Hermann II.                                               Pfalzgraf bei Rhein (1061-1085)
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um 1049-   1085
 

Einziger Sohn des Pfalzgrafen Heinrich I. der Rasende von Lothringen und der Mathilde von Lothringen, Tochter von Herzog Gozelo II.
 

Hermann II. wurde Graf im Ruhr- und Zülpichgau und 1061 Pfalzgraf. Sein Vormund war Erzbischof Anno II. von Köln. Er hielt Frieden mit ihn und geriet gegen dessen Nachfolger wegen der alten Streitpunkte. Er war eine treue Hilfe von Kaiser HEINRICH IV. und wie dieser zeitweise gebannt. Er scheiterte gegen die Erzbischöfe von Köln, wie auch gegen die von Trier im Moselraum und verlor unter anderem Cochem.

Schieffer Rudolf: Band II Seite 8
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"Die Salier und das Reich"

Kurz danach brach über das Pfalzgrafenhaus die Katastrophe herein, als Heinrich nach vorübergehendem Klosteraufenthalt auf seine Burg Cochem zurückkehrte und dort in einem Anfall von Wahn seine Gattin umbrachte (1060). Der Pfalzgraf verschwand für den Rest seiner Tage in Haft, während Anno eine Art Vormundschaft über den Sohn des unglücklichen Paares übernahm. Der in Köln erzogene Hermann II., 1064 erstmals als pfalzgräflicher Nachfolger seines Vaters genannt, behauptete später zwar die moselländischen Besitzungen seiner Vorfahren, ließ sich aber bis zu seinem Tod (1085) auf keinen Zwist mit den Kölner Erzbischöfen ein. Anno blieb im unangefochtenen Besitz des ezzonischen "Nachlasses", den er ohne erkennbares Zutun der Reichsgewalt an sich gebracht hatte.

Lewald Ursula: Seite 164-167
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"Die Ezzonen. Das Schicksal eines rheinischen Fürstengeschlechtes"

Dass der palatinus comes Hermann, der die Schenkung an das Stift Kerpen machte, ein Sohn der unglücklichen Pfalzgräfin Mathilde gewesen ist, geht aus der eben behandelten Urkunde hervor. Väterlicherseits aber stammte er von den ERENFRIEDEN ab, denn die in der Brauweiler Klosterchronik überlieferte erweiterte Fassung der Vita des Abtes Wolfhelm nennt ihn einen patruelis, also einen (vom Vater-Bruder abstammenden) Vetter der Königin Richeza von Polen. Diese umständliche Verwandtschaftsbezeichnung enthob den ungenannten Klosterschreiber der Notwendigkeit, den Vater Hermanns, Heinrich, an dessen Händen ja Blut klebte, zu nennen. Nach der Vita Annonis soll der Erzbischof, nachdem er die ermordete Pfalzgräfin bestattet hatte, den Sohn zu sich genommen, ihn aufgezogen und mit vielen Lehen begabt haben. Schon Jenal hat kritisch angemerkt, dass dieser Akt der Barmherzigkeit einen politischen Hintergrund hatte. Durch die Übernahme der Erziehung machte sich Anno zum Vormund über den Erben seines Gegners. Lange freilich kann dieser Zustand nicht gedauert hatte, denn, wie oben ausgeführt, ist Hermann schon 1064 zum ersten Mal als Pfalzgraf bezeugt. Spätestens zu dieser Zeit hatte also die Vormundschaft ein Ende.
Auf eine Auseinandersetzung mit dem mächtigen Kölner Erzbischof hat es Hermann II. nicht ankommen lassen. Anno und damit das Kölner Erzstift waren endgültig in die pfalzgräfliche Machtstellung im Bonn- und Auelgau eingerückt. Auch die linksrheinische Tomburg blieb Kölner Lehen. Nur außerhalb der Kölner Einflußzone, im Ruhr- und Keldachgau sowie in Westfalen, hat Hermann Grafenrechte besessen. Über Allode verfügte er nachweislich im Remagen, hier übrigens zusammen mit dem König, an der Maas und in Brabant. Auch die Position seines Vater als Vogt von Klotten scheint er behauptet zu haben, wenn auch der wichtigste Stützpunkt an der Mosel, die Burg Cochem, an den Gegen-König HERMANN VON SALM zu einem bestimmten Zeitpunkt verloren ging. Jedenfalls setzte sich der neue Pfalzgraf später mit Erfolg dafür ein, dass Klotten an Brauweiler zurückerstattet wurde. Bei den Mönchen des Klosters Afflighem in Brabant stand Hermann ebenfalls in gutem Gedächtnis. Die Klosterchronik hebt hervor, dass er die Hälfte des Abteigebietes, die ihm gehörte, für die Neugründung hergab. Dieses Allod stammte vermutlich aus der Erbschaft seiner Frau, Adelheid von Orlamünde, einer Tochter der Adela von Löwen, denn eben diese stiftete den anderen Teil des Abteigrundes.
Weniger großzügig verfuhr Hermann dort, wo seine eigensten Interessen im Spiele waren. Jocundus, der Verfasser der Translatio S. Servatii, wirft ihm vor, er habe zusammen mit anderen mächtigen Herren die Burg Dalhem zwischen Lüttich und Maastricht auf seinem Erbbesitz erbaut. Da diese Burg inmitten eines alten Reichsgutkomplexes lag, wird es sich hier nicht um Allod, sondern um ein entfremdetes Amtsgut des Pfalzgrafen gehandelt haben. Der Wunsch, sich wieder einen festen Sitz zu schaffen, ist nach dem Verlust des Siegberges und der Tomburg nur verständlich. Später sollte diese Burg zum Mittelpunkt einer eigenen Herrschaft werden. Sie gelangte als Kölner Lehen in die Hände der Grafen von Hochstaden. Aber nicht der Kaiser, der im Jahre 1085, in dem sich der Vorgang abspielte, in Franken, Sachsen und Bayern weilte, griff dagegen ein, sondern die benachbarten Fürsten an ihrer Spitze Graf Adalbert III. von Namur. Bei der nun folgenden Fehde soll Pfalzgraf Hermann, als er es wagte, ein in der Nähe gelegenes Heiligtum des heiligen Servatius zu plündern, schmählich ums Leben gekommen sein. Dieser Vorwurf des Jocundus, ein solches Sakrileg verübt zu haben, ist freilich bei einem Manne, der zum Wohltäter mehrerer geistlicher Anstalten geworden war, wenig glaubwürdig. Aber wahrscheinlich fürchtete man in Maastricht nicht ganz zu Unrecht, die neue Burg werde die eigenen nahen Besitzungen bedrohen, zumal Hermann wahrscheinlich als Erbe seines Vaters auch Vogt der Maastrichter Mosel-Besitzungen gewesen ist, und man einen so mächtigen Herren nur ungern in unmittelbarer Nähe des Stiftes dulden mochte: Sein Tod, den man nach Jocundus dem Eingreifen des heiligen Servatius verdankte, hatte das Stift von ihm befreit, aber die Burg blieb bestehen.
Mag im Fall von Dalhem Hermann auch gegen das Interesse des Reiches im allgemeinen und des Reichsstifts Maastricht im besonderen gehandelt haben, so hielt er persönlich doch treu zu HEINRICH IV. Nach der Rückkehr des Königs aus Italien ermöglichte es ihm Hermann, mit seinem Anhang auch im Rheinland Fuß zu fassen. Dabei war er als Schwiegersohn des Gegen-Königs RUDOLF VON RHEINFELDEN vorgesehen gewesen. Aber dieser Verlockung, mit der ihn RUDOLF wohl zu seiner Partei hinüberziehen wollte, hat er sichtlich widerstanden, wie die schon genannte Ehe mit Adelheid von Orlamünde zeigt. Das Angebot der Gegenseite macht aber deutlich, welche einflußreiche StellungPfalzgraf Hermann trotz der Verluste, die sein Vater hatte hinnehmen müssen, immer noch im Reich besaß. Dem Lütticher Gottesfrieden von 1082 hat er nach Papst und König an dritter Stelle unter den lothringischen Großen zugestimmt und bei der Kaiserkrönung HEINRICHS IV. durch den Gegenpapst Clemens III. Ostern 1084 in Rom ist er auch zugegen gewesen. Der strenge Gregorianer Bernolf läßt ihn wegen dieser Parteinahme denn auch 1086 unbußfertig sterben, heu miserabiliter periit, ruft er ihm nach, während die Hildesheimer Annalen seinen Tod im Jahre 1085 ohne Kommentar melden. Demgegenüber berichten die Miracula des heiligen Nikolaus aus Brauweiler, dass Pfalzgraf Hermannmit seiner Frau Adelheid in der Fastenzeit des Jahres 1080 dorthin eine fromme Wallfahrt machte, und die Fundatio bezeichnet ihn ausdrücklich als pius comes. Die durch den Investiturstreit entfachte Spaltung der Meinungen in Deutschland spiegelt sich also auch in der widersprüchlichen Beurteilung des letzten Pfalzgrafen aus dem Geschlecht der ERENFRIEDE wider. Seine beiden Kinder sind im gleichen Jahr wie er selbst gestorben.

Kimpen Dr. Emil: Seite 62
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"Der letzte Ezzone"
in: Eifel-Kalender für das Jahr 1952

Zum Tod der Brüder Heinrich I. und Herzog Konrad III. von Kärnten sagt die Lebensbeschreibung des heiligen Willibrord, mit dem Untergang dieser hellglänzenden Gestirne des Römischen Reiches sei auch ihre erhabene Familie untergegangen und das reiche Erbe an Auswärtige gefallen. Diese Mitteilung trägt wohl Schuld daran, dass man den nunmehr folgenden, 1065 zum ersten Male als Pfalzgrafen genannten Hermann II. bisweilen für einen LUXEMBURGER hielt. Man begründete dies damit, dass Hermanns Witwe Adelheid von Meißen nach Urkunden von 1097 und 1124 zu seinem Seelenheil dem Limburger St. Georgstift Besitz in den Westerwaldorten Isenburg und Meuth überließ und das Haus der Grafen von Luxemburg, vor allem sein Gleiberger Ast an der Lahn begütert war, außerdem Hermann II. nach einer Urkunde Kaiser HEINRICHS V. in dem rechtsrheinischen Bendorf einen Hof gehabt haben soll. Da der 1077 noch als ledig bezeugte Hermann1085 oder 1086 mit seinen "Kindern" verstarb und zeitlich für ein Enkel des 1019 dahingeschiedenen luxemburgischen Grafen Friedrich sein konnte, wurde er daher zumeist dem Grafen Hermann von Gleiberg gleichgesetzt, der Vogt über einen Hof in Bendorf war. Aber jeglicher Beweis fehlt, dass die Limburger Schenkungsgüter jemals Hermann II. gehört hätten, auch sein Bendorfer Hof wurde nach einer Urkunde Kaiser KONRADS III. nicht von ihm, sondern vom Pfalzgrafen Siegfried dem Kloster Laach übergeben und war überdies gar nicht derselbe Hof wie derjenige Hermanns von Gleiberg.
In Wahrheit war Hermann II.ein echter Angehöriger des EZZONEN-Geschlechts. Sein erstes Auftreten 1064 zeigt ihn bereits in einer Angelegenheit des Stifts Kornelimünster, dem Hezelin schon die andere Hälfte des Waldes Vele (Ville) nebst Bergheim schenkte und dessen Vogt Pfalzgraf Heinrich I. war. 1065 und 1072 wird er als Graf im Ruhrgau genannt, in welchem Ezzo von Kaiser HEINRICH II. die Höfe Kaiserswerth und Duisburg erhalten hatte, die Pfalzgraf Otto bei seiner Erhebung zum Schwabenherzog der Krone dann wieder zurückgab. Nach dem EZZONEN-Kloster in Brauweiler machte Hermann 1080 mit seiner Gattin eine Bittfahrt, und bei dem Kölner Erzbischof setzte er sich außerdem für die Rückgabe des dem Kloster durch Anno widerrechtlich entzogenen Klottener Besitzes ein, wozu nach Richezas Anordnung vom Jahre 1051 in erster Linie die Erben des Pfalzgrafen Heinrich I. befugt sein sollten. Dies alles bezeugt schon Hermanns nahe Verwandtschaft mit den EZZONEN und läßt darüber hinaus ganz besonders an Beziehungen mit dem Ast Hezelins denken.
Nun sagt Kaiser HEINRICH V. von dem im einstigen KONRADINER-Gebiet liegenden Hof Bendorf, er sei "a cognato nostro Herimanno palatino comite", also von dem "verwandten"Pfalzgrafen Hermann II. erbrechtlich auf ihn übergegangen. Noch wichtiger ist, dass Kaiser HEINRICH IV. im Remager Forst Gemeinschaftsrechte mit Pfalzgraf Hermann II. besaß, die nur durch verwandtschaftliche Beziehungen zu erklären sind, wie sie zwischen Herzog Konrad III. von Kärnten und den SALIER-Herrschern bezeugt sind. Es ist deshalb so gut wie sicher, dass Hermann II. der Linie des Grafen Hezelin entstammte. Die Worte der Vita Willibrords, mit dem Untergang der Söhne Hezelins sei auch ihre höchst erhabene Familie untergegangen und Erbe und Ruhm an Auswärtige gefallen, brauchten auch keineswegs zu bedeuten, dass diese Söhne kinderlos waren. Die Vita, die erst 1100 geschrieben wurde, konnte ebenso gut nur den um diese Zeit geltenden, durch den Tod der beiden Brüder angebahnten Zustand kennzeichnen wollen. Hätte sie aber wirklich mit ihren Worten deren Kinderlosigkeit betonen wollen, so war dies ganz zweifellos ein Irrtum, der sich dadurch völlig einwandfrei nachweisen läßt, dass der Biograph Erzbischof Annos von Köln mitteilt, dieser habe nach Pfalzgraf Heinrichs Tod dessen Sohn erzogen und mit Lehen ausgestattet. Pfalzgraf Heinrich I. hatte also einen Sohn. Und diese Tatsache genügt zu der nunmehr letzten Feststellung, dass Pfalzgraf Hermann II.mit Bestimmtheit Pfalzgraf Heinrichs I. Sohn war. Eine undatierte Kopie, nach der ein Pfalzgraf Hermann zum Seelenheil seiner Mutter Magdilis und ihres "compar" (Teilhaber, hier vielleicht Unglücksgefährte) Sigebodo dem Kerpener Martins-Kloster Besitz und Lehen in Bilemarche, Sinzig, Echeze und Beller schenkte, bezieht sich also ebenfalls auf ihn; Eccheze könnte das Gut Hezelins in Aeccheze gewesen sein, auf dem Mathilde, die Gattin seines Bruders Ezzo, im Jahre 1025 bei einem Besuch aus dem Leben schied.
Pfalzgraf Hermann und seine Kinder waren die letzten EZZONEN. Mit ihrem Erlöschen starb ein Haus aus, das etwa anderthalb Jahrhunderte lang den größten Tei der Eifel beherrscht hatte und, was die vorstehenden Ausführungen für unser Eifelgebiet besonders interessant macht, eines der glänzendsten Eifel-Geschlechter aller Zeiten gewesen war. Die Pfalzgrafschaft aber kam, wie ich bereits an anderer Stelle gezeigt habe und noch zeigen werde, nunmehr in die Hände Auswärtiger, die aber doch auch wieder durch weibliche Vermittlung verwandtschaftliche Bindungen zu den alten lothringischen Pfalzgrafengeschlecht besaßen.

Van Droogenbroeck, F.J.: Seite 38-95
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"Paltsgraaf Herman II (+ 1085) en de stichting van de abdij van Affligem", Jaarboek voor Middeleeuwse Geschiedenis 2 (Hilversum 1999)

Die richtige Identifizierung des Pfalzgrafen, der am 31. März 1084 die Hälfte des Baugeländes der Abtei Affligems schenkte, hat die Entstehungsgeschichte dieser Abtei ganz verändert. Hermann II. von Lothringen ( 1085!), und nicht seinem Nachfolger Heinrich II. von Laach, oder seiner Frau, Adelheid von Weimar-Orlamünde, gehörte das Allod. Das Grundstück fand vermutlich seinen Ursprung in der Erbschaft seiner Mutter, Mathilde von Verdun. Heinrich III. und Gottfried I. von Löwen, die Kinder der Gräfin Adela, Witwe des Grafen Heinrich II. von Löwen, besaßen die andere Hälfte des Allods. Dieser Teil entstand aus der Erbschaft ihrer Großmutter, Oda von Verdun.

Weil Oda und Mathilde von Verdun beide als Töchter Gozelos I. dem lothringischen Herzogshaus entstammten, gehörte das Klosterareal vordem wahrscheinlich dem Grafen von Verdun, statt dem Grafen von Löwen, wie bisher angenommen wurde. Die Beteiligung des Pfalzgrafen Hermann II. erklärt gleichfalls die bisher unvereinbare Erwähnung des Erzbischofs Anno II. von Köln in der Stiftungschronik. Hermannwurde von diesem Kölner Bischof aufgezogen, nachdem seine Mutter von ihrem wahnsinnigen Ehemann, Pfalzgraf Heinrich der Wütende, ermordet worden war. Unter dieser Vormundschaft sollten die Stifter Affligems sich an den kaiserlichen Regenten Anno wenden und sollten ihn (als stellvertretenden Grundbesitzer für Hermann) um Erlaubnis für die Stiftung bitten. Sie trafen sich wahrscheinlich in Köln im Jahr 1062 und nicht im Jahr 1083, wie irrtümlicherweise in der Chronik interpoliert. Einige Tage später, am 28. Juni 1062, wurde sodann die eremitische Gemeinschaft Affligems gegründet. Die sogenannte aedificatio im Jahr 1083 scheint nur die Grundsteinlegung der ersten Abteikirche gewesen zu sein.

Schaab Meinrad: Seite 28
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"Geschichte der Kurpfalz."

Anno zog Hermann, den Sohn des unglücklichen Pfalzgrafen, bei sich auf. Diese Regentschaft dürfte in vielfacher Weise zur Schwächung der Pfalzgrafenmacht im ripuarischen Kernraum beigetragen haben. Die Grafschaften waren wohl damals bereits alle  weiterverlehnt, und ie Lehnsinhaber hatten mehr ihre Selbständigkeit als den Zusammenhalt mit den HEZELINIDEN im Sinn. Anno selbst konnte nochmals seinen Einfluß im Köln-Bonner Umland mehren Von 1064/65 bis 1085 hat Hermann das Pfalzgrafenamt ausgeübt. Er versuchte, im Einvernehmen mit Köln und unter weitgehendem Verzicht auf seine Ansprüche im Bonn- und Auelgau, die alten Positionen an der Mosel und nunwieder nördlich von Köln im Ruhr- zund Keldachgau auszubauen. Selbst nach Westfalen konnte er mit Kölner Billigung ausgreifen. Seine weiterreichende politische Bedeutung rührte daher, daß er der sicherste Parteigänger des so angefochteneen Kaisers HEINRICH IV. im nieder- und mittelrheinischen Raum war. Vermählt war er mit Adelheid von Orlamünde, der Witwe des sächsischen Grafen Albert von Ballenstedt, die wiederum von Mutterseite Erbin der Grafen von Löwen wurde. So erwarb Hermann Besitz in Thüringen, wo schon einmal die EZZONEN sich festgesetzt hatten sowie in Brabant. Jedoch blieb die Ehe ohne Kinder. Damit starb die gesamte alte lothringische Pfalzgrafenfamilie aus.
 
 
 
 

um 1080
  oo 2. Adelheid von Weimar, Tochter des Markgrafen Otto I.
   x      um 1060-28.3.1100
 
 
 
 

Literatur:
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Die Salier und das Reich. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich der Salier. (Hg.) Stefan Weinfurter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 Band II Seite 8 - Droogenbroeck Van, F.J.: Paltsgraaf Herman II (+ 1085) en de stichting van de abdij van Affligem., Jaarboek voor Middeleeuwse Geschiedenis 2 (Hilversum 1999) Seite 38-95 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 89 A. 348,341 - Kimpen, Emil: Ezzonen und Hezeliniden in der rheinischen Pfalzgrafschaft, in: Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, XII. Ergänzungsband, Innsbruck 1933 Seite 62 - Lewald Ursula: Die Ezzonen. Das Schicksal eines rheinischen Fürstengeschlechtes. In: Rheinische Vierteljahresblätter 43,1979, Seite 164-167 - Schaab Meinrad: Geschichte der Kurpfalz. Verlag W. Kohlhammer 1988 Seite 28 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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