Philipp II. August                           König von Frankreich (1180-1223)
-----------------------
21.8.1165-14.7.1223
Paris         Mantes
 

Begraben: St-Denis
 

Einziger Sohn des Königs Ludwig VII. der Junge von Frankreich aus dem Hause der KAPETINGER aus seiner 3. Ehe mit der Adele von der Champagne, Tochter von Graf Theobald IV.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 2058
********************
Philipp II. Augustus, König von Frankreich 1180-1223
--------------------------
* 21. August 1165, + 14. Juli 1223
                                Mantes

Begraben: St-Denis

Sohn König Ludwigs VII. und Adelas von Champagne

1179 präsentierte Ludwig VII. seinen Sohn einer Adelsversammlung als Mit-König, der der königlichen Entscheidung nur noch durch Akklamtation beitrat. Am 1. November 1179 in Reims gekrönt, übte Philipp II. Augustus schon vor dem Tod des Vaters (18. September 1180) faktische Herrschaft aus. Seine Anfänge waren von der Auseinandersetzung mit drei Kräftefeldern geprägt, dem anglonormannischen Königtum, dem Grafen von Flandern und dem Haus BLOIS-CHAMPAGNE, das durch Philipps Mutter und deren Brüder (Erzbischof Wilhelm ["aux blanches mains"] von Reims und die Grafen Heinrich von Champagne, Teobald V. von Blois-Chartres, Stephan von Sancerre) auf den Hof einwirkte. Mit diesem Verwandtenkreis brach Philipp II. rasch und suchte den Bund mit Graf Philipp von Flandern; am 28. April 1180 heiratete er dessen Nichte Elisabeth von Hennegau und erlangte damit den südlichen Teil Flanderns. Die Annäherung an den anglonormannischen König Heinrich II. und ein am 28. Juni 1180 in Gisors geschlossenes Bündnis führten die Häuser BLOIS-CHAMPAGNE und FLANDERN zusammen und sorgten für eine gefährliche Einkreisung der Krondomäne. Sein Überleben sicherte Philipp II. Augustus durch eine geschickte Politik zwischen den drei Blöcken und trug im Juli 1185 den endgültigen Sieg über Flandern davon; im Frieden von Boves erhielt er Amiens, Teile des Vermandois und die Anwartschaft auf das Artois. Mit einem dauerhaften Bündnis mit dem staufischen Kaisertumeröffnete Philipp II. die grundlegende Auseinandersetzung mit dem Haus PLANTAGENET, das mit seinem riesigen Festlandsbesitz die kapetingische Monarchie latent bedrohte. Wiederholt vermochte Philipp II. Augustus Rivalitäten in der anglonormannischen Königsfamilie, zunächst zwischen Heinrich II. und seinen Söhnen Heinrich, Richard, Gottfried und Johann um die Nachfolge schließlich unter den Brüdern, für sich zu nutzen. So kam es nach ersten Kämpfen 1187/88 zu einem Treffen im November 1188 in Bonmoulins, wo Richard Löwenherz in Gegenwart seines überraschten Vaters dem KAPETINGER für Normandie, Poitou, Anjou, Maine, Berry und Toulousain huldigte. Diese lehnsrechtliche Suzeränität Philipps II. über den Festlandsbesitz sowie Gebietsverluste mußte auch Heinrich II. zwei Tage vor seinem Tod im Vertrag von Azay-le-Rideau (4. Juli 1189) akzeptieren.
Das dort abgegebene Kreuzzugsversprechen der Könige führte zu langwierigen Vorbereitungen, zunächst zu Vereinbarungen zwischen Philipp II. Augustus und dem inzwischen als Herzog und König anerkanntenRichard, dann zur Regelung der Regentschaft in Frankreich während Philipps II. Abwesenheit und zur Ordnung von Finanzenwesen und Verwaltung. Am 4. Juli 1190 zogen die beiden Könige von Vezelay los und erreichten auf dem Seeweg Akkon, das am 12. Juli 1190 fiel. Sofort trat Philipp II. Augustus die Rückreise an, befand sich bereits im Dezember 1191 wieder in Paris und besaß damit trotz aller Richard gegebenen Versprechen entscheidende Vorteile im Kampf um den anglonormannischen Festlandsbesitz, zumal Richard auf seiner Heimreise in die Gefangenschaft Leopolds von Österreich, schließlich Kaiser HEINRICHS VI. geriet und erst 1194 die Freiheit wiedererlangte. In der Zwischenzeit vermochte Philipp II. Rivalitäten im Haus PLANTAGENET zu nutzen, baute im Vermandois und im Vlaois eine Verwaltungsstruktur auf, sandte Truppen in die Normandie und eröffnete Geheimverhandlungen mit Richards Bruder Johann Ohneland. Die langwieirgen militärischen Auseinandersetzungen, zunehmend mit Söldnertruppen geführt und damit für die Umprägung adliger Vasallenverbände sorgend, kamen nach Richards Tod 1199 und Nachfolgestreitigkeiten zwischen Johann und Arthur I. von Bretagne, im Frieden von Le Goulet am 22. Mai 1200 zu einem ersten Abschluß.
Für den entscheidenden Schlag gegen Johann mußte Philipp II. Augustus, der Arthur an seinen Hof gezogen und von ihm einen Lehnseid erhalten hatte, zunächst ein tiefes Zerwürfnis mit der Kurie infolge einer Eheaffäre beilegen: Im August 1193 hatte der König Ingeborg von Dänemark geheiratet und sofort verstoßen, um sich im Juni 1196 mit Agnes von Meran zu verbinden. Von Papst Innozenz III. dafür gebannt, nahm Philipp II. Ingeborg erst nach Agnes' Tod 1201 wieder auf und löste sich aus dem Interdikt. Damit war der Weg für einen politischen Prozeß gegen König Johann Ohneland geebnet, der die rechtliche Grundlage zu einer weitgehenden Umgestaltung der westeuropäischen Kräfteverhältnisse abgab. Als Oberlehsnherr zog Philipp II. Augustus einen Prozeß der Familie LUSIGNAN gegen Johann ans Pariser Hofgericht mit mehreren "Pairs", das nach wiederholter Ladungsverweigerung Johanns 1202 ein Versäumnisurteil fällte und Johann seiner französischen Lehen enthob. Im Bund mit Arthur von Bretagne, der 1202 in Johanns Gefangenschaft geriet und dort umkam, setzte Philipp II. das Urteil militärisch durch und wies zusamemn mit dem französischen Adel auf dem Hoftag in Mantes am 22. August 1203 einen kurialen Vermittlungsversuch mit dem selbstbewußten Hinweis zurück, dem Papst stünde in Lehnsangelegenheiten kein Interventionsrecht zu. 1203 wurden Anjou und Touraine erobert, und dem Fall der Grenzfeste Chateau-Gaillard folgte im Somer 1204 die Besetzung der Normandie und des Poitou. Im Waffenstillstand von Thouars mußte Johann im Oktober 1206 auf seinen gesamten Besitz nördlich der Loire verzichten, eine gewaltige Stärkung der nun um die straff organisierte Normandie erweiterte kapetingischen Krondomäne. Im Wandel europäischer Machtverschiebungen schien dieser Erfolg noch einmal bedroht. Nach der Ermordung des STAUFERSPHILIPP VON SCHWABEN 1208 und der Durchsetzung des WELFENOTTO IV. mit englischer Unerstützung wurde das traditionelle kapetingisch-staufische Bündnis erst 1212 wieder mühsam mit FRIEDRICH II.errichtet. Philipp II. Augustus hatte OTTOS Kaiserkrönung 1209 nicht verhindern können, und er mußte nach energischer Intervention Innozenz' III. 1213 auch auf einen militärischen Angriff auf England verzichten, nachdem sich Johann der Kurie unterworfen hatte. So kam es im Sommer 1214 zu einem bedrohlichen Zangenangriff OTTOS IV. und Johanns auf die kapetingische Domäne, den Philipp II. im Bund mit seinem Sohn Ludwig zurückweisen konnte. Bei Bouvines (nahe Lille) errang der König am 27. Juli 1214 einen glänzenden Sieg über das kaiserliche Heer und entschied damit den staufisch-welfischen Thronstreit im deutschen Reich zugunsten FRIEDRICHS II. Erneut verzichtete Johann am 18. September 1214 im Vertrag von Chinon auf den Landbesitz nördlich der Loire. Nun konnte eine hofnahe Geschichtsschreibung, die Philipp II. Augustus in die strahlende Reihe der fränkisch-französischen Könige einordnete und das Lob der Francia besang, den KAPETINGER als Mehrer des Reiches ('augustus') und als 'rex fortunatissimus'preisen, der das Imperium besiegt und die anglonormannische Macht in NW-Frankreich zerbrochen hatte.
Getragen wurde dieser Erfolg durch die konsequente Nutzung des Lehnsrechts, das in der Betonung der 'us et coutumes de France' regionale Lehnsbande zersetzte und in der Forderung ligischer Treue dem Monarchen zu einer Ausnahmestellung verhalf. Hinzu trat eine effektive Verwaltung, mehr und mehr in Paris fixiert, die auch ohne die konkret anwesende Person des Königs funktionierte (geordnetes Finanzwesen auf Grund intensivierter Abgabenerhebung, Hofgericht, Reichsarchiv, Registerwesen, vermehrte Schriftlichkeit, unter anderem durch gesteigerte Urkundenexpedition). Seinen Einfluß im Reich brachte das Königtum durch eine Schar verläßlicher Amtsträger zur Geltung, die als Vertrter des Königs lokale Instanzen kontrollierten (baillis im Norden, senechaux im Süden).
Damit war der Boden für die Durchsetzung der Monarchie im ganzen 'regnum Francorum' bereitet. Die Möglichkeiten zum Ausgriff in den Süden im Gefolge der Albigenserkriege zeichneten sich trotz Philipps II. anfänglicher Zurückhaltung in den letzten Regierungsjahren ab und wurden dann von Ludwig VIII. und Ludwig IX. genutzt.


Brandenburg Erich: Tafel 9 Seite 19
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIV. 104. PHILIPP II. AUGUSTUS, König von Frankreich 1180
----------------------------------------------
* 1165 21. VIII., + 1223 14. VII.

Gemahlinnen:
-----------------
a) 1180 28. IV.
Isabella, Tochter Balduins VIII. Graf von Flandern (siehe XIV. 512.)
      + 1190 15. III.

b) 1193 15. VII.
Ingeborg, Tochter Waldemars I. König von Dänemark, verstoßen 1193 5. XI.
       + 1236 29. VII.                                                   wieder aufgenommen 1200

c) 1196 VI.
Agnes, Tochter Bertholds III. Herzog von Meranien (siehe XIV. 816.)
        + 1201 20. VII.



Philipp II. August war seit dem 1.11.1179 Mitregent seines Vaters und folgte ihm 1180 auf dem Thron, während die Grafen von Artois, Flandern und Champagne um die Regentschaft stritten. Er war dem Vater total unähnlich: aufbrausend, energisch, ungebildet, aber politisch äußerst geschickt. Seine Hauptgegner waren Flandern und England, deren Macht er entscheidend brach, auch wenn er zeitweise Vermandois und Artois an ersteres verlor. Er vermochte den englischen Machtkomplex entscheidend zu verringern. Bereits in seinen ersten Regierungsjahren bereitete er im Bunde mit den unzufriedenen Söhnen Heinrichs II. dem letzteren beträchtliche Schwierigkeiten. Nach dem 3. Kreuzzug (1190/91), an dem sowohl Philipp als auch Richard I. Löwenherz von England teilnahmen, flammten die Kämpfe wieder auf, in denen der englische König allerdings einige Erfolge erzielte. Die große Chance für Philipp II. ergab sich nach dem frühen Tod des kriegerischen und energischen Richards. Ihm folgte sein weniger befähigter Bruder Johann Ohneland. 1202 griff Philipp Klagen aquitanischer Barone auf, die sich gegen die Bemühungen des englischen Königs, den französischen Besitz unter straffere Kontrolle zu bringen, auflehnten. Johann wurde vom französischen König, der ja für die französischen Besitzungen sein Lehnsherr war, vor das königliche Gericht geladen, damit er sich dort wegen der gegen ihn erhobenen Klagen verantworte. Da Johann nicht erschien, wurden ihm im April 1202 wegen Mißachtung seines Lehnsherrn alle Lehen in Frankreich abgesprochen. Es war von vornherein klar, dass ein so einschneidender Urteilsspruch nur mit militärischen Mitteln durchzusetzen war. Tatsächlich gelang es Philipp in den folgenden Jahren, die Normandie, die Grafschaften Anjou und Maine sowie große Teile der Grafschaften Poitou und Saintange und schließlich auch das Herzogtum Bretagne zu erobern. Johann von England, der versuchte, seine Besitzverluste in Frankreich rückgängig zu machen, gelang es, den Grafen Ferrand von Flandern, Kaiser OTTO IV. und einige lothringische Fürsten auf seine Seite zu ziehen. Die entscheidenden Auseinandersetzungen erfolgten im Jahre 1214. Von Aquitanien her drang König Johann mit einem Heer gegen die Besitzungen Philipps vor, im Norden sammelte sich bei Valenciennes unter Kaiser OTTO IV. und dem Grafen von Flandern ein großes Heeresaufgebot. Zuerst schlug am 2. Juli ein unter dem Befehl des französischen Kronprinzen stehendes Heer die vom Süden her vordringenden Truppen König Johanns in der Schlacht bei La Roche-au-Maine, dann besiegte am 27.7.1214 bei Bouvines Philipp II. Kaiser OTTO IV. und dessen Verbündete. Der Triumph von Bouvines bewies, dass Frankreich unter Philipp II. zu einem entscheidenden Machtfaktor in Europa geworden war. Als ein Teil der unzufriedenen englischen Barone seinem Sohn Ludwig die Krone Englands anbot, ging dieser 1216 mit einem Heer über den Kanal und bemächtigte sich eines großen Teils des Landes. Nach Johanns Tod mußte er 1217 zurückkehren. Die außenpolitischen Erfolge und die starke Ausweitung der königlichen Domäne waren untrennbar verknüpft mit dem Ausbau und der Straffung der inneren Verwaltung des königlichen Machtbereiches. Philipp setzte königliche Beamte ein, die königlichen Amtmänner (prevot) und die "baillis"; letztere waren aus dem Adel und bezogen festes Gehalt (in S-Frankreich war dies das Amt des Seneschalls). Für ein starkes Königtum war es deshalb notwendig, in größerem Umfang Ritter und unberittene Krieger zu besolden. Nicht zuletzt deshalb war eine Erhöhung der Geldeinkünfte für Philipp ein geradezu entscheidendes Problem. Aber Philipp verstand es, das Lehnswesen selbst finanziell ertragreich zu gestalten. Er setzte das Prinzip der Erbmonarchie endgültig durch.

Pernoud Regine: Seite 11-29
**************
"Die Kapetinger" in: Die großen Dynastien

Philipp wurde am 1. November 1179 zum Mitkönig eingesetzt. Besagter Philipp, den sein Vater als "von Gott geschenkt" bezeichnet hatte, zählte erst 14 Jahre, doch war es in der Feudalzeit üblich, dass Knaben in diesem Alter die Volljährigkeit erreichten. Philipp II. August (1180-1223) war groß und stark, mit wirrem roten Schopf (die Menschen seiner Umgebung nannten ihn den Ungekämmten) und zeigte sich von frühester Kindheit an höchst unternehmungslustig. Einmal, als er noch klein war, zeigte man ihm von ferne die schon von jeher zwischen Frankreich und der Normandie umstrittene Festung Girors in der ganzen Pracht ihrer neuen Mauern. "Wie schön wäre es", rief er aus, "wenn diese Mauern aus Gold, Silber oder Edelsteinen wären!" Und als man sich darüber wunderte, erklärte er: "Die Festung wäre dann um so wertvoller, wenn ich sie erobere!"
Diese Worte weisen auf das Hauptanliegen seiner Regierung hin: er wollte die Normandie erobern und notfalls versuchen, ähnlich wie Wilhelm der Eroberer 100 Jahre zuvor, in England zu landen; dies war die Quintessenz seiner Pläne. Er verstand es, sich alle Umstände, die zu ihrer Realisierung beitragen konnten, zunutze zu machen, denn mehr als seine Vorgänger verfügte er auch über politischen Instinkt. Wo die anderen sich damit begnügt hatten, zu verwalten, Ländereien zu vergrößern, Gebiete zusammenzufügen oder vorteilhafte Verbindungen anzuknüpfen, hatte er den Ehrgeiz, zu erobern, zu beherrschen.
Während der ersten Jahre seiner Regierung traf er auf Partner, die seiner würdig waren. Heinrich Plantagenet und später dessen Sohn Richard Löwenherz waren als Freunde wie als Feinde gleichermaßen gefährlich für ihn. Es fehlte nicht an Gelegenheiten, ihm dies klar zu machen, und nachdem er sich mit dem einen wie dem anderen gemessen hatte, zog er sich zurück. Gleichzeitig mit Richard Löwenherz unternahm er einen Kreuzzug ins Heilige Land, der ihm persönlich nicht mehr einbrachte als ein bösartiges Fieber. Nach seiner Rückkehr glaubte er die Abwesenheit seines Gegners dazu nutzen zu können, die Burgen der Normandie in seine Gewalt zu bringen. Dies erwies sich als ein folgenschwerer Irrtum. Er hoffte, leicht ans Ziel zu gelangen, wenn er sich mit Johann, dem berühmten Johann ohne Land, auf Kosten seines älteren Bruders ins Einvernehmen setzte, doch da stellte sich ihm unversehens ein neuer Gegner in den Weg: die Königin Eleonore. Ihr und nicht Johann ohne Land hatte Richard sein Königreich anvertraut. Zwar gelang es Philipp, durch Bestechung ihres Kaplans Gilbert Vascoeuil die begehrte Festung Gisors in seinen Besitz zu bringen. Er scheiterte jedoch vor Rouen, wo die Königin eilends einen ihrem Sohn ergebenen Seneschall eingesetzt hatte. Daraufhin mußte er um jeden Fußbreit Bodens kämpfen, um nur einige wenige Güter im normannischen Vexin halten zu können. Richard Löwenherz nahm unmittelbar nach seiner Rückkehr den Kampf auf und fügte dem französischen König bei Freteval eine Niederlage zu, die weitreichende Folgen haben sollte, denn Philipp mußte seinen Staatsschatz, sein Archiv und selbst sein persönliches Siegel auf dem Schlachtfeld zurücklassen (1194). Von nun an schien es Philipp nicht mehr ratsam, sich auf gewagte Manöver einzulassen. Das Haus PLANTAGENET blieb auf der ganzen Linie überlegen. Richard brachte seinen jüngeren Bruder zur Vernunft; ein Enkel Eleonores, OTTO VON BRAUNSCHWEIG, stand vor der Wahl zum deutschen Kaiser, und zudem hatte die Königin einen Jugendtraum verwirklicht, indem sie ihre Tochter Johanna, Witwe des Königs von Sizilien, mit dem Grafen von Toulouse, Raimund VII., verheiratete. So hatte sie auf Umwegen jene Grafschaft zurückerlangt, auf die sie von jeher Anspruch zu haben glaubte.
Da trat durch ein unvorhergesehenes Ereignis eine Wende ein. Am 6. April 1199 starb Richard Löwenherz an einer Pfeilverletzung, die er sich in einer ganz nebensächlichen militärischen Operation gegen den Herrn von Chalons zugezogen hatte. Klarer als mancher andere wußte Philipp sogleich die Möglichkeit abzuschätzen, die ihm dieser plötzliche Tod eröffnete. Es gab aber jemanden, der ebenso wie er politschen Instinkt besaß und diese Möglichkeit in ihrer ganzen Tragweite erfaßte, und dies war einmal mehr Königin Eleonore. Sie erkannte, dass mit ihrem Sohn Johann das Reich PLANTAGENET dem Untergang geweiht war und beschloß, zu retten, was zu retten war. Noch im Alter von 80 Jahren vollbrachte sie Außergewöhnliches. Sie unternahm eine Reise durch ihre persönlichen Domänen und verteilte allenthalben Freibriefe, um dafür von ihren Bürgern Waffenhilfe zu erhalten. Im Juli reiste sie zu König Philipp persönlich, und brachte ihm ihre Huldigung dar, wie sie es ihm als Vasallin schuldig war. Ein außerordentlich geschicktes Vorgehen, denn mit dieser Geste nahm sie den König von vornherein jeden Vorwand, sich aquitanischen Gebietes zu bemächtigen. Und mehr noch: Seit über 10 Jahren waren zwischen Frankreich und England Verhandlungen im Gange, um durch eine Heirat den Frieden zwischen den beiden Königreichen zu sichern. Eleonore nahm nun diese Verhandlungen wieder auf, überquerte sogar persönlich die Pyrenäen und führte dem französischen König die Gattin seiner Wahl zu. Die Auserwählte war ihre Enkelin Blanka, Tochter Eleonores von Kastilien, die dritte Tochter, für die sie an Urracas Stelle den Gatten wählte, und die zweite, deren Persönlichkeit sie ohne Zweifel richtig einzuschätzen verstand. Am 23. Mai des Jahres 1200 wurde Blanka mit Ludwig getraut. So hatte Eleonore, wenn schon nicht einen ihrer Söhne, so doch einer Enkeltochter ihres Blutes die französische Krone gesichert.
Letzten Endes war es weniger Richards Tod als vielmehr der Eleonores, der Philipp freie Hand gab. Die Pforten der Normandie öffneten sich ihm dank der Lethargie des neuen englischen Königs Johann ohne Land, der seine Macht immer zur Unzeit demonstrierte, so als seine Barone sich gegen ihn erhoben oder als er mit eigener Hand seinen Neffen Arthur von Bretagne tötete. Die Eroberung der Normandie indessen war für Philipp nur ein erster Schritt. Er gedachte sich ganz Englands zu bemächtigen und hätte in seinem Ungestüm fast seinen Sieg aufs Spiel gesetzt, denn er sah sich nun mit einer schon früher gegen ihn geschlossenen Koalition konfrontiert, mit der er nicht nur Johann ohne Land zum Gegner hatte, sondern auch Kaiser OTTO VON BRAUNSCHWEIG und den Grafen von Flandern. So wurde die Krondomäne von allen Seiten angegriffen (denn Guyenne war dem Haus PLANTAGENET verblieben). Nach der Niederlage Johanns ohne Land bei La Roche-aux-Moines durch Prinz Ludwig (2. Juli), bedurfte es schon des Sieges bei Bouvines (27. Juli 1214), um den Würgegriff zu lösen und die Invasion aufzuhalten. Zwei Jahre später wurde die erträumte Landung in England Wirklichkeit, und Ludwig, der Thronerbe Frankreichs, ließ sich unter Berufung auf die Rechte seiner Gattin Blanka in London nieder, wo die Bevölkerung ihm einen triumphalen Empfang bereitete.
Da trat eine überraschende Wendung ein, als Johann ohne Land, nachdem er sich im ganzen Königreich unbeliebt gemacht hatte, am 19. Oktober 1216 starb. Man hätte davon ausgehen können, dass die englische Krone dem Erben Frankreichs sicher sei, doch das hieße nach unseren Maßstäben urteilen. Die englischen Barone hatten Johann gehaßt und Ludwig deshalb freundlich aufgenommen. Nun aber, da Johann ohne Land gestorben war, erinnerten sie sich der legitimen Ansprüche seines Sohnes, des 9-jährigen Heinrich III., gegen den sie keinerlei Beschwerde vorbringen konnten. Die öffentliche Meinung ergriff für ihn Partei und als Ludwig bei der Belagerung der Burg Lincoln (14. Mai 1217) geschlagen wurde, begriff er, dass ihm nichts übrig blieb als sich wenige Monate später zurückzukehren. König Philipp starb im Jahre 1223, ohne seine ehrgeizigen Pläne in vollem Umfang verwirklicht zu haben. Dennoch hinterließ er seinem Erben ein erheblich erweitertes Kronland, das nun nicht nur die Normandie umfaßte, sondern auch einen Großteil der Gebiete im Westen, den Maine, Anjou, die Tourraine und Poitou.
Einige Zeit nach Isabellas Tod heiratete Philipp die dänische Prinzessin Ingeborg, gegen die er vom ersten Augenblick an einen gewissen physischen Widerwillen empfand, was um so unerklärlicher erscheint, als sie im Urteil ihrer Zeitgenossen als schön und anmutig galt. Die Verbindung mit ihr stürzte Philipp in mancherlei Schwierigkeit, denn er wurde, als er sie verstieß, exkommuniziert; dies besonders auch deshalb, weil er unmittelbar danach Agnes von Meran heiratete. Er hatte von ihr eine Tochter und einen Sohn, der wie er Philipp hieß und ihm auch äußerlich glich.

Ehlers Joachim: Seite 141
*************
"Die Kapetinger"

Am 27. Dezember 1191 zog Philipp II. wieder in Paris ein. Seit Akkon war der jetzt Sechsundzwanzigjährige physisch geschwächt und sollte bis an sein Lebensende an einer chronischen Krankheit leiden, die von englischen Historiographen arnoldia genannt wurde und sich durch regelmäßige Fieberanfälle mit Schüttelfrost bemerkbar machte, durch Hautabschilferung, Verlust von Nägeln und Haar, nervösen Störungen.
 

Verwandtschaft mit Agnes von Meran

                                                     Engelbert I. von Spanheim
 

                     -----------------------------------------------------------------
               Engelbert II. Markgraf von Istrien                       Richardis von Spanheim
                      -13.4.1141                                                        - 1112

                                                                                      2. oo Poppo II. Markgraf von Istrien
                                                                                              1065- 1098/1103
 

                  ---                                                                         ---
             Mathilde von Istrien                                                 Sophie von Istrien
                   -13.12.1160/61                                                  1088-6.9.1132

           oo Theobald IV. von Blois-Champagne                       oo Berthold IV. Graf von Andechs
                       -8./10.1.1152                                                           -27.6.1151
 

                  ----                                                                        ----
       Adele von Blois-Champagne                                       Berthold V. Graf von Andechs
       um 1145-4.6.1206                                                        1110/15-14.12.1188

     oo 3. Ludwig VII. König von Frankreich
         1120-19.9.1180
 

               ---                                                                               ---
         Philipp II. Augustus                                                   Berthold VI. Graf von Andechs
         21.8.1165-14.7.1223                                                    1138-12.8.1204
 

                                                                                                 ---
               3. oo ---------------------------------------------------   Agnes von Meran
                                                                                         um 1175-20.7.1201



28.4.1180
  1. oo Isabella von Hennegau, Tochter des Grafen Balduin VIII.
           4.1170-15.3.1190

        Erbin von Artois und Vermandois

  15.8.1193
  2. oo Ingeborg von Dänemark, Tochter des Königs Waldemar I.
      x  1176-29.7.1236

   7.5.1196-1200
  3. oo Agnes von Meran, Tochter des Herzogs Berthold VI.
          um 1175-20.7.1201
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Ludwig VIII. König von Frankreich
  3.9.1187-8.11.1226

  Zwillinge
  14.3.1190-18.3.1190

3. Ehe

  Philipp Hurepel Graf von Boulogne
  1200-18./19.7.1234

  Maria
 1198-15.8.1223

    1210
  1. oo Philipp I.Graf von Namur
            3.1174-8.10.1212

  22.8.1213
  2. oo Heinrich I. Herzog von Brabant
          1165-5.9.1235

Illegitim

  Philipp-Charlot Bischof von Nyon (1241-1249)
        -   1249
        vor Damiette
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Akermann Manfred: Die Staufer. Ein europäisches Herrschergeschlecht. Konrad Theiß Verlag Stuttgart 2003 - Alvermann, Andrea: Geschichte der Grafschaften, Ländereien & der Stadt Saint Pol. Übersetzung aus dem Mittelfranzösischen Kapitel 26 - Appleby John T.: Heinrich II. König von England. Die Zeit des Thomas Becket. Dr. Riederer-Verlag Stutggart 1962 Seite 124,256,275-278, 280-283,289,291,297-301,314-317,319-326 - Berg Dieter: Die Anjou-Plantagenets. Die englischen Könige im Europa des Mittelalters. Verlag W. Kohlhammer 2003 Seite 49-51,55,58-60,65,68-71, 73-75,77,80-88,90,93-106,108-115,119,121,126, 128,146 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 9 Seite 19 - Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990 Seite 244 - Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993, Seite 12,45,56,60,122,124, 126A,127,142 - Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 Seite 45,64,76,79,84, 106,118,127,185,192,194,197 - Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hg. von Theo Kölzer, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 48,56,56 A.45,58,61 A.21,62,62 A.24,66,78 - Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 72,85,87,107,123,127-134,136-153,155,157-159,161,164,169,172,191,193,195,198, 225,230 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 53,67,122-141,143-146,149,154,163-165,179-181,183,187,219,283 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/ Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 9,139,153,155-167,168-172,189,195,201,212,326 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 104,105,108-113,122, 124,127,129 - Engels, Odilo: Stauferstudien. Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 26,191,196 - Ennen, Edith: Frauen im Mittelalter. Verlag C.H. Beck München 1994, Seite 98,128 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 121,140,149,152-156, 158-170,176,180,194,200,204,219,244,246,251,253 - Giese, Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit. Franz Steiner Verlag Wiesbaden 1979, Seite 211,215 - Herde Peter: Karl I. von Anjou. Verlag W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln Mainz 1979 Seite 26 - Horst, Eberhard: Friedrich der Staufer, Claassen Verlag Düsseldorf 1989, Seite 36-38,52,57, 119 - Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997, Seite 177 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München, Seite 173,204,217,220,226,229 - Kantorowicz, Ernst: Kaiser Friedrich der Zweite, Klett-Cotta Verlag Stuttgart 1991, Seite 13,48,51,53,60,66,73 - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 185,188,195,199,367 A 80 - Le Goff Jacques: Ludwig der Heilige, Klett-Cotta Stuttgart 2000 Seite 3-915 - Lehmann, Johannes: Die Staufer. Glanz und Elend eines deutschen Kaisergeschlechts, Gondrom Verlag Bindlach 1991, Seite 149,197,201,218,226 - Masson Georgina: Friedrich II. von Hohenstaufen, Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbeck bei Hamburg 1991, Seite 21,42,56,152 - Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 126, 127,132,133,136,230,231 - Mexandeau Louis: Die Kapetinger. Editions Rencontre Lausanne 1969 Seite 334-380 - Opll Ferdinand: Friedrich Barbarossa. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1998 Seite 129,133,150,156,157,158,160,164,290,291,293 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 61,292,298 - Pernoud Regine: Die Kapetinger. in: Die großen Dynastien. Karl Müller Verlag 1996 Seite 11-29 - Pernoud Regine: Herrscherin in bewegter Zeit. Blanca von Kastilien, Königin von Frakreich. Diederichs Verlag München 1991 Seite 10,19,22,24,26,29,32,38,51,54,57,60,63,68,72,76, 79,81,00,104,115,117,136,148,167,185,278 - Pernoud Regine: Der Abenteurer auf dem Thron. Richard Löwenherz König von England. Diedrichs Verlag München 1994 - Pernoud Regine: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. Diederichs Verlag München 1991 - Pohl Walter: Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, hg. von Brigitta Vacha, Verlag Styria, Seite 189,192, 196-200,202,204,208,210,213,221,225 - Rösch, Eva Sibylle/Rösch, Gerhard: Kaiser Friedrich II. und sein Königreich Sizilien, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995, Seite 38,56,61 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite778-781, 805-807,807-808,809-814,815,817,819-821,823,824-825, 909-910,916-917,951-952,954 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 238,245,250,252,255,259,261-264 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 223,227-234, 240,257 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 293,303,305,315,317,331 - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 36-38, 66,72,74,77,122,124A,127-130,155,163-165,167,172,224 - Thorau, Peter: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich (VII.) Teil I, Duncker & Humblot Berlin 1998, Seite 7,9,11,14,17,25,61, 124,228,234,236,354 - Toeche, Theodor: Kaiser Heinrich VI. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1965, Seite 51,71,90-94,107,108-109,150,172,178,221,222,225,149,252, 253,255,256,261, 263,264,267,268,271,272,275,277,278,280,284,287,289,290,291,295,296,298,302,338,359,360,380, 381,424,428,478,479,500 - Treffer Gerd: Die französischen Königinnen. Von Bertrada bis Marie Antoinette (8.-18. Jahrhundert) Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1996 Seite 100,106,109,124,147, 305 - Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 104 - Vones-Liebenstein Ursula: Eleonore von Aquitanien Herrscherin zwischen zwei Reichen. Muster-Schmidt Verlag Göttingen 2000 - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 234, 313,316 - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist, Bechtle Esslingen 1998, Seite 66,74,78,85,126 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 1. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 2,48,49,51,77,81,154-161, 163,212,214,217,260,276-281,335,346,404-406,438-442,525,529-533 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 29,59,117-119,144, 153-155,157,194,207,208,249,251-255, 257,269,270,276,278,295,320, 331,332,336,350 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 135,216,217,245,314,395,402, 407,418,447,500 -