Barbara von Cilli                         Deutsche Königin
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1392-11.7.1451                           Regentin von Ungarn
         Melnik /Böhmen

Begraben: Wenzelskapelle des Schlosses zu Prag
 

Jüngste Tochter des Grafen Hermann II. von Cilli und der Agnes von Schaunberg, Tochter von Graf Heinrich
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1433
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Barbara von Cilli, Königin und Statthalterin von Böhmen
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* 1390/95-11.7.1451
                Melnik, Böhmen

Eltern: Graf Hermann II. von Cilli und Gräfin Anna von Schaunberg

oo 1408 Kaiser SIEGMUND

Die mehrfache Statthalterin von Ungarn hat die Politik ihres Gemahls erheblich beeinflusst. Nach der Anerkennung SIGISMUNDS zum König in Böhmen zur Königin gekrönt. Nach SIGISMUNDS Tod wandte sie sich aus alter Feindschaft gegen die Thronfolge ihres Schwiegersohnes, König ALBRECHT II. (1438/39), in Böhmen und förderte (erfolglos) die Kandidatur des Sohnes des Polen-Königs Wladyslaw Jagiello, Kasimir IV., wohl auch im Rahmen weitreichender Unionspläne.

Literatur:
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NDB II, 581 - H. Chilian, B. v. Cilli [Diss. Leipzig 1908] - H. Dopsch, Die Gf.en v. Cilli - Ein Forschungsproblem?, Südostdt. Archiv 17/18, 1974/75 [Überblick über Q. und Lit.]



Schwennicke Detlev: Tafel 82
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

SIGISMUND
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* Prag 14. II 1368, + Znaim 9. XII 1437

Begraben: Großwardein

11. VI 1378/1395 und 1411/15 MARKGRAF VON BRANDENBURG
Stuhlweißenburg 10. VI 1386 als KÖNIG VON UNGARN gewählt
Stuhlweißenburg 31. III 1387 gekrönt
Frankfurt 14. IX 1410 als KÖNIG gewählt, bestätigt 21. VII 1411
Aachen 8. XI 1414 mit Gemahlin gekrönt
Hradschin 28. VII 1410 KÖNIG VON BÖHMEN
Prag 27. VII 1420 gekrönt
Mailand 25. XI 1431 KÖNIG VON ITALIEN
31. V 1433 KAISER

  1. oo X 1385
           MARIA, 1382 KÖNIGIN VON UNGARN (ANJOU-SIZILIEN)
           * 1370, Ofen 17. V 1395

Begraben: Warasdin

Tochter von Ludwig dem Großen König von Ungarn und Polen

  2. oo 1406/08
            BARBARA VON CILLI
            * (1390/95), + Melnik an der Pest 11. VII 1451

Tochter von Graf Hermann II.

1412 Statthalterin von UNGARN
Prag 11. II 1436 Königin von BÖHMEN



Hoensch, Jörg K.: Seite 25,71
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"Matthias Corvinus. Diplomat, Feldherr und Mäzen."

Der König, seit 1395 verwitwet, vor der von den Landesherren mißbilligten Heirat mit der schlesischen Herzogs-Tochter Margarete von Brieg 1401 nicht nur wegen der Vernachlässigung seiner Amtspflichten, sondern auch wegen seines ausschweifenden Lebenswandels in Gefangenschaft der Landesherren geraten, hatte sich seine Freilassung nicht zuletzt durch die Verlobung mit der noch im Kindesalter stehenden Magnaten-Tochter Barbara von Cilli erkauft, die er zwischen 1405 und 1408 dann auch ehelichte.
Katharina von Podiebrad wurde für die Bestreitung ihrer Hofhaltung ein Jahrgeld von 7.000 Gulden gewährt und die Ntzung der umfangreichen Besitzungen übertragen, die Barbara von Cilli, die zweite Gemahlin Kaiser SIGISMUNDS, als Königin von Ungarn inegehabt hatte.

Hoensch, Jörg K.: Seite 233,307
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"Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437."

Das Herzogtum Luxemburg kam als Pfandbesitz in die Hände der Elisabeth von Görlitz, der Gemahlin Herzog Antons von Brabant. Bislang konnte allein SIGISMUND aus seiner um 1407 eingegangenen zweiten Ehe mit der jungen Barbara von Cilli ein 1409 geborenes Kind, die Tochter Elisabeth, als präsumptive Erbin der Dynastie vorweisen.
Die Stände der Länder der böhmischen Krone ließ er wissen, daß er seine Tochter Elisabeth und ihren Gatten Albrecht V., Herzog von Österreich und Markgraf von Mähren, zu aller seiner Länder und Königreiche einsetzen wolle; auf einem zum 18. Dezember nach Prag einberufenen Landtag sollten definitive Abmachungen über die Regierungsübergabe getroffen werden. Die präsumptiven Nachfolger sträubten sich aber, zu Lebzeiten des Kaisers die Herrschaft in dem von Unruhen heimgesuchten Land anzutereten, zumal Königin Barbara Kontakte zu einigen mit der Entwicklung unzufriedenen Baronen und utraquistischen Kleriker geknüpft hatte. Da der etwa 45 Jahre aten Barbara bereits zu Lebzeiten SIGISMUNDS unterstellt wurde, eine Eheschließung mit dem gerade 13 Jahre alt gewordenen polnischen Monarchen vorzubereiten, gab noch ihr Gemahl den Befehl, sie gefangenzunehemn, um Wahl und Herrschaftsübernahme Albrechts nicht zu gefährden. Obgleich es SIGISMUND nicht gelungen war, "sinen son von Österich" vorzeitig in Ungarn zu seinem Sukzessor einzusetzen, konnte er imerhin davon ausgehen, daß seine Tochter Elisabeth nach seinem Tod als Landesherrin und Regentin allgemeine Anerkennung finden und ihrem Gemahl die Stephanskrone sichern werde.
 
 
 
 

6.12.1405
   oo SIGISMUND Römisch-deutscher König
        15.2.1368-9.12.1437
 
 
 
 

Kinder:

  Elisabeth
  1409-19.12.1441

28.9.1421
   oo ALBRECHT II. von Habsburg König des Deutschen Reiches
        16.8.1397-27.10.1439
 
 
 
 

Literatur:
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Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 233,307 - Hoensch, Jörg K.: Kaiser Sigismund. Herrscher an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437. Verlag C.H. Beck München 1996 Seite 136,464, 495-499 - Hoensch, Jörg K.: Matthias Corvinus. Diplomat, Feldherr und Mäzen. Verlag Styria Graz Wien Köln 1998 Seite 25,28,71 - Krieger, Karl-Friedrich: Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich III. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1994, Seite 159 - Palacky Franz: Geschichte von Böhmen 1842 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 82 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 -