzgraf Arnulf von Bayern, LUITPOLDINGER, BILLUNGER) schlossen sich dem Aufstand an, dessen Ausweitung ihren Grund vor allem im Unmut über Heinrichs Stellung am Königshof hatte. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Schwerpunkten Mainz und Regensburg, die für OTTO erfolglos blieben, schwenkte 954 die Stimmung im Reich zugunsten des Königtums um, als Liudolf beschuldigt wurde, mit den eindringenden Ungarn kooperiert zu haben. Im Herbst 954 unterwarf sich Liudolf schließlich dem Vater und wurde ebenso wie Herzog Konrad Ende 954 seines Dukats entkleidet, aber wieder in Gnaden aufgenommenen. 956 sandte OTTO I. zur Sicherung der Reichsposition nach Italien. Liudolf erlag jedoch bereits 957 einem Fieberanfall.

Literatur:
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NBD XIV, 717 - G. Althoff, Zur Frage nach der Organisation sächs. coniurationes in der Ottonenzeit, FMASt 16, 1982, 129-142 - W. Glocker, Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik, 1989 - H. Beumann, Die Ottonen, 1991.


Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 485
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LIUDOLF, Herzog
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* 930, + 6.9.957
        Piumbia

Vater:
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OTTO I., seit 936 deutscher König

Mutter:
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Edgitha, Tochter Eduards von England

  oo Ida von Schwaben

946 Bestimmung zum Nachfolger OTTOS I.
936 Verlobung, 947 Vermählung mit Ida, Tochter Herzog Hermanns von Schwaben.
949 Belehnung mit Schwaben und Churrhätien.
951 mißglückter Versuch eigenständiger Italienpolitik.
953/54 Aufstand gegen OTTO I. zusammen mit Herzog Konrad dem Roten von Lothringen, Erzbischof Friedrich von Mainz und Pfalzgraf Arnulf von Bayern.
Nach Aussöhnung mit OTTO I. (Reichstag zu Arnstadt) Begnadigung, aber Entzug des Herzogtums.
955 Mitwirkung im Slavenkrieg, 956 bei einem Italienzug.
Gilt als Gründer des Stifts St. Peter und Alexander-Aschaffenburg.
Beisetzung in St. Alban-Mainz.

Literatur:
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ADB 19; BWB 2.


Glocker Winfrid: Seite 278
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik"

IV, 4 LIUDOLF
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* 930, + 957 IX 6

  947/48
   oo Ida, Tochter des Herzogs Hermann I. von Schwaben
      * 932/34, + 986 V 17

950 Herzog von Schwaben (954 abgesetzt), zugleich Graf mehrerer Grafschaften

Als Sohn König OTTOS I. und dessen erster Gemahlin Edgitha ist Liudolf bezeugt durch Widukind III c. 1, S. 104, in Liutprands Antapodosis IV c. 17, S. 114 und durch D O I. 3.
Das Geburtsjahr ergibt sich aus der Angabe bei Widukind a. a. O., Liudolf sei im Jahre 946 beim Tod seiner Mutter Edgitha 16 Jahre alt gewesen; vgl. dazu Köpke-Dümmler S. 12 mit Anm. 2.
Den Todestag nennt uns der Nekrolog von Merseburg (vgl. Althoff, Adelsfamilien Kommentar H 32); Liudolfs Todestag überliefert der Continuator Reginonis a. 957, S. 169.
Die Belege für die Grafenstellung Liudolfs sind zusammengefaßt bei Maurer, Herzog S. 80 (Breisgau), ebd. S. 144 (Rätien), Demandt, Hessen S. 148 (Hessengau), und Dietrich, Haus S. 268 (mittlerer Niederrhein).
Die Verlobung des Königs-Sohnes mit der schwäbischen Herzogs-Tochter Ida überliefert Liutprand in seiner Antapodosis V c. 1, S. 130.
Zur Hochzeit und deren Zeitpunkt vergleiche Keller, Einsiedeln S. 38 ff., der einen längeren Umritt im Reich zur Feier der Hochzeit und zur Vorstellung des Brautpaares annimmt.
Der Todestag Idas ist im Merseburger Nekrolog genannt (vgl. Althoff, Adelsfamilien Kommentar H 13), das Todesjahr überliefern die Annales Quedlinburgenses a. 986, SS III 67; vgl. dazu Köpke-Dümmler S. 290, Anm. 2.
Die lange Zeit, während der Ida im Witwenstand gelebt hat, regte die Genealogen dazu an, eine zweite Vermählung Idas zu vermuten. So nimmt Dietrich, Grenzraum S. 78 f., und dieser folgend Wenskus, Stammesadel S. 144, eine zweite Vermählung der Witwe Liudolfs mit einem sächsischen Pfalzgrafen Bernhard an. Faußner, Kuno S. 35 ff., sah sie als zweite Gemahlin Herzog Konrads von Schwaben an (zurückgewiesen von Hlawitschka, Richeza S. 231 ff.: Ida blieb nach dem Tode Liudolfs unvermählt).
Nach Wolf, Kuno S 61-66,, soll Ida dagegen die Mutter der mysteriösen Richlind gewesen sein, jener Dame, die nach der Historia Welforum c. 6, S. 12, die Gemahlin Kunos, Graf von Öhningen, und zugleich eine Tochter OTTOS DES GROSSEN gewesen sein soll (diese Angabe veranlaßte Klebel, Aufstieg S. 3, die Gattin Kunos von Öhningen der ersten Verbindung OTTOS DES GROSSEN mit der vornehmen Slawin, die Mutter Wilhelms von Mainz wurde, zuzuordnen).
Die Überlegungen Wolfs wurden von Hlawitschka, Kuno passim, bes. S. 49, Anm. 91 zu Ida, zurückgewiesen, wiewohl der Gedanke, daß Kuno von Öhningen mit Herzog Konrad von Schwaben gleichzusetzen, zu akzeptieren ist.
Vgl. zum Fragenkomplex "Kuno von Öhningen" unten bei VI,77.



Althoff Gerd: Seite 383 H 32
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen."

                                           H  32

Lü:     6.9.   Luidolfus regis filius         + 957 Liudolf von Schwaben
Me:    6.9. Liudulfus dux

(Es.) Am Aufstand Liudolfs gegen seinen Vater (vgl. Köpke-Dümmler, Otto der Große, Seite 211f.) beteiligten sich auch die BILLUNGER Wichmann der Jüngere (G 127) und Ekbert der Einäugige (G 33); vgl. Bork, Billunger, Seite 66f.; Widukind III, 19,23,25. Siehe dazu ausführlich oben Seite 77ff.
Allgemein vgl. Biographischer Wörterbuch 2, Spalte 1670ff. und FW H 21; zuletzt Maurer, Herzog von Schwaben, passim.
Zum Todesdatum Köpke-Dümmler, Seite 289 mit Anmerkung 3.



Schwennicke Detlev: Tafel 10
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

LIUDOLF
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* 930, + Piombia 6. IX 957

Begraben: St. Albans vor Mainz

Graf, 950/54 HERZOG VON SCHWABEN, abgesetzt

  oo Ende 947/Anfang 948
       IDA VON SCHWABEN (KONRADINER)
              + 17. V 986

Tochter von Herzog Hermann I. und Reginlint



Hlawitschka; Eduard: Seite 142
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"Kaiser Otto I." in: Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern.

DIE NACHKOMMEN KAISER OTTOS I.

AUS DER EHE MIT EDGITH VON ENGLAND

2. LIUDOLF, Herzog von Schwaben (950-954, abgesetzt)
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* 930
+ 6.9.957 in Pombia/Oberitalien

Grabnstätte: St. Albans in Mainz

  oo ca. 947/48
       IDA
              + 17.5.986

Grabstätte: möglicherweise in Aschaffenburg

Tochter Herzog Hermanns I. von Schwaben (KONRADINER) und Reginlinds



Rappmann Roland/Zettler Alfons: Seite 447-448
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"Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter."

LIUDOLF VON SCHWABEN
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Necr. B 6.9. "LIUTOLFUS DUX bone memorie obiit", Herzog von Schwaben 948/49-953,
+ 6.9.957

Literatur:
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Köpke-Dümmler, Otto der Große, besonders Seite 211ff und Seite 286ff.; Keller, Einsiedeln Seite 37ff.; Zotz, Der Breisgau, besonders Seite 94ff.; Biographischer Wörterbuch 2 Spalte 1670f.; Die Klostergemeinschaft von Fulda 2,1 Seite 401 H 21; Maurer, Der Herzog von Schwaben, passim; Althoff, Adelsfamilien und Königsfamilien H 32; Krah, Absetzungsverfahren Seite 276f., Seite 291f.; Glocker, Die Verwandten Seite 101 ff.
Zum Todestag: Stälin, Wirtembergische Geschichte 1 Seite 452 Anm. 4f.; Köpke-Dümmler, ebd. Seite 289 mit Anm. 3; BO 254c; Keller, ebd. Seite 162 Anm. 78.

Liudolf, Sohn OTTOS DES GROSSEN und dessen erster Gemahlin Edgith, war mit Ida, der Tochter Herzog Hermanns I. von Schwaben und Reginlinds vermählt. Über die Beziehungen des Herzogs, der auch Grafenrechte im Breisgau und in Unterrätien ausübte (vgl. Zotz Seite 35f., Seite 134 Anm. 117 und Kloss, Grafschaftsgerüst Seite 127 und Seite 136), zur Reichenau sind wir nur vage unterrichtet. Wir kennen beispielsweise nicht die Haltung des Klosters zu Liudolf während dessen Aufstand im Jahre 953/54, in welchem das Nachbarkloster St. Gallen jedenfalls "im festen Zugriff des aufständischen Herzogs" (Zotz Seite 41) stand, wurde doch dessen königstreuer Abt Craloh seines Amtes enhoben und durch Anno ersetzt; vgl. Herkommer, Untersuchungen Seite 94ff. Im Gegensatz zu Beyerle, Von der Gründung Seite 112/14, der eine ähnliche Königstreue des Reichenauer Abtes Alawich I. feststellt, schließt Zotz Seite 41f. mit Anm. 212 aber nicht aus, daß die Reichenauer "die Sache Liudolfs" unterstützten. Bestätigt wird diese Haltung möglicherweise dadurch, daß einer der wichtigsten Parteigänger Liudolfs, der Mainzer Erzbischof Friedrich, ebenfalls in das Totengedenken der Reichenauer Mönche aufgenommen wurde. Für ein nahes Verhältnis zum Inselkloster scheint auch durchaus die Tatsache zu sprechen, daß Liudolf die konradinische Tradition seines Vorgängers und Schwiegervaters, Herzog Hermanns I., fortsetzte, der in engster Beziehung zur Reichenau stand. Die bekannte Memoirienstiftung Liudolfs und Idas für die Reichenau (D OI 116), die für den auf der Insel bestatteten Herzog Hermann gedacht war, fände so eine Erklärung; vgl. dazu auch die kontroverse Diskussion von Decker-Hauff, Die Ottonen Seite 233ff. und Tellenbach, Kritische Studien Seite 170 ff. sowie Zotz Seite 94 ff. und neuerdings Zettler, Die frühen Klosterbauten Seite 114f. Liudolf wurde bereits vorher zusammen mit seinen Eltern und anderen in das Gedenken der Reichenau aufgenommen, vgl. oben Seite 427f. Auf ein besonders intensives Totengedächtnis weist weiterhin nicht nur die Hervorhebung seines Eintrags im Nekrolog durch Uncialschrift, sondern auch der sonst nur noch bei König HEINRICH I. zum 2.7. vorkommenden Zusatz "bone memorie" hin. Liudolfs Tod 957 in Italien wird in den Quellen übereinstimmend zum 6.9. angegeben; vgl. die wohl vollständige Auflistung der Belege bei Köpke-Dümmler. Nach Stälin soll ein St. Galler Necrolog den 4.9. als Todestag angeben, doch bleibt unklar, auf welche Quelle er sich genau bezieht.



Liudolf wurde 946 von seinem Vater zum Nachfolger im Reich designiert. Nach dem Tode seines Schwiegervaters wurde ihm das Herzogtum Schwaben übertragen. Im Sommer 951 zog er ohne Wissen seines Vaters mit einem kleinen Heer nach Italien, um die Langobardenkrone zu erwerben. Der Erfolg blieb ihm indes versagt, wozu zu nicht geringem Teil sein herrschsüchtiger Onkel, Heinrich I. von Bayern, beitrug, der ihn sogar in Italien verleumden ließ. Dieser ging auf dem Reichstag von Augsburg als der eigentliche Nutznießer des Italienfeldzuges hervor, während Liudolf leer ausging. Als Adelheid Ende des Jahres einen Sohn gebar und das Gerücht auftauchte, OTTO I. wolle ihn statt Liudolf designieren, mag dies der letzte Anstoß zum Aufstand des unglücklichen Jünglings gewesen sein. Im März 953 brach der Liudolfingische Aufstand aus. Er richtete sich vor allem gegen den Einfluß, den der verhaßte Bayern-Herzog und Adelheid bei OTTO I. auf die Reichsangelegenheiten hatten und den die Verschwörer, Liudolf, sein Schwager Konrad der Rote und Erzbischof Friedrich von Mainz, durch den eigenen ersetzen wollten. In Schwaben und Franken hatten die Aufständischen festen Rückenhalt. Als OTTO I. den durch den Mainzer Erzbischof vermittelten Vertrag widerrief, breitete sich der Aufstand weiter aus. Als OTTO I. Mainz belagerte, scheiterten Verhandlungen erneut, weil Liudolf und Konrad der Rote auch Straffreiheit für ihre Gefährten forderten. Die Nachricht vom Scheitern der Verhandlungen übte im königlichen Heer eine katastrophale Wirkung aus. Die Bayern fielen restlos zu Liudolf ab, dieser konnte Mainz verlassen und nach Bayern ziehen, wo er alle wichtigen Plätze besetzte, Heinrichs Gattin, Kinder und Anhänger aus dem Lande jagte und den Schatz des verhaßten Onkels plünderte. Als OTTO I. nach der erfolglosen Belagerung von Mainz auch Bayern nicht zurückzuerobern vermochte, waren damit Franken, Schwaben und Bayern fest in der Hand der Aufständischen. Als Liudolfund Konrad jedoch mit den 954 eingefallenen Ungarn paktierten, gingen ihnen viele Sympathien verloren, so daß sich die Empörer zu einem Waffenstillstand entschließen mußten. Sie unterwarfen sich, doch Liudolf, den Heinrich durch die Beschuldigung, die Ungarn ins Land gerufen zu haben, wieder persönlich beleidigte, blieb hartnäckig. Er verließ die Versammlung und warf sich in das feste Regensburg, das er nach einer Hungersnot nicht mehr halten konnte. Darauf unterwarf er sich dem Vater in Saufelden (südöstlich von Tannenrode in Thüringen) und erhielt durch Verwendung seines Onkels Brun Verzeihung. Auf dem Reichstag zu Arnstadt 954 wurde ihm das Herzogtum Schwaben abgesprochen. Seitdem lebte er zurückgezogen und nahm erst 955 wieder am Slawenkrieg teil. Im Herbst 956 zog Liudolf mit einem ansehnlichen Heer nach Italien und nahm mit großem Erfolg den Kampf gegen Berengar II. und dessen Sohn Adalbert auf. Er hielt in Pavia Einzug, Berengar wurde in einer Schlacht in der Nähe von Carpinetti, südlich von Reggio geschlagen, ganz Oberitalien unterworfen. OTTO I. übertrug dem Sohn die Leitung des Landes, scheint ihm Italien als Unterkönigtum zugedacht haben. Liudolf hatte sich rehabilitiert und Länder und Schätze erobert und konnte nun seinen Freunden treu sein, das heißt sie belohnen für ihre Treue, für das Festhalten an der einst begründeten Schwurgemeinschaft. Schon rüstete Liudolfzur Heimreise, da überfiel ihn ein Fieber, dem er zu Pombia südlich des Lago Maggiore erlag. Seine Getreuen trugen ihn zurück über die Alpen und begruben ihn in St. Alban in Mainz neben seiner Schwester Liutgard.
Liudolf verkörperte die alte germanische Stammesauffassung, das große Akkordement der Freien und Edlen unter einer selbstgewählten Herrschaft, wie sie sich unter dem Königtum seines Großvaters, HEINRICH I., herausgebildet hatte.
 
 
 
 

  947
  oo Ida von Schwaben, Tochter des Herzogs Hermann I.
       ca. 932/34-17.5.986
 
 
 
 

Kinder:

  Otto I. Herzog von Bayern und Schwaben
  954-31.10.982

  Mathilde Äbtissin von Essen (965-1011)
  949-6.11.1011

  Richlinde
       -

  oo Babo Graf im oberen Donaugau
              -
 
 
 
 

Literatur:
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Adalbert: Fortsetzung des Regino a. 957 - Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 79,81,85,88, 138,157,177,215,246,383 H 32 - Althoff Gerd: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 83,95,97-105, 111,122,138 - Althoff Gerd: Spielregeln der Politik im Mittelalter. Kommunikation in Frieden und Fehde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1997 Seite 23 Anm. 7,30 Anm. 22,34,101,207 Anm. 28 - Barth Rüdiger E.: Der Herzog in Lothringen im 10. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990, Seite 89,111,134,181 - Beumann, Helmut: Die Ottonen. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln, Seite 61,69-73,75,82-84,113 - Boshof, Egon: Die Salier. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1987, Seite 12,14-17,61 - Bosl, Karl: Bosls Bayerische Biographie, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1983 Seite 485 - Die Salier und das Reich. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich der Salier. (Hg.) Stefan Weinfurter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 Band I Seite 228,258 - Eickhoff, Ekkehard, Theophanu und der König, Klett-Cotta Stuttgart 1996, Seite 127,411,444 - Erkens, Franz-Reiner: Konrad II. Herrschaft und Reich des ersten Salierkaisers. Verlag Friedrich Puset Regensburg 1998, Seite 19,81,132- Faber Gustav: Der Traum vom Süden. Die Ottonen und Salier. C. Bertelmanns Verlag 1983 Seite 76,84,90-93,110,127,199 - Giese, Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit. Franz Steiner Verlag Wiesbaden 1979, Seite  95,117,124,129 - Giesebrecht Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Band 1- Band 6, Mundus Verlag 2000 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 - Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987, Seite 8,38,48,54,60,65,70,90,105 - Holtz Eberhard/Huschner Wolfgang (Hg:): Deutsche Fürsten des Mittelalters. Fünfundzwanzig Lebensbilder, Edition Leipzig 1995 Seite 66-69 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 - Keller, Hagen: Die Ottonen. Verlag C.H. Beck München 2001 Seite 27,34,36-47,59 - Keller Hagen: Kloster Einsiedeln im ottonischen Schwaben. Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1964 Seite 37-45,62,68,98,100,106,108,110,150,160,162 - Köpke, Rudolf/Dümmler Ernst: Kaiser Otto der Große, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1962 - Körntgen, Ludger: Ottonen und Salier. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2002 Seite 12-14,33,35,37 - Laudage, Johannes: Otto der Große. Eine Biographie. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 2001 Seite 20-300 - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 32,35,43,46 - Maurer, Helmut: Der Herzog von Schwaben. Grundlagen, Wirkungen und Wesen seiner Herrschaft in ottonischer, salischer und staufischer Zeit, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1978 Seite 80 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 651,652 - Rappmann Roland/Zettler Alfons: Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1998 Seite 391,399,427,434,436,438,443, 447-449, 517 - Schneidmüller, Bernd/Weinfurter Stefan/Hg.): Otto III. - Heinrich II. Eine Wende?, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1997, Seite 81,273,275,278-281,284-290 - Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan (Hrsg.): Ottonische Neuanfänge. Symposium zur Ausstellung "Otto der Große, Magdeburg und Europa" Verlag Philipp von Zabern Mainz 2001 Seite 51,105,158,161,257, 267,268,271,272 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 22,38-41,50,52,55 - Schulze Hans K.: Das Reich und die Deutschen. Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Verlag, Seite 138,177,179,186-191,197,244,249 - Schwarzmaier Hansmartin: Von Speyer nach Rom. Wegstationen und Lebensspuren der Salier. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992, Seite 17,24,26,60 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 10 - Stälin, Paul Friedrich: Geschichte Württembergs, Gotha 1882 - Tellenbach, Gerd: Kritische Studien zur großfränkischen und alemannischen Adelsgeschichte, in Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte Band 15 1956 Seite 170 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 12 - Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Seite 36,38,40,42,46,94,108 - Widukind von Corvey: Die Sachsengeschichte. Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart 1981 Seite 88-213 - Wies, Ernst W.: Otto der Große, Bechtle Esslingen 1989, Seite 9-272 - Zimmermann, Harald: Otto der Große, Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1976 -