ZALAVAR


Lexikon des Mittelalters:
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Zalavár
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heutiges Dorf am Plattensee, in dessen Flur im frühen 11. Jh. ein dem hl. Hadrian geweihtes OSB Kloster über den Resten der ehemaligen Siedlung Mosapurg errichtet wurde. Aus der 2. Hälfte des 11. Jh. blieben noch die Grundmauern einer Kirche nördlich vom Kloster erhalten, die nach Grabfunden bis zum Ende des 13. Jh. genutzt wurde. Vom Ende des 11. bis zum 14. Jh. war Zalavar Zentrum der Komitatsverwaltung. Während der Türkenkriege diente das umgebaute Klosterim 16.-17. Jh. als Grenzfestung. 1702 gesprengt, wurden die Reste des mittelalterlichen Klosters bis zum Ende des 19. Jh. fast völlig abgetragen. Eine Vermessung des befestigten Klosters erfolgte 1569. Die älteren Bauabschnitte sind noch nicht erforscht. Wenige aus den Ruinen stammende Skulpturenfragmente werden teils ins 9. Jh., teils ins 11.-13. Jh. datiert.

A. Ritoók