Ida von Elsdorf                               Gräfin von Dithmarschen
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um 1020- nach 1085
 

Einzige Tochter des Grafen Liudolf von Braunschweig aus dem Hause der BRUNONEN und der Gertrud, Tochter von Graf Ekbert; Enkelin der Kaiserin Gisela
Ablehnend Frau Dr. Tania Brüsch
 

Brandenburg Erich: Tafel 10 Seite 20
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XI. 46. EKBERT I., Graf von Braunschweig, Markgraf von Meißen 1051
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* ca. 1036 + 1068 11. I.

Gemahlin:
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ca. 1058
Irmgard, Tochter des Markgrafen Meginfred von Susa, Witwe des Otto von Schweinfurt
       + 1078 vor 29. IV.

Anmerkungen: Seite 137
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X. 46. Ekbert

Bollnow 35f. Curschmann 71f., dessen Altersansetzungen aber unrichtig sind. - Als Schwester der beiden Brüder wird von manchen, zuletzt von Bollnow 37f., Ida von Elsthorpe angesehen, die nach Albert von Stade, S. S. 16,319f. Tochter eines Bruders Kaiser HEINRICHS III. und einer Nichte des Papstes Leo IX. gewesen sein soll; gleichzeitigen Quellen ist sie völlig unbekannt; die Angabe Alberts, daß sie bereits vor 1054 einen erwachsenen Sohn durch den Tod verloren haben soll, macht es unmöglich, diese Ida, falls sie überhaupt eine historische Persönlichkeit ist, als Tochter des erst 1016 geborenen Grafen Ludolf oder irgendeines anderen Sohnes der Gisela anzusehen. S. Brandenburg, Gisela 36 f. Ich sehe daher von der Anführung ihrer angeblichen Nachkommenschaft vollkommen ab, und erwähne nur, daß nach Albert von Stade aus ihrer Ehe mit einem Grafen von Dithmarschen Richza, die Gemahlin Egilmars I. von Oldenburg und Stammmutter des gesamten oldenburgischen Hauses abstammen soll.

Korrektur (Wolf): XI 46 Ekbert I., * ca. 1025/26.



Ida trat 1071/77 als Mitschenkerin des Schluchseegebietes an das Kloster St. Blasien als Ida de Saxonia et de Birctorf (= Birkendorf, südöstlich Schluchsee) auf. Diese Dame wird ihren schwäbischen Erbbesitz sehr betont haben, so dass man in Stade leicht auf das de Suevia nata kommen konnte. Möglicherweise hat sie längere Zeit in Schwaben gelebt und sich nach dem Tode ihres dritten Ehemannes sogar auf ihre schwäbischen Erbbesitzungen zurückgezogen. Noch 1085 schenkte Ita de Birkendorf dem Allerheiligenkloster in Schaffhausen, dem Hauskloster der Grafen von Nellenburg, Besitz in Grafenhausen (südöstlich von Schluchsee) und der Birkendorfer Kirche selbst Land in Mettingen (an der Wurach).

Lechner Karl: Seite 73,327 A96
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"Die Babenberger"

Im übrigen scheint Leopold schon verheiratet gewesen zu sein und zwar mit Ida, einer Tochter Liudolfs von Braunschweig.
Die Annalen des Benediktinerklosters Stade bei Hannover, geschrieben um 1250/56, sprechen von einem Lippold, dem Sohn einer Glismod, der verheiratet war mit einer Ida, der Tochter eines Halbbruders Kaiser HEINRICHS III., nämlich Liudolfs, des Sohnes Giselas aus ihrer 1. Ehe mit Bruno von Braunschweig. Glismod war die Schwester Bischof Meinwerks von Paderborn (+ 1036) und in Bayern mit einem nobilis princeps in Baioaria verheiratet. Nach Meinwerks Tod aber erhoben ein Liutpold und ein Adalbert Erbansprüche. Daraus ergibt sich, dass jener Liutpold (Lippold) der 1043 jung verstorbene Sohn Markgraf Adalberts ist, der gleich nach der Ernennung zum Markgrafen der ungarischen Mark starb. Dann aber war Glismod die erste Gemahlin Markgraf Adalberts, womit Beziehungen zu Sachsen eingeleitet wurden.
Idas Mutter war eine Schwester des Grafen Bruno von Egisheim, des späteren deutschen Reformpapstes Leo IX. Ida, die Stiefnichte Kaiser HEINRICHS III., heiratete nach dem Tode ihres ersten Mannes Liutpold den Grafen Dedo von Dithmarschen und ist als Ida von Elsthorpe bekannt.

Klebel Ernst: Seite 13
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"Der Aufstieg der Babenberger"
in: Jahrbuch für Landeskunde von Nieder-Österreich

Adalbert scheint schon vor der Ehe mit Adelheid vermählt gewesen zu sein; die Annalen von Stade wissen von einem Lippold, Sohn der Glismod, der Schwester des Bischofs Meinwerk von Paderborn (+ 1036), und seiner Gattin Ida, einer Nichte Kaiser HEINRICHS III. Glismod war nach Meinwerks Vita in Bayern verheiratet. Eine Kaiserurkunde vom 23. März 1052 erzählt, dass nach dem Tode Meinwerks dessen Erben Liutpold und Adalbert im Prozessweg ihr Erbrecht zu erweisen suchten, aber über Wunsch des Kaisers zu Gunsten des Klosters Abdinghof verzichteten. Diese Angaben stimmen zeitlich genau mit der Zeit des Markgrafen Leopold II., den man also mit Lippold, dem Gatten der Ida, identifizieren könnte, überein. Denn Adalbert musste der Erbe seines Sohnes werden, sobald dieser starb. Ida hat hernach den 1056 verstorbenen Grafen Dedo, den Bruder Erzbischofs Adalberts von Bremen, geheiratet. Ida war die Tochter des etwa 1002/03 geborenen und 1038 verstorbenen Grafen Ludolf von Braunschweig, des Stiefbruders Kaiser HEINRICHS III. Ihre erste Ehe muss also um 1040 fallen. 1043 starb Leopold, der Sohn Adalberts. So stimmt alles zusammen; würde der Name Leopold allein nicht überzeugen, so sein Zusammentreffen mit Adalbert in jener Urkunde.
 
 
 
 

  1. oo Lippold Graf von Kärnten
                 -   1052/53

  2. oo Dedo Graf in Dithmarschen
                   - um 1056

  3. oo Etheler Graf in Dithmarschen
               -
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Ekbert
  1040-   1052/53 erschlagen

  Oda
  um 1040-2.7.

  1. oo Swjatoslaw Großfürst von Kiew
           1027-27.12.1076

  2. oo sächsischer Edler
                -

  Burchard Dompropst zu Trier
  1041/45- nach 1090

  (Ot)karina
           -

3. Ehe

  Richenza
        -

  oo Egilmar I. Graf von Oldenburg
              - vor 1112
 
 
 
 

Literatur:
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Brüsch, Tania: Die Brunonen, ihre Grafschaften und die sächsische Geschichte. Herrschaftsbildung und Adelsbewußtsein im 11. Jahrhundert. Matthiesen Verlag Husum 2000 Seite 30-33 - Chronik des Albert von Stade Seite 16,319f. - DIE SALIER UND DAS REICH. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich der Salier. (Hg.) Stefan Weinfurter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 Band I Seite 179 - Dobbertin, Hans: Das Verwandtschaftsverhältnis der „schwäbischen“ Edlen Ida von Elsdorf zum Kaiserbruder Ludolf IV. von Braunschweig (+ 1038) und zu Papst Leo IX. (+ 1054) - Hils, Kurt: Die Grafen von Nellenburg im 11. Jahrhundert, Bernhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1967 Seite 26,31,34-37,40,43,120 - Hlawitschka, Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987 Seite 112,126,128-132,134-136,142-155, 166-169,173,176,178 - Legl Frank: Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim. Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung Band 31 Kommissionsverlag: SDV Saarbrücker Druckerei und Verlag GmbH, Saarbrücken 1998 Seite 141-144 -
Rogge, Helmuth: Das Verbrechen des Mordes begangen an weltlichen deutschen Fürsten in der Zeit von 911 bis 1056. Dissertation Berlin 1918, Seite 80-83 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgeählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983, Seite 129,132,136,149,160, 174,210 - Schölkopf Ruth: Die sächsischen Grafen 919-1024. Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens 22. Göttingen 1957 - Wolf Armin: Wer war Kuno von Öhningen? Überlegungen zum Herzogtum Konrads von Schwaben (+ 997) und zur Königswahl vom Jahre 1002. in Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters Band 36, 1980 Seite 40 Anmerkung 50 -