Adelheid von Ballenstedt             Markgräfin der Nordmark
------------------------------              Gräfin von Stade
um 1100- nach 1139                     Gräfin von Veltheim
 

Einzige Tochter des Grafen Otto der Reiche von Ballenstedt und der Eilika Billung von Sachsen, Tochter von Herzog Magnus; Schwester des Markgrafen Albrecht der Bär
 

Brandenburg Erich: Tafel 26 Seite 53
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XIII. 418. ADELHEID
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           * ca. 1100, + ...

Gemahl:
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a) Heinrich von Stade, Markgraf der Nordmark (siehe XII 96)
            + 1128 4. XII.

b) Werner von Veltheim
             + nach 1169



Thiele Andreas: Tafel 158
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

ADELHEID
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  1. oo Heinrich I. von Stade, Markgraf der Nordmark (siehe Nordmark II)
                 + 1128

  2. oo Werner von Veltheim, Graf von Osterburg (mit Nachkommen)



Hucke Richard:
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"Die Grafen von Stade"

Heinrichs Frau ist die ASKANIERIN Adelheid, Tochter Ottos (des Reichen) von Ballenstedt (+ 1123) und der Eilika (+ 1142) aus dem Hause der BILLUNGER. Ihr Bruder, Heinrichs Schwager, war also Albrecht der Bär. Todestag und -jahr sind nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass sie beim Tode ihres ersten Gemahls noch jung gewesen ist, da aus der Ehe keine Kinder hervorgegangen sind.
Aus diesem Grunde wird auch ihr gesamtes Wittum (dos), aus stadischem Allod bestehend, an die Sippe ihres zweiten Gemahls übergegangen sein.
Dieser zweite Gatte Adelheids ist nach Albert ihr Lehnsmann (vasallus) Werner von Veltheim (bei Osterwieck). Damit ist nicht gesagt, dass Werner ein Lehnsmann der ASKANIER war.
Die VELTHEIMER sind kein einheimisches Geschlecht. Ein Werner von Veltheim, der Großvater des zweiten Gemahls der Adelheid, wird vom Bischof Burchard II. von Halberstadt (1059-1088), als Bruder-Sohn angesprochen.
Ein Sohn Werners III. und Adelheids, Albert von Osterburg, erscheint urkundlich zuerst 1160. Er heiratete Oda, die Enkelin Irmgards von Plötzkau (aus deren 2. Ehe). Albert wird also auch hier durch seine Frau mit STADERN und WALBECKERN verwandt, so dass wir hier eine Erklärung für die Herkunft der Güter haben, die später sein Sohn Siegfried von Osterburg, verkaufte oder verschenkte. Siegfried wird auch "de Aldenhusen" (Herkunft seiner Mutter oder Großmutter) genannt.
Halten wir also fest, dass die Enkelin Irmgards Oda, Albert von Osterburg heiratet, die Tochter Irmgards, ebenfalls namens Oda, jedoch den Ertenburger, wie uns Albert berichtet, so entstehen einige Schwierigkeiten durch eine urkundliche Nachricht, dass eine dieser Odas mit einem Grafen Ludwig (unbekannter Herkunft) verheiratet gewesen sein soll.
Graf Ludwig und Oda schenkten vor 1180 ein Viertel des Lappwaldes, der aus dem plötzkau-walbeckschen Erbe stammte, an Kloster Marienthal. Da aber der Osterburger Albert noch 1186 und 1195 auftritt, das heißt seine Frau Oda zu seinen Lebzeiten kaum ein zweites Mal verheiratet gewesen ist, und die ältere Oda 1158-1160 Witwe gewesen zu sein scheint, ist es nicht ausgeschlossen, dass letztere nach dem Tode des Artlenburgers in einer zweiten Ehe mit Ludwig verheiratet war.

Partenheimer Lutz: Seite 42,116,218,220,276
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Am 4. Dezember 1128 starb der Markgraf der Nordmark, Heinrich von Stade, der Gemahl von Albrechts Schwester Adelheid. Er hinterließ keine Nachkommen.
Auch der zweite Mann von Albrechts Schwester Adelheid, Werner von Veltheim war 1151 in Goslar anwesend.
[Von Brüdern, mit denen Albrecht das Erbe eventuell hätte teilen müssen, melden die Quellen nichts. Nur eine Schwester des ASKANIERS - Adelheid - ist überliefert, siehe EN 16. Graf Otto von Ballenstedt hatte beiden Kindern die gleichen Namen gegeben, wie sein Großvater Esico.]
[Albrecht war Heinrichs Schwager, da der Nordmark-Graf Adelheid, die einzige bekannte Schwester des BALLENSTEDTERS, heimgeführt hatte.]
[Mit Werner (III.) von Veltheim (1141-1170) hatte sich Albrechts Schwester Adelheid, die Witwe des 1128 verstorbenen Nordmark-Grafen Heinrich von Stade, in zweiter Ehe vermählt (Stader Ananlen (MG SS 16), Seite 326.]
 
 
 
 

  1. oo Heinrich IV. Graf von Stade
                  -4.12.1128

   1139
  2. oo Werner von Veltheim Graf von Osterburg
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Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 26 Seite 53 - Holtz Eberhard/Huschner Wolfgang (Hg:): Deutsche Fürsten des Mittelalters. Fünfundzwanzig Lebensbilder, Edition Leipzig 1995 Seite 222 - Hucke, Richard: Die Grafen von Stade 990-1144, Stade 1956 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 42,116,218,220,276,310 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 158 -