Dietrich II.                                     Graf von Holland (923-988)
--------------                                    Burggraf von Gent
    -1.4.988
 

Sohn des Grafen Dietrichs I. von Holland (möglicherweise gehört zwischen beide ein weiterer Graf Dietrich)
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Seite 1021
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Dietrich II., Graf im späteren Holland
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     + nach 988

Ob er Sohn oder Enkel von Dietrich I. war, ist umstritten.

  oo Hildegard, Tochter von Arnulf I. von Flandern
             -

Nach Arnulfs I. Tod vermochte Dietrich II. eine Zeitlang eine Grafschaft um Gent innezuhaben (965-988); in dieser Periode erteilte Kaiser OTTO II. den Abteien St. Bavo und St. Peter (Blandinium) in Gent wichtige Privilegien. Es hat den Anschein, als ob Dietrich II. im Einvernehmen  mit OTTO II. diesen Teil von Flandern aus dem Westreich herauszulösen versuchte. Die gute Beziehung Dietrichs zum Kaiser wird anhand der Erhebung von Dietrichs II. Sohn Egbert zum Erzbischof von Trier deutlich. Dietrichs II. Position in Gent ging 988 verloren.



Brandenburg Erich: Tafel 5 Seite 10
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

VII. ?42 a. HILDEGARD
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    +

Gemahl:
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DIETRICH II., Graf von Westfriesland und Gent 962
        + nach 988

(Nachkommen siehe Teil II)



Thiele, Andreas: Tafel 7
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

DIETRICH II.
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    + 988

Möglicherweise gehört zwischen beide ein weiterer Graf Dietrich. Dietrich II. folgte in allen Rechten und Besitzungen, erfuhr weitere Förderung durch die OTTONEN, von denen er Besitzungen und Rechte im Maasgebiet und in Friesland erhielt. Er war seit etwa 962 Burggraf von Gent und geriet seitdem in ständigen Interessenkonflikt mit Flandern, wodurch die Jahrhunderte langen Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern begannen. Er war seit 964 sogar dort Regent. Er nannte sich mehrmals auch "Markgraf von Friesland" und begann damit die Jahrhunderte langen Auseinandersetzungen mit den Friesen. Als Zeichen der Anerkennung und Gnade des Herrschers wurde Dietrich am 25.8.985 anlässlich der Unterwerfung seines Sohnes, Erzbischof Egbert von Trier, der noch einmal ganz Lothringen den Westfranken in die Hände spielen wollte, unter die Vormundschaftsregierung, eine fürstliche Schenkung zuteil. Er bekam alle Güter und Rechte im Gebiet der Yssel und bei Medemblick, die ihm bisher als königliches Lehen auf Grund einer Verleihung OTTOS III. zugekommen waren, ferner alles, was er an Lehensrechten in Texel, im Maasland und Kinhem innegehabt hatte, als freies Eigen. Dieses Geschenk macht faktisch und in seinen Folgen das Grafenamt über jene Gaue in Dietrichs Hause erblich. Daneben war er aber zugleich Lehensträger des französischen Königs. Er hatte 968/69 von König Lothar das Waesland, die nördlich davon gelegenen Quatre-Metiers und das Gebiet von Alost an der Schelde als Lehen erhalten und nahm in Gent eine hervorragende Stellung ein.

  oo HILDEGARD VON FLANDERN
               + 990

Tochter des Grafen Arnulf I.; 988 Regentin



Leo Heinrich Dr.: Seite 642-643
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten."

Auf diesen Graf Dietrich, welcher wohl, gleich Gerulf, im Kennermerland die Grafschaft hatte, folgte eine zweiter Dietrich, der sein Sohn genannt wird, aber noch so wenig im Stande war, die wilden Friesen zu nördlich des Kennermerlandes (deren Graf er wohl auch sein sollte, die aber sich so frei gegen ihn stellten, wie die Dithmarschen nur je gegen Holstein) zu bändigen, daß er ihretwegen, die wohl immer noch viel heidnischen Wesen nährten, die Klosterfrauen von Egmond entfernen und Mönche an ihre Stelle setzen mußte. Da Dietrich II. gleich seinem Vater weltlicher Abt von Egmond, wenigstens im Besitz der Vogteigerechtsame war, mußte er für den Unterhalt der Mönche sorgen und tat dies reichlicher, als früher die Klosterleute bedacht waren.
Er hatte zur Gemahlin Hildegard, die Tochter des Burggrafen Wichmann [1 Siehe oben Seite 13. not.] von Gent; sie gebar ihm drei Kinder, zwei Söhne: Arnulf und Ekbert, und eine Tochter: Eklinda.
 
 

  oo Hildegard von Flandern, Tochter des Grafen Arnulf I. der Große
       934-11.4.987
 
 
 
 

Kinder:

  Arnulf
  955-18.9.993

  Egbert Erzbischof von Trier (977-993)
  955-8./9.12.993

  Herkelinde Äbtissin von Egmont
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Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 5 Seite 10 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 490 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 642-643 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 7 - Uhlirz, Karl: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Otto II. und Otto III. 1. und 2. Band. Verlag Duncker & Humblot Berlin 1967 Seite 76,252 -