Friedrich I. Maute                        Graf von Zollern
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    - vor 1125
 

Sohn des 1061 gefallenen Grafen Burkhard I. von Zollern
 

Friedrich I. Maute wurde oft als kaiserlicher Parteigänger und mächtiger schwäbischer Graf genannt und führte viele Fehden.

Schwennicke Detlev: Tafel 116
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

FRIEDRICH I. VON ZOLLERN
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Am 14.VIII.1111 unter den Grafen in einem Privileg HEINRICHS V. für Speyer, 1114 Friedrich von Zollere, 8.XI.1133 an 2. Stelle unter den Grafen, 14.X.1139 an 4. Stelle unter den Zeugen: Graf Friedrich von Zollern.

  oo UDALHILD GRÄFIN VON ZOLLERN um 1130/34
 

Tochter von Graf Egino und Kunigunde Gräfin von Urach und Schwester von Alberada ÄÖbtissin von Lindau



Mast, Peter: Seite 11
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"Die Hohenzollern. Von Friedrich III. bis Wilhelm II."

Ein Sohn, vielleicht auch Enkel Burkhards, war Friedrich I., genannt Maute, Graf von Zollern, der zwischen 1085 und 1115 Erwähnung findet. Er hatte die Schirmvogtei über das schwäbische Kloster Alpirsbach an der Kinzig inne, das von Adalbert von Zollern aus der bald wieder ausgestorbenen Linie Haigerloch im Verein mit anderen Herren gestiftet worden war. Friedrich I. hatte mit seiner Gemahlin Udilhild von Urach aus dem Hause FÜRSTENBERG 10 Kinder; der älteste Sohn war Friedrich II., ein jüngerer Burkhard, der die Linie Zollern-Hohenberg begründete.

Neugebauer, Wolfgang: Band I Seite 13
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"Die Hohenzollern. Anfänge, Landesstaaat und monarchische Autokratie"

Mit dem Kloster Alpirsbach stand auch Friedrich I. "Comes de Zolra", genannt Maute, und zwar als erster Vogt in Verbindung. In Friedrich wird ein Nachkomme jenes Burchard aus dem Jahre 1061 erkannt. Fortan wurde der Name Friedrich besonders häufig gewählt und vornehmlich, wenn auch nicht immer, an erstgeborene erbberechtigte Söhne vergeben und kann in dieser Zeit geradezu als Stammname der HOHENZOLLERN bezeichnet werden. Bis zum ausgehenden Mittelalter haben über 50 % aller männlichen Angehörigen des Hauses diesen Namen getragen, zum Teil durch Beifügungen unterschieden.
Zwei grundsätzliche Tendenzen waren für die mittelalterliche Entwicklung der Schwäbischen (HOHEN-)ZOLLERN bestimmend: zum einen der Aufstieg in Anlehnung an die jeweilige Königs- bzw. Kaiserfamilie, zunächst und zumeist an die aufstrebende Dynastie der STAUFER - ganz so, wie diese sich in ihrer frühen Zeit, im 11. Jahrhundert, zum SALIER-Haus hielt. In den Jahren des Sachsen LOTHAR von Supplinburg (1125-1137) sehen wir die HOHENZOLLERN, das heißt Friedrich II., den Sohn Mautes, im Bündnis  mit diesem König und Kaiser in Distanz zu den STAUFERN, nach 1138 mit diesen im Kampf gegen die WELFEN. In dieser Zeit vermochten die Grafen ihren südwestdeutschen Territorial- und Burgenbesitz erheblich auszuweiten, und zwar bis an den Rhein und an die untere Donau, mit Ausläufern im Elsaß und am Neckar, alles dies allodialer Besitz. Lehensbesitz, bald erblich werdend, trat hinzu und rundete den zollernschen Territorialbestand ab.
Die ZOLLERN waren damit zu einem politischen Faktor, nicht nur im Schwäbischen, sondern in der Reichspolitik geworden. Schon Friedrich I. agierte sogar auf einer höheren politischen Ebene, als er von dem SALIER HEINRICH V. bei einer diplomatischen Mission nach Frankreich gesandt wurde. Er hat diesen SALIER auch auf seinem Italienzug 1110/11 begleitet bzw. an Missionen zur Kurie teilgenommen.
 
 
 
 

  oo Udilhild von Urach-Dettingen, Tochter des Grafen Egino II. und der Kunigunde
              -11.4. um 1134
 
 
 
 

Kinder:

  Ulrich Abt von St. Gallen (1134-1135)
        -   1135 ermordet

Ulrich wurde Mönch in St. Gallen und war an der Ermordung eines Abtes beteiligt.

  Hemma
            - nach 1152

 1146
  oo Hugo I. Pfalzgraf von Tübingen
              - 1152 vor 19.8.

  Tochter
         -

  oo Werner I. Graf von Honberg
               -

  Egino
         - nach 1134

  Adalbert Mönch in Zwiefalten
          -18.6. vor 1150

  Burkhard II. Graf von Hohenberg
          - um 1154

  Gottfried zu Zimmern
        -

  Luitgart Nonne in Zwiefalten
         -27.5. nach 1150

  Friedrich II.
        - um 1142
 
 
 
 

Literatur:
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Mast, Peter: Die Hohenzollern. Von Friedrich III. bis Wilhelm II. Styria Verlag Graz/Wien/Köln 1988 Seite 11 - Neugebauer, Wolfgang: Die Hohenzollern. Anfänge, Landesstaaat und monarchische Autokratie Band 1, Verlag W. Kohlhammer Stuttgart/Berlin/Köln 1996 Band I Seite 13 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998  Tafel 116 -