Konrad I.                                                Graf von Formbach
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    -   1084
     Basel

Jüngerer Sohn des Grafen Meginhard V. von Formbach und der Mathilde von Reinhausen, Tochter von Graf Elli II.
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 143
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34. Konrad I.
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F. siehe Hausgenealogie unter g); e.V.
1079 21/3 siehe 30; Lebensgeschichte wie F.;
+ Basel 1084 (im Jahre der Kaiserkrönung HEINRICHS IV.).
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GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 44
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27. Konrad
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Nach der Formbacher Klostergenealogie: + 1084 in Basel.
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Moritz Joseph: Seite 87-99  (1803)
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"Kurze Geschichte der Grafen von Formbach, Lambach und Pütten"

Graf Hermann I. von Windberg, Hedwig, seine Gemahlin, Konrad I., der Bruder des Grafen Hermann und Graf Ulrich II. und Luitgard von Windberg, ihre Schwester
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5) Noch einen Bruder des Grafen Ulrich II. und Hermann I., Konrad nämlich, gibt uns die formbachische Genealogie an die Hand, dessen Geschichte sie ziemlich umständlich erzählt. Sie sagte, dass Konrad, da er die Laster des Kaisers HEINRICH IV., welcher vom Papst Gregor VII. exkommuniziert war, verabscheute, von eben diesem Kaiser gefangen bis nach Rom geführt; da er aber dort erkrankte, wieder entlassen worden, worauf Konrad zurückkehre, nach Basula kam, dort starb und dort auch begraben wurde; aber sie lässt sich auch aus gleichzeitigen Schriftstellern bestärken. Erstlich ist aus dem Berthold von Konstanz gewiss, dass König HEINRICH IV. im Jahre 1083 zu Rom war, selbes auch im Jahre 1084 in seine Hände bekam und sich vom Gegen-Papst Wibert am Oster-Sonntag krönen ließ. Die Verhaftung vornehmer Personen war eben so gewiss bei Kaiser HEINRICH IV. nichts seltenes. Ferner gibt uns Berthold von Konstanz ziemlichen Aufschluss über den Ort Basula, da er sagt, dass sich in diesem Jahr 1083 eine große Menge von adeligen Personen in das Kloster St. Blasien im Schwarzwald geflüchtet habe. Vergleichen wir nun das Gesagte mit einem Fragment von St. Blasien, so werden wir sehen, dass alles ziemlich genau mit der formbachischen Nachricht zusammenhängen, denn da geschieht Meldung von einem Konrad von Wirtenberg (Windenberg, Windberg) und Bruder der Gräfin Luitgard von Wirtenberg (Windberg) und Bogen der diesem Kloster viel Gutes tat und vor allem anderen selbes sich zu seinem Aufenthalt und Ruhestätte wählte. Dass man aber hier statt Wirtenberg mit Grunde Windberg lesen könne und dass also nur durch den Abschreiber ein Verstoß geschehen sein müsse, gibt allein das beigesetzte Schloss Bogen zu erkennen; weil nur das bayerische Windberg durch die Heirat seiner Schwester Luitgard an die Grafen von Bogen gekommen; zudem haben der Gelehrte Abt Gerbert von St. Blasien und andere neue Schriftsteller dieses genugsam erwiesen. Die Benennung vom Schlosse Windberg und die Ruhestätte im Kloster St. Blasien usw. entscheiden, dass hier kein anderer verstanden werden könne, als Konrad I., der Bruder Ulrichs II. und Hermanns I. Was er für eine Verbindung mit dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald gehabt habe, kann nicht allein von der damaligen besonderen Religiosität des Klosters, sondern  auch von seinem Großvater und Ur-Großvater herrühren, weil Abt Eberhard von Tegernsee selbst in einem Brief den Thiemo I. seinen Blutsfreund nennt, welcher Abt in der tegernseeischen Chronik nicht umsonst ein Schwabe von der Zelle, Wald genannt, hergeschrieben wird; denn eben diese Zelle halte ich für den Ort Schwarzwald, wo das Kloster St. Blasien steht, oder wenigstens für Waldkirch im Schwarzwald; da die Klöster und Kirchen noch im 11. Jahrhundert meistens Zellen genannt wurden.