Heinrich XII. der Löwe                Herzog von Bayern  (1156-1180)
-----------------------------               Herzog von Sachsen (1142-1180)
1129-6.8.1195
         Braunschweig

Begraben: Braunschweig, Dom
 

Einziger Sohn des Herzogs Heinrich X. der Stolze von Bayern-Sachsen aus dem Hause der WELFEN und der Gertrud von Supplinburg, Tochter von Kaiser LOTHAR III.
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2076
********************
Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern
------------------------
* um 1129/30, + 6. August 1195

Begraben: Braunschweig, Dom

Sohn Heinrichs des Stolzen und der Kaiser-Tochter Gertrud

1. oo um 1150 Clementia, Tochter Herzog Konrads von Zähringen

2. oo 1168 Mathilde, Tochter König Heinrichs II. von England

Kinder:
von 1.:
--------
Gertrud (1. oo Friedrich IV., Herzog von Schwaben; 2. oo Knut VI. König von Dänemark

von 2.:
--------
Pfalzgraf Heinrich V. bei Rhein (+ 1227)
OTTO IV.
Wilhelm Herzog von Braunschweig-Lüneburg

1142 erhielt Heinrich der Löwe im Rahmen der Ausgleichspolitik KONRADS III. zwischen STAUFERN und WELFEN das 1138 seinem Vater entzogene sächsische Herzogsamt wieder übertragen, dessen Rechtsgrundlage allerdings schwach waren. Nach dem Vorbild seines Großvaters LOTHAR VON SÜPPLINGENBURG versuchte er deshalb, durch den machtpolitischen Zugriff auf alle möglichen Rechtstitel den herzoglichen Superioritätsanspruch auszufüllen. Anläßlich des Aufbruchs zum 2. Kreuzzug klagte Heinrich der Löwe auf Rückgabe des seinem Vater angeblich zu Unrecht entzogenen bayerischen Herzogsamtes. Als KONRAD III. die Klage verschob, verweigerten Heinrich der Löwe und der sächsische Adel die Teilnahme am Kreuzzug. Stattdessen wurde er zum sogenannten Wendenkreuzzug (1147) verpflichtet. Seit 1149 erhob Heinrich der Löwe als Markgraf gegen den Erzbischof von Hamburg-Bremen Anspruch auf die Wiedererrichtung der ostelbischen Bistümer Oldenburg, Ratzeburg und Mecklenburg/Schwerin sowie die Investitur ihrer Bischöfe. Der 1152 zum König gewählte FRIEDRICH I., dessen Interesse auf die Sizilienpolitik gerichtet war, machte Heinrich dem Löwen Zugeständnisse (Gründung und Besetzung der ostelbischen Bistümer, Rückgabe des Bayern-Herzogtums), die aber erst 1154, nach dem Konstanzer Vertrag, in Kraft traten.
Im September 1156 erhielt er das von ihm schon vorher besetzte Bayern, um die zum Herzogtum gewandelte Markgrafschaft Österreich vermindert, zurück. Obwohl Heinrich der Löwe die finanziellen Erträge Bayerns nutzbar zu machen suchte und die Keimzelle für die spätere Stadt München schuf, wandte er sich insgesamt mehr dem Norden zu. Er nahm an den ersten beiden Italienfahrten des Kaisers teil, erkannte im Schisma von 1159 den kaiserlichen Papst Viktor IV. an und trennte sich 1163 von Clemantia, als die ZÄHRINGER ein eventuelles Bündnis mit dem König von Frankreich anstrebten. Teils im Bündnis mit Waldemar I. von Dänemark eroberte er den slavischen Siedlungsraum bis zur Peene und gründete 1159 Lübeck neu. 1166 erweiterte er Braunschweig um die Hagenstadt und erbaute die Burg Dankwarderode mir Blasiusdom und Löwendenkmal. Der Versuch eines deutsch-englischen Bündnisses ermöglichte ihm 1168 die Heirat mit der englischen Königs-Tochter Mathilde.
Es zeigten sich aber auch die Grenzen des WELFEN: Seine Absicht, die Eroberungen in Mecklenburg-Pommern durch Ministeriale zu verwalten, mußte 1167 zugunsten von Verlehnungen aufgegeben werden. Seit 1166 lehnten sich die sächsischen Fürsten gegen die Versuche, sie zu mediatisieren, zum Teil mit Waffengewalt auf. Die Möglichkeit einer Umwandlung des Herzogtums in eine übermächtige Gebietsherrschaft hing indes vom Verhalten des Kaisers ab. Solange dieser in Italien gebunden war, stützte er die Position des WELFEN. Nach den Frieden von Venedig aber (die Verweigerung der erbetenen Hilfe von 1176 in Chiavenna ist nur eine zweitrangige Ursache) war er bereit, Heinrich der Löwe zu entmachten. Deshalb nahm er 1178 die Klage der Gegner und nicht Heinrichs an. Im Januar 1179 begann das landrechtliche (jedenfalls ein nichtlehnrechtliches) Verfahren wegen Landfriedensbruch, das Ende Juni in Magdeburg wegen Kontumaz mit der Acht des Beklagten endete. Da Heinrich der Löwe zu einer Sühne nicht bereit war, schloß sich ein lehnrechtliches Verfahren wegen Mißachtung der kaiserlichen Majestät an, das im Januar 1180 in Würzburg durch Fürstenspruch zu einer Aberkennung der Reichslehen führte. In Gelnhausen wurde schon im April das sächsische Reichslehen anderweitig vergeben, das bayerische Reichslehen nach Eintritt der Oberacht erst im September 1180. Nach seiner Unterwerfung im November 1181 in Erfurt mußte Heinrich der Löwe ins unbefristete Exil nach England gehen (Sommer 1182-Oktober 1185). Seine Rückkehr war Bedingung eines Bündnisabkommens zwischen dem Kaiser und Heinrich II. von England. Weil nur sie, aber nicht die anderen Teile der Abmachung realisiert wurden, blieb die Wiedereinsetzung in die alten Rechte aus und konnte Heinrich der Löwe ohne Urteil im Frühjahr 1189 für die Zeit des 3. Kreuzzuges erneut ins englische Exil geschickt werden.
Im Oktober 1189 kehrte Heinrich der Löwe aus England zurück. Seine Aussichten, die alte Stellung zurückzuerwerben, waren nicht schlecht, da der Bremer Erzbischof ihn wieder mit der Grafschaft Stade belehnte, Lübeck seine Tore öffnete, die Lauenburg erobert werden konnte, und HEINRICH VI. durch den im November plötzlich eingetretenen sizilische Erbfall nicht in der Lage war, den Friedensbruch zu verfolgen. In Fulda kam es im Juli 1190 zu einem Kompromißfrieden, an den sich Heinrich der Löwe jedoch nicht hielt. Er resignierte, als sich sein dänischer Schwiegersohn im Sommer/Herbst 1193 weigerte, ihm bei der Rückeroberung Nordalbingiens behilflich zu sein. Sein Sohn Heinrich vermittelte im März 1194 ein Treffen Heinrich der Löwemit dem Kaiser in der Pfalz Tilleda, wo sich beide aussöhnten.

Quelle:
--------
MGH DD H.d.L.

Literatur:
------------
K. Jordan, H.d.L., 1980 - H.d.L., hg. W.-D. Mohrmann, 1980 - Der Reichstag v. Gelnhausen, hg. H. Patze, 1981 - G. Althoff, H.d.L. und das Stader Erbe, DA 41, 1985, 66-100 - J. Ahlers, Die Welfen und die engl. Kg.e, 1165-1235,1987 - E. Boshof, Staufer und Welfen in der Regierungszeit Konrads III., AK 70, 1988, 313-341 - O. Engels, Stauferstud., hg. E. Meuthen-St. Weinfurter, 1988,71-91,116-130, 191-194.



Bosl's Bayerische Biographie: Seite 323
************************
HEINRICH XII. DER LÖWE, Herzog von Sachsen und Bayern
---------------------------------------
* 1129/30, + 6.8.1195
                   Braunschweig

Begraben: Dom, Braunschweig

Vater:
--------
Herzog Heinrich X. der Stolze (+ 1139)

Mutter:
---------
Gertrud von Supplinburg (+ 1143)
 

1. oo um 1150 Clementia von Zähringen (+ 1152)

2. oo 1168 Mathilde von England (+ 1189)

1142 Herzog von Sachsen. Zugleich Verzicht auf Bayern.
In Sachsen zunächst Ordnung der herrschenden Verhältnisse.
1147 erste Ansprüche auf Bayern.
1154/56 Übertragung des Herzogtums Bayern in Regensburg.
1158 Markgründung Münchens.
1159 Neugründung Lübecks. Bayern blieb sein Nebenland. Das Hauptzentrum seiner Politik war Sachsen.
Bis etwa 1176 mit Kaiser FRIEDRICH BARBAROSSA in gutem Einvernehmen.
1179 Reichsacht, 1180 Verlust der Reichslehen.
Bayern wurde, um die Steiermark verkleinert, als Territorialherzogtum an Pfalzgraf Otto von Wittelsbach übertragen.
1181 Verbannung in England.
1185 Rückkehr nach Deutschland.
1194 in Tilleda Friede mit dem Kaiser.
Heinrich der Löwe war einer der größten und zielbewußtesten, aber auch machtvollsten und erfolgreichsten Territorialpolitiker des 12. Jahrhunderts.

Literatur:
-----------
NDB 8; BWB 1, Historia Welforum, 1938, K. Hampe, Herrschergestalten d. dt. Ma. 1933.



Brandenburg Erich: Tafel 22 Seite 44
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

XII. 188. HEINRICH DER LÖWE, Herzog von Sachsen und Bayern 1139, abgesetzt 1181
---------------------------------------------
* 1129, + 1195 6. VIII.

Gemahlinnen:
----------------
a) ca. 1150
CLEMENTIA, Tochter des Herzogs Konrad von Zähringen (siehe XIII 450), geschieden 1162 23. XI.

b) 1168 1. II.
MATHILDEe, Tochter König Heinrichs II. von England (siehe XIV 116)

c) Konkubine
IDA, Tochter des Grafen Gottfried III. von Bliescastel

Anmerkungen: Seite 143
------------------
XII. 188.

Curschmann 25 f. Philippson, Heinrich der Löwe.



ERSCHEINUNG UND CHARAKTER

Heinrich trägt auf allen drei Bildern ebenso wie die übrigen Fürsten auf dem Krönungsbild der Sitte der Zeit entsprechend einen Vollbart, dazu einen kleinen Schnurbart und fast bis zur Schulter reichendes und in der Mitte gescheiteltes Haar. Die Farbe der Haupt- und Barthaare und der Augen ist dunkel. Auffallend ist es, daß Mathilde auf dem Krönungsbild wesentlich größer als Heinrich ist. Man hat dies damit erklären wollen, daß der Herzog kniend, die Herzogin aber stehend dargestellt sei. Gewiß ist nur bei Heinrich die kniende Haltung mit den abgewinkelten Unterschenkeln deutlich zu erkennen. Ein genauer Vergleich dieses Krönungsbildes mit dem von dem gleichen Künstler stammenden Dedikationsbild des Evangeliars spricht aber dafür, daß auch Mathilde auf dem Krönungsbild kniet, wobei diese kniende Haltung durch ihr Gewand verdeckt wird. Es ist auch wenig wahrscheinlich, daß beide Ehegatten ihre Kronen aus der Hand Gottes in unterschiedlicher Haltung, der Herzog kniend, die Herzogin stehend, empfangen. Mathilde dürfte also größer als Heinrich gewesen sein. Auch wenn es sich bei diesen Miniaturen nicht um Porträts im modernen Sinn handelt, sowerden sie dem Aussehen des Herzogspaares doch ziemlich nahekommen.
Diese Vermutung wird durch eine Beschreibung des WELFEN bestätigt. Sie stammt von dem kaiserlichen Hofrichter Acerbus Morena aus Lodi, der in das von seinem Vater Otto begonnene und von ihm fortgeführte Geschichtswerk über die Taten FRIEDRICHS I. in der Lombardei zum Jahre 1163 kurze Schilderungen des Kaisers und einiger Persönlichkeiten aus dessen Umgebung einschob, die er zweifellos während FRIEDRICHS zweitem Italienzug selbst kennengelernt hat. Danach war Heinrich der Löwe, der damals etwas über 30 Jahre alt war und auf der Höhe seines Lebens stand, von mittlerer Größe, von einem ebenmäßigen Gliederbau und von starker Körperkraft. Er hatte - so fährt Acerbus fort - ein breites Gesicht und fast schwarzes Haar. Heinrich, so sagt Acerbus weiter, war hochherzig, reich an Gütern und Macht; er stammte aus einem sehr edlen Geschlecht und war der Enkel Kaiser LOTHARS. Wenn Acerbus als Italiener den Herzog mittelgroß nennt, so spricht dies dafür, daß er von verhältnuiismäßig kleiner Statur war. Auch sonst läßt seine Schilderung erkennen, daß der Anteil italienischen Blutes, den der WELFE als später Nachfahre der ESTES besaß, bei ihm stärker zum Durchbruch gekommen ist als bei seinem Vetter FRIEDRICH, der über seine Mutter Judith die gleichen italienischen Vorfahren hatte.
Einige der Eigenschaften, die Rahewin dabei für Heinrich rühmend hervorhebt, werden aber auch sonst für diesen bezeugt. Das sind seine körperliche Tüchtigkeit, sein persönlicher Mut, die Freude am Waffenhandwerk und sein scharfer Verstand. Heinrichs Unerschrockenheit zeigt sich immer wieder auf seinen Feldzügen in Deutschland, in Italien und im Slawenland. Bezeichnend dafür ist sein ganz persönlicher Einsatz bei der Niederwerfung des Aufstandes der Römer am Tag der Kaiserkrönung BARBAROSSAS. Dabei erforderten gerade die Feldzüge im Slawenland bei den schwierigen Wege- und Geländeverhältnissen und der Regelung des Nachschubs ein besonderes strategisches Geschick, das auch in dem Zusammenwirken des Herzogs mit König Waldemar deutlich wird. Diese Kriege wurden auf beiden Seiten mit unerbittlicher Härte geführt. Mit welcher Grausamkeit Heinrich dabei vorgehen konnte, zeigt die vollständige Zerstörung der Stadt Bardowick, zu der er sich in seinem Jähzorn hinreißen ließ. Eine solche rücksichtslos Kriegsführung war aber damals keine Seltenheit.
Besonders ausgeprägt war aber das Machtbewußtsein des Herzogs. Man könnte bei ihm geradezu von einer Machtbesessenheit sprechen. Bei dem Ausbau seines Herrschaftsbereichs ist er mit größter Rücksichtslosigkeit vorgegangen. Während er auf der einen Seite stets auf seine eigenen wirklichen und vermeintlichen Rechte pochte, setzte er sich andererseits über die gut begründeten Ansprüche seiner Rivalen ohne jeden Skrupel hinweg. Durch Gewaltmaßnahmen schuf er immer wieder vollendete Tatsachen, die seine Gegner schließlich anerkennen mußten. Charaktersitisch dafür ist schon das Vorgehen des jungen Herzogs bei seinem Zugriff auf die Stader Erbschaft. Aber auch später ist er bei der Neugründung der Stadt Lübeck oder bei der Gründung Münchens in ähnlicher Weise vorgegangen.
In seiner Politik spielt aber auch das Geld eine wichtige Rolle. Neben den Normannen-Herrschern und den englischen Königen gehörte Heinrich damals zu den reichsten Fürsten des Abendlandes. An Reichtum übertraf er vermutlich FRIEDRICH BARBAROSSA. Die großen Geldmittel, über die er verfügte, hat er dazu benutzt, seine Ziele durchzusetzen. Auf der anderen Seite war er bestrebt, diesen Reichtum noch dadurch zu vermehren, daß er seine politische ud militärische Hilfe von finanziellen Gegenleistungen abhängig machte. Wir erwähnten bereits das Wort Helmholds von Bosau, daß bei Heinrichs Feldzügen im Slawenland niemals vom Christentum, sondern immer nur vom Geld die Rede gewesen sei. Diese harte Kritik wird durch die ebenfalls bei Helmhold überlieferte Klage des Obodriten-Fürsten Pribislaw über die Aubeutung seiner Landsleute in Wagrien bestätigt. Und wenn der dänische Historiker Saxo bemerkt, daß Heinrichs Freundschaft eher käuflich als nützlich sei, und wenn er ihm Habgier und Geiz vorwirft, so liegt in diesen Behauptungen ein wahrer Kern, auch wenn man berücksichtigt, daß Saxos ganz allgemein negatives Urteil über den Herzog von der stark antideutschen Tendenz seines Werkes bestimmt ist.
Am besten konnten wir diese finanziellen Aspekte in der Politik des Herzogs dank der guten Quellenlage in Nordelbingen und in seinen Verhandlungen mit Waldemar I. von Dänemark verfolgen. Das gleiche gilt aber zweifellos auch für sein Vorgehen im übrigen Sachsen und in Bayern. Auch in dem zähen Ringen um die Goslarer Vogtei mit ihren reichen Silberschätzen im Rammelsberg tritt das Streben nach neuem Reichtum deutlich zutage. Trotz der großen ihm zur Verfügung stehenden Mittel fehlte dem Löwen aber die freigebige Art, mit der sich sein Onkel Welf VI. Freunde zu machen verstand.
Die für lange Zeit trotz mancher Rückschläge so erfolgreiche Machtpolitik und sein wachsender Reichtum haben das ohnehin starke Selbstbewußtsein des Herzogs immer mehr gesteigert und schließlich zu einem ausgesprochenen Hochmut geführt, wobei Heinrich seine eigene Stellung weit überschätzte. Seine Herrschaft lastete schwer auf seinen Landen. Nicht nur die von ihm unterworfenen Slawen, sondern auch sein eigener Lehnsadel und seine Ministerialität fühlten sich in zunehmendem Maße bedrückt. So erwuchs eine stetig wachsende Opposition, die sich bei Sturz des Herzogs mit aller Schärfe entlud.
Zudem besaß Heinrich nicht das diplomatische Geschick seines Vetters FRIEDRICH, mit dem der Kaiser immer wieder schwierige Situationen zu meistern verstand. Mit dem ihm eigenen Starrsinn hat der Löwe an seinem Zielen festgehalten, ohne dabei zu erkennen, daß sich seit dem beginn der 70-er Jahre die politischen Verhältnisse zu wandeln begannen. Wenn man in ihm gelegentlich einen kühl rechnenden Realpolitiker gesehen hat, so hat sich gerade in den entscheidenden Jahren seiner Regierung nicht als ein solcher erwiesen. Das Machtstreben des Herzogs ging oft auf Kosten der Kirche und führte zu heftigen Auseinandersetzungen mit geistlichen Fürsten. Man darf aber daraus nicht, wie dies gelegentlich geschehen ist, Rückschlüsse auf Heinrichs persönliche religiöse Haltung ziehen. Er war erfüllt von einer starken und noch ganz unreflektierten Religiosität. Bei allem Interesse für das geistige Leben der Zeit stand er aber den neuen religiösen Bewegungen dieser Epoche fern. Der Gedanke, daß Gott ihn über viele andere Menschen erhoben habe und daß er sich dieser Gnade durch gute Werke erweisen müsse, kehrt in der allerdings sehr stark formelhaften Sprache seiner Urkunden immer wieder. Auch für seine Pilgerfahrten nach Jerusalem und Santiago de Compostela spielt das religiöse Moment eine starke Rolle, so sehr der Zug nach dem Osten auch repräsentativen Charakter hatte. Diese religiöse Einstellung des Herzogs hat sich in seinen letzten Lebensjahren, insbesondere nach dem Tod seiner Gemahlin Mathilde, noch vertieft und in den zahlreichen Stiftungen jener Jahre ihren sichtbaren Ausdruck gefunden.

Thiele, Andreas: Tafel 31
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

HEINRICH XII. "DER LÖWE"
-----------------------------------------
* 1129, + 1195

Sohn des Herzogs Heinrich X. von Bayern und Sachsen

Heinrich XI. der Löwe folgte 1139 nur im Allodialbesitz, wurde 1142 durch den ersten WELFEN-Ausgleich Herzog von Sachsen, restituierte die in Holstein verjagten SCHAUENBURGER und verjagte den von Herzog Albrecht den Bären eingesetzten Grafen Heinrich von Badwide. Er unternahm 1147 den erfolglosen Kreuzzug gegen die Slawen ("Wendenkreuzzug"), besiegte 1148 die Dithmarschen, erzwang von Erzbischof Hartwig II. von Bremen das Investiturrrecht für Mecklenburg und Holstein und gewann 1152 Stade von ihm. Er wählte 1152 seinen Cousin FRIEDRICH I. BARBAROSSA gegen die Zusicherung der Rückgabe Bayerns mit zum deutschen König, nahm an den ersten Italienfeldzügen von 1154/55 und 1159/61 teil und wurde 1156 Herzog von Bayern, das aber zum Nebenland wurde, da er das politische Schwergewicht auf die ausbaufähige sächsische Macht verlagerte. Er wurde damit zum Exponenten einer "deutschen Ostpolitik", während sich FRIEDRICH I. nach Italien hin orientierte. Er unterwarf Mecklenburg und Pommern, richtete die Grafschaft Schwerin ein, erneuerte die Bistümer Oldenburg/Wagrien und Ratzeburg, bekriegte ständig die Friesen und eroberte zeitweise Oldenburg. Er nahm 1157 am ersten kaiserlichen Polenfeldzug teil und gründete 1158 Lübeck, das er den SCHAUENBURGERN weggenommen hatte, München und 1166 Braunschweig. Er geriet zunehmend gegen sächsische Große und Nachbarn (unter anderem Brandenburg, Thüringen und die Erzbischöfe von Magdeburg und Köln) wegen seiner rücksichtslosen Machtpolitik, in Bayern stand er besonders gegen die große Sippe der LIUTPOLDINGER und Bischöfe und geriet wegen Pommern-Rügen mit Dänemark in Streit. Er reiste 1172/73 in den Orient, führte sich wie ein souveräner Fürst auf und schloß Verträge ab. Er weigerte sich 1176/77, BARBAROSSA in Italien Hilfe zu leisten, da ihm Goslar vorenthalten wurde, womit es zum endgültigen Bruch kam. Er wurde 1178 vom Erzbischof von Köln gebannt, bedrängte diesen 1179 gefährlich und wurde 1180 geächtet, da er alle Vorladungen zu Reichstagen mißachtete. Er besetzte 1180 Thüringen, brach 1181 überraschend schnell zusammen, nachdem Lübeck gefallen war, verlor alle Reichslehen und ging ins englische Exil. Er kam 1189/90 unerlaubterweise zurück, förderte die große Reichsrebellion 1192-1194, schloß nach der überraschenden Heirat des Sohnes 1195 Frieden zu Tilleda und erhielt alle Allodien zurück. Er starb an den Folgen eines Sturzes vom Pferd.

  1. oo 1147-1162
           KLEMENTIA VON ZÄHRINGEN
                     + vor 1178

Tochter des Herzogs Konrad

  2. oo 1168
           MATHILDE VON ENGLAND
           * 1156, + 1189

Tochter des Königs Heinrich II.

  3. oo (Konkubine)
           IDA VON BLIESKASTEL

Tochter des Grafen Gottfried III.



GRABÖFFNUNG IM JAHRE 1935

Um das Grab Heinrichs des Löwen und über die Frage, ob man bei den Ausgrabungen im Braunschweiger Dom im Jahre 1935 seine Gebeine gefunden hat, ist es in der Forschung der letzten Jahrzehnte zu einer lebhaften Kontroverse gekommen. Bei den teilweise sehr unsachgemäß durchgeführten Ausgrabungen fand man in der großen Gruft unter dem Grabmal des Herzogspaares einen Steinsarkophag, daneben einen fast ganz vermoderten Holzsarg mit einer großen Lederhülle und in der Nähe einen kleinen Kindersarg. In dem großen Steinsarg lag ein Skelett, das bis auf die Schädelpartie gut erhalten war und das ursprünglich eine Länge von etwa 1,62 m gehabt haben muß. Dagegen war der Leichnam, der in eine Lederhülle eingenäht und dann in dem Holzsarg bestattet war, in sich zusammengefallen; im Bereich des ursprünglichen Schädelknochens fand sich langes blondes Haar. In dem Kindersarg waren einige Knochen eines im Säuglingsalter verstorbenen Kindes erhalten. Auf Grund dieses Befundes und einer von ihm durchgeführten Untersuchung vertrat der Anthropologe Eugen Fischer die Ansicht, dass man in dem Steinsarg die sterblichen Überreste Heinrichs des Löwen gefunden habe. In dem Holzsarg sei seine Gemahlin Mathilde, in dem Kindersarg eines ihrer frühverstorbenen Kinder bestattet worden. Auffallend war allerdings bei dem erhaltenen Skelett eine starke Verkürzung des linken Beines, die von einer Mißbildung an der Hüfte herrührte. Diese Hüftverrenkung (Luxation) brachte man mit der Verletzung in Verbindung, die sich Heinrich ein Jahr vor seinem Tod beim Sturz vom Pferd zugezogen hatte. Von dieser war aber, wie es in den Steterburger Annalen ausdrücklich heißt, nur das Schienbein betroffen. Demgegenüber ist ein späteres orthopädisches Gutachten auf Grund des veröffentlichten Bildmaterials zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Mißbildung an der Hüfte nicht die Folge eines Unfalls sein könne, den der Herzog kurz vor seinem Tod erlitten hat. Es liege vielmehr ein angeborenes Leiden vor. Wenn es sich wirklich um das Skelett des Herzogs handele, müsse dieser von klein auf gehinkt haben. Davon ist aber nichts bekannt. Die starken Strapazen, die der Löwe bei seinen Feldzügen und ständigen Reisen auf sich nehmen mußte, machen dies sogar ganz unwahrscheinlich.
Diese Zweifel an der Annahme, dass in dem Sarkophag die sterblichen Reste Heinrichs des Löwen erhalten sind, sind noch dadurch verstärkt worden, dass die erst in jüngster Zeit bekannt gewordenen einzelnen anthropologischen Meßdaten dafür sprechen, dass es sich nicht um ein männliches, sondern um ein weibliches Skelett handelt. Man hat deshalb die Vermutung geäußert, dass in dem Steinsarg nicht Heinrich, sondern seine Gemahlin Mathilde beigesetzt sei. Der Leichnam des Herzogs sei nach seinem Tod zunächst in eine Lederhülle eingenäht und dann in dem Holzsarg bestattet worden. Eine spätere Umbettung in einen Steinsarkophag sei aus unbekannten Gründen unterblieben. Aber auch diese These bleibt eine reine Hypothese. Von einem körperlichen Gebrechen der Herzogin, die wohl auch größer als das gefundene Skelett war, ist nichts bekannt.
Die Entscheidung dieser Kontroverse ist heute nicht mehr möglich, da man es versäumt hat, bei den Ausgrabungen alle Fragen gründlich zu untersuchen. Zudem sind in der Gruft unter dem Mittelschiff des Braunschweiger Doms auch später Angehörige des WELFEN-Hauses beigesetzt worden. Das Hochwasser des nahen Okerflusses hat im Laufe der Jahrhunderte wiederholt schwere Schäden in der Gruft und an den in ihr befindlichen Särgen angerichtet, die bei späteren Öffnungen der Gruft Aufräumungsarbeiten in ihr erforderlich machten. Auch bei den Ausgrabungen des Jahres 1935 fand man die Gruft in einem sehr desolaten Zustand vor. So ist es durchaus möglich, dass die ursprüngliche Anordnung der Särge später geändert worden ist. Dass die in dem Steinsarg erhaltenen Gebeine die Heinrichs des Löwen sind, ist auf Grund aller dieser Beobachtungen ganz unwahrscheinlich.

KRANKHEIT UND TOD

Das letzte Lebensjahr Heinrichs des Löwen war von Krankheit, vielleicht auch von den Folgen des Reitunfalls gezeichnet, der sich Ende Februar 1194 auf einem schmalen Höhenpfad im Harz nahe Bodfeld ereignet hatte, als der Herzog nach Saalfeld untwerwegs war, um dort den Kaiser zu treffen. Im Kloster Walkenried wurde seine Beinverletzung behandelt, aber schon vor Mitte März konnte er HEINRICH VI. in der Pfalz Tilleda am Kyffhäuser treffen und erlangte dort eine neue Bestätigung seines Güterbesitzes. Propst Gerhard von Steterburg hat den Herzog bei diesen Verhandlungen unterstützt und ist ihm auch sonst häufig nahe gewesen, so daß seine Nachrichten besonders authentisch sind.
Auf dem Krankanlager habe sich der Herzog wachen Geistes auch in schlaflos verbrachten Nächten aus Geschichtswerken vorlesen lassen, die auf seinen Befehl zuvor gesammelt und kompiliert worden waren. Heinrichs Zustand verschlechter sich seit der Osternacht 1195 rasch. Von nun an litt der Herzog ständig Schmerzen und  zeigte auf dem Höhepunkt der Sommerhitze Symptome eines Darmleidens, das er indessen nicht mehr behandeln ließ. Im Bewußtsein des kommenden Todes schickte er Boten zu seinem Sohn, dem Pfalzgrafen Heinrich, und an den alten Freund Bischof Isfrid von Ratzeburg, der ihn am 2. August 1195 mit den Sterbesakramenten versah. Am 6. August starb Heinrich der Löwe im Alter von 66 Jahren.
 
 
 
 

     1147-23.11.1162
  1. oo 1. Clementia von Zähringen, Tochter des Herzogs Konrad
               um 1135- vor 1178

   1.2.1168
  2. oo Mathilde von England, Tochter des Königs Heinrich II.
          1156-28.6.1189

  3. oo (Konkubine) Ida von Blieskastel, Tochter Gottfrieds III.
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Gertrud
  1155-1.8.1196
      (1.7.1197 Isenburg)
    1166
  1. oo Friedrich Herzog von Schwaben
      x  1144/45-19.8.1167

    1177
  2. oo Knut VI. König von Dänemark
      x   1169-12.11.1202

  Richenza
         -14.2.1167

  Heinrich
          -1.11.

2. Ehe

  Heinrich I. Pfalzgraf bei Rhein
  um 1173-28.4.1227

  Lothar
  1174-15.10.1190
          Augsburg

  OTTO IV.
  1182-19.5.1218

  Wilhelm Graf von Lüneburg
  11.4.1184-12.12.1213

  Mathilde
  1172-13.1.1209/10

    1189
  1. oo Gottfried II. Graf von Perche
                 -5.4.1202

    1204
  2. oo Enguerrand III. Graf von Coucy
                  -   1243

  Richza
  1172-   1204

 1202
  oo 1. Waldemar II. König von Dänemark
           9.5.1170-28.3.1241

Illegitim

  Mathilde
  vor 1166-

um 1178
  oo Heinrich Borwin von Mecklenburg
              -28.1.1227
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Akermann Manfred: Die Staufer. Ein europäisches Herrschergeschlecht. Konrad Theiß Verlag Stuttgart 2003 - Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 63, 381 H 25 - Althoff, Gerd: Konfliktverhalten und Rechtsbewußtsein. Die Welfen in der Mitte des 12. Jahrhunderts, Frühmittelalterliche Studien 26 1992, Seite 331-352 - Althoff, Gerd: Welf VI. und seine Verwandten in den Konflikten des 12. Jahrhunderts, in Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Seite 75-91 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 - Annalista Saxo: Reichschronik - Appelt, Heinrich: Heinrich der Löwe und die Wahl Friedrichs Barbarossas, in. Festschrift für Hermann Wiesflecker zum 60. Geburtstag Graz 1973 - Appleby John T.: Heinrich II. König von England. Die Zeit des Thomas Becket. Dr. Riederer-Verlag Stutgart 1962 Seite 122,139,148,285,286,302,306,307,312,315 - Assing Helmut: Brandenburg, Anhalt und Thüringen im Mittelalter. Askanier und Ludowinger beim Aufbau fürstlicher Territorialherrschaften. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997 - Ay, Karl-Ludwig/Maier,Lorenz/ Jahn Joachim: Die Welfen. Landesgeschichtliche Aspekte ihrer Herrschaft. Universitätsverlag Konstanz GmbH 1998 - Baaken, Katrin: Herzog Welf VI. und seine Zeit, in Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Seite 9-29 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 - Barz Paul: Heinrich der Löwe. Ein Welfe bewegt die Geschichte. Keil Verlag Bonn 1978 - Bedürftig Friedemann: Taschenlexikon Staufer. Piper Verlag GmbH München 2000 Seite 99 - Berg Dieter: Die Anjou-Plantagenets. Die englischen Könige im Europa des Mittelalters. Verlag W. Kohlhammer 2003 - Bernhardi, Wilhelm: Jahrbücher der Deutschen Geschichte Konrad III., Verlag von Duncker & Humbolt Leipzig 1883 - Bernhardi, Wilhelm: Jahrbücher der Deutschen Geschichte Lothar von Supplinburg, Verlag von Duncker & Humbolt Leipzig 1879 - Beumelburg Werner: Kaiser und Herzog. Kampf zweier Geschlechter um Deutschland. Gerhard Stalling Verlagsbuchhandlung Oldenburg/Berlin 1937 - Biegel, Gerd: Heinrich der Löwe. Kaiserenkel - Kaiserfreund - Kaiserfeind. Verlag Joh. Heinr. Meyer Braunschweig 1995 - Bilzer, Bert: Das Münz- und Geldwesen im Herzogtum Sachsen unter Heinrich dem Löwen, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1980 Seite 331-354 - Boshof, Egon: Die Entstehung des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 249-275 - Boshof, Egon: Staufer und Welfen in der Regierungszeit Konrads III. Die ersten Welfenprozesse und Opposition Welfs VI., Archiv für Kulturgeschichte 70 1988 - Bosl, Karl: Bosls Bayerische Biographie, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1983 Seite 323 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998  Tafel 22 Seite 44 - Brüsch, Tania: Die Brunonen, ihre Grafschaften und die sächsische Geschichte. Herrschaftsbildung und Adelsbewußtsein im 11. Jahrhundert. Matthiesen Verlag Husum 2000 - Buhl, Columban: Weingarten 1056-1956 Festschrift zur 900-Jahrfeier des Klosters 1056-1956, 1956 - Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990, Seite 31-264 - Chronik des Albert von Stade - Chronik des Otto von St. Blasien - Claude, Dietrich: Geschichte des Erzbistums Magdeburg bis ins 12. Jahrhundert, Mitteldeutsche Forschungen 67 Band 1 und 2, Böhlau Verlag Köln 1972 - Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993, Seite 7-168 - Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 - DAS REICH DER SALIER 1024 - 1125, Katalog zur Ausstellung des Landes Rheinland-Pfalz, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992 - Decker-Hauff, Hansmartin: Zur älteren Geschichte der Welfen - Diederichs Arthur Dr.: Staufer und Welfen. Verlag Gustav Fischer Jena 1942 - Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 345/Band II Seite 80,94,491/Band III Seite 257,415,514 - Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hg. von Theo Kölzer, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 47 A.19,61,61 A.20,86,100 - Die Zähringer. Schweizer Vorträge und neue Forschungen. Hg. von Karl Schmid; Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990, Seite 83,88-90,92,129,291,330 - Ehlers Joachim: Heinrich der Löwe. Verlag Muster-Schmidt Göttingen- Zürich 1997 - Ehlers, Joachim: Heinrich der Löwe und der sächsische Episkopat in Friedrich Barbarossa: Handlungsspielräume und Wirkungsweisen des staufischen Kaisers, hg. von Alfred Haverkamp, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992 Seite 435-469 - Engels, Odilo: Friedrich Barbarossa und die Welfen, in Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Seite 59-75 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 - Engels, Odilo: Die Staufer, Verlag W. Kohlhammer Stuttgart, 1993 Seite 34-167 - Engels, Odilo: Stauferstudien. Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 55-336 - Ennen, Edith: Frauen im Mittelalter. Verlag C.H. Beck München 1994, Seite 19,97,129-130,147 - Erdmann, Carl: Der Prozeß Heinrichs des Löwen, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart 1944 Seite 273-365 - Feldmann, Karin: Herzog Welf VI. und sein Sohn. Das Ende des süddeutschen Welfenhauses. Dissertation (Tübingen 1971) - Feldmann, Klaus: Welf VI., Schwaben und das Reich. Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 30 1971 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 172,174,177,339,364,366,369 - Fried Johannes/Oexle Otto Gerhard (Hg.): Heinrich der Löwe. Herrschaft und Repräsentation. Jan Thorbecke Verlag 2003 - Gerndt, Helge: Das Nachleben Heinrichs des Löwen in der Sage, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 440-466 - Geschichte der Welfen des Mönches von Weingarten - Giese, Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit, Franz Steiner Verlag Wiesbaden 1979 - Giesebrecht Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Band 1- Band 6, Mundus Verlag 2000 - Gillingham John: Richard Löwenherz. Eine Biographie. Classen Verlag GmbH Düsseldorf 1981 - Haas, Wolfdieter: Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe beim Tausch von Badenweiler gegen Reichsgut am Harz (1158) - Hampe Karl: Deutsche Kaisergeschichte in der Zeit der Salier und Staufer. Verlag Quelle & Meyer G.M.B.H. Heidelberg 1949 - Helmhold von Bosau: Slavenchronik - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 - Höfer, Manfred: Die Kaiser und Könige der Deutschen, Bechtle Verlag Esslingen 1994 - Hoppe Willy: Die Mark Brandenburg Wettin und Magdeburg. Ausgewählte Aufsätze, Böhlau Verlag Köln Graz 1965 - Hoppe-Berlin, Willy: Erzbischof Wichmann von Magdeburg, Geschbll. f. Stadt und Land Magdeburg 1908 - Horst, Eberhard: Friedrich der Staufer, Claassen Verlag Düsseldorf 1989, Seite 36,241 - Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997, Seite 96,174 - Hucker Bernd Ulrich: Otto IV. Der wiederentdeckte Kaiser. insel taschenbuch 2557 2003 - Jastrow, I.: Die Welfenprozesse und die ersten Regierungsjahre Friedrich Barbarossas (1138-1156), Deutsche Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 10 1893 - Jehl, Rainer: Welf VI., Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todesjahr vom 5. bis 8. Oktober 1991 im Schwäbischen Bildungszentrum Irse, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995, Seite 12-120 - Jordan Karl: Friedrich Barbarossa. Kaiser des christlichen Abendlandes. Musterschmidt-Verlag Göttingen 1959 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe - Leistung und Persönlichkeit, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 490-511 - Kraus, Andreas: Heinrich der Löwe und Bayern, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 151-217 - Kurowski Franz: Schwertgenossen Sahsnotas. Die große Geschichte der Sachsen. Nikol Verlagsvertretungen GmbH Hamburg 1996 - Lange, Karl-Heinz: Die Grafen von Northeim (950-1144). Politische Stellung, Genealogie und Herrschaftsbereich. Beiträge zur Geschichte des sächsischen Adels im Hochmittelalter Dissertation Kiel 1958 - Lange, Karl-Heinz: Die Stellung der Grafen von Northeim in der Reichsgeschichte, in: Niedersächsische Jahresschrift für Landesgeschichte 33 - Lebe Reinhard: Ein Königreich als Mitgift. Heiratspolitik in der Geschichte. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1998 - Leben des Norbert - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 145-412 - Lehmann, Johannes: Die Staufer. Glanz und Elend eines deutschen Kaisergeschlechts, Gondrom Verlag Bindlach 1991, Seite 44,50,57,61,66,80,102,115,134, 141,147-153,194,205,227,290,339,342 - Lerche, Ludwig Alfred: Die politische Bedeutung der Eheverbindungen in den bayerischen Herzogshäusern von Arnulf bis Heinrich den Löwen (980-1180) Langensalza 1915 (Sammlung wissenschaftlicher Arbeiten; Heft 43) - Leyser, Karl: Friedrich Barbarossa - Hof und Land, in Friedrich Barbarossa: Handlungsspielräume und Wirkungsweisen des staufischen Kaisers, hg. von Alfred Haverkamp, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992 Seite 519-533 - Lotter, Friedrich: Die Vorstellungen von Heidenkrieg und Wendenmission bei Heinrich dem Löwen, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 11-44 - Matthes, Dieter: Bemerkungen zum Löwensiegel Herzog Heinrichs, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 354-377 - Mayer, Hans Eberhard: Die Stiftung Herzog Heinrichs des Löwen für das Hl. Grab, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 307-331 - Mayer, Theodor: Friedrich I. und Heinrich der Löwe, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart 1944 Seite 365-445 - Mayer, Theodor: Reich und Territorialstaat im 12. Jahrhundert. Das Problem, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart 1944 - Mohrmann, Wolf-Dieter: Das sächsische Herzogtum Heinrichs des Löwen. Von den Wegen seiner Erforschung, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 44-85 - Opll Ferdinand: Friedrich Barbarossa. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1998 - Otto von Freising und Rahewin: Die Taten Friedrichs oder richtiger Cronica, Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1965 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 36-38,42-45,47,50,53,62,99,108,113,315,318,336,364 - Pernoud Regine: Der Abenteurer auf dem Thron. Richard Löwenherz König von England. Diedrichs Verlag München 1994 - Pernoud Regine: Die Kapetinger. in: Die großen Dynastien. Karl Müller Verlag 1996 Seite 11-29 - Pernoud Regine: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. Diederichs Verlag München 1991 - Peters, Inge-Maren: Heinrich der Löwe als Landesherr, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 85-127 - Pischke, Gudrun: Die Landesteilungen der Welfen im Mittelalter. Verlag August Lax Hildesheim 1987 Seite 12,20-24,33 - Pleticha, Heinrich: Deutsche Geschichte in 12 Bänden. Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH/Lexikothek Verlag GmbH, Gütersloh 1982 - Pohl Walter: Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, hg. von Brigitta Vacha, Verlag Styria, Seite 145,152,154,160,163,166,171,202,225,277 - Pörnbacher, Hans: Die Welfengenealogie in Steingaden. Ein Exkursionsbericht, in Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Seite 117-121 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 - Pörnbacher, Hans: Welf VI. und die Literatur, in Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Seite 91-99 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 - Rahewin - Riedmann, Josef: Die Welfen im Tiroler Raum zur Zeit Welfs VI., in Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Seite 99-113 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 - Schildt, Helge: Heinrich der Löwe im Geschichtsbild des 19. Und 20. Jahrhunderts, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 466-490 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983, Seite 425,447,450-453 - Schmidt, Tilman: Die Grablege Heinrichs des Löwen im Dom zu Braunschweig. Braunschweiger Jahrbücher Band 55 1974 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 19,20,22,24-27,30-38,104,114,136,146,148,158,176-180,182,186-194,198, 201,204-242,246,252,253,257,267,269-273,275-277,286,287,289,290-300 - Schneidmüller Bernd: Große Herzöge, oft Kaisern widerstehend? Die Welfen im hochmittelalterlichen Europa. in: Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235. Katalog der Ausstellung Braunschweig 1995 Hirmer Verlag München Band 2 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 - Schulze Hans K: Das Reich und die Deutschen. Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Verlag - Schwarzmaier, Hansmartin: Die monastische Welt der Staufer und Welfen im 12. Jahrhundert, in Von Schwaben bis Jerusalem von Sönke Lorenz/Ulrich Schmidt (Hg), Seite 241-261 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995 - Schwarzmaier, Hansmartin: Staufer, Welfen und Zähringer im Lichte neuzeitlicher Geschichtsschreibung. Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 134 1986 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 18 - Schwinekörper, Berent: Heinrich der Löwe und das östliche Herzogtum Sachsen, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 127-151 - Simonsfeld, Henry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Friedrich I., 1. Band 1152-1158, Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1908 - Slawski Robert: Im Zeichen des Löwen: über die Zeit Heinrichs des Löwen, das Leben und Wirken des großmächtigen Herzogs, seine Spuren und Zeugnisse im Norden von Deutschland; Historische Reportagen, Björn Zelter Verlag Braunschweig 1995 - Sokop, Brigitte: Stammtafeln europäischer Herrscherhäuser, Böhlau Verlag Wien - Köln - Weimar  1993 Tafel 1 - Spindler Max: Handbuch der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 5,13,36,38,77 - Theuerkauf, Gerhard: Der Prozeß gegen Heinrich den Löwen. Über Landrecht und Lehnrecht im hohen Mittelalter, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1980 Seite 217-249 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 31- Toeche, Theodor: Kaiser Heinrich VI. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1965, Seite 3-415 - Thorau, Peter: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich (VII.) Teil I, Duncker & Humblot Berlin 1998, Seite 8,19-21,47A,70-72,73A,98,131,307,318,321 A - Uehli, Ernst: Die drei großen Staufer. Friedrich I. Barbarossa - Heinrich VI. - Friedrich II., VMA-Verlag Wiesbaden 1997 - Uslar-Gleichen Edmund von: Geschichte der Grafen von Winzenburg Hannover 1895 - Vones-Liebestein Ursula: Eleonore von Aquitanien. Herrscherin zwischen zwei Reichen. Muster-Schmidt Verlag Göttingen 2000 - Weiland, Ludwig: Das sächsische Herzogthum unter Lothar und Heinrich dem Löwen. Beitrag zur deutschen Verfassungsgeschichte im Mittelalter, Greifswald 1866 - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist, Bechtle Esslingen 1998, Seite 22,25,198 - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 29-333 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 1. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 74,75, 87,208,211,246,252,273,310,350,503-305 - Wolf, Achim: Welf VI. - Letzter der schwäbischen Welfen oder Stammvater der Könige?, in Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Seite 43-59 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 - Wurster Herbert W.: Das Bild Heinrichs des Löwen in der mittelalterlichen Chronistik Deutschlands und Englands, in Heinrich der Löwe (hrsg.) von Wolf-Dieter Mohrmann, Vandenhoeck & Ruperecht Göttingen 1980 Seite 407-440 - Zotz Thomas: Heinrich der Löwe und die Welfen in Schwaben. In: Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235. Katalog der Ausstellung Braunschweig 1995 Hirmer Verlag München Band 2 -