Eilika Billung von Sachsen            Gräfin von Ballenstedt
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um 1081-16.1.1142
 

Jüngere Tochter des Herzogs Magnus von Sachsen und der Sophia von Ungarn, Tochter von König Bela I.
 

Althoff Gerd:
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                                   H 2

Lü:  16.1. Eilika Magni ducis filia  + 1142 BILLUNGERIN

Eilika, die jüngere Tochter Magnus Billungs (H 29) und seiner Gemahlin Sophia (H 18), heiratete Otto von Ballenstedt und war die Mutter Albrechts des Bären (Annalisto Saxo, S. 744).
Durch sie gelangten die ASKANIER nach dem Aussterben der BILLUNGER im Mannesstamm in den Besitz der Hälfte des billungischen Erbes; vgl. Bork Billunger, S. 190.
Das Todesjahr Eilikas überliefern die Annales Magdeburgenses (MGH SS 23, S. 147) und die Annales Stadenses (MGH SS 16, S. 324).



Brandenburg Erich: Tafel 37 Seite 74
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XII. 291. EILICA
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           * ca. 1080, + 1142 16. I.

Gemahl:
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vor 1095 Otto von Ballenstedt, Graf von Anhalt (siehe XII 232)
                      + 1123 9. II.



Schwennicke Detlev: Tafel 11
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

EILIKA
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    + 18. I 1142

  oo OTTO DER REICHE Graf von Ballenstedt 1112 Herzog von Sachsen
                 + 9. II 1123



Thiele Andreas: Tafel 156
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

EILIKA, Miterbin
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    + 1142

  oo Otto, Graf von Ballenstedt, Herzog von Sachsen
            + 1123



Eilika war die Erbin von Werben und der sächsischen Pfalzgrafschaft. Sie wurde eventuell im Erbe benachteiligt, was der Grund für die Feindschaft der ASKANIER zu den WELFEN gewesen sein wird.
Ebenso mußte Ludwig von Thüringen nach einem Streit die Vogtei über Goseck um 1130 an Eilica, die Mutter des ASKANIERS Albrecht, übergeben.

Assing Helmut: Seite 195
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"Brandenburg, Anhalt und Thüringen im Mittelalter. Askanier und Ludowinger beim Aufbau fürstlicher Territorialherrschaften."

Gleich zu Beginn der Kämpfe um das Herzogtum Sachsen, die 1138 nach dem Tod Kaiser LOTHARS ausbrachen, eroberten Albrechts Feinde die Bernburg und brannte sie nieder. Da die Quellen besonders die Mutter Albrechts als die Besitzerin der Burg hervorheben [Es heißt, daß sie von Bernburg aus "tyrannidem exercebat".], könnte es iht Witwensitz gewesen sein - vielleicht aus altem billungischen Erbe -, so daß die Bernburg wohl schon vor Albrecht den ASKANIERN gehörte.

Jordan, Karl: Seite 7,15
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"Heinrich der Löwe"

Als mit dem Tode des Magnus die BILLUNGER im Jahre 1106 in männlicher Linie ausstarben, gingen die reichen Besitzungen dieses Hauses an Wulfhild und ihre jüngere Schwester Eilika, die Gemahlin des Grafen Otto von Ballenstedt aus dem Hause der ASKANIER, über.
Aber keiner der beiden Schwiegersöhne des verstorbenen Herzogs erhielt dessen Würde.

Assing Helmut: Seite 11
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"Die frühen Askanier und ihre Frauen"

Auch Otto heiratete eine Frau aus dem Hochadel und führte mit Eilika eine Tochter des Herzogs Magnus von Sachsen aus dem berühmten Geschlecht der BILLUNGER heim. 1106 starb Magnus und hinterließ als Erbinnen zwei Töchter, wobei zu Eilikas Erbteil neben unbekannt gebliebenen Besitzungen anscheinend Bernburg und Werben (bei Weißenfels) gehörten.
 
 
 
 

  oo Otto Graf von Ballenstedt
       um 1070/73-9.2.1123
 
 
 
 

Kinder:

  Albrecht I. der Bär
  1100-18.11.1170

  Adelheid
         -   1139

  1. oo Heinrich IV. Graf von Stade
                  -4.12.1128

    1139
  2. oo Werner von Veltheim Graf von Osterburg
                  -
 
 
 
 

Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 50,63,375 H 2 - Annalista Saxo: Reichschronik - Assing Helmut: Brandenburg, Anhalt und Thüringen im Mittelalter. Askanier und Ludowinger beim Aufbau fürstlicher Territorialherrschaften. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997 Seite 195 - Assing Helmut: Die frühen Askanier und ihre Frauen. Kulturstiftung Bernburg 2002 Seite - Bork Ruth: Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert. Dissertation Greifswald 1951 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 37 Seite 74 - Hildebrand Ruth: Herzog Lothar von Sachsen. Verlag August Lax Hildesheim 1986 Seite 23 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München, Seite 7,15 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 26,43-45,52,65,73,75,80,83,127,142,183,212-214,228,235,248,251,253,260, 276, 310,315,329,349 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 11 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 156 -