Ludat, Herbert: Seite 13,44,46,144,342
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"An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa."

Das Totenbuch von Möllenbeck weist überdies auch sonst deutlich auf enge Beziehungen zum Hause GEROS und seines Schwagers, des Markgrafen Christian, hin sowie auf Verbindungen zu Magdeburg und zum Markengebiet [Anm. 46 Vgl. die diesbezüglichen Eintragungen der Angehörigen der SIEGFRIED-GERO-CHRISTIAN-Familie im Nekrolog sowie zahlreiche Paralleldaten in den Totenbüchern von Magdeburg, Merseburg und Lüneburg.].
[Anm. 144 Vgl. u.a. S. Lüpke, a.a.O.; Seite 11, n. 66, R. Schölkopf, a.a.O., Seite 47f.; Thietmar, Sohn des Markgrafen Christian und der Hidda, der Schwester Geros, Bruder Erzbischof Geros von Köln, nach Wigberts Tod in markgräflicher Stellung im Gau Daleminzi, Gemahl der Schwanhild, der Tochter Hermann Billungs, seit 976 auch Nachfolger des Markgrafen Gunther in Merseburg (vgl. W. Schlesinger, Kirchengeschichte Sachsens, Band 1, Seite 302). Zur historischen Rolle der GERO-Familie und ihrer Herkunft haben sich schon die von W. Schlesinger ausgesprochenen Vermutungen (Die Entstehung der Landesherrschaft, Seite 160, n. 220), daß der berühmte "Legat" Siegfried mit einem Grafen Asic/Esicho zur Zeit HEINRICHS I. identisch, dazu über Hatheburg mit dem Königshaus verwandt und ferner ein Bruder des Markgrafen Gero gewesen sei, dessen Nachfolge er 937 angetreten habe, durch die Forschung von K. Schmid, in: Zs. f. württemb. Landesgesch., 1964, Seite 218 f., voll bestätigt. Die häufig in der Forschung noch begegnenden Vorstellungen von Gero als homo novus sind damit endgültig abgetan und die Identität der sogenannten Merseburger Grafen mit der SIEGFRIED-GERO-Familie gesichert (vgl. auch H.K. Schulze, Das Stift Gernrode, 1965, Seite 2.]
Da der Name Kizo eine Koseform für Christian ist, liegt der Gedanke nahe, daß er vermutlich zur CHRISTIAN-GERO-Familie gehört haben dürfte [Anm. 342 Über Christian, den Schwager Geros, dem der Kaiser neben der Kathedrale in Magdeburg eine neue Grabstätte errichten ließ (Thietmar II, 17) vgl. R. Schölkopf,a.a.O., Seite 45; die Belege für den Namen Christian vor 1000 bei W. Schlaug, a.a.O., 1962, Seite 184, für Kizo Seite 68. - Kizo bei Thietmar IV, 22 als miles inclitus bezeichnet!], die in der Tat durch das Vorgehen Dietrichs schwere Einbußen erlitten hatten.