Robert II.                                        Graf von Flandern (1093-1111)
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1065-5.10.1111 gefallen
        Brücke bei Meaux
 

Begraben: 6. Oktober 1111 Abteikirche St-Vaast d'Arras
 

Ältester Sohn des Grafen Robert I. der Friese von Flandern und der Gertrud Billung von Sachsen, Tochter von Herzog Bernhard II.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite 895
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Robert II. von Jerusalem, Graf von Flandern
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* um 1065, + 2./3. Oktober 1111 gefallen

Begraben: 6. Oktober 1111 Abteikirche St-Vaast d'Arras

Ältester Sohn des Grafen Robert I. und der Gertrud von Sachsen

 um 1090
  oo Clementia von Burgund

Robert II., der den Grafentitel bereits 1080 trug, führte während der Pilgerfahrt seines Vaters (1086-1089) eine wichtige administrative Neuerung durch, indem er den Propst des Stiftes St. Donatian zu Brügge als Kanzler einsetzte. Nach der Rückkehr Roberts I. regierten Vater und Sohn gemeinsam. Es war vielleicht Robert II., der 1093 mit König Wilhelm II. von England in Dover ein Abkommen aushandelte. Nach dem Tode des Vaters (1093) unbestrittener Nachfolger, unterstützte er König Wilhelm II. von England bei einem Feldzug gegen Robert II., Herzog von der Normandie (1094-1095). Mit einem großen Heer brach Robert im September/Oktober 1096 zum 1. Kreuzzug auf, gemeinsam mit Robert II. von der Normandie und Eustachius von Boulogne. In Konstantinopel leistete er Kaiser Alexios I. Komnenos einen Treueid. Im Heiligen Land beteiligte er sich unter anderem an der Belagerung von Antiochia, trat aber bald nach der Einnahme Jerusalems (15. Juli 1099) die Rückreise an. Auf ein Angebot des byzantinischen Kaisers, in die Dienste des Byzantinischen Reiches zu treten, ging er nicht ein. Im Frühling 1100 nach Flandern zurückgekehrt, verfolgte Robert II. in bezug auf Cambrai eine antikaiserliche Politik, geriet mehrmals in Konflikt mit HEINRICH IV. und HEINRICH V. und verstand es, die flandrische Machtstellung im Cambresis zu festigen. Durch den Einfluss seiner Gemahlin Clementia wurde die cluniazensische Reform eingeführt. Im März 1103 schloss er zu Dover einen Vertrag mit Heinrich I. von England, der Robert ein jährliches Geldlehen von 400 Mark sicherte. Nach der Eroberung der Normandie durch Heinrich I. unterstützte Robert II. seinen Lehnsherrn Ludwig VI. von Frankreich im Krieg gegen Heinrich I. (dennoch Erneuerung des Vertrages von Dover, 1110) und dessen Verbündeten Thedbald IV. von Blois und fand im Kampf mit diesem den Tod.


Brandenburg Erich: Tafel 22 Seite 44
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XI. 113. ROBERT II., Mitgraf 1087, Graf von Flandern 1093
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* ca. 1065, + 1111 5. X.

Gemahlin:
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vor 1092 (ca. 1090)
Clementia, Tochter des Grafen Wilhelm von Burgund (siehe XI. 99)
         + ca. 1133



Thiele, Andreas: Tafel 26
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

ROBERT II.
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    + 1111

Robert II. war 1089/90 während des Palästinaaufenthaltes seines Vaters, dem er ganz ähnlich war, Regent von Flandern. Er war reich und mächtig genug, um mit einem ansehnlichen Heer 1096/99 am 1. Kreuzzug teilzunehmen, doch besaß er nur geringe Fähigkeiten zu dessen Führung, da er vielmehr nur geschickt gewesen sein soll, Schwert und Lanze mit ungewöhnlicher Wucht zu handhaben. Er befehdete ständig Holland und die Bischöfe von Cambrai und Utrecht, war 1104-1107 geächtet und gebannt und behauptete sich gegen Kaiser HEINRICH V., der 1107 gegen ihn zog, in Reichsflandern. Er erhielt die Schirmvogtei über Cambrai und Cateau Cambresis zugestanden und baute die Landesherrschaft konsequent aus. Er geriet mehrmals gegen Frankreich, den Hauptlehensherrn, stritt mit den Vettern im Hennegau und starb durch einen Sturz vom Pferd auf einem Feldzug gegen Blois.

  oo um 1090
      CLEMETINE D' IVREA
                + um 1133

Tochter des Grafen Wilhelm I. von Freiburgund (2. Ehe: Gottfried I. Herzog von Brabant, + 1139)



Jäschke Kurt-Ulrich: Seite 121,144,171
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"Die Anglonormannen"

Gegenüber Roberts des Friesen Nachfolger Robert II. nahm Wilhelm der Rote sogar die Gewährung des überkommenen Geldlehens von 300 Mark wieder auf; das konnte als Lohn für Neutralität oder gar für Hilfe bei eventuellen Normandie-Feldzügen ausgelegt werden.
Darüber hinaus ließ Heinrich I. die Leute auf Krongut, seine Barone und deren Lehnträger einen Sicherheitseid leisten, nämlich seine Sache bis Weihnachten gegen Robert zu verteidigen. Besonders auffällig wirkt das Bündnis Heinrichs I. mit Graf Robert II. von Flandern: Dies geschah am 10. März 1101 in Gegenwart von Kanzler Wilhelm Giffard zu Dover und in Form einer Erneuerung, wenn nicht gar Erhöhung des traditionellen Geldlehens auf 500 Pfund. Die Gegenleistung Roberts II. sollte darin bestehen, Heinrich I. gegen jedermann zu helfen, allerdings unter Wahrung seiner Treue gegenüber Roberts II. erstem Lehnsherrn König Philipp I. Immerhin sollte der Flandern-Graf auch dann 1.000 Soldritter nach England schicken, wenn Philipp I. oder irgendein anderer Feind eine Invasion durchführen oder innere Unruhen ausbrechen würden; darüber hinaus wollte er auf Wunsch Heinrichs I. in jedem Jahr 1.000 Ritter in die Normandie oder 500 nach Maine gestellen. Sofern Philipp I. die Dienste Roberts II. auf einem Kriegszug gegen Heinrich I. benötigte, sollte jener nur 10 Ritter als eben das kleinste Kontingent mit sich führen, das auf seinem Lehen lastete, und die anderen Truppen bei seinem Soldherrn belassen. Der Vertrag wurde 1103 und 1110 erneuert und mochte für einen reichen König von großem Wert sein; seine tatsächliche Inanspruchnahme ist schwer zu fassen, auf jeden Fall noch nicht für 1101.
Wohl stäker als Vater und Bruder entwickelte Heinrich I. das Mittel des Geldlehens, um Vasallen außerhalb der Normandie anzubinden. Ein besonders kostspieliges Beispiel war Flandern: Am 17. Mai 1110 erneuerte Heinrich I. den Vertrag von 1101; er lautete jetzt auf 400 Mark Geldlehen, die allerdings für nur noch die Hälfte der militärischen Hilfe aufzzubringen waren, die vorher zugesagt worden war - mit zweifelhaftem Erfolg, da Graf Robert II. bereits 1111 starb, als ausgerechnet beim Kampf gegen Heinrichs I. Verbündeten Graf Theobald IV von Blois auf der Brücke zu Meaux vom Pferd geworfen wurde. Ohnehin waren es nur wirtschaftliche Erwägungen, die flandrische Grafen zum Abgehen von ihrer Politik einer Trennung Englands von der Normandie bestimmten, und entsprechend schwenkte Roberts Sohn und Nachfolger Balduin VII. wieder auf nachdrückliche Gegnerschaft gegen die Normandie ein.

Boshof, Egon: Seite 261,267
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"Die Salier"

Für Paschalis II. war der SALIER das Haupt der Häretiker, dessen Vernichtung ein Gott wohlgefälliges Werk sein mußte, und so scheute er nicht davor zurück, die Kämpfe um Cambrai, in denen der Graf Robert von Flandern gegen den kaisertreuen Bischof Walcher die Herrschaft über die Stadt zu gewinnen suchte, geradezu zu einem Kreuzzug gegen HEINRICH zu stilisieren.
Die durch den Antagonismus der Häuser LIMBURG und LÖWEN-BRABANT beeinträchtigte Stabilität der politischen Lage im Nordwesten des Reiches rief den Grafen Robert von Flandern auf den Plan, der in den Auseinandersetzungen um den Bischofsstuhl von Cambrai seinen Einfluß auf diese Stadt auszudehnen versuchte. So sah sich HEINRICH V. im November 1107 zu einem Feldzug gegen Flandern gezwungen, der den Grafen zwar einlenken ließ, dem König aber keinen durchschlagenden Erfolg einbrachte. Robert leistete einen Treueid, HEINRICH führte den "kaiserlichen" Bischof Walcher nach Cambrai zurück und löste die Kommune auf, aber gleichzeitig verlieh er dem Grafen die Burggrafschaft in Cambrai und weitere feste Plätze im Bistum.

Leo Heinrich: Seite 27-32
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten"

Ein plötzlicher Tod machte Roberts vielbewegtem, tatenreichen Leben im Oktober 1093 zu Cassel ein Ende. Ihm folgte sein Sohn Robert der Jüngere, der schon einmal die Markgrafschaft verwaltet hatte, und später den Beinamen Robert der Jerusalemiter erhielt.
Während seiner Verwaltung war einmal (im Jahre 1095) Graf Heinrich III. von Löwen in Doornik bei Graf Eberhard, und wurde von einem Ritter im Waffenspiel getötet. In der Grafschaft Löwen folgte ihm darauf sein Bruder, Gottfried der Bärtige; seine Witwe aber, die Schwester Roberts des Jerusalemiters, heiratete den Landgrafen Dietrich von Elsaß, durch welchen sie Mutter des nachmaligen Markgrafen Dietrich von Flandern wurde.
Um diese Zeit, als der erste Kreuzzug begann, forderte Kaiser HEINRICH die Burggrafschaft Gent, also das Aalsterland, und die vier Ambachten, außerdem die seeländischen Inselnn alles deutsche Lehen, von Flandern ab, wahrscheinlich weil Robert seinen Lehenspflichten nicht nachgekommen war. Der Markgraf rüstetete sich zum Widerstande, aber die eben beginnenden Züge nach dem Heiligen Lande entführten auch dem Kaiser viele der Tapfersten aus seiner Ritterschaft, und bald fühlte sich Robert so sicher, daß auch er sich den Zügen anschließen konnte, ungeachtet der Streit zwischen ihm und dem Deutschen reiche noch keineswegs ganz ausgegleichen war. Sobald er zurückgekehrt war, begann die Fehde mit neuem Feuer und im Winter 1102 beagerte Robert Cambrai, bis HEINRICH die Stadt entsetzte. Endlich 1103 wurde auf einem Tag zu Lüttich Friede geschlossen, und Robert leistete dem Kaiser den Lehenseid. In derselben Zeit wurde ein Streit zwischen Balduin III. von Hennegau und Robert über Douai so beigelegt, daß diese Stadt bei Flandern blieb.
Das Herzogtum Nieder-Lothringen, zu welche die deutschen Lehen des Markgrafen gehörten, war nach Gottfrieds von Bouillon Tode an Heinrich von Limburg gegeben worden. Als aber HEINRICH V. auf dem deutschen Thron gefolgt war, gab er das Herzogtum Gottfried dem Bärtigen von Löwen 1106. Schon ein Jahr nachher begann von neuem der Krieg mit dem Reiche, wohl abermals weil Robert die Belehnung vom neuen Reichshaupt nicht in gehöriger Form gesucht hatte, und weil die Holländer die seeländischen Inseln, die Hennegauer Douai, der Herzog von Lothringen die Burggrafschaft Gent, zu erobern wünschten. Aber alle die Hoffnungen wurden zunichte, denn Robert verteidigte sich so tapfer, daß König HEINRICH nichts gegen ihn ausrichtete, und ihm in dem Frieden, der zu Weihnachten schon in Mainz geschlossen wurde, auch Douai ließ. Einige Jahre darauf muß sich der Kampf erneuert haben, denn im Jahre 1110 lag HEINRICH wieder  vor Douai; auch diesmal unverrichteter ache. Im Frieden belehnte er Robert sogar mit den kaiserlichen Rechten in Cambrai.
Schon früher, um die Zeit, wo Flandern von Robert dem Friesen an seinen Sohn überging, war es gewesen, daß aus den Teilen der Diözese von Cambrai, welche in der Markgrafschaft Flandern lagen, ein eigenes Bistum von Arras gebildet, und so für die Zukunft die kirchliche Abhängigkeit von einem auswärtigen Prälaten aufgehoben worden war. Von andern kirchlichen Einrichtungen, welche Markgraf Robert während seiner Verwaltung traf, führen wir nur noch an, daß von seiner regierung die Pröpste von St. Donat in Brügge ihr Recht datierten, kanzler der Markgrafschaft zu sein.
Den letzten Frieden mit dem Reiche überlebte Robert nicht lange. Kurz vor seinem Tode im Mai 1111 hielt er wieder, wie Balduin der Fromme im Jahr 1030, einen flandrischen Landtag zur Befestigung des Landfriedens, der teils durch Fehden einzelner Familien, teils durch den Übermut des immer reicher werdenden Volkes, welches sich die Mißhandlungen des Adels nicht länger gefallen ließ, vielfach getrübt wurde; alle Vizegrafen, Kastellane und wohl auch die Prälaten waren zugegen. Es gab kein Mittel, der alten fränkischen Blutrache und dem Fehdewesen des Adels, was sich immer noch erhielt, Einhalt zu tun, als die Erklärung des Grafen und seiner Amtleute, daß in Zukunft jede Verletzung einer Person mit Gleichem, Totschlag also mit Hinrichtung, gestraft werden würde. In demselben Jahre begann zwischen England und Flandern Krieg; denn Markgraf Balduin der Fromme hatte seinem Schwiegersohn, Wilhelm dem Normannen, bei der Eroberung Englands solche Unterstützung gewährt, daß seit jener Zeit die Könige von England jährlich 300 Mark Silber an Flandern zahlten, bis König Heinrich I. dieselbenm als einen unwürdigen Tribut verweigerte. Robert hatte um so mehr darin eine Aufforderung, gegen die Normandie zu ziehen, als Heinrich auch mit dem König von Frankreich in Fehde geriet. In diesem Kampf wurde Robert erschlagen im Oktober 1112.

Runciman, Steven: Seite 110,158-160,279-280,282-284,285-288
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Neben Raimund von Toulouse und Hugo von Vermandois trafen Robert II. von Flandern, Herzog Robert von der Normandie und dessen Schwager, Graf Stephan von Blois, ihre Vorbereitungen zum Auszug.
Das vierte große Kreuzfahrerheer setzte sich im Oktober 1096, kurz nachdem Raimund seine Heimat verlassen hatte, von N-Frankreich aus in Marsch. Es stand unter der gemeinsamen Führung des Herzogs Robert von der Normandie, seines Schwagers, des Grafen Stephan von Blois, und seines Vetters, des Grafen Robert II. von Flandern. Der Graf von Flandern war ein wenig jünger, aber eine weit kraftvollere Persönlichkeit. Sein Vater Robert I. hatte im Jahr 1086 eine Pilgerfahrt nach Jerusalem unternommen und war auf dem Rückweg zeitweilig in die Dienste des Kaisers Alexios getreten. So war es nur natürlich, daß Robert II. das Werk seines Vaters gegen die Ungläubigen fortzuführen wünschte. Sein Heer war etwas kleiner als das Raimunds oder Gottfrieds, aber von hoher Qualität. Er wurde außerdem von Truppen aus Brabant unter Balduin von Alost, dem Grafen von Gent, begleitet. Während seiner Abwesenheit wurden seine Länder von seiner Gemahlin, der Gräfin Clementia von Burgund, verwaltet.
Robert von der Normandie und Stephan von Blois beschlossen, den Winter in Annehmlichkeit in Kalabrien zu verbringen. Aber Robert von Flandern zog mit seinen Leuten alsbald nach Bari weiter und schiffte sich Anfang Dezember nach Epirus ein. Er gelangte ohne Mißhelligkeiten etwa um die gleiche Zeit wie Bohemund nach Konstantinopel.
Die nächsten Tage gingen mit Intrigen darüber hin, wer auf den weltlichen Thron erhoben werden solle. von den großen Fürsten, die aus Konstantinopel ausgezogen, waren dem Kreuzzug nur noch vier verblieben: Raimund von Toulouse, Gottfried von Lothringen, Robert von Flandern und Robert von der Normandie. Neben Raimund war Robert von Flandern der fähigste. Aber es war bekannt, daß er heimzukehren wünschte, sobald der Besitz Jerusalems gesichert sei.
Gottfrieds Beziehungen zu den fürstlichen Genossen, die ihn bisher unterstützt hatten, verschlechterten sich nach seiner Erhebung. Aus irgendeinem Grund fügte er Robert von der Normandie eine Kränkung zu; und Robert von Flandern verhielt sich merklich kühler.
In der siegreichen Schlacht von Asklalon (11. August 1099) gegen die Ägypßter befehligte Robert neben Robert von der Normandie die Mitte.
Zornerfüllt und gedemütigt, begann Raimund sofort, mit allen seinen Leuten nach Norden davonzuziehen; und Robert von der Normandie und Robert von Flandern waren über Gottfrieds Kleinlichkeit so empört, daß auch sie ihn im Stich ließen. Ohne ihre Hilfe konnte Gottfried sich nicht auf einen Angriff gegen Askalon einlassen.
Zu diesem Zeitpunkt trafen Raimund und die beiden Robert in Dschabala ein. Der Statthalter von Zypern erteilte seine Billigung und bot Robert von Flandern und Robert von der Normandie unentgeltliche Verschiffung nach Konstantinopel, dem ersten Abschnitt ihrer Heimreise, an. Das Angebot wurde dankend angenommen. Die beiden Robert segelten wohlbehalten nach Konstantinopel, wo ihnen der Kaiser einen freundlichen Empfang bereitete. Seinen Vorschlag, im Osten zu bleiben und in seine Dienste zu treten, lehnten sie jedoch ab und setzten nach kurzem Aufenthalt ihre Reise nach Westen fort.
 
 
 
 

 1090
  oo 1. Clementia von Burgund, Tochter des Grafen Wilhelm I.
           um 1070/75-   1133

       1121
     2. oo Gottfried I. Herzog von Brabant
        x           -25.1.1139
 
 
 
 

Kinder:

  Wilhelm
         - nach 1096

  Balduin VII. mit dem Beil
  um 1095-17.1.1119
 
 
 
 

Literatur:
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Boshof, Egon: Die Salier. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1987, Seite 261,267 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 22 Seite 44 - Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I, Seite 384/Band II Seite 148/Band III Seite 324 - Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 100 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/ Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 120 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 261 - Jäschke Kurt-Ulrich: Die Anglonormannen. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Mainz 1981 Seite 121,122,144,146,171 - Leo Heinrich: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten, Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 27-32 - Meyer von Knonau, Gerold: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V., Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1890 Band IV Seite 409,446, 457,471,518,519,520,525,526/Band V Seite127-128,130,153-155,162,170,179,188,189,190,191,192, 193,199,200,216,288,290,312,331/Band VI Seite 13,66,67-69,71,72,73,74,79,93,103,119,216-217/ Band VII Seite 115,117,277 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H. C. Beck München 1978, Seite 110,158-160,174-176,210,222,226,232,235,246,247,249, 250, 257-258,264,269,279-280,282-284,285-288 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 26 -