Begraben: Bamberg, Dom
Vermutlich älteste Tochter des Grafen Siegfried I. von Luxemburg († 26.10.997) aus dem Hause LUXEMBURG und der Hadwig; Schwester von Graf Siegfried II. von Luxemburg († 15.8.985), Herzog Heinrich V. von Bayern († 27.2.1026), Graf Giselbert im Ardennengau († 18.5.1004 gefallen), Graf Friedrich von Luxemburg († 1019), Bischof Dietrich II. von Metz († 2.5.1046), Propst Adalbero von St. Paulin in Trier († 12.11.1036), Gräfin Liutgard von Holland († 13.5.1005), Gräfin Eva von Elsaß († 19.4.1040) und Äbtissin Ermentrud, Nichte von Graf Gozelo im Ardennengau († 19.10.942), Graf Giselbert im Ardennengau († 17.4.963), Herzog Friedrich I. von Ober-Lothringen († 17.6.978), Bischof Adalbero I. von Metz († 26.4.962), und Gräfin Liutgard von Egisheim († 8.4. 960), Enkelin von Pfalzgraf Wigerich von Lothringen († um 919) und Ur-Ur-Enkelin von König Ludwig dem Stammler von West-Franken († 10.4.879)
Lexikon des Mittelalters: Band V Seite
1570
********************
1. Kunigunde, hl., Kaiserin
-------------------
† 3. März
1023 Kaufungen
Begraben: Bamberg, Dom
Tochter Graf Siegfrieds I. von
Luxemburg († 998)
oo 998/1000 Herzog
Heinrich IV. von Bayern (Kaiser Heinrich II.)
1002 wurde sie in Paderborn von Erzbischof Willigis von Mainz zur Königin, 1014 in Rom an der
Seite HEINRICHS zur Kaiserin gekrönt.
Zugunsten des neuen Bistums Bamberg verzichtete sie auf ihre
Morgengabe, was zu Spannungen mit ihren Brüdern führte, da
diese die Hoffnung auf Kunigundes
Erbe aufgeben mußten. Offener Konflikt mit ihren Brüdern,
dem Metzer Bischof Dietrich II. von Luxemburg und Herzog Heinrich V. von Luxemburg, dem
Herzog von Bayern, brach aus,
als HEINRICH II. ihrem
Bruder Adalbero, Propst von St. Paulin in Trier,
1008 das Erzbistum Trier verweigerte.
Kunigunde hatte insgesamt
einen
bedeutenderen Anteil an der Regierung als ihre Vorgängerinnen.
Etwa ein Drittel der Diplome HEINRICHS
II. nennt sie als Intervenientin.
1008 erhielt sie den Königshof Kassel, in dessen Nähe sie
1017 das Kloster Kaufungen gründete, in das sie sich nach
Übergabe der Reichsinsignien an den neugewählten KONRAD II. zurückzog.
Die Kinderlosigkeit ihrer Ehe gab im 12. Jh. Anlaß zur
Legendenbildung von der Josephsehe und dem Gottesurteil, nach welchem
sie zum Beweis der Jungfräulichkeit unversehrt über
glühende Pflugscharen schritt. Ihre Vita von geringem Quellenwert
verfaßte ein Anonymus für ihre Kanonisation, die Papst Innozenz III. am 29. März
1200 aussprach. Ihr legendenreicher Kult intensivierte sich im
späten Mittelalter, übertraf den HEINRICHS II. und nahm Züge
der Marienverehrung an.
A. Wendehorst
Bibliographie:
------------------
Bibliogr. zur Gesch. von Stadt und Hochstift
Bamberg
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Quellen:
----------
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BHL I; Nov. Suppl., Nr. 2001-2009
Literatur:
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Legende und Bildaussage, Hist. Verein ... Bamberg, 123. Ber., 1987,
5-68
Heinrich II.
Begraben: Dom, Bamberg
Vater:
-------
Graf Siegfried von Luxemburg (um 915†-998)
Mutter:
---------
Hadewig († 992)
oo um 1000
HEINRICH IV., später König
und Kaiser HEINRICH II.
(973-1024)
1002 vom Mainzer Erzbischof in
Paderborn zur Königin
gekrönt.
1014 in Rom Krönung
zur Kaiserin.
Regierte öfter in Abwesenheit ihres Gatten.
1017 Gründung des Benediktiner-Klosters
Kaufungen,
in das sie 1025 als Witwe eintrat.
Heiliggesprochen am 29.3.1200.
Literatur:
------------
LThK 6; R. Holtzmann, Gesch. d. sächs.
Kaiserzeit,
1941; R. Reinhardt, Ks. Heinrich II. d. Hl. U. s. Gem. Ksin. K., in
Bavaria
Sancta I.
VIII.
50. KUNIGUNDE
------------------------------
* ca. 979, †
1033 3 III.
Gemahlin
------------
ca. 999
HEINRICH III. Herzog von Bayern (später
Kaiser HEINRICH II.)
† 1024 13. VII.
Anmerkungen:
Seite 127
------------------
VIII.
50. Kunigunde
Siehe Hirsch,
Heinrich II.
passim.
Heiratszeit zwischen 998 und 1010, a.a.O. 184, Anm. 4.
Todeszeit Breßlau:
Konrad
II. 2,79 [VIII 76]
HEINRICH
(IV.)
II. DER HEILIGE 1046 kanonisiert
---------------------------------------------
* 6. V 973, †
Pfalz Grona
13. VII 1024
Begraben: Bamberg Dom
995/1002 HERZOG
VON BAYERN,
gewählt Mainz 7. VI,
gekrönt Aachen 8. IX 1002,
Rom 14. II 1014
oo Frühsommer 1000
KUNIGUNDE VON
LUXEMBURG (WIGERICHE)
† Bamberg 3. III 1033
Tochter von Graf Siegfried
Begraben: Bamberg Dom
gründet 1017 Stift Kaufungen
KUNIGUNDE
"DIE
HEILIGE"
----------------------------------------
† 1033
Einflußreich, stiftet Kaufungen, Mitregentin
oo HEINRICH
II. DER HEILIGE Kaiser
† 1024
Seit über 150 Jahren zählt
die
Schatzkammer
der ehemals königlichen Residenz zu München ein besonders
kostbares
Kleinod zu ihren Besitztümern: die früher zum Bamberger
Domschatz
gehörende Krone der Kaiserin Kunigunde, der Gemahlin Kaiser
HEINRICHS II. Die Krone ist wahrscheinlich eine Arbeit der
Goldschmiedewerkstatt
von Metz, wo Kunigundes Bruder Bischof
war. Die Legende hat aus Kunigunde,
einer Tochter aus dem gräflichen
Hause der LÜTZELBURGER,
die sich später LUXEMBURGER
nannten,
ein höher geartetes Wesen gemacht, das den Teufel gezwungen habe,
eine gewaltige marmorne Säule zum Bamberger Dombau
herbeizuschleppen;
aus Rache habe der Satan die fromme Frau bei ihrem Gemahl verleumdet;
eine
Handschrift aus dem 13. Jahrhundert stellt in kostbaren Miniaturen dar,
wie Kunigunde, unversehrt über
sieben glühende Pflugscharen schreitend, sich durch diese
"Feuerprobe"
vom Verdacht der Untreue reinigt.
Im Jahre 1014 wurde Kunigunde
an
der Seite ihres Gemahls in der Basilika von St. Peter in Rom zur Kaiserin
gekrönt. Von ihrer Kunstfertigkeit kündet noch heute
ein von
ihr gefertigter edelsteinbesetzter Gürtel im Bamberger Domschatz.
Ihr frommes Wirken im Dienst des christlichen Abendlandes fand seinen
unvergänglichen
Ausdruck in der Stiftung des Bistums Bamberg und zahlreicher
Klöster.
Eine zeitgenössische Buchmalerei zeigt die heilige "Chunigunt
imperatrix"
kniened mit HEINRICH II., in den
anbetenden
Händen hält das kaiserliche Ehepaar das Modell des von ihm
gestifteten
Bamberger Domes. Aus Kunigundes
Händen empfing nach HEINRICHS
Tod der SALIER Konrad Krone und Insignien
des Kaisertums. Sie selbst starb als Nonne des von ihr begründeten
Benediktinerinnen-Klosters in Kaufungen.
KAISERIN
KUNIGUNDE
---------------------------------
* ca. 975/80, †
3.3.1033
Kaufungen
Grabstätte: Dom zu Bamberg (neben ihrem Gemahl)
Eltern: Graf Siegfried (von Luxemburg) und Hadwig (ungeklärter Abstammung)
Geschwister: (Reihenfolge nicht völlig gesichert)
1. Herzog Heinrich V. von Bayern (1004-1009)(1017-1026)
2.
Graf
Siegfried (von Luxemburg, † nach 985)
3.
Liutgard,
Gemahlin Graf Arnulfs (von West-Friesland,
† nach 1005)
4.
Graf
Friedrich (vom Moselgau
und Gleiberg, † 1019)
5.
NN,
Gemahlin eines Grafen Dietmar und Mutter der
Äbtissin Uda von Kaufungen
6.
Graf
Giselbert (vom Ardennergau,
† 1004)
7.
Bischof
Dietrich von Metz
(1006-1047)
8. Propst
Adalbero von St. Paulin zu Trier,
als Erzbischof
von Trier (1008-1015) nicht anerkannt, † nach 1036)
9.
Eva,
Gemahlin des Grafen Gerhard (von Ober-Lothringen,
† nach 1040)
10.
Ermentrud,
Äbtissin (von?)
oo um 998/1000
HERZOG HEINRICH IV. von
BAYERN, ab 1002 König,
ab 1014 Kaiser
* 6.5.973
(oder
978),
† 13.7.1024 in Grone
Grabstätte: Dom zu Bamberg
Dessen Eltern: Herzog
Heinrich (II. der Zänker) von
Bayern (* 951, † 27./28.8.995) und Gisela, Tochter König Konrads von
Burgund (* ca. 952, † 21.7.1007)
1000
oo HEINRICH II. König des Deutschen
Reiches
x 6.5.973 † 13.7.1024
Chroniken:
--------------
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