Rapoto V.                                                Pfalzgraf von Bayern (1086-1099)
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    -14.4.1099
     Regensburg

Sohn des Grafen Rapoto IV. von Cham und der Mathilde, Tochter von Graf Sieghard VII.
Nach H.C.Faußner durch seine Großmutter Bilihild Urenkel des Pfalzgrafen Hartwig II.
 

Boslís Bayerische Biographie: Seite 613
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Rapoto IV., Markgraf von Cham, Pfalzgraf
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     + 1099
      Regensburg

Vater: Rapoto III. (+ 1080)

  oo Elisabeth, Witwe des Grafen Kuno

1082 Pfalzgraf in Bayern. Entschiedener Gegner der gregorianischen Partei, treuer Anhänger Kaiser HEINRICHS IV. Einer der mächtigsten Großen des Reiches, so dass nach der Überlieferung er bei Romfahrten immer auf eigenen Besitzungen übernachten konnte; sein Erbe Diepold III.

Literatur:
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ADB 27; K. Bosl, Oberpfalz uns Oberpfälzer. Geschichte einer Region, 1978.
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GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Dr. Wilhelm Wegener: Seite 186
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12. Rapoto V.

F. u. eV.
1072 17/7 siehe 6
1083 8/8 Raubburg Siebnach AG Türkheim wird von dem Augsburger Bischof Siegfried, Herzog Friedrich I. von Schwaben und dem Grafen Ratpoto (als zuständig für den schwäbischen Augstgau) zerstört Annal. Augst. SS 3, 130
(1082/83) comes palatinus Ratbot (Nachfolger des Pfalzgrafen Kuno II. von Rott) Vogt von St. Emmeram nQ 8, 318 f n 651 1090 Juli Vohburg Gericht des comes Rapoto (als Vogt von Münchsmünster) Nagel 24 n 60
c 1095 Vogt von Paulsnonnen (Mittelmünster) zu Regensburg sieh 17
(1096) Graf Rapoto beschenkt das Domstift Augsburg (um seinen Bruder Hermann auf den Bischofsstuhl zu verhelfen) Oefele, Andechs 225 n 2
1097 15/3 6 auf dem rechten Innufer gelegene Orte liegen in pago Indale in comitatu palatini comitis Rapotonis (untere Alpengrafschaft zwischen Ziller und Simssee) DD 6, 613 f n 454
+ 1099 14/4 zu Regensburg an einer Seuche Annal. Hildesheim. SS 3, 107
Annal. August. SS 3, 135
Frutolf-Ekkehard: Rapoto pal. comes, patruelis eius, quem multum divitem dicebant, defuncti sunt SS 6, 210, 218
Annalista Saxo ähnlich SS 6, 732
St. Ulrich: 14/4 Rapoto comes palatinus Necr. 1, 122
Baumburg 15. Jh. 26/4 Necr. 2, 242.
Gemahlin
Elisabeth (von Lothringen), Witwe des Pfalzgrafen Kuno II. von Rott (+ 1081) Pilgrimiden n 19
1086 14/5 Nagel 22 n 56
1090 Juli Vohburg siehe oben
1097 5/9 Nagel 34 n 70
(1099 nach 14/4) gibt als Seelgerät für ihre beiden Gatten und den Pfalzgrafen Kuno I. das praedium Kelheim nach Münchsmünster Nagel 34 n 71; FRA II 69, 216 f n 77.
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GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Prof. Dr. Otto Dungern: Seite 55
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8. Rapoto IV.

Bayerischer Pfalzgraf nach Kuno, erstmals genannt als solcher 29. IV.1086 (Stumpf, acta imperii 79/81), dann 14.V.1086 (Nagel, notitiae dom. Boic., München 1804, Nr. 22)
Vogt von St. Emmeran (Q. I. 36. 81: 1070/95) 1080 (Q. 41/2. 95)
Graf im Inntal (wohl einem Teil, wahrscheinlich dem Regensburger Anteil (Austria sacra IV. 206) 1097
übergab vor seinem Tode praedium in Creino dem Domstift Augsburg (Oefele, Gesch. d. Gf. v. Andechs 225, Urk. Nr. 2), wohl kaum Gremheim, sondern sein Gut in Krain, da als 1. marchio Diepaldus sein Vetter und Gutsanreiner zeugt (siehe oben). + 14.IV.1099 in Regensburg an der dort grassierenden Seuche (MG. SS. III. 135, 157 und Bec. I. 122 St. Ulrich Augsburg). Er war mit Elisabeth "aus" Lothringen vermählt, der Witwe des Kuno, Sohnes seines Vorgängers im Amte: Pfalzgrafen Kuno. Mit ihr übergibt Rapoto das eheweibliche Gut in Aresing, Pf. Neustadt an der Donau, an Kloster Münchmünster; vor beiden erfolgt zu Vohburg 20.VII. 1097 ein Gütertausch für dasselbe Kloster (Nagel a.a.O. 22, Nr. 56 und 24, Nr. 60). Die Herkunft seiner Frau ließ sich nicht feststellen.
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Rapoto, Anhänger HEINRICHS IV., folgte dem Pfalzgrafen Kuno durch Heirat im Amt und wurde erstmals am 29.4.1086 als Pfalzgraf genannt. Er war Vogt von St. Emmeran und Graf im Inntal. Rapoto starb kinderlos an einer in Regensburg grassierenden Seuche.

H.C.Faußner: Seite 43
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"Zur Frühgeschichte der Babenberger"

Der König entschied sich für Graf Rapoto, der mit der Witwe des gefallenen Sohnes seines Vorgängers Kuno verheiratet war. Dies mochte zu seiner Belehnung beigetragen haben, mehr aber auch nicht; denn entscheidend war, dass er die geblütsmäßige Voraussetzung für die Pfalzgrafschaft besaß. Dass dies der Fall war, lässt sich aus dem Bericht über die Einweihung der Klosterkirche Michaelbeuern erschließen. Er war wie sein Bruder Udalrich ein kognatischer Urenkel Pfalzgraf Hartwigs II. über seine Mutter Mathilde und seine Großmutter Bilihild. Mit seiner Belehnung in Nachfolge von Pfalzgraf Kuno kehrte der König zu einem Nachkommen der Pfalzgrafen aus dem Hause der ARIBONEN zurück. Als Pfalzgraf Rapoto Opfer einer Seuche im April 1099 in Regensburg wurde, hinterließ er keinen Sohn, und der König konnte erneut von seinem Auswahlrecht Gebrauch machen.
 
 
 
 

  oo 2. Elisabeth aus Lothringen
  x           -          Schwiegertochter des Pfalzgrafen Kuno I.