Adel und Burgherren:

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Das Haus STUBERSHEIM-RAVENSTEIN

(gehört zur sogenannten Adalbert-Sippe) führt den Namen Adalbert als Leitnamen. Bezeugt sind, nach Adalbert von Marchtal, Adalberte im 10. und 11. Jahrhundert, offenbar ein Zweig der Nachkommen der Berthold-Sippe.

Adalbert (Adalbert 1070-1090) dürfte der Vater der ersten STUBERSHEIMER geheißen haben. Den Namen Berengar hat dagegen die Mutter eingebracht. Er weist in die Sippe Achalm-Mömpelgard. Stammvater mütterlicherseits ist wohl der Sohn Berengar (nach 1050) des Rudolf von Achalm und der Adelheid von Wülflingen, der Tochter des Luitold von Mömpelgard und der Willibirg von Wülflingen.

Als erste Herren von Stubersheim sind bezeugt:
Adalbert und Berengar von Stubersheim
(1092) und Adelheid (1089).

Adelheid (1089) ist vermählt mit dem Pfalzgrafen Manegold (1070-1095) in Moropolis (das alte Heidenheim). Sie bringt Güter auf dem Albuch in erheblichem Umfang aus karolingischem Königsgut in diese Ehe ein..

Adalbert der Ältere (1092), Bruder des Berengar des Älteren, hat vier Kinder:

1104-1120 Adalbert von Elchingen (-Ravenstein-Irzenberg) Graf, vermählt mit Berta "von Boll" ( vor 1142), der Tochter des STAUFERS Friedrich I. Herzog von Schwaben (1079-1105)

Luitgard (1108)

Werner, Kleriker (1108)

Berenger "von Arnegge-Albeck (1107-1108), der die Albecker Linie eröffnet.

Berenger der Ältere (1092), Bruder des Adalbert des Älteren, hat drei Söhne:

Adalbert der Jüngere von Stubersheim (ca. 1130), (dessen Ur-Enkel Berenger von Ravenstein (1210-1216); Adalbert von Ravenstein, Domherr zu Augsburg (1209) und Bischof von Trient (1219-1223) bilden die Ravenstein-Linie weiter).

Berenger der Jüngere (ca. 1130), gibt die Stubersheimer Linie weiter und

Eberhard von Stubersheim (ca. 1110), führt die Helfensteiner Linie an.

Ulrich I., Graf von Helfenstein (1207-1241), heiratet die Ur-Enkelin des Adalbert d.J. aus der Ravensteiner Linie. Deren Sohn Ulrich II. (1241-1290), Graf von Helfenstein (er urkundet 1259 auf Ravenstein), vermählt sich mit Willibirg von Dillingen, womit die Verbindung zu den Dillingern (HUPALDINGERN) vollzogen ist.

 

Das Haus MICHELSTEIN

(Böbingen-Tapfheim (Dapfen?)

Rudolf von Achalm ( vor 1055) und Adelheid von Wülflingen ( nach 1052) scheinen die Voreltern zu sein. Aus der Ehe der Tochter Willibirg ( nach 1053) mit Werner III. von Grüningen (1065) wird eine Tochter geboren, die mit Rudolf von Tapfheim vermählt ist. Rudolf von Tapfheim ist der Stammvater des Hauses MICHELSTEIN.

1101- 1126 Reginhard von Michelstein

1115 Tiemo von Michelstein

1140 Konrad von Böbingen-Tapfheim

1266 Berkerus nobilis de Michillenstain

1346 Counrat von Bäbingen-Mychelstain, Rechtsnachfolger der Grafen von Achalm.

1349 Haintze von Baeubingen und Michelstain

Das Haus ALBECK

Die Schwester Judith des Manegold (1003), des "Duria-Grafen", heiratet in die Adalbert-Sippe, den Grafen Adalbert (1000?). Der Enkel, Graf Adalbert (1070-1090) ist vermählt mit einer Tochter des Beringer von Achalm ( ca. 1050). Dieser Graf Adalbert ist der Stammvater der STUBERSHEIMER wie auch derer von ALBECK.

Adalbert der Ältere von Stubersheim (1092?) hat vier Kinder:

Adalbert von Elchingen (-Ravenstein-Irzenberg) (1104-1120), Graf, vermählt mit Berta "von Boll" ( von 1142), der Tochter des STAUFERS Friedrich I. Herzog von Schwaben (1079-1105)

Luitgard (1108)

Werner, Kleriker (1108)

Berenger "von Arnegge"-Albeck (1107-1108), der die Albecker Linie eröffnet - ist später Mönch in Blaubeuren -

Die Söhne dieses Berenger sind

Aribo, Siboto, Berenger (1120-1150) und Wittegow von Albeck

Die Söhne des Berenger (1120-1150) sind Wittegow (1163-1190) und Berengar, Kanoniker (1190-1219), die Stifter des Augustiner-Chorherrenstifts in Steinheim.

Mit der Ur-Enkelin des Wittegow (1163-1190), Adelheid (1267-1280), endet das Haus ALBECK.

Ulrich III. von Helfenstein (1273-1315) gewinnt das Erbe der Herren von Albeck und damit das Augustiner-Chorherrenstift in Steinheim mit Zugehör. Die Vogtei der Albeckischen Familien-Stiftung war im Erbgang an Adelheid von Graisbach [ 23.5.1291](der Ur-Enkelin der Adelheid von Albeck über deren Enkelin Agnes) gelangt, mit der sich Ulrich III. vermählte. Sie bringt die Vogtei Steinheim als Mitgift in die Ehe.

Das Haus HELFENSTEIN und HELLENSTEIN

Eberhard von Stubersheim (ca. 1110) - aus der "Adalbert-Sippe" - führt die Helfensteiner Linie an. Er erbaut die Burg Helfenstein über Geislingen, gegenüber der Burg Spitzenberg.

Ludwig (1147-1200), der Enkel von Ludwig von Sigmaringen, der von der Mutter Richinza von Zähringen die Burg Spitzenberg erbt, heiratet in das Haus HELFENSTEIN ein. FRIEDRICH I. BARBAROSSA, erhebt Ludwig in den Grafenrang.

Um 1163 heiratet Wittegow von Albeck (1163-1190) Berta von Helfenstein, die Güter in Steinheim in die Ehe einbringt.

Ludwigs Söhne (1200) teilen das Helfensteinische Hausgut.

Ulrich I. (1207-1241) übernimmt die Herrschaft Helfenstein. Er heiratet die Erb-Tochter Adalberts von Ravenstein (1186-1206). Damit erwirbt Ulrich I. Güter in ... Söhnstetten und Heuchstetten. Er bringt auch die Vogtei Anhausen an sich.

Der Sohn des Ulrich I., Ulrich II. (1241-1290), heiratet Willibirg von Dillingen, die Tochter des Hartmann IV. von Dillingen. Nach dessen Tod (1258) zieht Ulrich II. die Vogtei Herbrechtingen an sich. Von den "Kärnten-Herzögen" (siehe Herwartstein) läßt er sich mit der Burg Herwartstein samt Zugehör belehnen und bringt damit den Talpass Kocher/Brenz in seine Hand.

Durch Ulrichs II. zweite Heirat (1267) mit der Tochter des Pfalzgrafen Rudolf von Tübingen kommt die Herrschaft Blaubeuren an ihn und er ist dadurch einer der mächtigsten Herren in Schwaben.

Ulrich III. (1273-1315) gewinnt das Erbe der Herren von Albeck und damit das Augustiner-Chorherrenstift in Steinheim mit Zugehör. Die Vogtei der Albeckischen Familien-Stiftung war im Erbgang an Adelheid von Graisbach (der Enkelin der Adelheid von Albeck) gelangt, mit der sich Ulrich III. vermählte. Sie bringt die Vogtei Steinheim als Mitgift in die Ehe. Damit hält Ulrich III. die Vogteien Anhausen, Herbrechtingen und Steinheim.

Die in Süd-Deutschland derzeit mächtigsten Grafen, Graf Ulrich III. und Graf Eberhard von Wirtemberg sind 1286 in Opposition zu König RUDOLF VON HABSBURG.

König RUDOLF unterwirft 1287 Graf Eberhard und bezwingt im selben Jahr die Burg Herwartstein; er bricht damit auch die Macht Ulrichs III.

Ulrich III. ist 1302 gezwungen, Herwartein mit Zugehör an König ALBRECHT I. VON HABSBURG zur Ausstattung des künftigen Klosters Königsbronn zu verkaufen.

Ab 1315 verwalten die Söhne Ulrichs III., Johann und Ulrich IV. die Güter im Brenztal.

Ab 1332 verwalten die Vettern Ulrich der Ältere und Ulrich der Jüngere gemeinsam die Familiengüter. Ihr Sinn steht nach zentralen Plätzen des Brenztales, nach Giengen und Heidenheim. Diese sind Reichsgut und werden von den Königen behandelt als seien sie ihr persönliches Eigentum.

1343 treten die Grafen von Helfenstein in die Dienste LUDWIGS DES BAYERN, der dafür Giengen und Heidenheim mit Burg Hellenstein den HELFENSTEINERN verpfändet.

König KARL IV. bestätigt 1351 den Helfensteinern die Pfandschaft als Reichslehenschaft.

1356 wird das helfensteinische Territorium geteilt. Die Herrschaft Brenztal fällt durch Losentscheid an Ulrich d.J. mit Verwaltungsmittelpunkt Giengen.

Graf Ulrich der Jüngere bewirkt für Heidenheim von König KARL IV. das Marktrecht.

1375 bestätigt König KARL IV. dem jungen Helfensteiner Graf Johann seine Reichsstadt Giengen und dazu Heidenheim mit der Burg Hellenstein.

1378 ist Giengen reichsunmittelbar und damit unabhängig von den HELFENSTEINERN.

Heidenheim wird 1378 Verwaltungsmittelpunkt der "Herrschaft". Die HELFENSTEINER übersiedeln auf den Hellenstein.

1404 ist der Name "Herrschaft Hellenstein" bezeugt.

Nach dem Tode Johanns (1444) teilen die Söhne Konrad und Ulrich die Herrschaft Hellenstein:
Blaubeuren fällt an Konrad, Heidenheim fällt an Ulrich. Um die Gläubiger zufrieden zu stellen, verkaufen beide gemeinsam ihre Zoll- und Geleitsrechte an die Stadt Ulm.

Konrad verkauft 1447 die Herrschaft Blaubeuren und 1448 verkauft Ulrich seine "Herrschaft das Brenztal" ... die Seen zu Heidenheim, die Kastvogteien der Klöster Königsbronn, Anhausen und Herbrechtingen ... an den Grafen von Württemberg.