Albrecht II.                                   Herzog von Sachsen-Wittenberg (1260-1298)
---------------                                  Pfalzgraf von Sachsen
um 1250-25.8.1298
Wittenberg Wittenberg

Begraben: Schloßkirche in Wittenberg
 

Jüngerer Sohn des Herzogs Albrecht I. von Sachsen aus seiner 3. Ehe mit der Helene von Braunschweig, Tochter von Herzog Otto I.
 

Reifenscheid Richard: Seite 22
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"Die Habsburger. Von Rudolf I. bis Karl I."

4. AGNES GERTRUD, Gräfin von Habsburg
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   * um 1257, + 11.10.1322
     Rheinfelden Wittenberg

Grabstätte: Schloßkirche in Wittenberg im Bezirk Halle

  oo um 10.1273 in Wittenberg
      ALBRECHT II. VON ANHALT, Herzog von Sachsen-Wittenberg
      * um 1250, + 25.8.1298
        Wittenberg  Wittenberg

Grabstätte: Schloßkirche in Wittenberg im Bezirk Halle

Eltern: Albrecht I., Herzog von Sachsen-Wittenberg, und Helene, Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg, Tochter Ottos I., Herzog von Braunschweig-Lüneburg



Albrecht II. wählte 1273 den Grafen Rudolf von Habsburg mit zum deutschen König und war dessen wichtige Stütze und Schwiegersohn. Er wurde Schutzvogt von Lübeck, stritt deshalb mit den Brandenburger Vettern, die sie vorher besaßen, wurde 1288 Pfalzgraf von Sachsen und 1290 Graf von Brehna, 1295 Graf von Gommern. Er trat dafür seine burggräflichen Rechte im Erzbistum Magdeburg, die er 1269 erwarb, an den Erzbischof ab, ein bedeutender Machtverlust für sein Haus. Er wählte 1292 ADOLF VON NASSAU mit gegen den Schwager, trat 1297 jedoch später dessen Koalition gegen ADOLF bei. Er stritt mit dem Bruder und den Brandenburger Vettern um Lehnsrechte und Kurrechte, ebenso mit den WELFEN.

Franzl, Johann: Seite 98,194,269,280
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"Rudolf I. Der erste Habsburger auf dem deutschen Thron."

Die zwei bedeutendsten Mitglieder dieses Clans, den Pfalzgrafen Ludwig und den Herzog von Sachsen, hat der König zu seinen Schwiegersöhnen gemacht, vielleicht sogar machen müssen. Noch am Tag der Krönung ihres Vaters wurden die beiden HABSBURGERINNEN Mathilde und Agnes - sie konnten noch nicht viel über 15 Jahre zählen - den beiden Fürsten vermählt. Solche Ehen galten als Garantien für künftiges politisches Wohlverhalten.
Im Herbst 1279 unternahm der König eine Reise in die Steiermark. Sein Sohn ALBRECHT begleitet ihn, sein Schwiegersohn Albrecht von Sachsen, der Burggraf von Nürnberg und die Garfen von Hohenberg und Katzenelnbogen.
Im Gegenteil: Sie galten als geachtete und anerkannte Gesprächspartner auf dem Reichstag, den RUDOLF VON HABSBURG zu Weihnachtenm 1289 eröffnete, und der sich eines großen Zuspruchs erfreute. Neben den WETTINERN war noch Albrecht von Sachsen erschienen, RUDOFS Schwiegersohn, außerdem der Landgraf von Hessen, die Herzöge von Braunschweig, Lüneburg und Mecklenburg, von Breslau, Krakau und Oppeln.
RUDOLF ahnt, daß dies seine letzte Chance sein wird, um seinen Sohn als Nachfolger durchzusetzen. Auch die Kurfürsten sind sich der Bedeutung des Ereignisses bewußt, fast vollzählig kommen sie nach Frankfurt (1291), nur Albrecht von Sachsen ist verhindert.

Assing Helmut: Seite 24
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"Die frühen Brandenburger und ihre Frauen."

1260 oder 1261 traten die Söhne Albrecht II. und Johann I. die Nachfolge an, ohne das Herzogtum zu teilen. Auch nach dem Tod Johanns I. 1285 bestand zu einer Landesteilung vorerst kein Anlass, da Albrecht II. Vormund der drei Söhne Johanns I. wurde. Die Erweiterung des südlichen Lansdesteils schritt in dieser Zeit fort. Beide Brüder erwarben gemeinsam die Herrschaft Seyda und große Teile der Burggrafschaft Magdeburg, vielleicht auch schon die Herrschaft Zahna. Nach dem Tode Johanns I. gelangte sogar durch königliche Belehnung 1290 die große und ehemals wettinische Grafschaft Brehna an das Herzogshaus. Dabei spielte ein Rolle, daß Albrecht II. ein Tochter König RUDOLFS geheiratet hatte. Auch der Innenausbau des Herrschaftsgebiets machte Fortschritte, im Süden sowieso, wo weiterhin der Schwerpunkt lag, doch ebenfalls im Norden. Aken und in Ansätzen Wittenberg begannen Residenzcharakter anzunehmen.
 
 
 
 

 1273
  oo Agnes von Habsburg, Tochter des Königs RUDOLF I.
       um 1257-11.10.1322
 
 
 
 

Kinder:

  Rudolf I.
  um 1285-11.3.1356

  Otto
        - jung

  Anna
  um 1290-22.11.1327

    1308
  1. oo Friedrich der Lahme Markgraf im Osterland
           9.5.1293-13.1.1315

  2. oo Heinrich II. der Löwe Graf von Mecklenburg
                  -22.11.1327 (21.1.1329)

  Elisabeth
       -3.3.1341

 1317
  oo Obizzo III. d'Este
       14.7.1294-20.3.1352

  Wenzel Domherr in Halberstadt
           -17.3.1327

  Albrecht Bischof von Passau (1320-1342)
         -19.5.1342
 
 
 
 

Literatur:
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Assing Helmut: Die frühen Brandenburger und ihre Frauen. Kulturstiftung Bernburg 2002 Seite 24 - Franzl, Johann: Rudolf I. Der erste Habsburger auf dem deutschen Thron, Verlag Styria 1986, Seite 94, 98,194,269,280 - Krieger, Karl-Friedrich: Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich III. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart/Berlin/Köln 1994 Seite 32,37 - Reifenscheid, Richard: Die Habsburger. Von Rudolf I. bis Karl I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1982 Seite 22 -