Brun                                               Graf von Braunschweig
-------                                              Markgraf von Friesland
um 1024-26.6.1057 gefallen
              bei Haus-Neindorf
 

Älterer Sohn des Grafen Liudolf von Braunschweig aus dem Hause der BRUNONEN und der Gertrud, Tochter von Graf Ekbert; Enkel der Kaiserin Gisela
 

Brandenburg Erich: Tafel 10 Seite 20
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XI. 45. BRUNO
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* ca. 1035 + 1057
 

Anmerkungen: Seite 137
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XI. 45. Bruno

Bollnow 35f.

Ergänzung (Wolf): Bruno, * ca. 1025.


Althoff Gerd: Seite 403
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                            G 70

Lü:  26.6.  Brun com  + 1057        Graf von Braunschweig

Der vollständige Eintrag ins Lüneburger Necrolog lautet: Brun comes et Oddo l. Liudierus et alii cum eo occisi.
Es handelt sich um den Toten eines Gefechts in der Nähe von Merseburg, in dem sich Brun, ein Verwandter des Königs (vgl. Fenske, Adelsopposition, S. 23) und Otto (G 71), der Bruder des Markgrafen Wilhelm, gegenseitig töteten. Lampert von Hersfeld (a. 1057, S. 71) nennt persönliche Feindschaft als Grund für die Fehde; vgl. Meyer von Knonau, Jbb. Heinrichs IV. und Heinrichs V. 1, S. 39 ff.



Thiele, Andreas: Tafel 180
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

BRUNO II.
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    + nach 1057

Graf von Braunschweig und Graf in Flutwide

Bruno II. ermordete 1057 Markgraf Otto von der Nordmark.



Brun fiel gegen Otto von Haldensleben, den nach der Nordmark und der Mark Meißen strebenden Sohn Bernhards II., in der Schlacht bei Haus-Neindorf an der Selke.

Fenske Lutz: Seite 23
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen"

Auf die Nachricht vom Tode Markgraf Wilhelms von der Nordmark kehrte dessen Halbbruder Otto, der als Verbannter in Böhmen lebte, in der Absicht, dessen Erbe anzutreten, nach Sachsen zurück und fand mit seinen Erbansprüchen unter den sächsischen Fürsten Fürsprecher. Dabei ging es ihm nicht nur um das Allodialerbe, sondern er beanspruchte auch die Markgrafschaft. So begann sich ein ernsthafter Konflikt zu entwickeln, der in den Kreisen der sächsischen Fürsten, die Otto unterstützten, bewußt dazu genutzt worden zu sein scheint, um das Vormundschaftsregiment der Kaiserin auf die Probe zu stellen. Schon war ein Hoftag in Merseburg auf den 29. Juni 1057 angesagt, auf dem der Streitfall verhandelt werden sollte, als Otto, begleitet von seinen Anhängern und Vasallen, auf dem Wege dorthin mit den beiden gräflichen Brüdern Ekbert und Brun, den Vettern des Königs, zusammenstieß, die als Gegner Ottos galten. Bei dem heftigen Kampf, der sich sofort entwickelte, töteten sich Brun und Otto gegenseitig, so dass, wie Lampert das Geschehen kommentiert, das gewaltsame Ende Ottos das Reich von großer Sorge befreite. An dem Bericht Lamperts bleibt vieles undeutlich. Weder läßt sich erkennen, welche Personen aus dem sächsischen Adel den illegalen Abkömmling Markgraf Bernhards unterstützten, noch ist es zu entscheiden, ob die BRUNONEN Otto als Vertreter und Sachverwalter königlicher Interessen oder als Konkurrenten bekämpften.
 
 
 
 
 

  oo Ida
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Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Wilhelm Fink Verlag München 1984 Seite 403 - Annalista Saxo: Reichschronik ad a. 1038,1057 Seite 55,71 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 10 Seite 20,137 - Brüsch, Tania: Die Brunonen, ihre Grafschaften und die sächsische Geschichte. Herrschaftsbildung und Adelsbewußtsein im 11. Jahrhundert. Matthiesen Verlag Husum 2000 Seite 19, 24,30,31-33,34,49,50-52,92,98,100,114,118-123,130,132,141-143,152-154,223,272-275 - DIE SALIER UND DAS REICH. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich der Salier. (Hg.) Stefan Weinfurter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 Band III Seite 305 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 23,343 A. 20 - Lampert von Hersfeld: Annales/Annalen Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 2000 ad a. 1057 Seite 62 - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 321 A 35;339 A 12 - Meyer von Knonau, Gerold: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V., Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1890 Band I Seite 39 - Rockrohr, Paul: Die letzten Brunonen, Dissertation Halle-Wittenberg 1885 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 181 -