Beatrix von Avesnes                     Gräfin von Luxemburg
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ca. 1250/55-1.3.1320
                    Valenciennes

Begraben: Dominikanerkirche Valenciennes
 

Tochter des Grafen Balduin zu Beaumont und der Felizitas von Coucy, Tochter von Seigneur Thomas I. von Vervins; Mutter des Kaisers HEINRICH VII.
 

Schwennicke, Detlef: Tafel 50
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser"

BEATRICE
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    + 25.II. 1321

  oo 1261
       HEINRICH III., 1281 Graf von Luxemburg
                + 5.VI.1288 gefallen bei Worringen



Thiele, Andreas: Tafel 10
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

BEATRIX
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    + 1320

  oo 1261
       HEINRICH III. Graf von Luxemburg
                + 1288



Hoensch, Jörg K.: Seite 22,25,48
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"Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437."

Um Druck auszuüben, scheute sich Heinrich V. nicht, die dann noch vor Mai 1265 vollzogene Hochzeit seines gleichnamigen Erstgeborenen mit Beatrix von Avesnes voranzutreiben, deren Familie im Lager der Gegner der DAMPIERRE zu finden war.
Graf Heinrich VI. hinterließ aus seiner Ehe mit Beatrix von Avesnes drei Söhne und zwei Töchter; der Älteste dürfte allerdings erst neun Jahre gezählt haben, so daß die Mutter im Einvernehmen mit einigen luxemburgischen Herren und unterstützt vom flandrischen Grafen Guido von Dampierre die Regentschaft übernahm.
Dem jungen Grafen von Luxemburg ist während seiner Aufenthalte in Paris sicher nicht verborgen geblieben, mit welchem Geschick der mit ihm weitläufig verwandte CAPETINGER Philipp IV. ohne großes Aufsehen im Grenzraum zum Reich eine erfolgreiche Ausdehnungspolitik verfolgte, wobei er in direkter Nachbarschaft der luxemburgischen Territorien neben kleineren Gebieten im Herzogtum Lothringen den links des Maas liegenden Teil der Grafschaft Bar sowie den Besitz der Gräfin Beatrix, Valenciennes im westlichen Hennegau, und die Champagne unter seine Kontrolle brachte.
Sein Bruder Balduin wollte ihm Geld und Nachschub, sein Sohn Johann Soldaten zuführen und seine Mutter Beatrix das Ehrengeleit für seine Verlobte Katharina von Habsburg, Tochter König ALBRECHTS I. und Schwester der österreichischen Herzöge, stellen.

Schneider Friedrich: Seite 15,35,39,40
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"Kaiser Heinrich VII. Dantes Kaiser."

Der spätere Kaiser HEINRICH VII. war der erstgeborene Sohn Heinrichs III. aus dessen Ehe mit Beatrix von Avesnes und Beaumont. Im weiblichen Stamm läßt sich seine Abstammung bis über die Zeiten OTTOS DES GROSSEN hinaus bis auf Kaiser LUDWIG DEN FROMMEN zurückverfolgen.
Als HEINRICH noch ein Knabe war, hatte die Schlacht bei Worringen durch den Tod des regierenden Garfen die Zukunft des Landes gefährdet. Die Regentschaft lag zunächst in den Händen der Gräfin-Mutter Beatrix. Während sich aber die bisherigen Gegner des siegreichen Herzogs von Brabant so schnell wie möglich mit diesem zu versöhnen suchten, erhob sich die Stadt Luxemburg zu allem Ungemach noch gegen das schwer getroffene gräfliche Haus, das am 19. März 1289 von einer Empörung überrascht wurde. Zunächst mußte Heinrich mit seiner Mutter die Stadt verlassen. Die verwitwete Gräfin zog sich in das Kloster Marienthal zurück, die Stadt bequemte sich bereits am 23. Juli zum Frieden und zahlte 300 Pfund Trierer Denare, worauf Heinrich im Januar 1290 ihre Freiheiten bestätigte.
Die Gräfin Beatrix und ihr Sohn haben im Jahre 1292 den Dominikanern in Luxemburg eine Stätte bereitet.
Die Gräfin-Mutter Beatrix, die einst den "damoiseau" Heinrich geleitet hatte, sah nunmehr die Grafschaft auf den Enkel übergehen und überlebte den Sohn, der kühnen Plänen nachzugehen im Begriffe war, um sieben Jahre; sie starb am 1. März 1320 in Valencienens, wo sie einst HEINRICH das Leben geschenkt hatte.

Leo Heinrich Dr.: Seite 527
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten"

Heinrich III. von Luxemburg war verheiratet mit Beatrix, der Tochter Balduins d'Avesnes, des Herrn von Beaumont, welche ihm als Mitgift die hennegauischen Lehen Dourlers, Tyrimont und Coussorre zubrachte. Er hinterließ von ihr drei Söhne und drei Töchter: Heinrich IV. von Luxemburg, Walram, welcher die hennegauischen Lehen erhielt, und Balduin, nachmals Erzbischof von Trier. Die Töchter wählten alle das Klosterleben, die mittlere nachdem sie zuvor mit Jean van Loewen, Baron von Gaesbek und Herstal, vermählt gewesen war.
Die Einwohner von Luxemburg, mit der vormundschaftlichen Regierung unzufrieden, lehnten sich auf und zwangen die Gräfin Batrix fünf Monate lang eine Zuflucht in Marienthal zu suchen. Sonnabend vor St. Jacobstag 1289 kam ein Friede zustande, in welchem die Bürger für 3.000 livr. Trierisch Gnade erhielten.
 
 
 
 

1260/61
  oo  Heinrich VI. der Verdammte Graf von Luxemburg
        1240-5.6.1288 gefallen
 
 
 
 

Kinder:

  HEINRICH VII.
  12.7.1274/75-24.8.1313

  Balduin Erzbischof von Trier (1307-1354)
  1285-21.1.1354

  Felicitas
  1286-6.10.1336

  Walram
         -   1311

  Er galt zuerst als böhmischer Thronkandidat und fiel in Italien.
 
 
 
 

Literatur:
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Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 22,25,48 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 527 - Schneider Friedrich: Kaiser Heinrich VII. Dantes Kaiser. W. Kohlhammer Verlag Stuttgart-Berlin 1943 Seite 15,35,39,40 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 10 -