Agnes von Österreich                       Herzogin von Polen
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1108/1324./25.1.1160/63
oder
111125.1.1157
 

Tochter des Markgrafen Leopold III. der Heilige von Österreich aus dem Hause der BABENBERGER aus seiner 2. Ehe mit der Agnes von Waiblingen, einzige Tochter von Kaiser HEINRICH IV.
 

Brandenburg Erich: Tafel 11 Seite 23
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

XIII. 119 b. AGNES
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* ca. 1111, 1157 25.I.

Gemahl:
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1125/27
WLADISLAW II., König von Polen, später Herzog von Schlesien (siehe XIII.534.)
         † 1159 30.V.


Schwennicke Detlev: Tafel 84
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

AGNES
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* 1108/13, 24./25.I.1160/63
                    Altenburg/Thüringen

Begraben: Kloster Pforte/Saale

  oo 1120/25
       WLADYSLAW II., Fürst von Krakau und Schlesien
                 † 30.V.1159


Thiele, Andreas: Tafel 115
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

AGNES
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      † 1157

  oo 1125
       WLADISLAW II., Herzog von Polen
                  † 1159


Jahrbücher des Vincenz von Prag
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Das Jahr 1155.

Im Jahre der göttlichen Menschwerdung 1155 entfloh der genannte Herr Oulrich mit seinen Spießgesellen nach Polen. Im selben Jahre wurde Herzog Wladizlaus von König Friedrich zu hohen Gnaden aufgenommen und verband sich ehelich mit der Tochter des Markgrafen Albert von Sachsen, einer sehr angesehenen Dame von vorzüglichen Sitten.

Partenheimer Lutz: Seite 100,278
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Herzog Wladislaw II. - verheiratet mit der BABENBERGERIN Agnes, einer Halb-Schwester KONRADS III. - lag im Streit mit seinen jüngeren Brüdern. Deshalb erhielt er auf dem Hoftag die Belehnung mit dem Herzogtum Polen durch den staufischen Halb-Schwager [837 Magdeburger Annalen (MG SS 16), Seite 81 zu 1146.].
Trotz  des Rückhaltes, den Wladislaw beim deutschen Souverän besaß, erlitt der PIAST wenig später eine Niederlage gegen seine Brüder. Er floh zu Herzog Wladislaw II. von Böhmen, mit dem er ebenfalls verschwägert war, da der PRZEMYSLIDE die BABENBERGERIN Gertrud, eine Schwester von Agnes - und somit ebenfalls Halb-Schwester KONRADS III. -, geheiratet hatte.
[1208 D F I., Nr. 201; R F I., Nr. 518; KW, Nr. 288 (Adelbertus (so! - L.P.) marchio Saxonie). - Der Bruder des neuen böhmischen Königs, Diepold, hatte eine Tochter Albrechts des Bären geheiratet, während Vinzenz von Prag (MG SS 17), Seite 665, zu 1155, als deren Gemahl fälschlich den im deutschen Exil sitzenden Herzog Wladislaw von Polen nannte. Siehe dazu H. Ludat: Jaxa (wie EN 1161), Seite 44-47. - Diese Korrektur wurde von G. Schlenker: Die Rolle der Askanier und Albrechts des Bären (wie EN 3), Seite 12, übersehen.]

Lechner, Karl: Seite 130,139,148
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"Die Babenberger Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246"

Wie schon sein Vater bereitete er eine eheliche Verbindung seiner Kinder mit slawischen Fürsten vor. Eine Tochter, nach der Mutter Agnes genannt, heiratet den PIASTEN-Herzog Wladislaw von Polen/Schlesien, den Stammvater der späteren Herzöge vonn Schlesien; sie starb aber schon im Jahre 1135.
Von den Töchtern Liutpolds war, wie schon gesagt, Agnes mit Herzog Wladislaw von Polen-Schlesien vermählt, starb aber schon ein Jahr vor ihrem Vater; Gertrud mit Herzog Wladislaw II. von Böhmen.
In Polen, Ungarn und Böhmen gibt es Thronstreitigkeiten, die auch den deutschen Westen beeinflussen mußten. In Polen richteten sich die Kämpfe gegen Herzog Wladislaw II., den Gemahl der BABENBERGERIN Agnes, Schwester Heinrichs Jasomirgott.

Opll Ferdinand: Seite 281,293
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"Friedrich Barbarossa."

In Polen war nach dem Tod Boleslaws III. im Jahre 1138 die Einführung der Senioratsverfassung gescheitert. Langjährige Kämpfe zwischen den Prätendenten waren die Folge. Die Vertreibung des durch seine Ehe mit der babenbergischen Halb-Schwester KONRADS III., Agnes, mit den STAUFERN verschwägerten Herzogs Wladislaw II., der dann im deutschen Exil lebte, nahm BARBAROSSA zum Anlaß einer militärischen Intervention in Polen.
Ab Alfons VI. (1065/72-1109) bis zu dessen Enkel Alfons VII. (1126-1157) lag die Herrschaft dann wieder in einer Hand. Mit dem letztgenannten Herrscher nahm BARBAROSSA bereits im ersten Jahr seiner Regierung Beziehungen auf, als er seine Cousine Richilde [59 Zu deren Verwandtschaft mit dem STAUFER - sie war eine Tochter aus der Ehe zwischen Herzog Wladislaw II. von Polen und der BABENBERGERIN Agnes, Tochter Leopolds III. des Heiligen und der SALIERINAgnes, damit eine Tochter der (Halb-)Tante FRIEDRICH BARBAROSSAS - vgl. künftig die Nachträge zu den Regesti Imperii (BOM) Band 1 in Band 2 dieses Regestenwerkes.] zur Vermählung mit dem Kastilier von Speyer aus nach Spanien entsandte.
 
 
 
 

 1125
  oo Wladyslaw II. der Vertriebene Senior von Polen
       1105 30.5.1159
 
 
 
 

Kinder:

  Boleslaw I. Herzog von Nieder-Schlesien
  11278.12.1201

  Konrad Herzog von Schlesien-Glogau
  1146/5717.1.1180/90  Bischof von Bamberg

  Mieszko I. Herzog von Ober-Schlesien
  1132/46 16.5.1211

  Richeza
  1130/4016.6.1185

    1152
  1. oo Alfons VII. König von Kastilien-Leon
                 21.8.1157

    1161
  2. oo Raimund Berengar III. Graf von Provence
                 1166

    1167
  3. oo  Albrecht II. Graf von Everstein
                 1197
 
 
 
 

Literatur:
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Annalen von Magdeburg ad a. 1146 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 11 Seite 23,75 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 38 - Jahrbücher des Vincenz von Prag ad a. 1155 - Lechner, Karl: Die Babenberger Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite 130,139,148 - Opll Ferdinand: Friedrich Barbarossa. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1998 Seite 281,294 A - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 100, 278 - Rhode Gotthold: Kleine Geschichte Polens. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1965 Seite 42 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 84 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 115 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 334 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Rheinisches Archiv. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2004 Seite 342,363,365-366,368, 392,559,735-736,829 -