Sohn des Markgrafen
Heinrich I. von Babenberg aus dem Hause
der ÄLTEREN BABENBERGER und der Judith
von Friaul, Tochter von Markgraf
Eberhard
Schwennicke, Detlef: Tafel 54
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"Europäische
Stammtafeln.
Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge
Band
III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen
Römischen
Reiches und andere europäische Fürstenhäuser"
ADALHARD
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† hingerichtet 903
Graf 888
ADALHARD
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† 903 hingerichtet
Dümmler Ernst: Seite 109,115
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"Die Chronik des Abtes Regino von Prüm"
897
Um dieselbe Zeit entsteht zwischen dem Bischof Rudolf
von Wirziburg und den Söhnen des Herzogs Heinrich, Adalbert,
Adalhard
und
Heinrich,
aus kleinen und sehr geringfügigen Ursachen ein gewaltiger Hader
der
Zwietracht und ein Streit voll unversöhnlichen Hasses und wie aus
einem ganz geringen Funken eine ungeheure Feuersbrunst erregt wird, so
vergrößert er sich, von Tag zu Tag zunehmend, ins
Unermeßliche.
Und während die über den Adel ihres Blutes, über die
zahlreiche
Menge ihrer Verwandten, über die Größe ihrer irdischen
Macht sich über Gebühr erheben, fallen sie sich in
gegenseitigen
Metzeleien an, unzählige gehen auf beiden Seiten durch das Schwert
zu Grunde, Verstümmelungen an Händen und Füßen
werden
verübt; die ihnen untertänigen Landschaften werden durch Raub
und Feuersbrunst von Grund ais verwüstet.
902
Adalbert mit seinen Brüdern Adalhard
und
Heinrich sammelte eine starke Mannschaft und brach aus der Feste,
die Babenberg [Babenberg (Bamberg)] geheißen wird, gegen die Brüder
Eberhard, Gebehard und
Ruodulf hervor, deren wir kurz
zuvor gedachten,
um ihnen eine Schlacht zu liefern. Jene halten seinen Angriff mannhaft
aus, durchbrechen die Schlachtreihe mit dem Schwerte, strecken alle
nieder,
die ihnen begegnen und lassen nicht eher ab, als bis sie die Schar der
Gegner gezwungen, die Flucht zu ergreifen; in diesem Strauße wurde
Heinrich erschlagen, Adalhard gefangengenommen
und nachmals auf Befehl Gebehards
enthauptet. Auch Eberhard fiel
in dem
Treffen von vielen Wunden durchbohrt, worauf er nach Beendigung des
Kampfes
unter den Leichen der Erschlagenen von den Seinigen aufgefunden und
nach
Hause geschafft wird; nach dem Verlaufe weniger Tage stirbt er
gleichfalls.
Dümmler Ernst: Band II Seite
520,522
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"Geschichte des Ostfränkischen Reiches"
Von einer Beteiligung der Söhne des abgesetzten Markgrafen
Poppo an dem Kampfe der beiden Familien miteinander, ist jedoch
nichts bekannt, als Gegner standen sich vielmehr nur die vier konradinischen
Brüder auf der einen, die drei Söhne
des im Jahre 886 vor Paris
gefallenen Heinrich,
Adalbert,
Adalhart
und Heinrich auf der anderen
Seite gegenüber. Wir finden die letzteren
sogar mit Egino verbündet,
dem Sohne jenes Grafen Egino, der einst
ein so erbitterter Feind ihres Oheims
Poppo gewesen war.
Schon unter der Regerung ARNOLFS,
in dessen Urkunden Adalbert
oder seine Brüder nicht ein einziges Mal
erwähnt werden, soll der Zwiespalt zwischen diesen und dem sehr
beschränkten,
nur durch Hofgunst erhobenen Bischof
Rudolf von Wirzburg, Konrads
jüngerer
Bruder zum Ausbruche gekommen sein, doch führte ihre Entzweiung,
die
durch die Lage der Grafschaften der BABENBERGER
inmitten des Wirzburger Sprengels immer neue Nahrung
erhalten
mußte, damals noch zu keiner Störung des öffentlichen
Friedens,
oder zu einem Eingreifen der Reichsgewalt. Aus geringfügigen
Anlässen
entsprang diese Todfeindschaft: die wahre Ursache des Streites lag
darin,
daß so wie keine der beiden Familien der anderen an Adel des
Blutes
nachzustehen glaubte, auch keine der andern einen Vorrang an Macht
willig
einräumen wollte. Und allerdings war es hohe Zeit, daß die BABENBERGER
gegen ihre Nebenbuhler zu den Waffen griffen, wofern sie nicht von
ihnen,
die in Gemeinschaft mit dem Erzbischof
Hatto den jungen König ganz
in ihrer Hand hatten, völlig überflügelt werden wollten.
Die lange schon m Verborgenen glimmende Zwietracht
schlug
im Jahre 902 in helle Flammen auf [Ob dies Jahr das richtige,
möchte
man nach dem Zeugnisse des in der Zeitrechnung so ungenauen Regino noch
bezweifeln, da die Ann. Alamann. (Scr. I, 54) zum Jahr 900 melden: Adalhart
et Heimrich
frater eius et Eberhardus
bello occisi suunt, dagegen Ann.
Hildesh. (Lamberti) 903 (Scr. III. 50): Eberhart et
Adalhart
atque
Heinric occisi sunt;
für das Jahr 902 scheint mir aber
auch die nachher anzuführende Urkunde Ludwigs
B.1191 zu sprechen.]. Adalbert,
im Bunde mit seinen Brüdern sammelte
ein stattliches Heer, mit dem er von seiner Burg Babenberg aus
gegen
die nicht minder gerüsteten Brüder
Eberhard, Gebhard und Rudolf
ins Feld rückte, um mit ihnen seine Kräfte zu messen.
Diese hielten
mannhaft stand, durchbrachen die feindlichen Reihen mit dem Schwerte
und
ruhten nach vielem Blutvergießen nicht eher, als bis sie die BABENBERGER
in die Flucht geschlagen. Der jüngste von ihnen, Heinrich,
wurde in dem harten Strauße erschlagen, Adalhard
geriet in Gefangenschaft, aber auch Eberhard
ward von den Seinigen auf
dem Schlachtfelde von vielen Wunden durchbohrt aufgefunden und nach
Hause
geschafft, wo er gleichfalls nach wenigen Tagen starb. Zur Sühne
wahrscheinlich
für diesen schmerzlichen Verlust fiel auf Gebhards Befehl das Haupt
des gefangenen Adalhard und Adalbert
blieb als Rächer dieses Frevels und seiner getöteten
Brüder
übrig.
Literatur:
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Dümmler Ernst: Die Chronik des Abtes
Regino
von Prüm. Verlag der Dykschen Buchhandlung Leipzig Seite 109,115
- Dümmler Ernst: Geschichte des Ostfränkischen
Reiches.
Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 Band II Seite 520,522 - Holtzmann
Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher
Taschenbuch
Verlag München 1971 Seite 40 - Metz,
Wolfgang: Babenberger und Rupertiner in
Ostfranken. Jahrbuch für fränkische
Landesforschung 18) 1958, 295-304 - Offergeld
Thilo: Reges pueri. Das
Königtum
Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung
Hannover
2001 Seite 549,551,560,573,598,606 - Riche Pierre: Die Karolinger.
Eine Familie formt Europa. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.
KG, München 1991 Seite 268 - Schnith Karl Rudolf:
Mittelalterliche
Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag
Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 93,105 - Schwennicke, Detlef:
Europäische
Stammtafeln.
Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge
Band
III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen
Römischen
Reiches und andere europäische Fürstenhäuser, Verlag von
J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 54 - Thiele,
Andreas: Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G.
Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 8 -