Hedwig von Assel                         Gräfin von Oelsburg  
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vor 950
vor 1007

Einzige Tochter des Grafen Eckhard I. von Assel (
nach 950) und der N.N. von Sachsen, Tochter von Pfalzgraf Adalbero; Schwester von Graf Eckhard II. von Assel ( 1007/19) und Gräfin Frederun von Schwalenberg

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Hathwig oder Hedwig von Assel ( vor 1018) ∞ Graf Altmann von Oelsburg ( 1000/03); (Oelsburg ist ein Ortsteil von Ilsede). Dieser war im Besitz der Steterburg (heute Teil von Salzgitter) Als Witwe gründete Hedwig mit ihrer Tochter auf dem Gutshof Steterburg ein Jungfrauen-Kloster.

Schölkopf Ruth: Seite 114-115
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"Die sächsischen Grafen 919-1024. Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens 22."

Hathwiga, die Gattin des Grafen Altmann, wandelte nämlich in den ersten Jahren der Regierung HEINRICHS II. ihren Stammsitz Oelsburg in ein Chorherrenstift um. Die Stiftungs-Urkunde ist heute nicht mehr vorhanden. Wir können uns nur auf die Nachricht von Heise stützen, der 1747 in einem Aufsatz in den Braunschweiger Anzeigen diese Urkunde, die 1003 ausgestellt worden sein soll, erwähnte. Anlaß der Stiftung soll der Tod ihres Gatten, des Grafen Altmann, gewesen sein, der ihr keine männlichen Erben hinterließ.
Aus beider Ehe ging eine Tochter hervor, die auf der Steterburg, ihrem ererbten Besitz, ein Nonnen-Kloster einrichtete. Die in diesem Kloster verfaßten Annalen bezeichneten sie als Frideruna venerabilis domna, Altmanni comitis filia et Hadewigis de Alsburch [8 Annales Steterburgenses, SS. XVI, Seite 199 ff.]. Da die Annalen nur eine Tochter des Grafen Altmann kennen, besteht Heises Aussage zu recht. Es ist auffällig, daß die Annalen nur Hathwig den Beinamen de Alsburg (Oelsburg) geben. Demnach handelte es sich vermutlich um ihren persönlichen Eigenbesitz und nicht etwa um den ihres Gatten. Friderunas Stiftung erfolgte nach dem Bericht der Annalen post obitum gloriosi principis domini nostri Altmanni comitis et Hadewigis felicis uxoris eius. Frideruna unterstellte das Kloster Bischof Bernward von Hildesheim, der als ihr Kognat bezeichnet wurde. Bernward, qui ut putatur, de eiusdem generositatis prosapia oriundus, erwirkte für das neu gegründete Kloster eine Bestätigungs-Urkunde. Der genaue Grad ihrer Verwandtschaft läßt sich nicht ermitteln. Sie wird vermutlich von der mütterlichen Seite Friderunas herrühren [1 Über Verwandtschaftsbeziehungen vgl. Bollnow, Grafen von Werl, Anhang VI, Seite 85 f.].
Frideruna selbst trat als erste Äbtissin in ihr Kloster ein. Wahrscheinlich blieb sie unvermählt. Vermutlich starb die Familie mit ihr aus, worauf wohl die beiden kurz hintereinander erfolgten Klosterstiftungen hinweisen. Friderunas Todesjahr läßt sich nicht mehr ermitteln [4 Necrol. Hochstift Hildesheim: 16. März: obiit Fritherundis comitissa, mit der sie vielleicht identisch war.].
Ihr Vater starb vor 1003. Vielleicht war er der Altmannus comes, dessen Todestag im Hildesheimer Totenbuch am 20. Oktober notiert wurde. Seine Gattin Hadwig folgte ihm vor 1007 in den Tod, da die Klosterstiftung erst nach deren Tode erfolgte. Friderunas Nachfolgerin wurde nach dem Bericht der Klosterannalen eine Hathewiga, die ihrem Namen nach mit der Stifter-Familie in verwandtschaftlicher Beziehung stand.

 
 


  oo Altmann Graf von Oelsburg
          
zwischen 1000 und 1003



Kinder:

  Erkanbald Erzbischof von Mainz (1011-1021)
   um 970
17.8.1021

  
Frederunda Äbtissin des Klosters Stederburg
    um 970
16.3.1020




Literatur:
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Schölkopf Ruth: Die sächsischen Grafen 919-1024. Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens 22. Göttingen 1957 -