Sikard                                             Herzog von Benevent (832-839)
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   -   839 ermordet
 

Sohn des Fürsten Sico (817-832)
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1833
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Sicard (Sichard), Fürst von Benevent 832-839
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     + Ende Juni/Anfang Juli 839 ermordet

Sohn und zuletzt Mitregent des aus dem Herzogtum Spoleto stammenden beneventnischen Fürsten Sico. Die kurze Herrschaft Sicards war bestimmt von starken wirtschaftspolitischen Interessen: im Innern Stabilisierung des Steuerwesens und der Währung, nach außen Angriffe auf die Hafenstädte Neapel, Sorrent und Amalfi. Neapel, mehrfach belagert, konnte erst mit sarazenischer Hilfe widerstehen, so dass Sicard 836 im Pactum Sicardi (MGH LL IV, 1868, 216-221) eine Art Waffenstillstand auf fünf Jahre vereinbaren mußte, der Amalfi und Sorrent einschloß; für die Sicherheit seines Handels leistete Neapel an Sicard Tribut. Trotzdem okkupierte Sicard 838 Amalfi. Die Sarazenen, die sich in Brindisi eingenistet hatten, vermochte Sicard zu vertreiben. Auch hat Sicard vor den Muslimen Reliquien des Apostels Bartholomaeus von der Insel Lipari gerettet. Nach Sicards Ermordung zerbrach das Herzogtum Benevent in Teilherrschaften.

Literatur:
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Hartmann, Gesch. Italiens III 1, 203f.


  oo N.N.
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Kinder:

  Aio
       -   890

  Radelchis I.
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