2. Sohn des Herzogs Wilhelm II. von Jülich und
der Maria von Geldern, Tochter von Herzog Rainald II.
Rainald IV. war Herr
zu Bergheim/Erft und folgte seinem kinderlosen Bruder Wilhelm III.
von Jülich in der Regierung. Er versuchte zusammen mit WITTELSBACH-Holland
vergeblich, das aufstrebende Burgund im niederländischen Raum abzubremsen.
1406 versuchte er vergeblich, alte Ansprüche auf Brabant-Limburg durchzusetzen
und scheiterte an Burgund. Er verbündete sich mit König
RUPRECHT und ermöglichte dessen Krönung in Aachen
und blieb auch in enger Verbindung zum Haus ORLEANS.
Er unterstützte 1407 Johann, Herrn von Arkel gegen die Holländer,
wofür derselbe ihm 1409 die Stadt Gronninchen abtrat. Hierdurch
entspann sich eine neue Fehde mit Holland, die erst 1412 endete, als Rainald
Gronninchen gegen eine bedeutende Summe Geld abtrat. Auch die Stadt Emmerich
musste er einem früheren Versprechen zufolge dem Herzog von Kleve
überlassen. Er musste wegen großer, zunehmender Schulden den
Landständen alle Privilegien und Mitspracherechte erneuern und sogar
erweitern. Er führte die traditionellen Fehden seines Hauses, besonders
mit den Bischöfen von Utrecht und mit Holland und Friesland. Er besetzte
Arkel, musste 1422 Frieden schließen und alle Eroberungen zurückgeben.
Er stand im Niederrhein-Gebiet auch gegen Kleve und behauptete weitgehend
den Einfluss von Geldern. Rainald
starb kinderlos und Geldern fiel durch die Stände an den
Großneffen Arnold, Jülich kam an Herzog Adolf X. von Berg.
5.5.1405
oo 1. Marie d'Harcourt, Tochter des Grafen Johann
VI. von Aumale
x
- nach 1427
Kinder:
Illegitim
Reinard Herr von Weisweiler
- um
1436
Wilhelm Abt von Gladbach
-
1421
Eduard
-