LXXXVIII. HRODGAUD,
ein langobardischer Großer,
war von KARL
DEM GROSSEN nach
der Eroberung
des Langobarden-Reiches 774 zum Herzog
von Friaul bestimmt worden [1
Ann. Einhardi ad 776, Seite 43. Vielleicht hatte Hrodgaud vorher zu
einer langobardischen Oppositionsgruppe gegen König Desiderius
gehört.
Langobardische Große hatten sich ja auch schon vor 773 an den
fränkischen Hof geflüchtet; vgl. S. ABEL-B. SIMSON, Karl der
Große I Seite
137f.].
Jedoch zu Jahresende 775 traf bei KARL die
Nachricht des Papstes
Hadrian I. ein, daß sich die Herzoge Hildebrand von Spoleto,
Arigis von
Benevent, Reginbald von Chiusi
mit Hrodgaud von Friaul
verschworen
hätten und zusammen mit Adelgis, dem
nach Byzanz entflohenen Sohn
des
verbannten
Langobarden-Königs Desiderius,
die Wiederherstellung des
Langobarden-Reiches planten [2
MG Epist. III Seite 582, nr. 57.]. Im raschen
Gegenschlag brach KARL zu
Jahresende von Diedenhofen nach Italien auf, und noch vor Ostern 776
war der Aufstand niedergeworfen.
Herzog Hrodgaud fiel in der Schlacht [3 Quellen
zusammengestellt bei BM² nr. 198a,200c,202 und 468, dazu Pauli
Continuatio tertia (MG SS rer. Langob. Seite 214)].
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