GRAISBACH-LECHSGEMÜND Grafschaft
 

EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE FOLGE BAND L 1 Tafel 89

Andreas Thiele und Prinz Isenburg sehen in den Grafen von Graisbach-Lechsgemünd eine Nebenlinie der Markgrafen von Schweinfurt.
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Seite 1637
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Graisbach-Lechsgemünd
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Bedeutende Grafenfamilie und Grafschaft im Sualafeldgau, zwischen  Ries-, Ran- und Nordgau im schwäbisch-fränkisch-westbayerischen Bereich.
Stammvater: Kuno von Lechsgemünd (urkundlich 1091), Neffe des WELFEN Chono (als Graf im Sualafeldgau urkundlich 1044, 1053). Kuno war selbst noch ohne Grafentitel; aus seiner Ehe mit Mathilde von Achalm gingen unter anderem hervor:
Heinrich von Lechsgemünd
, oo Irmgard von Rott, Stifterin von Kloster Berchtesgaden
(beider Sohn Heinrich von Lechsgemünd,
1142, war Gründer des späteren Reichsstifts Kaisheim)
Otto von Harburg, Graf an der unteren Naab (1115);
Burchard
, Bischof von Utrecht (1100-1112)
Adelheid
, Stifterin von Kloster Baumburg (1108)
Kuno von Horburg
im Elsass.
Graf Berchtold
(1193-1253) stiftete 1240 das Zisterzienserinnenkloster Niederschönfeld und benannte sich als erster nach der LECHSGEMÜNDER Ministerialenburg. Die Grafschaft Graisbach-Lechsgemünd fiel 1342 an das Herzogtum Bayern.

Literatur:
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W. Kraft, Gau Sualafeld und Grafschaft G., für frk. Landesgesch. 8/9, 1943/44, 110-220 - Ders., Gau Sualafeld und Gft. G., ebd. 11/12, 1953/54, 85-127 - F. Tyroller, Die Gf.en v. L. und ihre Verwandten, Neuburger Kollektenblatt 107, 1953, 9-62.


Prinz Friedrich:
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"Bayerns Adel im Hochmittelalter"

Die Grafen von Graisbach-Lechsgemünd, Gründer des Zisterzienserklosters Kaishaim (1135) bei Donauwörth, stammen nach F. Tyroller von den LUITPOLDINGERN ab.