Albrecht II.                                   Markgraf von Brandenburg (1205-1220)
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um 1150-25.2.1220
 

Begraben: Kloster Lehnin
 

Sohn des Markgrafen Otto I. von Brandenburg aus seiner 1.Ehe mit Adelheid von Polen, Tochter von Herzog Boleslaws III.
 

Schwarz Hilmar: Seite 167
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation H

(82) MATHILDE
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  oo 1205
       ALBERT II., Markgraf von Brandenburg
                + 25. Februar 1220

Begraben: Kloster Lehnin



Albrecht II. regierte seit 1184 in Arneburg, wurde 1194 von seinem Bruder Otto II. der Freigebige inhaftiert und später als Nachfolger anerkannt. Er war gegen dessen Vasallentum, war bei der Gründung des Deutschen Ritterordens in Akkon dabei und folgte 1205 seinem Bruder als Markgraf von Brandenburg. Er unterstützte König PHILIPP VON SCHWABEN im deutschen Thronkrieg und 1209-1217 OTTO IV. VON BRAUNSCHWEIG. Er stand besonders gegen den staufischen Erzbischof Albrecht I. von Magdeburg, war tatkräftig und weitblickend, eroberte Teltow, Prignitz, Lenzen und Barnim und verlor die Hoheit über Pommern.

Thorau, Peter: Teil I Seite 25,26,197
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"Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich (VII.)."

Ähnlichen Inhalts dürfte OTTOS IV. etwa um die gleiche Zeit mit Herzog Bernhard von Sachsen getroffene Vereinbarung gewesen sein. Auch in seinem Vertrag mit Albrecht von Brandenburg vom August 1212 versprach der WELFE, dem Markgrafen bei dessen Streitigkeiten mit Waldemar auf dem Verhandlungsweg beizustehen; sollte dies aber nichts bewirken, so werde man militärisch gegen den Dänen-König vorgehen.
Nach dem Tode OTTOS IV. konnte Waldemar II. den Streit mit den WELFEN beilegeb; auch mit dem Markgrafen von Brandenburg gelang ihm, ein freundschaftliches Verhältnis herszustellen.
Markgraf Albrecht II. von Brandenburg hatte bei seinem Tod 1220 zwei minderjährige Söhne zurückgelassen.

Partenheimer Lutz: Seite 194,335,350
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Wie Albrecht der Bär hielten sie sich dabei auffälligerweise vom Königtum fern, wenn man von den durch gemeinsame Interessen diktierten militärischen Unterstützungen Ottos I. für BARBAROSSA im Kampf gegen Heinrich den Löwen 1181, Ottos II. für König PHILIPP 1200 und 1203 oder Albrechts II. für Kaiser OTTO IV. 1212,1215 und 1217 absieht. 1227 leisteten Johann I. und sein Bruder Otto III. König HEINRICH (VII.) sogar bewaffneten Widerstand.
Vielleicht deutet darauf ebenfalls der Umstand, daß Otto I. nicht den damals häufigen Brauch befolgte, dem ältesten Sohn den Namen des Großvaters väterlicherseits zu geben. Seine beiden Jungen aus erster Ehe hießen Otto II. und Heinrich (Graf von Gardelegen). Erst der aus seiner zweiten Verbindung stammende dritte Sohn erhielt den Namen Albrecht II.
Als der Deutsche Ritterorden im Zusammenhang mit den Kreuzzügen zur Jahreswende 1197/98 in Akkon gegründet wurde, war ein Enkel Albrechts des Bären, der Graf von Arneburg (später Markgraf Albrecht II. von Brandenburg), dabei.

Pätzold Stefan: Seite 291,293,325
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221."

Markgraf Konrad nahm Elisabeth, die Tochter des polnischen Herzogs Mieszko III.zur Frau. Aus dieser Ehe gingen ein Sohn, der nicht lange lebte, und zwei Töchter, Mathilde und Agnes, hervor. Mathilde heiratete Markgraf Albrecht von Brandenburg und Agnes den Pfalzgrafen Heinrich bei Rhein, den Bruder Kaiser OTTOS IV.
Die Darstellung von Dietrichs Bruder Konrad enhält viele Angaben, die der Chronist ebenfalls bietet. Das gilt für die Nachricht von der Ehe mit der polnischen Herzogs-Tochter Elisabeth, für den Hinweis auf den einzigen Sohn und für Mathildes Eheschließung mit Markgraf Albrecht II. von Brandenburg [Vgl. Seite 230 Z 10 mit CHRONICON MONTIS SERENI, Seite 172 Z. 5f. und CHRONICA PRINCIPUM SAXONIAE, Seite 32. Vg. dazu O. Posse, Genealogie, Tafel 2 Nr. 31 Seite 46 sowie W. K. von Isenburg/F. von Loringhoven, N. F., Band 1, Tafel 68.].
Im Jahre 1205 richtete Dietrich auf der Burg Groitzsch die Hochzeit seiner Nichte Mathilde mit dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg unter hohem Aufwand aus.

Stürner, Wolfgang: Seite 185,218
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"Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220."

Im Sommer 1217 überschritt OTTO im Bunde mit zwei ASKANIER-Fürsten, mit Markgraf Albrecht II. von Brandenburg (+ 1220) und Herzog Albrecht I. von Sachsen (+ 1261), die mittlere Elbe, um einmal mehr das Gebiet des Erzbischofs von Magdeburg zu verheeren.
Auf den Hoftagen des STAUFERS erschienen wiederholt auch König Ottokar von Böhmen, zum Teil zusammmen mit Markgraf Heinrich von Mähren, die Herzöge Leopold VI. von Österreich und Steiermark (+ 1230), Bernhard II. von Kärnten (+ 1256), Otto I. von Meranien, Heinrich I. von Brabant und Berthold von Zähringen, weiter Markgraf Dietrich von Meißen (+ 1221), Landgraf Hermann von Thüringen und seit 1217 dessen Sohn Ludwig IV. (+ 1227), Anfang 1219 schließlich noch Herzog Albrecht I. von Sachsen (+ 1261) und im Juli desselben Jahres Markgraf Albrecht II. von Brandenburg (+ 1220).
 
 
 
 

 1205
  oo Mathilde von der Lausitz, Tochter des Markgrafen Konrad
       um 1185-   1225
 
 
 
 

Kinder:

  Johann I.
  um 1213-4.4.1266

  Otto III. der Fromme
  1215-9.10.1267

  Mechthild
          -10.6.1261

 1228
  oo Otto I. Herzog von Lüneburg
       1204-9.6.1252

  Elisabeth
       -   1231

  oo 1. HEINRICH RASPE Landgraf von Thüringen
          1201-16.2.1247
 
 
 
 

Literatur:
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Assing Helmut: Die frühen Brandenburger und ihre Frauen. Kulturstiftung Bernburg 2002 -
Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 181,194,235,312,335,350 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 291,293,325 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 167 - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 185,218 -  Thorau, Peter: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich (VII.) Teil I, Duncker & Humblot Berlin 1998, Seite 25,26,197 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 24,26,422,524 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 101,147,148,156,300,306,386,387,390,398,461, 462,483,497 -