FRIEDRICH III.                          Deutscher König (1440-1493)
---------------------                         Römischer Kaiser seit 19.3.1452
21.9.141519.8.1493    als F. V. Herzog von Steiermark und Kärnten (1424-1493)
Innsbruck Linz                            König von Italien
                                                  Titular-König von Ungarn
Begraben: Wien 

Ältester Sohn des Herzogs Ernst I. des Eisernen von Österreich ( 10.6.1424) aus dem Hause HABSBURG aus seiner 2. Ehe mit der Cimburga der Starken von Masowien, Tochter von Herzog Ziemowit IV. (30.4.1426) und der Anna von Litauen
Bruder von Herzog Albrecht VI. dem Freigebigen von Österreich ( 2.12.1463), Kurfürstin Margarethe von Sachsen ( 12.2.1496), Anna von Österreich ( 11.11.1429), Alexandra von Österreich ( um 1421), Rudolf von Österreich ( um 1424), Herzog Ernst II. von Österreich ( 10.8.1432), und Markgräfin Katharina von Baden ( 11.9.1493)
Neffe von Herzog Ziemowit V. von Masowien-Plock (
1442), Fürstin Anna von Wolhynien ( um 1435), Fürstin Katharina von Wolhynien ( nach 1440), Herzogin Marie von Pommern-Stolp ( nach 1432), Herzogin Eufemia von Teschen ( 1447), Hedwig von Masowien-Garai, Herzog Troyden II. zu Plock ( 1427), Herzog Kasimir II. zu Masowien-Belz und Rawa (1442), Bischof Alexander von Trient ( 1444), Herzog Wladislaw I. von Masowien-Plock ( 1455), Herzog Wilhelm von Österreich ( 15.7.1406), Herzog Leopold IV. von Österreich (3.6.1411), Herzog Friedrich IV. mit der leeren Tasche von Österreich ( 24.6.1439), Herzogin Amalia von Bayern-Ingolstadt (18.11.1502), Kurfürstin Anna von Brandenburg (31.10.1512), Friedrich von Sachsen (23.12.1451), Kurfürst Ernst von Sachsen (26.8.1486), Kurfürst Albrecht von Sachsen (12.9.1500), Äbtissin Margaretha von Seußlitz (30.9. 1491), Äbtissin Hedwig von Quedlinburg (13.6.1511), Gräfin Katharina von Werdenberg-Sargans ( vor 8.5.1484), Gräfin Zimburg von Nassau-Dillenburg (5.7.1501), Äbtissin Margarete zu Lichtenthal ( 15.1.1496), Markgraf Christoph I. von Baden (19.4.1527), Markgraf Albrecht von Baden-Hachberg ( 23.7.1488), Bischof Friedrich III. von Utrecht ( 24.9.1517), Cousin von Herzog Sigismund von Tirol (4.3.1496)
Ur-Groß-Neffe vom Römisch-Deutschen König FRIEDRICH III. DEM SCHÖNEN VON HABSBURG (
13.1.1330)
Enkel von Herzog Leopold III. von Österreich ( 9.7.1386) und der Viridis Visconti von Mailand
Ur-Enkel von Großfürst
Olgerd von Litauen (5.1377) und der Juliane von Twer
Ur-Ur-Enkel vom Römisch-Deutschen König ALBRECHT I. VON HABSBURG
(1.5.1308 ermordet)
Vetter vom Römisch-Deutschen König ALBRECHT II.
VON HABSBURG ( 27.10.1439) 
Verwandter von Fürst
Wigunt-Alexander zu Kirnowo (28.6.1392), Großfürst Swidrigiello von Litauen ( 1452), König Wladyslaw II. Jagiello von Polen (1.6.1434), Fürst Korybut zu Nowgorod-Sewjersk (nach 1404)

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 940
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FRIEDRICH III., Kaiser, römisch-deutscher König
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* 21. September 1415, 19. August 1493
Innsbruck                    Linz (Donau)

Begraben: Wien, St. Stephan, monumentales Grabmal unter Beteiligung von Niclaus Gerhaert

Eltern:
Erzherzog Ernst von Österreich und Cimburgis, Tochter Herzog Ziemowits von Masowien

  oo Eleonore, Tochter König Eduards von Portugal, 1. August 1451 durch Prokuration in Lissabon, persönlich am 16. März 1452 in Rom

Als Herzog von Österreich 2. Februar 1440 zum römisch-deutschen König gewählt;
6. April 1440 Annahme der Wahl (und des Königs-Titels) in Wiener Neustadt;
17. Juni 1442 in Aachen zum König,
19. März 1452 in Rom zum Kaiser gekrönt,
Februar 1459 zum ungarischen König gewählt,
führt seit 4. März 1459 den Titel König von Ungarn.

Seit 1424 (Tod des Vaters) unter Vormundschaft des Oheims Herzog Friedrich IV., übernahm FRIEDRICH III. 1435 die Herrschaft in den ihm zustehenden Herzogtümern Steyr, Kärnten und Krain. Schon bald entwickelte er hochfliegende Pläne einer imperialen Sonderstellung des »Hauses ÖSTERREICH« (vgl. seine Devise A EI O V).
Entgegen den Familienverträgen, vermutlich gestützt auf das Privilegium maius, sicherte er sich gegenüber seinem Bruder Herzog Albrecht VI. von Österreich nach dem Tod Herzog Friedrichs IV. (24. Juni 1439) über dessen minderjährigen Sohn Siegmund die Vormundschaft und die Herrschaft in Tirol mit Nebenländern.
Nach dem überraschenden Tod seines Vetters König ALBRECHT II. (27. Oktober 1439) verschaffte er sich die Vormundschaft über dessen Kinder und die Herrschaft in den Herzogtümern an der Donau, mußte aber dem Adel versprechen, die Schulden des Verstorbenen zu übernehmen. Da er die Nachfolge in Böhmen nicht anstrebte und nur die Ansprüche der Witwe ALBRECHTS II., Elisabeth, für deren Kinder - ihr einziger Sohn Ladislaus wurde erst einige Monate später geboren - in Ungarn unterstützte, blieb unklar, in welchem Ausmaß F
RIEDRICH III. für die Gesamtschulden aufkommen sollte. Die daraus entstehenden Zwistigkeiten belasteten die Regierung FRIEDRICHS III. in Österreich durch Jahrzehnte. Dennoch wurde er zum römisch-deutschen König gewählt, suchte aber durch sein Zögern und die feierliche Annahme der Wahl zum Ausdruck zu bringen, daß für ihn nicht der Wille der Kurfürsten, sondern die eigene Entscheidung Voraussetzung für die königliche Würde sei. Er brach mit luxemburgischen Traditionen, wie seine Interesselosigkeit an Böhmen zeigt, griff aber nicht nur habsburgische Programme auf, sondern fühlte sich als » dritter FRIEDRICH« auch den STAUFERN verbunden. Durch die Krönungsreise 1442 offenbarte er seine wichtigsten Anliegen. Er verbriefte in Aachen das Bündnis mit der Stadt Zürich, mit deren Hilfe die 1415 an die Eidgenossen verloren gegangenen Besitzungen zurückgewonnen werden sollten. Am 14. August erließ er in Frankfurt die »Reformation Kaiser FRIEDRICHS«, die das Rechtsleben verbessern sollte. Sein Auftreten im Sdwesten genügte, um in den folgenden Monaten einen Teil der verlorenen Herrschaften dem habsburgischen Machtbereich wieder einzugliedern; für Zürich verliefen die bewaffneten Auseinandersetzungen unglücklich. FRIEDRICH III. suchte weitere Hilfe bei westlichen Mächten und in Frankreich, dessen König die Armagnaken gegen die Eidgenossen einsetzte (Alter Zürichkrieg). Deren Widerstand zu St. Jakob an der Birs bewog die Eindringlinge zwar zur Umkehr, sie verwüsteten aber das Umland. Diese FRIEDRICH III. angelasteten Ausschreitungen gaben den Gegnern Auftrieb, die sich auch die Unterstützung Albrechts VI. sicherten. Schon 1443 verlangte der Tiroler Adel Auslieferung und eigenständige Regierung Siegmunds, auf dessen Vormundschaft FRIEDRICH III. dann 1446 verzichten mußte. Gleichzeitig verschärfte sich die Krise in den östlichen Ländern des HABSBURGERS. Gewalttätige Söldnerführer und ungarische Einfälle bedrängten die Bevölkerung. Die wirksame Organisation der Verteidigung scheiterte an der Gegenwehr des Adels und seiner Forderung nach Einsetzung des kleinen Ladislaus als Landesherrn (Wortführer Ulrich von Eytzing). FRIEDRICH III. begegnete seinen Schwierigkeiten auch mit umfassender europäischer Politik. Im Reich bemühte er sich um weitere Reformen, verschaffte dem Kammergericht Bedeutung, distanzierte sich vom Konzil von Basel und näherte sich Papst Eugen IV.; 1448 schloß er mit Papst Nikolaus V. das sogenannte Wiener Konkordat, das der Kurie wieder größeren Einfluß auf die Kirche in Deutschland und Verfügungsgewalt über zahlreiche Pfründen zugestand. Wichtigste Gegenleistung war die Kaiserkrönung 1452, auch Anlaß für zahlreiche päpstliche Privilegien: FRIEDRICHS III. Einfluß auf die Kirche in den Erblanden wurde vermehrt und die Einrichtung neuer Bistümer ermöglicht (1461 Laibach; 1469 Schaffung von Bistümern in Wien und Wiener Neustadt zugestanden). In Rom ehelichte FRIEDRICH III. auch Eleonore. Die Kontakte zu Portugal scheinen intensiviert worden zu sein. Denkbar ist, daß FRIEDRICH III. sich in irgendeiner Form an den Entdeckungsreisen beteiligen wollte.
Neuerliche Krisen in Österreich vereitelten eine ausgreifende Politik und zwangen F
RIEDRICH III. zu defensiver Passivität. Er wurde 1462 in der Wiener Burg belagert und konnte sich seiner von Albrecht VI. angeführten Gegner nur mit Hilfe König Georgs von Böhmen erwehren. Albrechts Tod 1463 brachte leichte Entspannung, die FRIEDRICH III. nutzte, um erneut in Böhmen und Ungarn einzugreifen, doch verschärfte er damit den Gegensatz zu diesen Ländern. Das Vordringen der Osmanen brachte weitere Belastungen und verursachte heftige Kritik an der halbherzigen Abwehrorganisation FRIEDRICHS III. Die Kämpfe fanden in der »Baumkircher Fehde« (1469-1471) ihren Höhepunkt. In dieser gefährlichen Situation und nach abermaligen Niederlagen verschaffte sich FRIEDRICH III. durch die überraschende Verhaftung und Hinrichtung Baumkirchers (23. April 1471) in den Erblanden Respekt und verkündete zu Regensburg am 24. Juli einen für die spätere Reichsentwicklung grundlegenden Landfrieden. Gleichzeitig verstärkte er die Bindung zu Karl dem Kühnen von Burgund, doch kam es bei persönlichen Verhandlungen 1473 in Trier zum Bruch. Als der Herzog 1474 mit Waffengewalt Lande am Rhein seiner Herrschaft eingliedern wollte, trat ihm FRIEDRICH III. entgegen (Neuß). Er war aber bereits 1475 zum Ausgleich bereit, als Karl abermals versprach, seine erbberechtigte Tochter Maria mit MAXIMILIAN, dem Sohn des Kaisers, zu vermählen. Nach dem frühen Tod Karls 1477 wurden diese Pläne verwirklicht, und mit Erfolg verteidigte MAXIMILIAN den größten Teil des burgundischen Erbes gegenüber französische Ansprüchen. FRIEDRICH III. dürfte die einseitig nach Burgund orientierte Politik seines Sohnes nicht restlos gebilligt haben, betrieb aber dennoch dessen Wahl und Krönung 1486 zum römisch-deutschen König; in einem Reichskrieg gegen die Aufständischen in Flandern befreite er ihn 1488 aus lebensgefährdender Gefangenschaft in Brügge. Durch diese Konflikte gebunden, mußte FRIEDRICH III. Niederlagen im Osten hinnehmen, wo nach 1477 Matthias Corvinus, König von Ungarn, beträchtliche Erfolge erzielte und 1485 Teile der österreichischen Lande besetzte, die FRIEDRICH III. allerdings nach dem Tod des Königs von Ungarn wieder zurücknehmen konnte. Sein Verzicht auf Böhmen schien eine glückliche Entscheidung, während die nie aufgegebenen Ansprüche auf Ungarn Grundlage für den weiteren Aufstieg des Hauses ÖSTERREICH im Donauraum wurden. Gescheitert war die Rückeroberung der Stammlande; dafür waren aber bedeutende Teile des burgundischen Erbes gewonnen worden, die zwar nur dank der Energie MAXIMILIANS behauptet werden konnten, deren Erwerbung jedoch FRIEDRICH III. eingeleitet hatte. So konnte FRIEDRICH III. am Ende seines Lebens auf eine eher erfolgreiche Regierung zurückblicken.
Der überdurchschnittlich gebildete, im Umgang mit Menschen aber wenig begabte Herrscher hatte klare Vorstellungen vom Wert der Erb-Monarchie und von den Rechten des Regenten.
FRIEDRICH III. nahm regen Anteil am Rechtsleben seiner Zeit und kümmerte sich um Gerichtsreformen und Modernisierung der Verwaltung. Doch wandte er Neuerungen kaum auf den Finanzbereich an, sondern hoffte eher, durch Förderung wichtiger Produktionen (zum Beispiel Salzgewinnung) seine Einnahmen zu erhöhen. Große Erwartungen setzte er in technische Entwicklungen, die er genau beobachtete und förderte, gleichzeitig aber möglichst geheim hielt. Dies leistete Gerüchten Vorschub, FRIEDRICH
III.
sei merkwürdigen und obskuren Vorstellungen verfallen. Gesichertes ist darüber nicht bekannt. Als Bauherr zeigte FRIEDRICH III. Geschmack und Verständnis für Qualität. Seine selbstverfaßten und mitunter eigenhändig niedergelegten Texte weisen ihn als gewandten Schreiber aus, lassen aber jede literarische Fähigkeit vermissen. Dem Humanismus stand FRIEDRICH III. eher skeptisch gegenüber und verzichtete auf schriftliche Herrschaftspropaganda. Andererseits verschloß er sich dem fast modern anmutenden Nationalbewußtsein nicht, das von den siebziger Jahren an im deutschen Westen immer wichtiger wurde. Dem Christentum seiner Zeit eng verbunden (Maßnahmen zugunsten des Altarsakraments), war er insbesondere auf sorgfältige Vorbereitung seiner Grablege bedacht. Obgleich FRIEDRICH III. zu Lebzeiten immer wieder kritisiert wurde, ist das eher negative Urteil des Enea Silvio Piccolomini (Pius II.), das die These vom untätigen Kaiser zur Folge hatte, in dieser personalisiert-moralisierenden Form unhaltbar geworden. Neuere Forschungen zeigen FRIEDRICH III. als mitunter sehr aktiven Regenten. Äußere Umstände, oft Folgen von Konflikten und Schulden seiner Vorgänger, dürften ihn zeitweise, am meisten in der Mitte seiner Regierungszeit, zur Hilflosigkeit verurteilt haben.

H. Koller


Schwennicke Detlev: Tafel 41,42
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

FRIEDRICH (V.)
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* Innsbruck 21.IX.1415, Linz 19.VIII.1493

Begraben: Wien St Stephan

III 1435 in INNER-ÖSTERREICH
Frankfurt/Main 2.II. 1440 Wahl
Aachen 17.VI.1442 Krönung als HRRKÖNIG
Rom 14.III. 1452 KÖNIG von ITALIEN
Rom 19.III. 1452 HRRKAISER
1458/93 im LAND UNTER der ENNS
Neustadt 24.VII.1463 (TITULAR-)KÖNIG von UNGARN
1463/93 im LAND OB der ENNS
1491 ROGV

 Rom 16.III.1452
  oo ELEONORE VON PORTUGAL (AVIZ)
     * Torres Vedras 18.IX.1434
Wiener Neustadt 3.IX.1467

Begraben: ibid St Trinitatis

Tochter von König Eduard (Duarte) I.


Reifenscheid Richard: Seite 82
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"Die Habsburger. Von Rudolf I. bis Karl I."

KAISER FRIEDRICH III.
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* 21.9.1415, 19.8.1493
Innsbruck      Linz

Grabstätte: Grabmal im südlichen Seitenschiff des Stephansdoms in Wien, Herzurne in der Stadtpfarrkirche in Linz

 16.3.1452 in Rom
  oo ELEONORE HELENA, Prinzessin von Portugal
       * 18.9.1436, 3.9.1467
          Torres Vedras/Portugal Wiener Neustadt

Grabstätte: Neuklosterkirche - Stadtpfarrkirche Wiener Neustadt

Eltern: Eduard I., König von Portugal, und Eleonore, Infantin von Aragon, Tochter Ferdinands I., König von Aragon

WAHLSPRUCH: Hic regit, ille tuetur = Dies (die Weisheit) regiert, jenes (das Schwert) beschützt

2.2.1440 in Frankfurt am Main als FRIEDRICH IV. zum römisch-deutschen König gewählt
17.6.1442 in Aachen als FRIEDRICH IV. zum römisch-deutschen König gekrönt durch den Kurfürsten und Erzbischof Dietrich I. (Theoderich) Graf von Erbach
19.3.1452 in Rom als FRIEDRICH III. zum "Römischen Kaiser" gekrönt durch Papst Nikolaus V. Die Krönung FRIEDRICHS III. war die letzte Kaiserkrönung in Rom.


Nach dem Tode seines Onkels Friedrichs IV. und König ALBRECHTS II. war FRIEDRICH Chef des Hauses HABSBURG und wurde der Vormund seiner Vettern Sigmund von Tirol und Ladislaus V. Postumus. In Erwartung eines starken Herrschers wurde FRIEDRICH am 2.2.1440 einstimmig zum deutschen König gewählt. Er war der letzte Kaiser, der sich in Rom krönen ließ, und regierte mit Abstand am längsten das Deutsche Reich. Ansonsten wurde seine systematische Phlegmatie zur Legende. Die völlige Ohnmacht der Zentralgewalt unter FRIEDRICH III. erleichterte den Fürsten den Ausbau ihrer Territorien. Er griff weder in die innerdeutschen Fehden dieser Zeit ein, noch trieb er die Reichsreform voran. Die Reichsregierung benutzte er einseitig zur Förderung der österreichischen Dynastie und legte damit den Grundstein für den Aufstieg des "Hauses ÖSTERREICH" zur Weltmacht. Im Krieg mit den Schweizer Eidgenossen gelang es FRIEDRICH trotz der Hilfe der Armagnaken nicht, verlorengegangene Hausbesitzungen (zum Beispiel Aargau) zurückzugewinnen. Als 1444 auf dem Reichstag von Nürnberg der Versuch, eine Reichsreform einzuleiten, scheiterte, zog sich der König für 24 Jahre völlig aus dem Reichsgeschehen zurück und widmete sich fast ausschließlich der Sicherung und dem Ausbau des HABSBURGER Hausbesitzes, bei dem er allerdings erstaunliche Zähigkeit und Ausdauer bewies.
1452 erzwang Johann Hunyadi im Bündnis mit dem österreichischen Adel die Herausgabe des Ladislaus Postumus, der aber am 23.11.1457 in Prag an der Pest starb, bevor er in Ungarn und Böhmen die Regierung selbständig angetreten hatte. Georg Podiebrad wurde Böhmens König und Matthias Corvinus Ungarns König, nur die österreichischen Erbteile gingen an FRIEDRICH. Den österreichischen Besitz machten ihm Sigismund von Tirol, der finanziell abgefunden wurde, und sein Bruder Albrecht VI. streitig. Da aber Albrecht bald starb (
2.12.1463), konnte FRIEDRICH bis auf Tirol den gesamten Habsburgischen Hausbesitz in seiner Hand vereinigen. Im Bündnis mit den Schweizer Eidgenossen (Konstanzer Bund) rief FRIEDRICH III. 1474 zum Krieg gegen Burgund auf und erklärte, als Karl der Kühne auch in Kölner Gebiet einfiel, den Reichskrieg gegen ihn. Nach dem Tode Karls des Kühnen ( 5.1.1477) heiratete FRIEDRICHS Sohn MAXIMILIAN am 19.8.1477 Maria von Burgund, Karls Erbin, und der Kaiser belehnte MAXIMILIAN und Maria sowie ihre Leibeserben mit den burgundischen Erblanden. Die Untätigkeit Kaiser FRIEDRICHS III. führte schließlich dazu, dass sich König Matthias Corvinus gegen die HABSBURGER Erblande wandte und Nieder-Österreich, Kärnten und die Steiermark eroberte. Im Gmündener Frieden (1.12.1477) belehnte FRIEDRICH III. Matthias mit Böhmen und zahlte für die Räumung eroberter Gebiete 100.000 Gulden.
In der Schlacht bei Tarvis (Juli 1478) schlugen die in Kärnten eingefallenen Türken die Österreicher vernichtend. 1480 rückten die Truppen des Ungarn-Königs erneut in Nieder-Österreich und Kärnten vor und eroberten am 22.5.1485 Wien, das bis 1490 in ungarischer Hand blieb. Während des Frankfurter Reichstages wurde am 16.2.1486 FRIEDRICHS Sohn MAXIMILIAN zum deutschen König gewählt. Ob Kaiser FRIEDRICH mit dieser Wahl einverstanden war, mag dahingestellt bleiben, jedenfalls hat er seinen Sohn kein Mitspracherecht in Reichsfragen zugestanden. De facto kam die Ernennung MAXIMILIANS einer Absetzung seines Vaters gleich. Wegen seiner abwartenden Passivität wurde Kaiser FRIEDRICH III. von seinen Zeitgenossen mehr als getadelt. Dennoch glaubt man heute, in seinem Verhalten eine auf Frieden gerichtete, konsequente, bewußt gelebte und verantwortete Politik erkennen zu können. Wenn dies tatsächlich so ist, dann kann die Haltung Kaiser FRIEDRICHS nur größte Hochachtung verdienen, zumal er leidvolle Entbehrungen geduldig ertragen hat. Letztlich haben ihm die Erfolge, die ihm ohne großes Zutun zugefallen sind, recht gegeben. FRIEDRICH starb nach einer Beinamputation im Alter von 78 Jahren und wurde in Wien beigesetzt.
 
 
DIE HABSBURGER. Ein Biographisches Lexikon: Seite 149-153
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Friedrich III., Kaiser (als deutscher König Friedrich IV., wenn Friedrich der Schöne mitgezählt wird, als Herzog Friedrich V.)
* 21.9.1415 Innsbruck
19.8.1493 Linz

Begraben: Herz und Eingeweise sind in der Linzer Stadtpfarrkirche bestattet, der Körper im Wiener Stephansdom (1513 Fertigstellung des prächtigen Hochgrabes mit der Grabplatte von Niklas Gerhaert von Leyden)

Ältestes der neun Kinder von Herzog Ernst von Inner-Österreich und seiner zweiten Gemahlin Cimburgis von Masowien

Wahlspruch: Rerum irreciuperabilium summa felicitas est oblivio (auch: felix oblivio)/Das große Glück liegt im Vergessen
Bekannter ist Friedrichs Vokalsymbol AEIOU, das allerdings nicht Devise, sondern persönliches Zeichen war und verschiedene Deutungen zuläßt:
"Alles Erdreich ist Österreich untertan" oder "Austriae est imperare orbi universo"/Österreichs Bestimmung ist die Herrschaft über den ganzen Erdkreis.

Zum Zeitpunkt der Geburt Friedrichs waren die habsburgischen Länder dreigeteilt:
Albrecht V. besaß Österreich ob und unter des Enns, Ernst besaß Inner-Österreich (Steiermark, Kärnten, Krain) und Friedrich IV. Tirol und die Vorlande, doch war letzterer damals Gefangener des Königs SIEGMUND in Konstanz, und Ernst hatte sich Tirols angenommen. Friedrich kam deshalb in Innsbruck zur Welt und erhielt den Namen des Onkels. Nach dem frühen Tod des Vaters 1424 wurde Friedrich IV. - inzwischen einigermaßen mit dem König ausgesöhnt und in seine Länder zurückgekehrt - Vormund der noch sehr kleinen Kinder: Friedrich, Margarete, Albrecht VI., Ernst und Katharina. Erst ein Schiedsspruch Albrechts V. befreite den 20-jährigen Friedrich aus der Vormundschaft, worauf er 1436 nach Jerusalem reiste, um wie einst sein Vater Ritter des heiligen Grabes zu werden.
Während seiner Abwesenheit erfolgte die Erhebung der CILLIER in den Reichsfreiherrenstand. König SIEGMUND hatte sie damit den HABSBURGERN gleichgestellt und ihren Besitz in der Steiermark und in Krain dem habsburgischen Einfluß entzogen. Friedrich protestierte nach seiner Rückkehr energisch, aber vergebens, gegen diese Schmälerung seiner Herrschaftsrechte.
Die Herzogsjahre waren erfüllt mit Bemühungen, Ordnung in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Länder zu bringen. 1439 starben sowohl Friedrich IV. als auch Albrecht V., der im Jahr zuvor deutscher König und außerdem als Schwieger-Sohn und Erbe König SIEGMUNDS König von Ungarn und Böhmen geworden war.
Somit war Friedrich Senior des Hauses HABSBURG und Vormund des 12-jährigen Sohnes von Friedrich IV., Sigmund von Tirol. Noch größere Aufgaben zeichneten sich mit der Nachfolge im deutschen Reich ab und mit der Notwendigkeit, für den möglicherweise zu erwartenden albertinischen Erben Böhmen und Ungarn zu sichern. Im Februar 1440 gebar die Königin-Witwe Elisabeth tatsächlich posthum einen Sohn. Mit diesem Mündel, Ladislaus Postumus, übernehm Friedrich auch die ungarische Stephanskrone in seine Obhut.
Die Wahl der Kurfürsten fiel wie erwartet auf Friedrich, doch wegen der schwierigen Verhältnisse in Österreich konnte er erst 1442 zum Krönungszug nach Aachen aufbrechen. Er mußte dem Land Österreich große Geldsummen vorstrecken, um es von ALBRECHTS hinterlassenen Söldnern zu befreien. Zudem waren die österreicher dem "Steirer" Friedrich gegenüber feindselig, was er ihnen zeitlebens nie verzieh. Der Bruder, Albrecht VI., verschärfte mit seinen Forderungen die Situation und schreckte als Druckmittel gegen FRIEDRICH nicht davor zurück, sich mit den CILLIERN zu verbünden.
Die Heimreise von der Königskrönung benützte FRIEDRICH zu einem Besuch in den habsburgischen Vorlanden und zu einem Treffen mit Herzog Philipp von Burgund. Nach zwei wenig erfolgreichen Reichstagen in Nürnberg verzichtete er weitgehend auf auf eine aktive Reichspolitik, ohne jedoch die Königswürde geringzuschätzen. Er verstand sein Amt vor allem als das eines obersten Staatsrichters und zog mit Vorliebe Prozesse an sich. Zumindest kirchenpolitisch stellte er die Weichen, indem er sich für Papst Eugen IV. entschied und das Ende des Basler Konzils herbeiführte. Als König - wie später als Kaiser nochmals - bestätigte FRIEDRICH die österreichischen Privilegien Rudolfs des Stifters, wie überhaupt viele Anregungen in Rudolfs Gedankenwelt. Der habsburgische Erzherzogs-Titel, den FRIEDRICH seiner innerösterreichischen Linie vorbehalten wollte, war damit reichsrechtlich anerkannt.
1446 endete die Vormundschaft über Sigmund von Tirol, der ab nun selbst regierte. Der junge Ladislaus blieb noch in FRIEDRICHS Obhut, doch wurde die Opposition in Österreich gegen ihn immer stärker. In Ungarn und Böhmen waren mit Johann Hunyady und Georg Podiebrad nationale Landverweser bestellt worden, mit denen FRIEDRICH eher einen Modus vivendi fand (mit Ungarn erst nach einer kriegerischen Auseinandersetzung). 1451 trat er seine Romreise an. FRIEDRICHS Krönung am 19. März 1452 war die letzte Kaiserkrönung in Rom und der päpstliche Dank für die Beendigung des Schismas. Der Papst traute FRIEDRICH auch mit seiner portugiesischen Braut Eleonore und verlieh ihm die lombardische Krone, die der Kaiser Sforzas wegen nicht in Mailand empfangen wollte. Nach diesen prunkvollen Zeremonien folgte bald die Ernüchterung:
in Östererich war die Rebellion offen ausgebrochen. Den zurückgekehrten Kaiser belagerte man in seiner Residenz Wiener Neustadt, so daß er Ladislaus den Österreichern ausliefern mußte. Inner-Österreich, auf das FRIEDRICH schon lange reduziert war, stellte eine sehr bescheidene Machtbasis für große kaiserliche Politik dar.
1457 ereignete sich der erste der Todesfälle, die zu dem bekannten Urteil Anlaß gaben, FRIEDRICHS Verdienst wäre es einzig gewesen, seine Gegenspieler überlebt zu haben:
Ulrich von Cilli wurde ermordet. Er war der letzte seines Geschlechts, und der Kaiser konnte den Großteil des Erbes einziehen.
Im selben Jahr starb auch Ladislaus, womit Österreich an die Leopoldiner fiel. Böhmen ging für HABSBURG wieder verloren, denn hier wählte man sofort Georg Podiebrad zum König. In Ungarn wurde zwar Hunyadys Sohn Matthias Corvinus König, aber eine Gegenpartei wählte FRIEDRICH, der noch immer im Besitz der Stephanskrone war. Um dieselbe Zeit wurde der sehnlichst erwartete Thronfolger Maximilian geboren.
Trotzdem gab es kein Aufatmen. Mit dem Bruder Albrecht VI. kam es zum offenen Krieg, in dessen Verlauf die kaiserliche Familie in der Wiener Burg belagert wurde. Retter in der Not war damals Podiebrad, zu dem FRIEDRICH ein zwiespältiges Verhältnis hatte. Nach dem Ödenburger Vertrag mit Matthias Corvinus, worin FRIEDRICH gegen das habsburgische Nachfolgerecht in Ungarn die Krone auslieferte, verschlechterten sich die Beziehungen  mit dem Böhmen. Durch den unerwarteten Tod Albrechts wurde FRIEDRICH 1463 unbestrittener Herr Österreichs. Doch war das Land als bittere Folge des jahrelangen Krieges völlig ausgeplündert. Die Praxis, zur  Befriedigung der Söldner Münzrechte zu verpachten, hatte überdies zu einem Zusammenbruch der Münze geführt.
Vor allem kirchenpolitische Anliegen (Errichtung von österreichischen Bistümern in Wien und Wiener Neustadt; Bestätigung des St.-Georg-Ritterordens; Kanonisierung Leopolds) führten den Kaiser 1468/69 ein zweites Mal nach Rom. Während seinner Abwesenheit brach die Baumkircher-Fehde aus, die die verheerendste von ähnlichen Aufständen ehemaliger Getreuer war. In diesem einen Fall handelte FRIEDRICH rasch und unerbittlich und ließ Baumkircher hinrichten. Bald darauf begann der große ungarische Krieg, in dessen Verlauf der Kaiser den Großteil Österreichs samt Wien und Wiener Neustadt verlor.
In seinen letzten Regierungsjahren wandte sich FRIEDRICH wieder stärker dem Reich zu. Er kam nach Trier zu einem Treffen mit Karl dem Kühnen und nahm nach dem Scheitern persönlich am Reichskrieg gegen den Burgunder teil. Nach mehreren erfolglosen Projekten, FRIEDRICH einen römischen König an die Seite zu stellen, wurde 1486 sein Sohn Maximilian römischer König, und damit blieb die deutsche Krone bei HABSBURG.
Die Jahre der Doppel-Regierung waren wegen der so verschiedenen Persönlichkeiten von Vater und Sohn nicht unproblematisch, aber letztlich politisch erfolgreich. FRIEDRICH verhinderte, daß MAXIMILIAN nach der Heirat mit Maria von Burgund ganz in den burgundisch-französischen Angelegenheiten aufging. Er schritt in Tirol ein und erreichte, daß Sigmund zugunsten MAXIMILIANS zurücktrat. Als 1490 Matthias Corvinus in Wien starb, wurde MAXIMILIAN in Österreich freudig aufgenommen, womit die habsburgischen Erblande endlich in ungeteilter Hand waren. In Ungarn und Böhmen wurde die Anwartschaft durch Erbvertrag gesichert.
Persönlich fromm, mäßig, dem Kriegshandwerk wie der Jagd abhold, liebte der Kaiser den Gartenbau, edle Steine, die Astronomie, beschäftigte sich mit Geheimwissenschaften. Von seinen Zeitgenossen vielfach verachtet und geringeschätzt, verfolgte er unbeirrt seine Absichten und war sich auch im Anngesicht von Demütigungen seiner gottgegebenen Würde bewußt. Politisch war er ein Reaktionär, der noch einmal auf die alte Verbindung von imperium und sacerdotium setzte. Mit den neu aufkommenden Mächten Burgung und SFORZA verhandelte er wohl, versagte ihnen aber die Anerkennung. Hinlänglich gebildet, wußte er die Dienste eines Enea Silvio zu schätzen, ohne eine wirkliche Beziehung zum Humanismus zu gewinnen. Sein vorgenanntes Memorandenbuch gibt einen Eindruck der Persönlichkeit in jüngeren Jahren. Einer gerechteren Beurteilung FRIEDRICHS als Herrscher, vor allem seiner Rolle im Reich, steht die Übermasse der Dokumente imm Weg, deren Aufarbeitung nun entschiedener in Gang gekommen ist, was möglicherweise zu einer Neubewertung dieses Kaisers führen wird.

Literatur:
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Friedrich III. - Kaiserresidenz Wiener Neustadt, Ausstellung Wiener Neustadt 1966; Alphons Lhotsky, das Haus Habsburg (Aufsätze und Vorträge, Band 2, Wien 1971); karl Nehring, Mathhias Corvinus, Kaiser Friedrich III. und das Reich, München 1975.
 

16.3.1452
   oo Eleonore Helena von Portugal, Tochter des Königs Eduard I.
       18.9.1434 3.9.1467

 
 
 
 

Kinder:

  Christoph
  16.11.145525.3.1456
  Wiener Neustadt Wiener Neustadt

  MAXIMILIAN I. Römisch-Deutscher König
  22.3.145912.1.1519

  Helene
  3.11.146027.2.1462
  Wiener Neustadt Wiener Neustadt

  Kunigunde
  16.3.14656.8.1520
  Wiener Neustadt München

3.1.1487
  oo Albrecht IV. Herzog von Bayern
      15.12.1447 18.3.1508

  Johannes
  9.8.1466 † 10.2.1467
  Wiener Neustadt Wiener Neustadt
 
 
 
 

Literatur:
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