Adalbert                                                   Herzog im Elsaß (683-722/23)
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    - vor 11.12.722
 

Sohn des Herzogs Eticho im Elsaß und der Berswinda
 

Im Elsaß folgte auf den dux Adalbert der älteste Sohn Liutfrid als Herzog; der jüngere Eberhard nahm unter dem Titel eines domesticus Herrschaftsrechte im Sundgau wahr.
 
Heinrich Büttner:
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"Geschichte des Elsaß I"  1991

Mit dem Namen des Herzogs Adalbert ist die Stiftung von St. Stephan in Straßburg verknüpft. Anfang des 8. Jahrhunderts wurde der  Frauenkonvent gegründet, an seine Spitze trat als erste Äbtissin Attala, in der man mit Recht die Tochter Herzog Adalberts sieht. Außer dem in unmittelbarere Nähe von Straßburg gelegenen Besitz bei Schiltigheim ist der aus der Schenkung Herzog Adalberts stammende Güterbestand von Eckwersheim bei Brumath bis nach Mühlhausen, Wolfganzen, Regisheim und Pulversheim hinunter zu suchen, wobei besonders viele Namen dem Sundgau angehörten. In Straßburg selbst hatte Herzog Adalbert beträchtlichen Grundbesitz im Westen der Stadt an St. Stephan gegeben.
 
Franz Vollmer: Seite 151, 158
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"Die Etichonen"

Die erste Schenkungswelle steht im Zusammenhang mit dem 722 erfolgten Tod des Herzogs Adalbert, der seinerseits noch im Juni 722 für das Kloster tätig gewesen war. Nach Herzog Adalberts Tod schaltet sich König Theuderich IV. in die Angelegenheiten des Klosters Honau ein und wendet sich an Herzog Liutfrid und den domesticus Eberhard. In die gleiche Zeit fallen die grundlegenden Schenkungen Liutfrids und Eberhards über ihren von ihrem Vater Adalbert ererbten Anteil an der Honauer Insel, Boros über seinen Inselanteil und Besitz in Kilstett und Haichos über den Erbteil an der Honauinsel, so dass ein Anstoß für all diese Schenkungen durch König Theuderich oder möglicherweise den dahinterstehenden Hausmeier angenommen werden darf.
Adalbert wird urkundlich nicht ausdrücklich als Sohn Etichos genannt, doch ist seine Abkunft vom Elsaß-Herzog nie ernstlich bezweifelt worden. Nach seines Vaters Tod wird Adalbert Herzog des Elsaß. In Straßburg lebte er als fundator von St. Stephan und angeblicher Erbauer des Königshofes fort. Adalberts Todesjahr dürfte 722 sein. Noch im Juni dieses Jahres hat er selbst an das Kloster Honau eine Schenkung gemacht, die im Dezember nach seinem wohl inzwischen erfolgten Tod von seinen Söhnen Eberhard und Liutfrid bestätigt wird.
 
 
 
 

  1. oo Gerlindis
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Franz Vollmer: Seite 158
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Adalberts Gemahlin Ingina ist im Elsaß ebenfalls begütert, stammte also wahrscheinlich von hier. Liutfrids Besitz in Olwisheim stammt ausdrücklich von seiner Mutter Ingina. Sie selbst schenkt an Weißenburg Besitz in Frankenheim.

  2. oo Bathildis
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Kinder:

  Liutfrid Herzog im Elsaß
        - nach 739
 
  Eberhard
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  Attala 1. Äbtissin von St. Stephan in Straßburg
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Auch die 3. Schwester At(t)ala soll nach dem Heiligenleben der Odilia den Schleier genommen haben. Nach jüngeren legendenhaften Überlieferungen ist sie die 1. Äbtissin von St. Stephan in Straßburg, der angeblichen Gründung ihres Vater Adalbert. Wie ihre Tante Odilia wird auch Attala als Heilige verehrt.

  Eugenia Äbtissin von Hohenburg
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Eugenia ist urkundlich eindeutig gesichert: zu einer Schenkung ihrer Brüder Liutfrid und Eberhard an das Kloster Honau gibt "Eugenia ac si indigna abbatissa" 722 ihren Konsens.
 
  Albina
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  Savina
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  Gundlinda
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Gundlinda ist dagegen nur von der Odilenvita genannt; nach ihr soll sie Nonne geworden sein, und spätere Tradition sieht in ihr die erste Tradition von Niedermünster.
 
  Maso
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