Karl von Egmont                            Herzog von Geldern (1492-1538)
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10.11.1467-30.6.1538
Grave             Arnheim
 

Begraben in der St.-Eusebius-Kirche zu Arnheim
 

Einziger Sohn des Herzogs Adolf von Egmont-Geldern und der Katharina von Bourbon, Tochter von Herzog Karl I.
 

Thiele, Andreas: Tafel 4
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

KARL (II.)
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* 1467, + 1538

Karl von Egmont war 1488/92 in französischer Haft und gewann mit französischer Hilfe das Land seiner Väter zurück, das seit 1483 MAXIMILIAN I. besetzt hielt, scheiterte aber mit allem Ansprüchen in Jülich-Kleve, verzichtete da 1499 endgültig, wofür Jülich-Berg auf seine Ansprüche in Geldern verzichtete. Er geriet hart gegen MAXIMILIAN I. und gegen dessen Enkel KARL V. und mußte sich erstmals 1505 völlig unterwerfen. Nach dem Tode Philipps I. des Schönen von Kastilien konnte er sich erneut durchsetzen, erhielt Friesland von den WETTINERN und das Bistum Utrecht. 1507 drang Karl in Brabant und Holland ein, eroberte 1511 Harderwijk und Bommel, 1512 Amsterdam, 1524 Gröningen. 1528 wurde er von KARL V. gezwungen, Geldern und Zütphen als Lehen zu nehmen. Gleichzeitig wurde er als Erbherr von Friesland anerkannt, mußte dafür aber das Stift Utrecht, eine jahrhundertelange Domäne von Geldern, abgeben. Er sicherte ihm sogar die Erbfolge in Geldern-Zütphenzu, stellte sich damit gegen die Absichten der Landesstände, die Herzog Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg zum Erben bestimmten, woraus sich 1538/43 der Erbkrieg um Geldern zwischen dem Kaiser und Herzog Wilhelm ergab. Karl fand stets französische Unterstützung, was ihm letztlich aber nichts half.

  oo 1518
       ELISABETH VON BRAUNSCHWEIG
       * 1494, + 1572

Tochter des Herzogs Heinrich von Lüneburg



GELRE GELDERN GELDERLAND: Band I Seite 38
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"Geschichte und Kultur des Herzogtums Geldern."

XVII. 2. KARL VON EGMOND/GELDERN
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* 9.11.1467, + 30.6.1538
Grave             Arnheim

Begraben in der St.-Eusebius-Kirche zu Arnheim

Wurde nach 1473 unter der Vormundschaft von Karl dem Kühnen und später von Kaiser MAXIMILIAN I. aufgezogen, geriet 1487-1492 in französische Krieggefangenschaft. 1492-1538 Herzog von Geldern. Seine Regierungszeit war geprägt von ständigen Kämpfen gegen das Haus HABSBURG.
Gestorben, kurz nachdem er zum Herzog von Bourbon designiert wurde. Heiratete zu Celle am 7. Dezember 1518 mit der WELFIN Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg (* 11.9.1494, + Geldern 2.4.1572, begraben in der Pfarrkirche zu Geldern), Tochter von Herzog Heinrich IV. von Braunschweig-Lüneburg (* 15.9.1468, + 19.2.1532) und der Margareta von Sachsen (* 4.8.1469, + 7.12.1528).



 5.2.1519
  oo Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg, Tochter des Herzogs Heinrich
  x   11.9.1494-   1572
 
 
 
 

Kinder:
Illegitim

  Anna
          -

  oo Adrian von Büren Herr zu Straelen
               -   1527

  Katharina
         -

  oo Walram von Arkel Herr zu Heukelom
               -    1556
 
 
 
 

Literatur:
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GELRE GELDERN GELDERLAND. Geschichte und Kultur des Herzogtums Geldern. Verlag des Historischen Vereins für Geldern und Umgebung 2001 Band I Seite 38 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 4 -