Begraben: St. Ägidien-Kloster zu Nürnberg
Sohn des Grafen Friedrich II. von Zollern
Möglicherweise kommt zwischen ihn und den Vater (? Großvater) noch ein weiterer Graf Friedrich, der kaum nachweisbar und genealogisch auch nicht unbedingt nötig wäre. Er war Mitglied des kaiserlichen Rates, wurde 1192 als treuer Parteigänger der STAUFER Burggraf von Nürnberg und zog 1180/81 mit gegen Heinrich den Löwen. Er verkaufte Raabs und wurde von den ZÄHRINGERN weitgehend aus der Baar verdrängt.
Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 223
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Friedrich I., Burggraf von Nürnberg
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* vor 1139, + um 1200
Vater: Friedrich II. von Zollern
Mutter: Udilhild von Urach
oo Sophia von Raabs (+ ca. 1218)
Um 1190/92 Verleihung der Burggrafschaft Nürnberg
durch
Kaiser HEINRICH VI.
In seiner Hand Vereinigung des zollerischen Besitzes
in Schwaben und Franken.
Literatur:
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ADB 7; G. Schuhmann, Die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach,
1980.
Friedrich II. hatte einen Sohn gleichen Namens,
der, etwa seit Mitte des 12. Jahrhunderts als Friedrich
III. an der Regierung,
Sophie, Erbtochter Konrads II.
von Raabs (Österreich), Burggrafen von Nürnberg, heiratete. Von
diesem, der als letzter seines Stammes im Jahre 1191 starb, erbte er die
im Dienste des deutschen Königs stehende Burggrafschaft Nürnberg.
Mit ihr wurde der offensichtlich in der Gunst der STAUFER
stehendeFriedrich
im Jahre 1192 belehnt, wodurch die Familie von Schwaben nach Franken gelangte.
Dabei behielt Friedrich I., wie er
nun genannt wurde, den schwäbischen Besitz noch in eigener Hand. Um
1200 starb der erste Nürnberger Burggraf aus dem Hause
der HOHENZOLLERN; er ist im St. Ägidien-Kloster zu Nürnberg
begraben.
Sein ältester Sohn war Burggraf Konrad I.,
der wahrscheinlich mit der Erbtochter des letzten Grafen von Abenberg vermählt
war, woraus früher gelegentlich eine fränkische Abkunft der HOHENZOLLERN
konstruiert worden ist; der zweite Sohn, Friedrich IV., erbte die
schwäbischen Besitzungen samt der bei Hechingen gelegenen Stammburg.
Er wurde der Stammvater des heutigen Hauses HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN.
Neugebauer, Wolfgang: Band I Seite 19
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"Die Hohenzollern. Anfänge, Landesstaaat und monarchische
Autokratie"
Rund 130 nach der ersten Erwähnung von ZOLLERN-Grafen
in den Quellen gelang es einem Angehörigen dieses Hauses, über
das schwäbische Stammgebiet hinauszugreifen, als er das Amt des Nürnberger
Burggrafen an sich brachte. Auch dafür ist die enge Anlehnung an die
STAUFER
gewiß eine richtige Erklärung. Eine geschickte Heiratspolitik
kam hinzu, sicher auch Indiz für das Prestige, das die ZOLLERN
schon
in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts gewonnen hatten. Denn Friedrich
III., als Burggraf von Nürnberg
Friedrich I., hatte Jahre vor seiner Sukzession in dieses Amt
Sophia, die Erbtochter des letzten Burggrafen, des Grafen Konrad
II. von Raabs, heiraten können. Vielleicht ist diese Verbindung selbst
durch die
STAUFER vermittelt worden,
um das Burggrafenamt in die Hand eines zuverlässigen Gefolgsmannes
zu bringen.
Freilich
reichte die Heirats- und Erbbeziehung der HOHENZOLLERN zu
der bisherigen Nürnberger Burggrafen-Familie nicht aus, um in diese
Position nachzufolgen. Das Burggrafenamt war ein Mannlehen des Reiches,
und so bedurfte es auch (um) 1192 eines Lehnsaktes des Kaisers, damals
also des STAUFERS HEINRICH VI. Schon
zu BARBAROSSA hatte Friedrich
III. (I.) erstmals in den Quellen 1171 erwähnt, offenbar
in engeren Beziehungen gestanden und sich zeitweise an dessen Hof
aufgehalten. Zu HEINRICH VI. und zum
STAUFER-König
PHILIPP hat er weiterhin enge Kontakte gepflegt, die sich aus
der neuen Nürnberger Stellung auch wohl zwangsläufig ergaben;
allerdings sind keine Nachrichten über sein dortige Tätigkeit
überliefert.
Der erste hohenzollernsche Burggraf,
Stammvater der späteren brandenburgischen Kurfürsten,
preußischen Könige und deutschen Kaiser, ist wohl bald
nach 1200 gestorben - nicht einmal das ist sicher und etwa unumstritten.
um 1184
oo Sophia von Raabs, Tochter des Burggrafen Konrad
II. von Nürnberg
- 1218
Erbin von Nürnberg, Cadolzburg,
Raabs und Abenberg
Kinder:
Friedrich II. Stifter der Schwäbischen Linie
1188-30.12.1255
Konrad I.
1186-24.8.1260/10.3.1261
Elisabeth
- 1255
oo Gebhard III. Landgraf von Leuchtenberg
- 1244
Literatur:
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Bosl, Karl: Bosls Bayerische Biographie, Verlag
Friedrich Pustet Regensburg 1983 Seite 223 - Mast, Peter: Die Hohenzollern.
Von Friedrich III. bis Wilhelm II. Styria Verlag Graz/Wien/Köln 1988
Seite 11,12 - Neugebauer, Wolfgang: Die Hohenzollern. Anfänge,
Landesstaaat und monarchische Autokratie, Verlag W. Kohlhammer Stuttgart/Berlin/Köln
1996 Band I Seite 19 -