Burchard
(Bucco)
Graf zu Moosburg
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um 960 †
nach 1003
Jüngerer Sohn des Grafen
Berthold von Schweinfurt aus dem
Hause der BABENBERGER und der Eilika
von Walbeck, Tochter von Graf
Lothar II.
Schwennicke Detlev: Tafel 88
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"Europäische
Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1
BUCCO 1003
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†
Thiele, Andreas: Tafel 111
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"Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"
BUCCO (?BURKHARD)
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†
zu Moosburg ?
(vgl. Istrien II)
Eventuell Großvater des Grafen
Burkhard I. von Moosburg († nach 1060)
Weinfurter, Stefan: Seite
190
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„Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der
Zeiten“
Aber den beteiligten Fürsten war
nicht wohl bei diesen
Ereignissen. Sie versuchten, die Schäden in Grenzen zu halten und
immer wieder zwischen den Parteien zu vermitteln. Unter ihnen befand
sich
der mächtige KONRADINER Otto von
Hammerstein, Bruder Gerbergas,
der Gemahlin Heinrichs
von Schweinfurt. Auf seinen Rat hin übergab Bukko,
der Bruder des SCHWEINFURTERS, dem
König die Burg Creußen und erlangte dafür den
freien
Abzug
Gerbergas,
ihrer Kinder und der ganzen Burgbesatzung. Das wird man als
großen
Erfolg der fürstlichen Vermittlung werten dürfen. Bezeichnend
dafür ist auch, dass der König zwar die Zerstörung der
Burg
anordnete, die Fürsten diesen Auftrag, wie es heißt, mit
Schonung
durchführten, so dass die Anlagen zum großen Teil erhalten
blieben.
Althoff Gerd: Seite
28
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"Spielregeln der Politik im
Mittelalter.
Kommunikation in Frieden und Fehde."
Überraschender als die Tatsache der
Unterstützung des Markgrafen durch seine Vasallen und andere
Helfer sind aber die Formen der bewaffneten Auseinandersetzung, denen Thietmar breiten Raum gibt: „Auf
ihren Rat hin (gemeint ist die Besatzung einer Burg Heinrichs von Schweinfurt)
dürfte sich Bukko als Befehlshaber der Burg mit Otto, dem Bruder seiner Herrin,
verständigt und durch seine Vermittlung die Burg in die Gewalt des
Königs übergeben haben; er selbst aber zog mit allen seinen
Leuten sicher ab. Der König ließ die Burg sofort von Grund
auf zerstören; weil jedoch dieser Auftrag mit Schonung
ausgeführt wurde, blieb sie samt den Gebäuden zum
großen Teil erhalten." [18
Thietmar von Merseburg, Chronik, V, 35, S. 260: Horum ...
consilio custos eiusdem civitatis Bucco
cum Ottone, germano suimet
domine, loquitur eiusque suffragiis urbem regiae potestati tradidit;
ipse autem cum omnibus sibi commissis securus abiit. Corfestim civitas
radicitus dirui a rege iubetur, set parcentibus huius rei auctoribus
magna ex Parte cum aedificiis servatur (Übersetzung nach
FSGA 9, S.231).
Für die Beurteilung der Verhandlungsführung zwischen den
Parteien
scheint nicht unwichtig darauf hinzuweisen, daß Bukko der Bruder des
Markgrafen Heinrich war, der also mit seinem Schwager verhandelte, der
offensichtlich auf seiten des Königs stand; vgl. Hirsch, Heinrich
II.,
Bd. 1, S. 269; siehe dort auch die Kritik an der abweichenden
Schilderung dieser Ereignisse in Adalbold, Vita Heinrici lI.
imperatoris, cap. 26, S. 72 ff.] Vergleichbares
passierte, als in einer anderen Burg die Mutter des Markgrafen den
königlichen Truppen bedeutete, sie würde lieber in der Kirche
verbrennen als tatenlos der Zerstörung der Burg zusehen. Daraufhin
„stellten die Herren christliche Nächstenliebe über weltliche
Bedenken und milderten den ergangenen Spruch. Sie brachen lediglich die
Mauern und Gebäude und trösteten die bekümmerte Frau mit
dem Versprechen, wenn es in des Königs Gnade möglich sei,
würden sie alles von sich aus wiederherstellen lassen."
Literatur:
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Althoff Gerd: Spielregeln der
Politik im
Mittelalter.
Kommunikation in Frieden und Fehde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Darmstadt 1997 Seite 28 - Hirsch,
Siegfried: Jahrbücher des
Deutschen
Reiches unter Heinrich II., Verlag von Duncker &
Humblot
Berlin 1864 Band I Seite 269 - Schwennicke
Detlev: Europäische
Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main
1998 Tafel 88
- Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G.
Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 111 - Thietmar
von Merseburg: Chronik.
Wissenschaftliche
Buchgemeinschaft Darmstadt 1992 Seite 228,230 -
Weinfurter Stefan: Heinrich II. Herrscher am
Ende
der Zeiten. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1999 Seite 190 -