Albuin                                                      Bischof von Brixen (ca. 975-ca 1006)
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um 945-5.2.1006
 

Nach J.P.J. Gewin Sohn des Albuin, Markgraf in Kärnten und der Hildegard
 

HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 57
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12. Albuin II.
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Vor 975 Diaconus, 975-1006 Bischof von Säben (Brixen): A. t. I. nr. 6-64.
Vor 975. Hildegard überläßt ihren Sohn, dem Diacon Albuin das Gut Stein im Jaumtal, 1. Zeuge dessen Bruder Aribo C. 13. A. t. I. nr. 5.
993/c.1000. Bischof Albuin vergleicht sich mit seinem Bruder Aripo um ein Gut zu Lippendorf (westlich Völkermarkt, Kärnten), das Schloß Stein im Jauntal (Kärnten) und ein Gut zu Aschau (südwestlich Mühldorf): A. t. I. nr. 28.
C. 975/1006. Albuin schenkte der Kirche von Brixen "unum curtiferum et tres agros" in Sterzing (Wipptal), Liegenschaften zu Uttenheum (nördlich Bruneck), ein Gut zu Lippendorf und das Gut Stein im Jauntal: A. t. I. nr. 30.
C. 995/1005. Er macht dazu noch die folgenden Schenkungen: Liegenschaften zu Aschau und Tann (südwestlich Mühldorf), zu Taur und Aldrans (beide bei Innsbruck) und den von seiner Schwester Geppa eingetauschten Teil eines Gutes zu Aschau: A.t. I. nr. 31, 39, 44.
C. 995/1005. Albuin schenkt seiner Schwester Gepa und ihrem Gemahl Pezili ein Gut zu Gösseldorf: A. t. I. nr. 36.  C. 995/1005. Derselbe vergleicht sich mit seinem Bruder Aribo um einen zum Gute Stein gehörigen Wald: A. t. I. nr. 34.  1006(?) Mai 29. Erwähnt, dass Truta, Tochter Aribos (C. 13.) "nepta" Bischof Albuins war: A. t. I. nr. 64.
+ 5. Februar 1006.
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Finckenstein Finck von: Seite 143
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"Bischof und Reich"

Auch Richperts Nachfolger Albuin (ca. 975-ca. 1006), Sohn Albuins und der Hildegard, erwies sich als besondere Stütze des Königtums in diesem Raum, wenngleich das Ausmaß des königlichen Einflusses auf seine Erhebung, die auf 975 nur annähernd datiert werden kann, unbekannt ist. Als Kanoniker des Domstifts ist Albuin vielleicht auch in Brixen erzogen worden, zumal er durch seinen Großvater, Erzbischof Odalbert von Salzburg, den in Bayern und Kärnten reich begüterten ARIBONEN verwandt, diesem Raum auch entstammte. Die Verwandtschaft mit der mächtigen Pfalzgrafenfamilie knüpfte aber auch Beziehungen Albuins zu Bischof Pilgrim von Passau, den Erzbischöfen Friedrich und Hartwig von Salzburg und den - allerdings jüngeren - Erzbischöfen Pilgrim von Köln und Aribo von Mainz. Auch diese familiären Zusammenhänge mögen bei Albuins Erhebung eine Rolle gespielt haben. Nachweisbar als Bischof ist er zuerst 977, als ihn OTTO II. aus dem Gut eines hingerichteten Rebellen während der Belagerung Passaus beschenkt. Das Vertrauen des Königs in ihn, wie überhaupt in die Reichskirche, findet in der Arenga dieser Urkunde beredten Ausdruck: credimus... nostrae saluti im presenti et in futuro magnum esse subsidium, si venerabilium loca sanctorum Dei pio affectu impiorum Deo nobisque adversantium prediis decrecerimus ditari cumque ab ipsis imperialis maiestas non potest assequi temporalem tranquillitatem, non dubitamus meritis et precibus sanctorum sempiternan nos posse consequi felicitatem.
Auch in den beiden folgenden Jahren erhielt Albuin Schenkungen, die diese Annahme bestätigen. Seine Teilnahme am Hoftag in Verona 983 und die Gestellung von 20 loricati zu OTTOS II. letztem Italienzug geben Anlass zu dem Schluss, dass auch er daran teilnahm.
In der Umgebung OTTOS III. ist er nicht nachweisbar. Ob freilich Thietmars Angabe, dass ommes episcopi Bavarie sich mit Heinrich dem Zänker gegen den minderjährigen König und dessen Mutter erhoben hätten, auch auf ihn zu beziehen ist und dieser Umstand sein Verhältnis zu OTTO III. belastet haben könnte.
Eindeutig dagegen sein Verhalten bei der Königswahl 1002. Mit Willigis von Mainz und seinem Verwandten Hartwig von Salzburg hat Albuin zu den Förderern der Wahl Heinrichs von Bayern zum König gehört, an dessen Krönung er dann auch teilnahm. Schenkungen HEINRICHS II. noch im gleichen Jahr für Brixen bezeugen ein wohl auch persönlich gutes Verhältnis des Bischofs zur Reichsspitze, das in der Folgezeit ungetrübt blieb. Das Todesdatum des Bischofs, der auch durch eigene Schenkungen sein Bistum gestärkt hat, wird auf den 5. Februar 1006 festgelegt.