Dietrich I.                                                 Herzog von Ober-Lothringen (978-1026)
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965-11.4.1026
       2.1.1027 (Trillmich)
 

3. Sohn des Herzogs Friedrich I. von Ober-Lothringen und der Beatrix von Franzien, Tochter von Herzog Hugo dem Großen
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1024
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Dietrich I., Herzog von Ober-Lothringen 978-1027/32
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* 965/70, + 11. April zwischen 1027 und 1032

Jüngster Sohn Friedrichs I., Herzogs von Ober-Lothringen und der Beatrix, der Schwester Hugos Capet; Bruder von Adalbero II. Bischof von Metz

  oo Richilde, Tochter des Grafen Folkmar

3 Kinder:
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Friedrich (späterer Herzog)
Adalbero
Adelaide

Dietrich ist 972 belegt; damals stand er unter der bis 985 dauernden Vormundschaft seiner Mutter. Mit den lothringischen Grafen nahm er an der zweiten Belagerung des durch den westfränkischen König Lothar besetzten Verdun (Frühjahr 985) teil und geriet mit anderen Großen in westfränkische Gefangenschaft (bis Sommer 985). Ohne eine klar erkennbare politische Aktivität zu verfolgen, widmete sich Dietrich seiner Abtei St-Mihiel und seiner Burg Bar. Er wurde des Giftmordes an seiner Mutter, von deren Bevormundung er sich befreien wollte, verdächtigt. In guten Beziehungen zu den Kaisern, fiel er im Verlauf der Lützelburger Fehde 1011, während der er HEINRICH II. diente, in der Nähe von Odernheim in einen Hinterhalt von Anhängern des Hauses LUXEMBURG; 1018 wurde er erneut gefangengenommen, diesmal von einem Stephan von Burgund. Sein militärisches Vorgehen in der Champagne, gegen den Grafen Odo II., der Toul angegriffen hatte, war erfolgreicher.
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Glocker Winfrid: VI, 39; Seite 307
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik"

VI, 39 Dietrich I.
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* c 965 , + 1027/32 am (IV 11)

978 Herzog von Ober-Lothringen

992
oo Richilde/Richware, wohl Tochter Graf Folmars von Luneville

Die Belege für die Filiation und die Geburtszeit Herzog Dietrichs I. hat Parisot, Origines S. 27 mit Anm. 3, zusammengestellt. Die Angaben Parisots zum Zeitpunkt des Todes Dietrichs hat Hofmeister in seiner Rezension des Buches von Parisot, MIÖG 38, S. 506 f., richtiggestellt.
Die Belege für die Gemahlin Dietrichs I., Richilde, und deren Eltern sind bei Parisot, Origines S. 97 f., und von Poull, Haute-Lorraine S. 26 f., zusammengestellt.
Hingewiesen sei an dieser Stelle noch auf einen Fehler in der Tafel bei Leyser, Herrschaft, der unter den Kindern der Beatrix einen jung verstorbenen Gottfried aufführt: Dieser Gottfried war ein Sohn Giselberts, des Bruders von Herzog Friedrich I.; vgl. Renn, Grafenhaus S. 51.
In der Tafel zu den Nachkommen KARLS DES GROSSEN von Werner bei Nr. VIII, 67 ist der Strich, der die Filiationen zeigen sollte, versehentlich nicht eingedruckt worden: den Exemplaren der 3. Aufl. 1967 des 4. Bandes des Karlswerkes ist ein diesbezüglicher Korrekturzettel beigelegt.
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Für den unmündigen Dietrich führte seine Mutter die Regentschaft. Er half den OTTONEN, verteidigte 985 mit der Sippe Verdun gegen Frankreich und war zeitweise gefangen. Er führte dieselben Fehden wie der Vater, unterstützte Kaiser HEINRICH II. 1008 gegen die Luxemburger Vettern wegen des Verlustes des "Hausbistums" Metz an diese und geriet dabei 1011/12 schwerverwundet in die Gefangenschaft des Pfalzgrafen Ezzo von Lothringen. Er förderte im deutschen Thronstreit 1024 zuerst Konrad den Jüngeren, huldigte dann doch Kaiser KONRAD II. und sicherte damit Lothringen der Familie.

Trillmich Werner:
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"Kaiser Konrad II. und seine Zeit"

Friedrichs Sohn und Nachfolger Dietrich vermählte sich mit Richildis aus dem Hause der Grafen von Luneville im Blies- und oberen Saargau. Das vergrößerte seinen Einfluß ostwärts, verstärkte aber auch die Gegnerschaft der Luxemburger Vettern, die den königstreuen Mann 1005 aus dem Bistum Metz verdrängten. An der herzoglichen Amtsführung beteiligte er in späteren Jahren seinen Sohn Friedrich II. (+ 1026/27), den Gemahl der KONRADINERIN Mathilde, der Witwe des SALIERS Konrad von Kärnten.
Der königstreue Herzog Dietrich wurde als Unterhändler Königs HEINRICHS II. im Jahre 1011 bei Verhandlungen mit den opponierenden LUXEMBURGERN bei Odernheim an der Mündung der Glan in die Nahe heimtückisch von diesen überfallen. Die Bischöfe von Toul und Verdun konnten entfliehen. Herzog Dietrich von Ober-Lothringen aber geriet verwundet in Gefangenschaft, wurde auf die pfalzgräfliche Burg Tomberg am Nordrande der Eifel gebracht und mußte seine Entlassung durch Geiselstellung teuer erkaufen.
Die oberlothringische Herzogsfamilie hat an den wenig erfolgreichen Machenschaften Herzog Ernsts niemals teilgenommen. Der Tod des alten Herzogs Dietrich erfolgte wahrscheinlich am 2.1.1027. Sein Sohn und Mitregent Friedrich II. scheint kurz vor ihm gestorben zu sein. Er hinterließ einen gleichnamigen Sohn (1027-1033), dessen Mutter Mathilde, die Schwester der Königin, zunächst um die Nachfolgeregelung bemüht gewesen sein dürfte. Konrad der Jüngere, ihr Sohn 1. Ehe, hielt sich vorsichtig zurück.

Mohr Walter: Band I Seite 59,65,69
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"Geschichte des Herzogtums Lothringen"

Nach der Übergabe OTTOS III. an seine Mutter auf dem Tag zu Rara am 29. Juni 984 kam es in Lothringen zu einem neuen Aufschwung für die kaiserliche Partei. An ihre Spitze traten Herzog Dietrich von Ober-Lothringen und Graf Gottfried von Verdun. Von weiteren Parteigängern sind bekannt: Siegfried von Luxemburg und die Grafen Bardo und Gozelo, die ihrerseits Neffen des Grafen von Verdun waren. Zunächst widmeten sie sich der Wiedereroberung von Verdun, die wahrscheinlich Ende September 984 gelang. Etwa zur gleichen Zeit war es dem kaiserlichen Hofe durch den Tod Bischof Dietrichs von Metz möglich, die kaiserliche Partei in Lothringen weiter zu stärken. Das erledigte Bistum wurde Adalbero, dem Sohn der Herzogin Beatrix, übertragen, der zuvor schon zum Bischof von Verdun ausersehen worden war, aber durch den Tod OTTOS II. seine dortige Anerkennung noch nicht erhalten hatte. Auch nach Verdun kam als Bischof ein Anhänger der kaiserlichen Partei, ein weiterer Adalbero, Sohn des Grafen Gottfried von Verdun. Um diese Stadt entwickelte sich in einem prinzipiell gearteten Sinne die Auseinandersetzung mit dem westfränkischen König. Er hat zu Ende des Jahres 984 mit den Vorbereitungen zur Rückeroberung begonnen. Auf der Gegenseite hat man sich eifrig zur Verteidigung gerüstet. Der Angriff Lothars war erfolgreich. Bei der Übergabe gerieten die Verteidiger, darunter Herzog Dietrich von Ober-Lothringen, Graf Siegfried von Luxemburg und Graf Gottfried von Verdun in Gefangenschaft. Lothar hat seine Aktion nicht weitergeführt, er ist wieder ins westfränkische Reich zurückgekehrt.
Nach den Worten des Gerbert von Aurillac ist es unklar, ob Dietrich durch das Eintreten seines Onkels Hugo Capet von Francien freikam, oder ob er mit anderen lothringischen Gefangenen nach dem Tode König Lothars entkam.
In der Entwicklung in Ober-Lothringen darf man annehmen, dass Herzog Dietrich bei der Rückkehr aus seiner Gefangenschaft etwa 15 Jahre alt war, und so wird sich wohl in diesen Jahren die Frage seiner eigenständigen Regierung erhoben haben. Wir sehen indes, dass seine Mutter Beatrix noch bis zum April 987 die Regierungsgeschäfte geführt hat. Wenige Monate zuvor, im Januar 987, wurde ihr Sohn in einer kaiserlichen Urkunde genannt, als er an einem Hoftag in Andernach teilnahm. Es sieht so aus, dass er zu diesem Zeitpunkt schon an den Regierungsgeschäften teil hatte. Aber dann verschwinden Beatrix wie Dietrich völlig aus den Quellenberichten. Das ist um so auffallender, als OTTO III. in den Jahren 992 und 995 vorübergehend Aufenthalt in Lothringen nahm, so dass man in den damals ausgestellten Urkunden Beatrix oder Dietrich erwähnt erwarten könnte.
Zur Erklärung dieser Sachlage hat man einen Bericht über die Gründung und die Güter der Kirche St. Maximus in Bar herangezogen. In diesem Bericht wird an zwei Stellen von Schenkungen gesprochen, die Herzog Dietrich vom Papst aus Anlaß der Gefangenschaft seiner Mutter auferlegt worden seien. Von der Gefangensetzung Beatrix ist nur bei Calmet die Rede.
Die gleichzeitige Nichterwähnung Herzog Dietrichs für die gesamte restliche Regierungszeit OTTOS III. läßt sich ebenfalls anders als bisher erklären. Die Streitsache um den Einfluß in Lothringen zwischen Karl von Nieder-Lothringen und Beatrix für ihren Sohn war ja nicht geregelt worden. Die Herzogin hatte nun im Frühjahr 987 die Konferenz von Montfaucon unter Ausschluß der Kaiserin Theophanu vorgeschlagen. Neben der anscheinend bestehenden Absicht, Beatrix mehr in der Vordergrund zu rücken, wovon Gerbert von Aurillac ausdrücklich schrieb, wäre das westfränkische Übergewicht bei einer solchen Konferenz so stark gewesen, dass man dahinter wohl noch besondere politischen Absichten suchen muß. Vermutlich hat die dementsprechende Warnung Gerberts ihre Auswirkungen auf die weitere Politik des kaiserlichen Hofes gehabt, von der wir als einen charakteristischen Punkt herausstellen können, dass sie das Haus Karls von Nieder-Lothringens im lothringischen Raum begünstigte, wohl um auf diesem Wege ein Gegengewicht gegen eine allzu sehr nach westfränkischer Seite ausschauende Haltung des oberlothringischen Herzogshauses zu gewinnen. Von Karls Sohn Otto erfahren wir ja, dass er mit OTTO III. in guter Verbindung stand, anscheinend war daneben kein Platz für Dietrich von Ober-Lothringen.
Im Ganzen gesehen, gibt es also keine sichere Basis, um von einer Auseinandersetzung zwischen Beatrix und ihrem Sohn Dietrich zu sprechen. Wir wissen, wie schon gesagt, über den Herzog in dieser Zeit praktisch nichts. Er scheint damals geheiratet zu haben.  Über die Herkunft seiner Gemahlin ist keine einwandfreie Nachricht erhalten. Da er später vom Grafen Folkmar von Luneville erbte, glaubt man, sie sei dessen Tochter mit Namen Richildis gewesen. Nach dem Tode OTTOS III. hat Herzog Dietrich angesichts der Spaltung über die Nachfolgefrage im Reich zunächst noch mit seiner eigenen Stellungnahme gezögert. Als bei der Trauerfeier für den verstorbenen Kaiser in Aachen, Anfang 1002, ein Teil der anwesenden Großen sich für Herzog Hermann von Schwaben als Nachfolger erklärte, wartete Dietrich weiterhin noch ab. Es gelang dann Herzog Heinrich von Bayern, sich durch den Erzbischof von Mainz zum König krönen zu lassen. Darauf huldigten ihm die Großen an der Mosel. Damit sind wohl in erster Linie die des Moselgaues gemeint, dessen Graf, Heinrich von Luxemburg, ein Schwager des Königs war. Herzog Dietrich dürfte sich noch immer ferngehalten haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er damals an einen Anschluß an den französischen König Robert gedacht hat.
Im Januar 1003 ist der König dann auch in Ober-Lothringen erschienen und hielt einen Hoftag in Diedenhofen ab. Dabei scheint sich seine Autorität im Lande etwas gefestigt zu haben, obwohl Herzog Dietrich noch in einiger Obstruktion verharrte. Der König befahl zwar die Zerstörung einer seiner Burgen, konnte aber dadurch nicht seine Unterwerfung erzwingen.
In Ober-Lothringen hat Herzog Dietrich nach dem Tode des Bischofs Adalbero von Metz, seines Bruders, im Dezember 1005 versucht, die Stellung seines Hauses in Metz zu wahren und zu festigen. Er beabsichtigte, auf den Bischofsstuhl seinen eigenen Sohn Adalbero zu bringen. Da dieser jedoch noch unmündig war, konnte er die kirchlichen Weihen nicht empfangen. Aus diesem Grunde bestimmte der Herzog seinen Vetter, Dietrich von Luxemburg, zum Administrator des Bistums, um es auf diese Weise seinem Sohn zu sichern. Aber Dietrich von Luxemburg hat sich dann mit Hilfe des Metzer Klerus selbst zum Bischof aufgeschwungen. Dieser Rückschlag für den Herzog wurde noch dadurch verschärft, dass er die Grafschaftsrechte in Metz verlor. Er konnte sich in diesen Fragen nicht mehr durchsetzen, obwohl sein Sohn ehedem anscheinend bereits durch Kaiser HEINRICH anerkannt worden war.
Etwas auffallend ist die Verdrängung des Herzogs Dietrich als Graf von Metz. Es scheint doch, dass in dieser Frage der Kaiser sich gegen ihn erklärte. Damit im Zusammenhang taucht wiederum die Vermutung eines Anschlusses des Herzogs an Frankreich auf.
Innerhalb dieser Geschehnisse besitzen wir über Herzog Dietrich keinerlei Nachrichten. Es ist aber wohl sicher, dass er diese einzigartige Gelegenheit der Verfeindung des Kaisers mit den LUXEMBURGERN für seine Zwecke entsprechend zu nutzen suchte. Man darf also annehmen, dass in dieser Zeit eine Annäherung zum Kaiser zustande kam. Dessen Aktion gegen Metz hat übrigens damals zu keinem Erfolg geführt, er brach sie im Oktober 1009 ab. Im Juli 1011 dann wurde auf einem Hoftag in Mainz, zu dem die LUXEMBURGER und auch Herzog Dietrich erschienen waren, der Versuch gemacht, die Angelegenheit zu regeln. Doch wurden die Vorstellungen der LUXEMBURGER vom Kaiser nicht angenommen, ihnen wurde lediglich ein Waffenstillstand bewilligt.
Die LUXEMBURGER haben anschließend den Herzog Dietrich und die Bischöfe von Toul und Verdun, die zusammen von Mainz abreisten, überfallen, wobei der Herzog in Gefangenschaft geriet, in der er längere Zeit verblieb. Im Herzogtum Ober-Lothringen ergab sich in dieser Zeit eine Änderung, die sich allerdings nicht klar erfassen läßt. Es ist eine Urkunde des Bischofs Berthold von Toul aus dem Jahre 1019 erhalten, die nach Herzog Dietrich und seinem Sohn Friedrich datiert ist. Auch sonstwo erscheint in der Folgezeit Friedrich als Herzog und dazu noch in maßgebender Stellung, während andererseits sein Vater Dietrich nachweislich noch lebte. Man kann sich etwa vorstellen, dass während der luxemburgischen Gefangenschaft des Herzogs sein Sohn die Geschäfte im Herzogtum führte und dadurch in eine assoziierte Stellung zu seinem Vater hinein gewachsen ist, und dass schließlich Kaiser HEINRICH ihm bereits die Nachfolge im Herzogtum zusicherte, so dass er schon den Herzogstitel führen konnte. Irgendwelche Dokumente oder dokumentarische Berichte darüber besitzen wir indes nicht.
Herzog Dietrich geriet in dieser Zeit unter einen wachsenden politischen Druck von seiten des Grafen Odo von der Champagne. Wie sich hier die Verhältnisse im einzelnen entwickelten, ist uns nicht überliefert. Vermutlich gehen aber die Ursachen dieses Gegensatzes auf die Zeit der Gefangenschaft Dietrichs und des Grafen Gottfried von Verdun zurück. Damals hatten die Grafen von Vermandois ja besondere Vorteile für sich herausschlagen können. Graf Odo von der Champagne, der mit dem Hause VERMANDOIS verwandt war, erbte den Besitz dieses Hauses im Bereich des Herzogtums Ober-Lothringen. Dadurch lassen sich sofort aufkommende Spannungen zwischen Odo und Dietrich erklären.
Die Auseinandersetzung mit Odo war dann auch der Gegenstand der Verhandlungen zwischen Kaiser HEINRICH II. und König Robert von Frankreich im Jahre 1023 in Ivois. Der lothringische Herzog war dabei anwesend. Da König Robert sich ebenfalls in Gegensatz zu Odo befand, übernahm der Kaiser die Vermittlung dieses Streites. Die entsprechenden Verhandlungen sollten anschließend in Verdun stattfinden. Dort gelang dem Kaiser dann eine Aussöhnung zwischen Dietrich und Odo im September 1023. Die Burgen, die letzterer auf oberlothringischem Gebiet angelegt hatte, wurden geschleift.
Nach HEINRICHS II. Tod war man in besonderem Sinne an der Wahl von 1024 interessiert, weil Konrad der Jüngere der Sohn der Gemahlin Friedrichs von Ober-Lothringen aus ihrer 1. Ehe war. Die Annahme  allerdings, dass Friedrich und seine Gemahlin seine Kandidatur veranlaßt hätten, ist eine reine Vermutung, die durch keine Quellenangaben gestützt werden kann.
Man muß demnach die führende Rolle beim Widerstand gegen die Königswahl wohl Herzog Gozelo zuschreiben, er hat dann Herzog Dietrich zu aktivem Handeln aufgerufen. Die lothringischen Bischöfe unterwarfen sich noch im Jahre 1024 König KONRAD II., doch blieb in Lothringen eine Opposition bestehen. Zu Weihnachten 1025 erschienen dann in Aachen, wohin KONRAD gekommen war, die Herzöge Gozelo und Dietrich, erkannten den König an und huldigten ihm. Anschließend zogen der König und Herzog Dietrich gemeinsam nach Trier. Das ist dessen letztes öffentliches Auftreten gewesen, er ist im Jahre 1026 oder 1027 gestorben.
 
 
 
 

 992
  oo Richilde/Richware von Luneville, Tochter des Grafen Folmar
             -
 
 
 
 

Kinder:

  Friedrich II.
  um 995-13.5.1026/27

  Adalbero III. Bischof von Metz (1005)
  1000-

  Adelheid
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  oo Walram I. Graf von Arlon-Limburg
              -
 
 
 
 

Literatur:
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Barth Rüdiger E.: Der Herzog in Lothringen im 10. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990, Seite 15,141,142,143,144, 143,171,197 - Beumann, Helmut: Die Ottonen. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln, Seite 130,169,175 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 - Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 176,183,185-187,194,199,436,480,482,484/Band III Seite 503 - Eickhoff, Ekkehard, Theophanu und der König, Klett-Cotta Stuttgart 1996, Seite 110,117,306 - Erkens, Franz-Reiner: Konrad II. Herrschaft und Reich des ersten Salierkaisers. Verlag Friedrich Puset Regensburg 1998, Seite 14,37,72,78 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 307 - Görich Knut: Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus, Jan Thorbecke7 Verlag Sigmaringen 1995, Seite 149,152 - Hlawitschka, Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische Studien zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9.,10. und 11. Jahrhundert, Saarbrücken 1969, Seite 63,83,107, 109-112,139 -  Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987, Seite 45,76,79,117-119 - Mohr Walter: Geschichte des Herzogtums Lothringen. Geschichte des Herzogtums Groß-Lothringen (900-1048) Verlag "Die Mitte" Saarbrücken 1974 Band I Seite 59,65,69 - Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Seite 196,222,300,476 - Trillmich Werner: Kaiser Konrad II. und seine Zeit. Europa Union Verlag Bonn 1991 - Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten, Verlag Friedrich Puset Regensburg 1999, Seite 37,62,76, 194,197 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf Seite 478 -