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> Reiseziel: Antarktis > Termin: 10.01.-03.02.2009 > Reise-Nr.: ANT200901

Eisberge - Antarktische Halbinsel - Mitternachtssonne

Unser Ausgangspunkt für unseren Sprung in die Antarktis ist Ushuaia auf Feuerland. Durch den Beagle-Kanal verlassen wir Argentinien und klarieren in Puerto Williams/Chile ein. Von dort steuern wir die kleine Lennox-Insel an, unsere letzte Station auf dem südamerikanischen Festland.

Sobald gutes Wetter für die Überfahrt angesagt ist, machen wir uns an die Überquerung der Drake-Straße, für die wir 3-4 Tage veranschlagen müssen. Nunmehr haben wir die Zivilisation endgültig hinter uns gelassen, und es wird einsam um uns.

Unser erstes Ziel in der Antarktis wird Deception Island sein, eine Vulkaninsel wie aus dem Bilderbuch. Hier können wir uns fürs erste von den Strapazen der Überfahrt erholen, ein heißes Bad nehmen und eine mehrstündige Vulkanwanderung machen, die herrliche Ausblicke beschert.

Wir liegen geschützt direkt im Krater der Insel, und von Neptun's Window können wir bei guter Sicht einen ersten Blick auf die vereisten Berge der Antarktis erhaschen. Die Sonne wird nun nur mehr für wenige Minuten des Tage untergehen.  

Zwischen Hoseason und Trinity Island laufen wir nach Überquerung der Bransfield-Straße in die Gerlach-Straße ein. Spätestens hier begegnen uns die ersten Eisberge, die im grellen Sonnenlicht in blendendem Weiß oder auch hellblau erstrahlen.

Brabant Island zu unserer Rechten und Graham Island zur Linken, steuern wir Enterprise Island an, wo wir in einem allseits geschützten Kessel an einem gesunkenen Fischkutter festmachen. Aus den herabtropfenden Gletscherwassern füllen wir hier unsere Frischwasservorräte auf.

In der Wilhelmina-Bucht können wir mit ein wenig Glück die ersten Buk-kelwale beobachten. Über Nacht werden wir aber in der Cuverville Bay liegen. Hier machen wir auch unsere erste Bekanntschaft mit den Pinguinen. Einige Anhöhen in der Umgebung können bestiegen wer-den und bieten einen grandiosen Ausblick auf die Berge ringsum.

Durch eine dramatische Szenerie tasten wir uns zwischen Treibeis und Bergen hindurch zu den rotbemalten Häusern der Antarktis-Station Gabriel Gonzalez Videla, der wir einen Besuch abstatten.

Nach einer freundlichen Führung gleiten wir sanft über die lautloseste Wasseroberfläche der Erde, die Paradise Bay, die so glatt ist wie ein Spiegel und deren Stille nur durch das gelegentliche Herabdonnern der Lawinen unterbrochen wird.

Nach einer langwierigen Fahrt über die Flanders Bay nähern wir uns dem absoluten Höhepunkt dieser Antarktisreise, dem Eingang zum LeMaire-Kanal. Häufig ist die Durchfahrt durch Treibeis behindert.

Rechts und links ragen Hunderte von Metern hohe Steilwände empor, ein gewaltiger Meeres-Canyon, welchen die Natur hier hervorgebracht hat, der nie einer Bodenerosion ausgesetzt war.

Wenn wir Glück haben, so treffen wir auch auf Seeleoparden, die mit uns spielen wollen. Auf Hovgaard Island nächtigen wir in einer schmalen Durchfahrt an langen Leinen, ehe wir uns aufmachen nach Peterman Island, wo wir erneut auf große Königspinguin-kolonien stoßen.

Nun versuchen wir noch, den südlichsten Punkt unserer Reise zu erreichen, die ukrainische Vernadsky-Antarktisstation, die Anlaufstelle für sämtliche Kreuzfahrer und Segeljachten ist.

Am Abend des nächsten Tages wollen wir Port Lockroy erreicht haben, wo wir das letzte Mal mit Pinguinen zusammentreffen werden, ehe wir uns an die Durchquerung des Neumayer-Kanals machen.

Anvers Island zur Linken und das langgestreckte Brabant Island zur Rechten nehmen wir nun Kurs auf die Melchior-Inseln, günstiges Wetter für die Überquerung der Drake-Straße abwartend.

Nach 3-4 Tagen erreichen wir wieder die Inseln vor Kap Hoorn, wo es sehr windig werden kann. Über die Bahía Nassau, wo wir nochmals alle Segel setzen, kehren wir als gefeierte Helden nach 21tägiger Abwesenheit nach Ushuaia zurück, auf dessen Bergen um diese Jahreszeit schon Schnee liegen kann.

 
 

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