Udalrich II.                                              Graf von Formbach 1040/55
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    - um 1055
 

Jüngerer Sohn des Grafen Thiemo I. von Formbach von einer unbekannten Gattin
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 140
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20. Ulrich IV.
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F. s. u. zu (1048);
eV. c 1040 tempore Ratmundi abbatis (1027-1049) fuerunt advocati (von Niederaltaich) Ruepertus, Udalricus comites SS 17, 373 f (comes bezieht sich wohl auf die Zeit nach dem Tode Thiemos I.);
(1048) 8/4 Regensburg Kaiser HEINRICH III. gibt an Niederaltaich 3 Königshufen in Österreich am Flusse Swarzha von dem Eigen aufwärts, das dort Udalrich, der Sohn des Grafen Tiemo, besitzt DD 5, 283 f n 212;
IV. c 1055 Uodalrich de Forenbach, MB 14, 183.
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GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 43
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19. Udalrich
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8.II.1048 (MB. XI. 155/6. 36-29/I. 89. 3679 filius Tiemonis comitis; hatte Gut am Schwarzbach-Fluß in Niederösterreich (1048)(MB. XIV. 183): Vodalrich de Forenbach (Geisenfelder Trad.).
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Moritz Joseph: Seite 51-58  (1803)
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"Kurze Geschichte der Grafen von Formbach, Lambach und Pütten"

Meginhard Graf von Windberg, Ulrich Graf von Ratelnberg, Friedrich von Formbach, Hermann Probst und Bischof zu Bamberg, Bruder der obigen Heinrich und Thiemo
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3) Ulrich wird fast zu gleich Ulrich von Varnberg und der Sohn des Grafen Thiemo genannt. Bei diesem  also können wir so leicht nicht irre gehen. Im Jahre 1048 nämlich wird in einer Schenkungsurkunde des Königs HEINRICHS III. nach Niederaltaich von dem Eigentum des Ulrichs, eines Sohnes des Grafen Thiemo, welches er im Gau Orient beim Flusse Schwarzach besaß, Meldung gemacht. Um diese Zeit erscheint auch Ulrich von Formbach als 1. Zeuge in der Schenkung der Hadmut, Tochter der ebersbergischen Willibirg nach Kloster Geisenfeld. Die Zeugen sind lauter Adelige und schreiben sich von lauter adeligen Herrschaften. Ulrich also von Formbach hatte mit seinen Brüdern sich in die väterlichen Besitzungen geteilt oder vielmehr der Vater Thiemo hat sie geteilt, weil nämlich schon mehrere Enkel da waren und doch schreiben sich zu gleicher Zeit von Formbach sowohl Heinrich, als Thiemo II. und Ulrich. Den nämlichen Fall können wir im Jahre 1072 und sonst noch öfters sehen. Die Ursache ist, weil Formbach, obgleich es keine Grafschaft war, doch als das Stammschloss allen Geschlechtsverwandten zum gewöhnlichen Aufenthalt diente, die sich nicht anders niederlassen wollten. In der Folge kann sich aber auch Ulrich einen anderen festen Platz zum Aufenthalt gewählt haben. Es ist mir noch ein Ratelnberg übrig, wenn sich sein Bruder-Sohn Udalrich II. schrieb und welches der Autor des Chronoci Gottwic. in das Unter-Österreich nicht gar weit von Göttwein, Herzogenburg usw. hinsetzt. Dies gibt eine Gelegenheit, nicht nur Ulrich II., sondern auch dem gegenwärtigen Ulrich sowohl die Grafschaft als das Kastell daselbst einzuräumen. Mein Hauptgrund ist, weil gegenwärtiger Ulrich wirklich Besitzungen und ein geschlossenes Eigentum schon im Jahre 1048 im heutigen Unter-Österreich beim Fluss Schwarzach besaß. Mit ihm lässt sich auch die Lücke in der Reihe der Advokaten von Formbach zwischen 1066 bis 1083 ausfüllen; weil Ekbert I. der 4. Advokat war, solches Amt aber vor dem Jahr 1083 nicht angetreten hat: so glaube ich, dieser Graf Ulrich sei in eben diesem Jahr 1083 gestorben.