Otto I.                                               Graf von Scheyern (1070-1080)
---------                                             Stiftsvogt von Freising um 1047
um 1015
um 1080
              
4.12.1078 Dungern
              
VII.1072 Schwennicke

Begraben: Abtei Scheyern
 

Sohn des Grafen Heinrich II. an der Pegnitz (Haus BABENBERG) oder Sohn des Grafen Otto I. im Pustertal (Haus ANDECHS)
Nach Gewin Sohn des Grafen Otto im Kelsgau und einer namentlich unbekannten Tochter von Vogt Chuono von Benediktbeuern
 

Schwennicke Detlev: Tafel 90
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

OTTO I.
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VII.1072

Begraben: 1127 Abtei Scheyern

Graf von SCHEYERN
um 1047 Domvogt von Freising

  I. oo N. VON ANDECHS, Schwester von Graf Arnold von Dießen
              


  II. oo HAZIGA (HADEGUND) VON SCHEYERN
                 
1104

Begraben: Fischbachau, 1127 Scheyern

Stiftet 1087 mit Söhnen Otto II. und Ekkehart Kloster Fischbachau
Witwe von Hermann I., Graf von Kastl
Tochter von N und einer Tochter von Hartwig II., Pfalzgraf von Bayern

Thiele, Andreas: Tafel 113
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

OTTO I.
------------
   
1072

Graf von Scheyern
Stammvater Haus WITTELSBACH
(siehe Luitpoldinger I e)

Thiele, Andreas: Tafel 113 a
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

OTTO I. VON SCHWEINFURT
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um 1072

Sohn des Grafen Heinrich II. an der Pegnitz, ohne daß die Filiation expressiv verbis überliefert ist, die gleiche Problematik wie bei seinem Vater (siehe dazu Luitpoldinger Id)

Otto I. war Graf an der Paar, Graf von Scheyern und zu Gloneck und wurde Stiftsvogt von Freising. Er erbte 1045 Teile der Grafschaft Ebersberg, das Kerngebiet der späteren Grafschaft Wittelsbach und durch dieses Erbe wurde der Aufstieg des Hauses ermöglicht. Er tauchte in etlichen Fehden auf, auch in Schenkungsurkunden und als Zeuge und Vermittler. Er reiste 1070 nach Jerusalem.

  1. oo N.N.
               

eventuell Tochter des Markgrafen Ekkehard II. von Meißen im Blick auf die Namen ihrer Söhne

  2. oo HADEGUNDE VON DIESSEN
                  

Tochter des LUITPOLDINGERS Domvogtes Friedrich I. (II.) von Regensburg
Stifterin des Klosters Fischbachau
(1. Ehe siehe Babenberg-Sulzbach I)


GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 29
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2. Otto II.
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Wird als Sohn Ottos I. betrachtet.
13.I.1010 (MG.DD. V.21) lag Bozinwane im Kelsgau in seiner Grafschaft; comes de Skyrun (Scheyern)
1075? (nQ V. 1469)
Hauptvogt von Freising 1047/53 (nQ. V. 1451)
4.XII. (1078?) - jedenfalls n. 22.III.1078 (nQ. V. 1473, Nec. III. 135 Scheyern, 196 Indersdorf).
Otto war zweimal verheiratet:

1. Mit einer Tochter, wahrscheinlich des Grafen Arnold, Schwester des Grafen Meginhard von Reichersbeuern (siehe Andechs Nr. 21).
2. Nach 1040 mit Haziga, wahrscheinlich Tochter des Grafen Berengar I. vom bayerischen Nordgau, Schwester des Grafen Gebhard I. von Sulzbach, welche mit ihren Söhnen (4-6) das Kloster Fischbach gründete, das dann nach Eisenhofen und endlich nach der Stammburg Scheyern übertragen wurde (Mb. 10. 447/8). Über ihre Abstammung siehe meinen Aufsatz "Graf Bertold von Burgeck" in den Blättern d. Bayerisch. Landesv. f. Familienkunde 1927, S. 55.
1. VIII. 1103.


HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 136
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16. Otto

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Graf von Scheyern, c. 1070-1078 ().
C. 1070. Als Edler Zeuge gleich hinter Otto von Thanning und seinem miles eingereiht im öfter genannten Ehevertrag Adalberts und Berthas: F. nr. 1469.
C. 1070/78 Vogt von Freising: F. nr. 1472, 1621.
1078. 22. III. Otto
: Necrologium III. 135 (Scheyern), 196 (Indersdorf).

Gemahlin:
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Hazacha.
1078/80. Gräfin Hazacha von Scheyern vertauscht Besitz zu Kloo, Arnhofen und Bayrischzell (alle B. A. Miesbach) gegen anderen Besitz der Freisinger Kirche zu Fischbachau (ebenda) mit Genehmigung ihrer Söhne Ekkahard F. 26., Pernhard F. 27., Graf Otto F. 25.: F. nr. 1473.
C. 1080/91. Hazacha, Witwe des Vogtes Otto, übergibt für das Seelenheil ihres Gemahls ihren Besitz zu Heckern (B. A. Schrobenhausen) und Forst-(Moos)inning (B. A. Erding) in Gegenwart und mit Zustimmung ihrer Söhne Ekkahard und Pernhard: F. nr. 1651.

Note:
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Ekkahard und Bernhard sind in obiger Urkunde von 1078/80 erste Zeugen, weil sie eigene Söhne Hazechas sind. Graf Otto F. 25. war ein Sohn aus der 1. Ehe des Grafen Otto F. 16.


Engels Odilo: Band II Seite 501
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"Das Reich der Salier- Entwicklungslinien" in:
Die Salier und das Reich

Der neue Typ ist dadurch gekennzeichnet, daß er sich, wie Graf Otto von Scheyern ab 1070, nach seiner Hauptburg benannte, eine recht unbedeutende Grafschaft besaß, seinen Herrschaftsausbau aber auf der Basis der Kirchenvogteien betrieb. Die Familie besaß 1039-1047 die Freisinger Hochstiftsvogtei vorübergehend, um 1075 diese aber zusamemn mit der Vogtei über Weihenstephan als gesichertes Erbe, wozu 1077 vermutlich die Vogtei über Ilmmünster, die Vogtei über die Güter des Freisinger Domkapitels sowie im frühen 12. Jahrhundert die Vogteien über Kühbach, Ebersberg und die rechts des Lech gelegenen Güter der Abtei St. Ulrich und Afra in Augsburg hinzukamen. Auch bediente sie sich zur Verwaltung des Herrschaftskomplexes schon vor 1100 einer eigenen  Ministerialiät. Es wäre zu viel gesagt, dieser Adelstyp hätte sich gegen den König gestellt, aber er fühlte sich auf eine Förderung durch das Königtum nicht mehr angeweisen, um eine vom königlichen Auftrag gelöste, in des Wortes angemessener Bedeutung autokratische Territorialherrschaft zun errichten.



Nach Prof. Dungern:

  1. oo N.N. von Reichersbeuren, Schwester Meginhards
             
    

Nach W. Wegener:

  1. oo N.N. von Meißen, Tochter des Markgrafen Ekkehard II.
              
  

  2. oo 2. Haziga (Hadegunde) von Diessen, Tochter des Domvogtes Friedrich II. von Regensburg
               um 1040
1.8.1104

        1. oo Hermann Graf von Kastl
                      
27.1.1056

Nach Detlev Schwennicke:

  1. oo N.N. von Andechs, Schwester des Grafen Arnold von Diessen
               

  2. oo Haziga (Hadagund) von Scheyern
               
1104

Fried Pankraz

 nach 1040
  2. oo 2. Haziga, Schwester des Grafen Gebhard I. von Sulzbach                 
                    




Kinder:
1. Ehe

  Ekkehard I. Graf von Scheyern
       
um 1088

  Bernhard I. Graf von Scheyern
        
2.3.1102

2. Ehe

  Arnold I. Graf von Scheyern und Dachau
  um 1060
vor 26.3.1123

  Otto II. Graf von Scheyern
  um 1058
31.10.1121/22

Nach Detlev Schwennicke:

1. Ehe

  Otto II. Graf von Scheyern
       
1107/08

  Arnold Graf von Dachau
       
1080/1120

2. Ehe

  Ekkehard Graf von Scheyern
        
1087 oder 1088

  Bernhard Domvogt von Freising
       
1101
 
 
 
 

Literatur:
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Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 543,554,557,569-571/Band II Seite 501 -
Dungern, Professor Dr. Otto, Genealogisches Handbuch zur bairisch-österreichischen Geschichte, Verlag Leuschner & Lubensky, Graz 1931 Seite 29 - Faußner, Hans Constantin: Zur Frühzeit der Babenberger in Bayern und Herkunft der Wittelsbacher, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990 Seite 31,32,49-83 - Flohrschütz Günther: Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhhandlung München 1989 Seite 121-122 - Fried, Pankraz: Die Herkunft der Wittelsbacher. in: DIE ZEIT DER FRÜHEN HERZÖGE. VON OTTO I. ZU LUDWIG DEM BAYERN. Beiträge zur Bayerischen Geschichte und Kultur 1180-1350. Herausgegeben von Hubert Glaser Seite 29-41 - Gewin, Dr. J.P.J.: Herkunft und Geschichte führender bayerisch-österreichischer Geschlechter im Hochmittelalter, s-Gravenhage Druckerei H.L. Smits N.V. 1957 Seite 136 - Holzfurter, Ludwig: Ebersberg - Dießen - Scheyern. Zur Entwicklung der oberbayerischen Grafschaft in der Salierzeit, in Die Salier und das Reich, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992 Band I Seite 554,557,569-571 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 90 - Störmer, Wilhelm: Bayern und der bayerische Herzog im 11. Jahrhundert. Fragen der Herzogsgewalt und der königlichen Interessenpolitik, in: Die Salier und das Reich, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992 Band I Seite 543 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 113/113a - Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag Göttingen 1962-1969 Seite 246 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Rheinisches Archiv. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2004 Seite 753-757,759-760,762-763,776 -