LXXV.    GISELBERT II.,

Sohn des ca. 952 verstorbenen Langobarden Lanfranc und Enkel Giselberts I., war noch in den letzten Jahren der Herrschaft Berengars II. Graf von Bergamo geworden; per dato licenciam Giselberti comes istius Bergomensis schrieb der Notar Petrus im August 961, also kurz vor dem Erscheinen OTTOS I. in Italien, eine Urkunde, die nach Regierungsjahren Berengars II. und König Adalberts datiert ist [1
CdL  Seite 1114, nr. 647.]. Beim Einrücken des Heeres OTTOS stellte sich Giselbert aber sogleich auf die Seite der Deutschen. Bereits im Januar 962 trat er als Missus OTTOS in Reggio auf [2 CdL Seite 1122, nr. 652.]. Nach der Auflehnung einiger oberitalienischer Grafen gegen die Herrschaft der Deutschen im Jahre 965 übergab ihm OTTO I. sogar die in den Grafschaften Bergamo, Brescia, Como und Pavia gelegenen Güter des rebellischen Grafen Bernhard von Pavia (Sohn Maginfreds von Parma) zur Verwaltung [3 BOLLEA, Voghera, BSSS 46 Seite 3, nr. 2 (= OTTENTHAL, Ein Ineditum Seite 35). Erläuterungen zu dieser Urkunde gibt G. ANTONUCCI, Il diploma di Ottone I. Seite 9ff.]. Nach dem Tode Otberts I. (ca. 975) wurde er schließlich Pfalzgraf und blieb es nachweislich bis zum März 993 [4 Neben den drei bereits genannten Urkunden gibt es folgende Nennungen Giselberts II.:
CdL Seite 1150, nr. 664 (Caravaggio, 962/Oktober/27).
Cdl. Seite 1192, nr. 686 (Bergamo. 964/November) 
CdL Seite 1232, nr. 708 (Bergamo. 968/Mai).
CdL Seite 1263, nr. 724 (Bergamo. 970/Dezember)  
CdL Seite 1336, nr. 761 (Bergamo. 975/April).
CdL Seite 1363, nr. 775 (Sebiate. 976/August).
Fickcr, Forschungen IV Seite 38, nr. 29 (Piacenza. 976/Oktober/25).
CdL Seite 1390, nr. 792 (Lodi. 979/Februar).
CdL Seite 1392, nr. 793 (Bergamo. 974/Februar).
Ficker, Forschungcn IV Seite 42, nr. 31= CdL Seite 1407, nr. 804 und Seite 1349, nr. 767 (Grafsch. Piaccnza. 981/Oktober/15).
Gabotto, Cartc varie, BSSS 86 Seite 1, nr. 2 (Pavia. 985/Juli/18).
CdL Seite 1474, nr. 844 (Monte Collere. 988/Mai/26).
CdL Seite 1494, nr. 849 (Bergamo.988/September). Zum Datum vgl. C. Santoro, Rettifiche Seite 249.
CdL Seite 1543, nr. 872 (Iovenalta. 993/März/11).
CdL Seite 1552, nr. 875 (Agutiano. 993/März).
].
Dieser langobardische Große war mit Alsinda, der Tochter des Markgrafen Arduin Glabrio (Franke), vermählt [5
Literaturangaben für Giselbert II. vgl. bei Skizze Giselbert 1., Anm. 1. ],.