Rudolf von Flandern                      Graf von Cambrai
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865-17.6.896
 

Jüngerer Sohn des Grafen Balduin I. Eisenarm von Flandern und der Judith, Tochter von Kaiser KARL II. DEM KAHLEN
 

Brandenburg Erich: Tafel 1 Seite 1
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

V. 21 c. RUDOLF, Graf von Cambray?
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* ..., + 896 17. VI.

Gemahlin:
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N.

Anmerkungen: Seite 115
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V. 21. Rudolf

Bruder Balduins, Ann. Vedast. 895, S. S. 2, 207.
Als Graf von Cambray wird er erst in späten Nachrichten bezeichnet (zuerst wohl S. S. 25, 769).
Todestag Ann. Blandin., S. S. 5, 24.
Er wird häufig verwechselt mit IV. 28. und mit Rudolf von Gouy, vgl. Vanderkindere, a.a.O. [Vc 32]

Ergänzung: (Werner):
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* 865, Graf nach 892 im Besitz von Arras und St. Quentin

Gemahlin:
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N.N.



Thiele, Andreas: Tafel 25
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Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 -

RUDOLF
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    + 896 ermordet

Graf von Cambrai

Rudolf besetzte Peronne und St. Quentin während der französischen Thronkriege, huldigte dem König Zwentibold von Lothringen und wurde 896 von Vermandois verjagt. Er plünderte aus Wut die Abtei St. Quentin und wurde von Graf Heribert I. ermordet.
Rudolf wird im französischen Feudalepos sehr verklärt.

  oo N.N.
             +



Schwager Helmut: Seite 29-31
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„Graf Heribert II. von Vermandois“

Als ihnen König Zwentibold von Lothringen zu Hilfe kam, brachte ihnen dies nur wenig Nutzen. Denn gerade die Intervention der Lothringer spaltete das Lager Karls III. endgültig: Graf Balduin II. von Flandern (879-918) nd sein Bruder Graf Rudolf (+ 896) verbündeten sich mit ihnen und trieben Expansionspolitik auf eigene Faust, die ihnen Peronne und das befestigte Kloster Saint-Quentin einbrachte. Währenddessen versuchten Graf Heribert I. und andere Aufständische eine Fühlungnahme mit König Odo, nachdem dieser dem HERIBERTINER die meisten Burgen abgenommen hatte. Als zur Jahreswende 895/96 Graf Rudolf die Verhandlungen mit dem ROBERTINER torpedierte, unterwarfen sich die HERIBERTINER dem legitimen westfränkischen König Odo. Der KAROLINGER Karl der Einfältige war daraufhin gezwungen, nach Lothringen zu fliehen. Währenddessen rückte König Odo, unterstützt von Graf Heribert I., auf Saint-Quentin vor, das er mit der Abtei Saint-Quentin-en-Vermandois eroberte und nebst Peronne an den wieder getreuen HERIBERTINER gab. Der erboste Graf Rudolf fiel daraufhin plündernd in die Besitzungen der Abtei ein, worauf er von Graf Heribert I. gestellt und in einem Gefecht am 28. Juni 896 erschlagen wurde.
 
 
 

  oo N.N.
              -
 
 
 
 

Kinder:

  Tochter
        -

  oo Isaak Graf von Cambrai
            -   946/48
 
 
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 1 Seite 1,115 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 9-10 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 439-442,451,455 - Regino Chronik. Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte Band VII Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1969 - Schwager, Helmut: Graf Heribert II. von Soissons. Verlag Michael Lassleben Kallmünz/Opf. 1994 Seite 29-31 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 25 -