Heinrich I.                                        Graf von Lechsgemünd und Frontenhausen
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um 107011.3.1142
 

Ältester Sohn des 1078 bei Mellrichstadt gefallenen Grafen Heinrich von Lechsgemünd und der Irmgard von Rott, Tochter und Erbin von Pfalzgraf Kuno I. von Bayern
 

Schwennicke Detlev: Tafel 89
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

HEINRICH I.
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11.III.1142

Begraben: Kaisheim

Graf von LECHSGEMÜND und FRONTENHAUSEN
Stiftet mit seiner Gemahlin 1135 Kloster Kaisheim.

  oo LIUKARD
            
4.II....


Thiele, Andreas: Tafel 113
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

HEINRICH I.
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1142

Graf von Lechsgemünd und Frontenhausen
Heinrich I. gründete 1135 mit seiner Gemahlin das Kloster Kaisheim, hatte viel Besitz im Pustertal und bekriegte und verjagte seinen Cousin Berthold den Jüngeren zu Burgeck. Er bedrängte das Kloster Rott, das Papst Innocenz II. zu schützen versuchte.

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE --------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr. Wilhelm: Seite 259
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10. HEINRICH II.
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F. Berthold von Zwiefalten (1138/39) nennt ihn propinquus von 15 SS 10, 106
er muss ein Nachkomme von 1 sein
von dessen Söhnen scheiden als mögliche Väter aus Otto, da dessen Grafschaften schließlich in fremde Hände kamen, er also keinen Sohn hinterlassen haben kann, und der elsässische Kuno, es bleibt also nur 2 als Vater übrig; eV.
(1103/12) comes Heinricus de Lechisgimunsdi gibt Schloss Leisach ( = Neuenburg siehe Lienz, Pustertal) an Brixen Acta Tirol. 1, 144 n 414
c 1122 Heinrich comes Acta Tirol. 1, 150 n 431
1135 21/9 gründet mit Gattin Liucard und Sohn Volcrad unter Zustimmung der (anderen) Söhne und Töchter das Kloster Kaisheim AG Donauwörth Hund, Metropol. Salisb. 2, 149f
c 1135 hat Ministerialen in der Gegend von Frontenhausen MB 3, 31 f, 34, 35 f
1137 28/4 siehe 11; IV.
(1142) 6/12 Papst Innozenz II. nimmt das Kloster Rott gegen den Grafen Heinrich von Lechsgemünd in Schutz Kehr-Brackmann GP 1, 357 n 2
1142 11/3 nach nicht gleichzeitigem Grabstein in Kaisheim bei Steichele 2, 618 Anm. 101
lässt man das Todesjahr gelten, so wendet sich die Papsturkunde vom 6/12 (1142) gegen einen bereits Verstorbenen, was aus einer Verspätung der Urkunde zu erklären wäre, oder das Todesjahr ist 1143
auf 17 dürfte sich die Urkunde nicht beziehen, weil Volkrat (16) und Heinrich (17) noch nicht geteilt hatten
Nekrologe: Kaisheim: annivers. Hainrici comitis de L., primi fundatoris et Conradi (sic statt Volcradi) filii eius Necr. 1, 90
Baumburg: (12/3) Henricus comes de Frontenhausen Necr. 2; 240

Wilten (12/3): Henricus comes Necr. 3, 62.

Gemahlin
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Luitgard siehe oben 1135 21/9
4/2 Kaisheim: annivers. Adelhaidis (sic) comitissae fundatricis Necr. 1, 89.


Bühler, Heinz: Seite 821
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"Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben. Gesammelte Aufsätze."

Mathildes Kinder hatten auch am übrigen Erbe der ACHALMER teil. So erscheint ihr Sohn Burchard, später Bischof von Utrecht (1100-1112), unter dem Namen Burchard von Wittlingen (bei Urach) 1090 als Spitzenzeuge im Bempflinger Vertrag [386 Die Zwiefalter Chroniken (wie Anm. 2) Seite 38 f.]. In diesem Vertrag hatten sich die Brüder Liutold und Kuno von Achalm mit ihrem Neffen Werner IV. von Grüningen geeinigt; Werner verzichtete auf das Kloster Zwiefalten und dessen Güter, dafür traten ihm die Brüder die Hälfte von Dettingen an der Erms, Metzingen und Eningen ab. Nach dem Tode Kunos von Achalm ( 1092) kamen Mathildes Söhne Burchard und Otto zu ihrem Mutter-Bruder Liutold von Achalm und baten ihn, sie von dem großen Erbe ihrer „parentes" doch nicht ganz auszuschließen. Dies traf zwar nicht zu, denn sie hatten aus der Mitgift ihrer Mutter einen Teil des erwähnten Dorfes Wittlingen erhalten, nach welchem sich Burchard nannte, sowie das Dorf Bichishausen bei Münsingen und den Hof Hirzenach am Rhein. Trotzdem gab ihnen Liutold auch die Burg Wölflingen im Thurgau samt Zugehör und das Gut Buch am Irchel, um das sie besonders gebeten hatten. Das letztere hatte Liutold schon dem Kloster Zwiefalten geschenkt und mußte es nun zurückerwerben [387 Die Zwiefalter Chroniken S. 40 f. ].
An Wittlingen war auch Mathildes Sohn Berthold von Burgeck (
1123) beteiligt, der Mitstifter des Klosters Eisenhofen an der Glonn. Zu seinem Erbteil gehörten ferner die Weiler Hofstetten, Hennibrunnen und Winneden bei Wittlingen. Alle diese Güter überließ Bertholds Sohn Burchard bei verschiedenen Anlässen der Abtei Zwiefalten [388 Die Zwiefalter Chroniken Seite 192.]. Burchard wird als etwas einfältig geschildert. Graf Heinrich II. von Lechsgemünd ( 1142), sein jüngerer Vetter, war auf Burchards Erbe aus. Als dieser ohne Rat und Einverständnis Heinrichs eine rechtsgültige Ehe einging, wurde er von Heinrich all seiner in dessen Machtbereich gelegenen Güter beraubt und auf seiner Burg Burgeck (bei Wasenberg, Gemeinde Pöttmes) belagert, so daß er sich nur durch die Flucht retten konnte [389 Rudolf Wagner: Graf Berthold und die Civitas Burgeck. In: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 71 (1977) Seite 89 ff.]. Heinrich von Lechsgemünd nahm den Zwiefalter Mönchen auch das Gut Wittlingen weg und gab es dem Herzog Friedrich II. von Schwaben ( 1147). Burchards Schwester Heilika war mit dem Grafen Gerhard von Schauenburg (bei Heidelberg) vermählt. Sie erbte Gut in Eltingen bei Leonberg, das sie an Kloster Hirsau schenkte (siehe oben) [390 Tyroller (wie Anm. 5) Beilage 1. - Vergleiche Text zu Anm. 154.].




  oo Liukard

            4.2. um 1163
 
 
 
 

Kinder:

  Volkrat
         1145 gefallen

  Konrad Graf zu Sulzau
        16.3.1182

  Heinrich II.
       26.1.1208




Literatur:
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Bühler, Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben. Gesammelte Aufsätze. Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 821, 1056,1184 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 89 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 113 - Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag Göttingen 1962-1969 Seite 259 -