Hildegard von Flandern                  Gräfin von Holland
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934-   971/72 (11.4.987)
 

Tochter des Grafen Arnulf I. der Große von Flandern aus seiner 1. Ehe
 

Brandenburg Erich: Tafel 5 Seite 10
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

VII. ? 42 a. HILDEGARD
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    +

Gemahl:
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Dietrich II., Graf von Westfriesland und Gent 962
      + nach 988

Anmerkungen: Seite 123
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VII. 42? Hildegard

Die Vermutung, daß Hildegard, Gemahlin Dietrichs II. von Westfriesland (Holland), über deren Abkunft keine Quellenzeugnisse vorliegen, eine Tochter Arnulfs I. gewesen sei, hat Vanderkindere I, 74 f. aufgestellt und neben den nachweisbaren engen Beziehungen zwischen Arnulf und Dietrich hauptsächlich damit begründet, daß ihre beiden Söhne die Namen Arnold und Ekbert führen, also des mutmaßlichen Großvaters und Oheims. Die Vermutung hat manches für sich, ist aber nicht als gesichert zu betrachten; die Nachkommen sind daher im Teil II aufgeführt [VIIa 53]

Ergänzung: (Wolf): Kinder siehe Teil 2, VIII 68-70 (Seite 42)


Werner Karl Ferdinand: Seite 469
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"Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation)"

VII. Generation
53
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Der Annahme von Vanderkindere 1, 74f., derzufolge Hildegard, die Gattin des Grafen Theoderich II. von W-Friesland, eine Tochter Arnulfs I. von Flandern war, steht Brandenburg insoweit zurückhaltend gegenüber, als er die Nachkommen aus dieser Ehe im 2. Teil seiner Tafel (wahrscheinliche Deszendenz KARLS DES GROSSEN) bringt. In der jüngeren Literatur wird die Historizität dieser Filiation allgemein angenommen, vgl. etwa F-L. Ganshof, La Flandre sous les premiers comtes 125 (die Grafen von Holland stammen über eine Tochter Arnulfs des Großen von den Grafen von Flandern ab) und Uhlirz, Jbb. Ottos III. 455 (wo versehentlich von Arnulf II. statt dem I., gesprochen wird), die die Abkunft der Hiltigard (ebd. Anm. 22: Sie erscheint 971/72 in zwei Schenkungsurkunden Theoderichs für Blandigny bei Gent - dieses Datum ist zu Brandenburg nachzutragen) vom Grafen von Flandern für "sehr wahrscheinlich" hält und 450f. betont, wie Theoderich II. seit 941 VII 8 in Urkunden Arnulfs I. und seines Nachfolgers durch mehrer Jahrzehnte hindurch begegne, "und zwar stewts als erster unmittelbar nach dem Markgrafen selbst". Ein zwingendes Argument für die Filiation sehen wir in dem bisher schon stets betonten Umstand, daß die beiden Söhne der Hildegard, Arnulf und Ekbert, der spätere Erzbischof von Trier, Name des flandrischen Grafenhauses tragen: Arnulf den Namen des anzunehmenden Vaters der Hildegard, der ihn durch seine karolingische Großmutter Judith zugebracht erhielt, Ekbert den Namen eines Sohnes Arnulfs I., also Bruders der Hildegard. Daß Hildegard nicht eine Tochter Arnulfs von der Heribert-Tochter Adela sei, also nicht aus einer erst 934 geschlossenen Ehe stamme, sondern aus einer früheren Verbindung Arnulfs, hat Vanderkindere wohl zu Recht angenommen, denn es ist wenig wahrscheinlich, daß Ekbert, der jüngere der Söhne Hildegards, der schon 976 I Kanzler OTTOS II. war (DD O II ed. Sickel, nr. 125, 126) und 977 Erzbischof von Trier wurde, Sohn einer Mutter war, die frühestens 936 geboren sein könnte, wenn sie Tochter Adelas wäre (da das erste Kind aus Adelas Ehe Liutgard war). Es kommt hinzu, daß Arnulf I. zur Zeit seiner Ehe mit Adela schon in recht fortgeschrittenem Alter war, eine vorübergehende Verbindung auch darum wahrscheinlich ist. Auch Ganshof 27 hält Arnulfs Verbindung mit Adela für seine zweite Ehe. Ich nehme also sowohl Hildegard als auch ihre Kinder in die Tafel auf. - Zu den Lebensdaten ist ergänzend zu Brandenburg zu bemerken:
Hildegard * v 934, + n 971/72 (siehe oben). Den Tod Theoderichs II. datiert Brandenburg "nach 988". Uhlirz 455f. geht von einem Brief Gerberts (Lettres de Gerbert, ed. Havet nr. 114) aus, der von 988 IV Ende/V Anfang datiere, und in dem der Tod des Grafen vorausgesetzt wird, denn es geht schon um die Belehnung seiner Nachfolger. Während dem Sohne Arnulfs, dem Bruder Erzbischof Ekberts, an den das Schreiben gerichtet ist, die deutschen Lehen, als einem treuen Anhänger der OTTONEN, sicher sind, hat eben darum König Hugo von Frankreich die französischen Lehen nicht diesem, sondern dem Enkel Theoderichs II., Theoderich III., verliehen. Wenn allerdings Uhlirz darum Theoderich II. "Anfang 988" sterben läßt, angesichts der Beschwerde Gerberts, Ekbert habe tum sero von den Sorgen seiner Familie berichtet, richtig schließt, es müsse der Tod von Ekberts Vater "geraume Zeit früher" eingetreten sein und ihn auf "Jänner oder Februar 988" ansetzt, so übersieht sie die Urkunde von 988 IV 1 (Lot, Derniers Carolingiens 219, Anmerkung 2); in der erstmals die flandrische Gräfin Rozala als Susanna regina auftritt, in der aber, auch hier unmittelbar hinter dem Grafen und seiner Mutter, letztmals Theoderich II., vor seinem Sohne Arnulf, auftritt: S. Theoderici comitis, S. Arnulfi comitis. Theoderich starb also nach dem 1. April 988, und zwar wohl sehr bald daanch, und es muß umgekehrt jener Brief "geraume Zeit" nach diesem Datum geschrieben worden sein, also etwa Ende Mai bzw. im Juni 988. Wir geben das Todesdatum Theoderichs II. mit 988 nach IV 1 an. Die Regierungszeit des Grafen bietet Brandenburg endlich als "Graf von W-Friesland und Gent 962". Demgegenüber ist festzuhalten, daß Dietrich/Theoderich II. etwa 940, jedenfalls vor 941 VII 8 (siehe oben) seinem Vater, Theoderich I., in W-Friesland gefolgt war, daß er andererseits seine Stellung als "comes Gandavi portus", wie Uhlirz 454 sie umschreiben möchte, eine reizvolle Zwittersituation an der Grenze von Imperium und regnum Francorum, nach 964 II 22 antrat (Datum einer Urkunde König Lothars, in der noch sein Vorgänger, Wichmann, ein anderer Schwiegersohn des Grafen von Flandern - siehe folgende Anmerkung - erscheint), und vor 969 IV 13 (Datum einer anderen Urkunde des gleichen Königs, in der Theoderich II. als Herr des mit dem portus Gent verbundenen Lehenkomplexes auftritt, Uhlirz 454 und 455). Die Beziehung "Graf von Gent" wird hier nur der Kürze halber und mit allen Vorbehalten beibehalten (vgl. Uhlirz 449ff.). Daß endlich die Ehe Theoderichs II. mit Hildegard kaum nach c 940/45 liegen kann, ergibt sich aus dem oben erwähnten Umstand, daß 988 schon der Enkel, Theoderich III. vom französischen König mit den Lehen seines Großvaters belehnt werden  konnte.



Thiele, Andreas: Tafel 25
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

HILDEGARD
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    + 990

  oo DIETRICH II., Graf von Holland, Mitregent in Flandern ab 964
              + 988



Leo Heinrich Dr.: Seite 642-643
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten."

Da Dietrich II. gleich seinem Vater weltlicher Abt von Egmond, wenigstens im Besitz der Vogteigerechtsame war, mußte er für den Unterhalt der Mönche sorgen und tat dies reichlicher, als früher die Klosterleute bedacht waren.
Er hatte zur Gemahlin Hildegard, die Tochter des Burggrafen Wichmann [1 Siehe oben Seite 13. not.] von Gent; sie gebar ihm drei Kinder, zwei Söhne: Arnulf und Ekbert, und eine Tochter: Eklinda.
 
 
 
 

 oo Dietrich II. Graf von Holland
              - nach 1.4.988
 
 
 
 

Kinder:

  Arnulf
  955-18.9.993

  Egbert Erzbischof von Trier (977-993)
  955-8./9.12.993

  Herlinde Äbtissin von Egmont
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Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 5 Seite 10 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 642,643 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 25 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf Seite 469 -